Krise im Iran lässt Sprit um bis zu 17 Cent pro Liter steigen – wann tankt man jetzt noch am günstigsten?

Irene Wallner
Lead Consumer Editor
04. März 2026

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Kurz nach Beginn des Konflikts im Iran stiegen die Preise an den Tankstellen dramatisch. Kann man überhaupt noch günstig tanken? Wir haben Tipps für euch!

Autofahrende in Deutschland zahlen aktuell wieder deutlich mehr an der Zapfsäule. Der Grund: Die geopolitische Krise im Nahen Osten – insbesondere der Krieg zwischen dem Iran und westlichen Staaten – lässt die Öl‑ und Spritpreise steigen und sorgt für spürbare Belastungen im Alltag. Die Dieselpreise sind zum Teil bis zu 17 Cent pro Liter gestiegen im Vergleich zum Februar – das ist der höchste Wert seit über zwei Jahren. Wir sagen dir, zu welchem Zeitpunkt du noch am günstigsten tanken kannst!

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Wie sich der Iran‑Konflikt auf die Spritpreise auswirkt

Der aktuelle Konflikt im Nahen Osten beeinflusst die Energiemärkte weltweit. Öl wird an den internationalen Börsen gehandelt, und die Sorge um Lieferengpässe treibt den Preis für Rohöl und damit für Kraftstoffe nach oben. Die strategisch wichtige Straße von Hormus, durch die ein bedeutender Teil des globalen Ölvolumens transportiert wird, ist teilweise blockiert – was zusätzliche Unsicherheit schafft.

Wenn der Ölpreis an den Terminmärkten steigt, reagieren die Kraftstoffpreise oft mit Verzögerung – doch in der aktuellen Lage lassen viele Tankstellen die Preise schneller anziehen, um steigende Einkaufskosten vorwegzunehmen.

Konkrete Preise und Entwicklung in Deutschland

Aktuelle-Spritpreise

Sieht man sich die Spritpreisentwicklung der letzten Jahre an, stellt man fest, dass die aktuellen Preise einen Höchststand erreichen. Laut ADAC sind die Preise für Diesel und Benzin in den letzten Tagen deutlich angestiegen:

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  • Diesel lag teilweise über 2,00 € pro Liter am Morgen – ein Niveau, das seit 2022 nicht mehr erreicht wurde.
  • Auch Super E10 stieg stark an und lag – ebenfalls am Morgen – nur knapp unter der 2 Euro-Marke.
  • Innerhalb der letzten Tage (2. März bis 4. März) konnte beim Preisanstieg ein bundesweiter Tagesdurchschnitt von 12 Cent für E10 und 17,7 Cent für Diesel verzeichnet werden.

Der ADAC bestätigt, dass die derzeitigen Preisstände “zu den höchsten der letzten Monate“ gehören und dass die Entwicklung direkt mit den gestiegenen Rohölkosten und der geopolitischen Lage zu tun hat.

Warum steigen die Spritpreise so schnell?

Im aktuellen Umfeld kann eine plötzliche Rohöl‑Teuerung binnen weniger Stunden an den Zapfsäulen sichtbar werden. In den letzten Tagen sind Anstiege von bis zu etwa 7 – 12 Cent pro Liter beobachtet worden, was sich deutlich in der Geldbörse bemerkbar macht.

Das Risiko: Wenn der Konflikt anhält oder sich ausweitet, könnten die Preise an den Zapfsäulen weiter steigen, da die Unsicherheit an den Märkten bestehen bleibt und Lieferketten belastet werden. Frühere Krisen zeigen: Solche Preissprünge werden nicht sofort korrigiert, wenn keine Entspannung eintritt.

Tipp für Autofahrer: Wann tanken?

Tankstelle-E10

Sieht man sich die historischen Daten an, dann kann man sehen, dass Tanken in Deutschland meist Dienstags und Mittwochs günstiger ist als Anfang und Ende der Woche. Das Wochenende ist meist am teuersten. Was die Uhrzeiten angeht, sollte nicht morgens zwischen 5:00 und 8:00 Uhr getankt werden, das ist das teuerste Zeitfenster. Am günstigsten kommt man meist zwischen 18:00 und 22:00 Uhr davon.

Hier noch ein paar praktische Tipps:

  • Nicht bis zur Reserve warten: Wer erst dann tankt, wenn der Markt seine aktuellen Preissteigerungen bereits komplett eingepreist hat, zahlt deutlich mehr.
  • Rechtzeitig halb voll machen: Experten raten angesichts der anhaltenden Preisentwicklung, den Tank auf etwa halb voll zu halten, statt bis zur Reserve zu fahren und dann zu teuren Zeiten voll zu tanken.
  • Preisvergleich nutzen: Da nicht alle Tankstellen gleichzeitig und im gleichen Ausmaß erhöhen, lohnt sich ein Vergleich – nutze dafür unseren Spritpreis-Vergleich.
  • Autobahntankstellen meiden: Wer kann, sollte unbedingt vermeiden an der Autobahn zu tanken. Hier erhöht sich der Preis nochmal deutlich.

Sollte man jetzt lieber ein E-Auto kaufen?

Angesichts der steigenden Benzinpreise und der Unsicherheit auf den globalen Öl- und Energiemärkten könnte der Kauf eines E-Autos eine langfristige Lösung sein. Elektroautos sind von den Schwankungen der Rohölpreise weitgehend unabhängig und bieten daher eine gewisse Preissicherheit, insbesondere in Krisenzeiten wie der aktuellen.

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Zudem kannst du von der E-Auto Förderung profitieren, die den Einstieg in die Elektromobilität erleichtert. Während die Anschaffungskosten eines E-Autos derzeit noch höher sein können, bieten viele Modelle bereits eine hervorragende Reichweite und günstige Betriebskosten im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen.

Auf lange Sicht werden die Ladepreise sinken und die Effizienz noch weiter steigen, damit könnte der Wechsel zu einem E-Auto also noch attraktiver werden. Wer auf der Suche nach Zukunftssicherheit ist, könnte jetzt die aktuellen geopolitischen Entwicklungen zum Anlass nehmen, um auf die Elektromobilität umzusteigen.