Was deutsche Eltern wirklich von einem Familienauto erwarten

13. August 2026 von

Ein Auto als Single zu kaufen, ist im Vergleich zu einem Familienauto recht unkompliziert. Du musst im Grunde nur überlegen, was du selbst willst, ohne groß auf Platz für Passagiere oder die Meinung anderer Rücksicht nehmen zu müssen. Ein Auto für eine wachsende Familie zu kaufen, ist da allerdings eine ganz andere Hausnummer. Bei all den Faktoren, die du berücksichtigen musst – wie Platz für mehrere Kinder und Kindersitze, ganz zu schweigen von Sicherheit und Kofferraumvolumen –, kann sich das anfühlen, als würdest du einen Zauberwürfel mit geschlossenen Augen lösen!

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Um dir diese komplexen Entscheidungen zu erleichtern und dir die Sorgen bei der Wahl des richtigen Familienautos zu nehmen, haben wir unsere deutschen Carwow Kunden mit Kindern befragt. Nachdem wir sie nach ihren Prioritäten, Ängsten und Frustrationen gefragt haben, fassen wir für dich zusammen, was Eltern sich von einem Familienauto wirklich wünschen.

Kopfzerbrechen beim Familienauto

Wie bei jedem Autokauf tauchen auch hier diverse Sorgen und Frustrationen auf. Laut den Eltern, die ihre Bedenken geteilt haben, haben sich beim Kauf eines Familienautos jedoch einige ganz bestimmte Frustrationen als besonders hartnäckig erwiesen.

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Die Unterhalts- und Reparaturkosten waren für viele der größte Stressfaktor– vier von 10 (43,4 %) gaben an, dass sie sich Sorgen über unvorhersehbare Werkstattkosten machen. Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Lebenshaltungskosten fällt das Haushaltsbudget von Familien ohnehin knapp aus – unerwartete Ausgaben beim Auto wiegen daher doppelt so schwer. Ähnlich verhält es sich bei den laufenden Energiekosten: Zwei von fünf Befragten (40 %) nannten schwankende Kraftstoff – und Strompreise als Ärgernis beim Autokauf.

„Die hohen Preise der letzten Jahre sitzen den Leuten tief in den Knochen,”erklärt Irene Wallner, Lead Consumer Editor bei Carwow. „Beim Autoverkauf wird heute viel genauer gerechnet als früher. Niemand will böse Überraschungen beim Unterhalt erleben, deshalb stehen planbare Kosten und Effizienz ganz oben auf der Liste.”

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Abgesehen von den finanziellen Aspekten war das zweitgrößte Problem laut Eltern der Mangel an Platz im Fahrzeug: fast zwei Fünftel der Befragten (38,3 %) gaben dies als die größte Hürde an. Wenn man bedenkt, dass Familien oft Platz für Sitzerhöhungen, mehrere Kinder und Kinderwagen brauchen, reicht nicht einfach irgendein Wagen. Platz ist also ein weiterer entscheidender Faktor.

Familien gibt es zudem in allen Formen und Größen, und jede hat andere Bedürfnisse, je nach Anzahl der Kinder. Das bedeutet: Wächst die Familie auf drei oder mehr Kinder, nehmen die praktischen Herausforderungen zu. Der Bedarf an Platz für Kids, Autositze und zusätzliches Equipment verdreifacht sich förmlich. Mehr Kinder sorgen aber nicht nur für mehr Planungsaufwand, sondern verdoppeln laut unseren Erkenntnissen auch den Stress und Streitereien im Auto.

Wenn wir Familien unterschiedlicher Größe vergleichen, stellen wir fest: Finanzielle Belastungen sind bei kleineren Familien stärker ausgeprägt und treffen sie härter, während bei größeren Haushalten Platzprobleme und das logistische Chaos in den Vordergrund rücken. Die Anforderungen können je nach Familiengröße also drastisch variieren, weshalb du je nach deiner ganz persönlichen Situation andere Schwerpunkte setzen musst.

Kaufpreis, Sicherheit oder Platz?

Während Familien beim Autokauf bestimmte Faktoren priorisieren müssen, gilt es, andere gegeneinander abzuwägen, um herauszufinden, was den größten Nutzen bringt und die ein oder andere Alternative in den Hintergrund rücken lässt.

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Unsere Umfrage hat gezeigt, dass mehr als ein Viertel der deutschen Eltern (26,8 %) den Kaufpreis als wichtigste Priorität setzen. Da eine Familie zu gründen ins Geld geht, ist dieses Ergebnis kaum überraschend. Noch interessanter sind jedoch die beiden Faktoren, die auf den Kaufpreis folgen: Sicherheit und Zuverlässigkeit landen auf dem zweiten Platz (21,7 %), dicht gefolgt von dem Thema Platzangebot (21,1 %), das von ähnlich vielen Befragten genannt wird.

Die Daten zeigen zudem eine gewisse Konsistenz unter den Käufern: Frustrationen diktieren demnach das Einkaufsverhalten. Eltern neigen oft dazu, ein Auto zu kaufen, dessen Features ihre aktuellen Probleme lösen.  Wer sich aktuell über Platzmangel ärgert, achtet beim nächsten Kauf fast doppelt so häufig auf ein größeres Platzangebot.

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Besonders Familien mit Kleinkindern setzen auf Raumwunder: Mehr als vier von zehn stuften Platz als ihre absolute Priorität ein (42,4 %).  Schließlich muss der Alltag mit sperrigem Zubehör wie Kinderwagen und Reisebett gestemmt werden. Das sinkt allerdings deutlich, sobald die Kids im Teenie-Alter sind – weniger als jede fünfte Person (18,5 %) sieht darin noch einen Hauptfaktor beim Kauf eines Familienautos. Stattdessen steigen mit dem Älterwerden der Kinder auch die Themen Sicherheit, Zuverlässigkeit und Unterhaltskosten in der Gunst der Eltern.

E-Auto-Revolution vor der Haustür

Da Elektrofahrzeuge heutzutage immer alltäglicher und beliebter werden, überrascht es nicht, dass über drei Viertel der Befragten (78,6 %) ein E-Auto als nächstes Familienauto in Betracht ziehen würden. Während bereits knapp zwei Drittel der Befragten, die aktuell nicht elektrisch fahren angaben, sie würden sich für eines als nächstes Familienfahrzeug entscheiden (57,3 %), ließen sich weitere Befragte durch Subventionen motivieren(+12,3 %) oder waren sogar bereits E-Auto-Besitzer (+9,1 %).

Die Hauptargumente gegen E-Autos, die aus der Umfrage hervorgingen, waren Bedenken hinsichtlich der Ladeinfrastruktur oder der Reichweite (8 %) sowie die hohen Anschaffungskosten (7,2 %).

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Die meisten sind der Idee von E-Autos gegenüber jedoch aufgeschlossen. Sie erhalten durchgehend starke Unterstützung (zwischen 74,3 % und 80,5 %), unabhängig von der Familiengröße oder dem Alter der Kinder – hier gibt es keine nennenswerten statistischen Lücken.

Die Umfrage lieferte zudem kaum Belege dafür, dass die Skepsis gegenüber E-Autos von der Angst vor Wertverlusten wie Batteriedegradation und Wiederverkaufssorgen angetrieben wird. Der Wertverlust von Fahrzeugen scheint eher ein generelles Autothema zu sein als ein spezifisches E-Auto-Problem. Gegen E-Autos wird dies also seltener ins Feld geführt.

Der Lebenszyklus von Kindersitzen und ein beruhigtes Gewissen

Einer der wichtigsten Anschaffungen für Eltern mit kleinen Kindern beim Autokauf ist ein passender Kindersitz. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Hälfte aller Eltern (50,8 %) sich sicher war, die gesetzlichen Vorschriften für Kindersitze zu kennen. Die Unsicherheit war erstaunlich gering – weniger als 1 von 20 Personen gab an, sich bei den Regelungen unsicher zu fühlen.

Die übrigen Befragten gaben an, dass ihre Kinder keinen Kindersitz mehr benötigen (26%). Weitere 13,4 % gaben an, sich zumindest schon einmal mit den Regeln befasst zu haben. Echte Wissenslücken sind die Ausnahme und nur 3,1 % fühlen sich bei den Gewichtslimits und 1,3 % bei der korrekten Installation des Sitzes unsicher.

Was sind die Top Prioritäten beim Kauf eines Familienautos?

Wir sehen also ganz klare Muster in den Antworten von Eltern aus ganz Deutschland, wobei sich bestimmte Prioritäten deutlich abheben. Gehen wir nun die wichtigsten Erkenntnisse durch, die du beim Kauf eines Familienautos im Kopf behalten solltest.

Offensichtlich spielen die Finanzen eine riesige Rolle im Entscheidungsprozess. Faktoren wie Unterhalts- und Reparaturkosten sowie die Preise für Sprit und Strom gehören zu den größten Überlegungen. Auch der Kaufpreis steht ganz oben auf der Prioritätenliste – das unterstreicht, wie stark Geld die Autowahl von Eltern beeinflusst.

Die Anforderungen an ein Auto verschieben sich über die Jahre. Bei Kleinkindern geht es vor allem über Faktoren wie Kindersitze und Platz für Buggy, doch diese Prioritäten ändern sich bei älteren Kindern.

Der eigene Sitzkomfort der Mitfahrenden und die niedrigen Laufkosten rücken nach vorne. Ein gutes Familienauto sollte diesen Wandel mitmachen – damit es auch dann noch praxistauglich bleibt, wenn der Nachwuchs wächst.

Irene Wallner, Lead Consumer Editor bei Carwow sagte zu den Ergebnissen: „Die Bedürfnisse und Prioritäten von Eltern variieren natürlich je nach Anzahl und Alter ihrer Kinder. Es überrascht jedoch nicht, dass finanzielle Überlegungen bei Autokäufen eine große Rolle spielen, wenn man die steigenden Kosten für das Aufziehen von Kindern bedenkt. Der Nachwuchs verändert zudem den Blick darauf, was ein Auto mitbringen muss. Du musst praktischer denken, da zusätzlicher Platz für Kinderwagen, Autositze und den alltäglichen Kram gebraucht wird, der plötzlich viel wichtiger ist als vor der Elternschaft.“

Ein Auto passt selten für die Ewigkeit. In den ersten Jahren stehen großer Kofferraum und praktische Kindersitz Optionen ganz oben auf der Liste, später rücken eher niedrige Unterhaltungskosten oder der Umstieg aufs E-Auto in den Vordergrund.

Welches Modell gerade am besten passt, muss deshalb keine Entscheidung für die nächsten 15 Jahre sein. Wenn sich die Prioritäten ändern, lässt sich das alte Auto ganz leicht über Carwow verkaufen und direkt gegen einen passenden Nachfolger austauschen.

Wenn du Kinder hast und etwas Unterstützung bei der Wahl des richtigen Familienautos für deine individuelle Situation brauchst, wirf einen Blick auf unseren Konfigurator. So findest du ganz einfach die beste Lösung für dich.

Methodik

An der Umfrage nahmen insgesamt 2.218 Personen teil. Die Screening-Frage lautete, wie viele Kinder unter 18 Jahren im Haushalt leben. 1.242 Befragte antworteten mit „Keine“ und wurden aus jeder Analyse ausgeschlossen, da sich dieser Bericht nur auf Eltern mit Kindern unter 18 konzentriert. Damit bleibt eine Basis von 976 Befragten mit Kindern unter 18, aufgeteilt in drei Gruppen: 1 Kind (380), 2 Kinder (407), 3+ Kinder (189).

Die Umfrage hat eine Trichter Struktur: Nicht jeder Befragte hat jede Frage beantwortet, daher schrumpft die Datenbasis von Frage zu Frage. Alle Prozentangaben in diesem Bericht berechnen sich auf Basis der tatsächlichen Personenanzahl, die diese spezifische Frage beantwortet hat, und nicht auf Basis der Gesamt Basis von 976.