Dein Weg zum neuen Auto
Elektrische Mittelklassenlimousine gesucht? Dann hast du natürlich dir auch das Tesla Model 3 genauer angeschaut. Aber hast du auch den Mazda 6e auf dem Schirm? Wir haben die Konkurrenten genauer unter die Lupe genommen.
Auch wenn das Model 3 mittlerweile etwas in die Jahre gekommen ist, gilt es immer noch aus gutem Grund als Preis-Leistungs-König in seinem Segment. Damit ist das Model 3 auch immer die Benchmark an der sich andere Konkurrenten messen müssen. Wie schlägt sich also der Mazda 6e im Vergleich?

Zwei sehr unterschiedliche Charaktere
Der Tesla Model 3 ist inzwischen ein alter Bekannter: Seit 2017 auf dem Markt, 2023 überarbeitet, hat er sich als technologiegetriebene Limousine mit Coupé-Silhouette etabliert.

Der Mazda 6e dagegen ist ein Neuling und ist entstanden aus der Kooperation zwischen Mazda und dem chinesischen Hersteller Changan, technisch verwandt mit dem Deepal L07. Das japanische Design mit dem beleuchteten Signature Wing und den rahmenlosen Fenstern soll dabei bewusst europäische Käufer ansprechen, während unter dem Blech chinesische Batterietechnik steckt.

In unserem Praxistest überzeugte der Mazda vor allem mit seiner eleganten Optik, seinem hohen Fahrkomfort und der guten Geräuschdämmung. So schick er aussieht, überragend ist der Mazda 6e leider nicht. Das Tesla Model 3 ist zwar spartanischer eingerichtet, holt aber deutlich mehr aus seinem Antrieb und seinem Akku heraus und kann mit hoher Reichweite, Effizienz und einem dynamischeren Fahrwerk punkten.
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Preise und Leasingkonditionen im Vergleich
Der Mazda 6e startet bei einem Listenpreis von 44.900 Euro für die kleinere Batterievariante, die Long-Range-Version mit größerem Akku beginnt bei 46.500 Euro. Über Carwow lassen sich aktuell im Schnitt gut 10.000 Euro sparen, sodass Neuwagen bereits ab rund 36.500 Euro zu finden sind. Beim Leasing gibt es aktuell sehr gute Deals ab 193 € im Monat.
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Beim Tesla Model 3 beginnt die Preisliste niedriger: Das Basismodell mit Hinterradantrieb kostet ab 36.990 Euro. Beim Leasing bietet der amerikanische Hersteller nicht so attraktive Konditionen an wie Mazda. Aktuell beginnen die Angebote hier ab 399 € monatlich.
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Wer mehr Leistung möchte, zahlt für die Allrad-Variante mit Long Range rund 50.000 Euro, das Top-Modell Performance liegt bei knapp 58.500 Euro. Unterm Strich ist der Einstieg beim Tesla günstiger, während der Mazda in der Basisausstattung bereits sehr üppig bestückt ist – dazu gleich mehr.
Reichweite, Verbrauch und Ladeleistung

Bei der Reichweite hat der Mazda 6e auf dem Papier leicht die Nase vorn: Mit der kleineren 68,8-kWh-Batterie kommt er auf bis zu 479 Kilometer, mit dem 80-kWh-Akku der Long-Range-Version sind es bis zu 552 Kilometer nach WLTP. In unserem winterlichen Praxistest bei Minustemperaturen zeigte die kleinere Batterie allerdings nur noch rund 333 Kilometer echte Reichweite – ein Wert, der sich bei milderen Temperaturen deutlich verbessern dürfte. Der reale Verbrauch auf unseren Testrunden lag bei angenehmen 19 bis 20 kWh/100 km, selbst mit hohem Autobahnanteil.

Das Tesla Model 3 bewegt sich je nach Ausstattung zwischen 534 und 750 Kilometern WLTP-Reichweite – Letzteres gilt für die heckangetriebene Long-Range-Version. In unserem eigenen Wintertest mit dem Basismodell sank die tatsächliche Reichweite bei minus vier Grad und Autobahntempo auf rund 242 Kilometer, was angesichts der widrigen Bedingungen aber im Rahmen blieb.
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Der entscheidende Unterschied liegt beim Laden. Die kleinere Mazda-Batterie lädt mit bis zu 165 kW und ist in rund 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen, das ist zwar nicht überragend, aber mehr als nur ordentlich und gut alltagstauglich. Die größere Long-Range-Batterie schafft dagegen nur maximal 95 kW und benötigt für denselben Ladeprozess 47 Minuten, was in dieser Preisklasse enttäuscht und eigentlich komplett veraltet ist.

Tesla liefert hier deutlich konstantere Werte: Bis zu 250 kW sind bei Long-Range- und Performance-Modellen möglich, das Basismodell lädt mit bis zu 170 kW. Hinzu kommt das dichte Supercharger-Netz, das die Langstreckenplanung spürbar erleichtert – ein Vorteil, der das Model 3 schon seit langem zum Effizienzkönig in seiner Klasse macht.
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Fahrleistung und Fahrkomfort
Der Mazda 6e setzt in beiden Antriebsvarianten auf einen permanentmagnetischen Synchronmotor an der Hinterachse. Die kleinere Batterievariante leistet 258 PS und sprintet in 7,6 Sekunden auf 100 km/h, die Long-Range-Version kommt mit 245 PS auf ähnliche Werte. Bei maximal 175 km/h ist Schluss. Auf unseren Testfahrten überzeugte vor allem das komfortable Fahrwerk und die gute Dämmung – der Mazda fühlt sich eher nach entspanntem Reisewagen an als nach Sportgerät.
Das Tesla Model 3 spielt in einer anderen Liga: Das Einstiegsmodell leistet 283 PS und beschleunigt in 6,2 Sekunden auf Tempo 100, die Allrad-Variante mit 498 PS schafft das bereits in 4,4 Sekunden, das Performance-Modell mit 460 PS sogar in 3,1 Sekunden. Seit dem Facelift wurde zudem das Fahrwerk überarbeitet, was Komfort und Geräuschkomfort spürbar verbessert hat. Das Model 3 reagiert direkter und bietet die bessere Balance zwischen Komfort und Fahrdynamik, während der Mazda mit einem ruhigeren, gediegeneren Auftritt punktet.
Platzangebot und Kofferraum
Hier zeigt sich ein klarer Vorteil für Tesla. Der Kofferraum des Model 3 fasst 594 Liter, ergänzt durch einen 88 Liter großen Frunk unter der Fronthaube – macht zusammen fast 700 Liter Stauraum. Der Mazda 6e kommt dagegen nur auf 336 Liter im Kofferraum, plus 72 Liter im Frunk.

Klappt man die Rücksitze um, wachsen beim Mazda die Werte auf bis zu 1.074 Liter, doch im direkten Vergleich bleibt der Tesla-Kofferraum praktischer nutzbar und das obwohl das Model3 kürzer ausfällt als der Mazda 6e. Bei der Beinfreiheit im Fond punktet der Mazda dank seines großzügigen Radstands von 2,89 Metern, allerdings schränkt die nach hinten abfallende Dachlinie die Kopffreiheit großer Passagiere spürbar ein.

Wer häufiger große Gepäckmengen transportiert, ist mit dem Tesla besser bedient, in Sachen Passagierkomfort hat aber der Japaner die Nase vorn.
Innenraum, Bedienung und Assistenzsysteme

Der Mazda 6e punktet im Innenraum mit hochwertiger Verarbeitung, Kunstleder und Nappaleder-Optionen sowie einer bereits in der Basisausstattung üppigen Serienausstattung – digitales Cockpit, Head-up-Display und Panorama-Glasdach sind immer mit dabei. Der 14,6-Zoll-Touchscreen reagiert schnell, allerdings trübte auf unseren Testfahrten eine fehleranfällige Sprachsteuerung den Eindruck, die teils grundlos auf Gespräche im Fahrzeug reagierte. Auch der Spurhalteassistent griff auf unseren Testrunden gelegentlich ruppig und spät ein.
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Beim Tesla dreht sich im Innenraum praktisch alles um den 15,4-Zoll-Zentralbildschirm – ein eigenes Fahrerdisplay fehlt, ein Head-up-Display bietet Tesla ebenfalls nicht an. Das puristische Cockpit gefällt technikaffinen Fahrern, wirkt auf andere aber kühl und wenig einladend. Immerhin wurde die früher stark kritisierte Blinkerbedienung inzwischen wieder auf einen klassischen Lenkstockhebel umgestellt. Bei der Sicherheit liegen beide nah beieinander: Der Mazda 6e erzielte 2025 die volle NCAP-Bewertung von fünf Sternen mit starken Werten beim Insassenschutz, das Tesla Model 3 holte 2019 ebenfalls fünf Sterne mit sehr hohen Punktzahlen beim Erwachsenenschutz und den Assistenzsystemen.
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Zuverlässigkeit und Garantie
Beim Thema Langzeitqualität hat der Mazda aktuell die Nase vorn: Er bietet sechs Jahre Fahrzeuggarantie beziehungsweise bis zu 150.000 Kilometer, dazu zwölf Jahre Durchrostungsgarantie. Belastbare Erfahrungswerte fehlen naturgemäß noch, da das Modell erst seit 2025 auf dem Markt ist. Das Tesla Model 3 hingegen musste im aktuellen TÜV-Report 2026 Kritik einstecken und landete in mehreren Altersklassen auf den hinteren Rängen, vor allem wegen Problemen an Achsaufhängung und Bremsscheiben. Wer Wert auf einen sorgenfreien Werkstattalltag legt, sollte diesen Punkt in seine Kaufentscheidung einbeziehen.

Fazit: Welches Auto passt zu wem?
Der Mazda 6e ist die richtige Wahl für alle, die Wert auf ein elegantes, hochwertig verarbeitetes Design legen, einen komfortablen Alltagsbegleiter mit großzügiger Serienausstattung suchen und nicht zwingend auf ultraschnelles Laden angewiesen sind. Besonders für Vielfahrer, die selten auf der Langstrecke unterwegs sind und lieber zu Hause an der eigenen Wallbox laden, spielt der Mazda seine Stärken aus – Komfort, Laufruhe und ein attraktiver Basispreis für die gebotene Ausstattung.
Das Tesla Model 3 eignet sich dagegen besser für technikaffine Pendler, Dienstwagenfahrer und alle, die häufiger längere Strecken zurücklegen und dabei auf ein dichtes, verlässliches Schnellladenetz angewiesen sind. Wer zudem Wert auf sportlichere Fahrdynamik, mehr Kofferraumvolumen und die höhere verfügbare Reichweite legt, findet im Model 3 nach wie vor den technisch ausgereifteren Allrounder – auch wenn die Zuverlässigkeitswerte zuletzt zu wünschen übrig ließen.
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