Dein Weg zum neuen Auto
Der neue Rivian R2 soll in den nächsten Jahren auf europäischen Straßen zu sehen sein, und Mat Watson ist für uns nach Kalifornien geflogen, um den Herausforderer von Tesla bei den Elektro-SUVs zu testen.
Unser Kollege aus England ist es reichlich leid den Leute immer das Model Y von Tesla empfehlen zu müssen und dementsprechend hatte er bereits vor dem Trip nach Kalifornien große Hoffnungen in den Rivian R2 gesetzt. Schließlich ist der neue Elektro-SUV nicht nur in einem fantastischen Design, sondern auch mit jeder Menge moderner Technik ausgestattet.
Aber ist er gut genug, um das Model Y zu schlagen? Mat war vor Ort in Kalifornien, um den Rivian R2 zu testen.
Das neue Design des Rivian R2: Er sieht fantastisch aus
Das Tesla Model Y ist nicht gerade ein Hingucker – man kauft es, weil es ein verdammt gutes Familien-SUV für seinen Preis ist. Der Rivian ist jedoch anders, denn er ist einfach verdammt cool.

Im Vergleich zum kieselsteinartigen Tesla sieht er kantig und robust aus, und Mat gefallen auch die freundlichen ovalen Scheinwerfer. Sie erinnern ihn irgendwie an einen Dyson-Haartrockner, und dieses Designmerkmal wurde vom größeren R1S übernommen.

Auch das beleuchtete Rivian-Emblem an der Seite gefällt Mat, und die 20-Zoll-Leichtmetallfelgen sehen mit diesen All-Terrain-Reifen großartig aus. Am Heck befindet sich eine elegante Lichtleiste, und der Dachspoiler ist ein raffiniertes Detail, das zudem den Luftstrom über dem Fahrzeug optimiert. Es ist ein wirklich cool aussehendes SUV.
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Innenraum und Praktikabilität des neuen Rivian R2: besser als beim Model Y?
Für Mat schlägt der Innenraum des Rivian R2 den des Tesla Model Y deutlich. Dank des mehrschichtigen Armaturenbretts wirkt er minimalistisch, ohne langweilig zu sein, und die Holzverkleidung ist ebenfalls ein schönes Detail.

Die Qualität ist ebenfalls hervorragend, mit durchgehend weichen Materialien und gut gedämpften Schaltern. Apropos Schalter: Die Drehregler am Lenkrad sind wirklich raffiniert. Mit ihnen kkannst du beispielsweise die Klimaanlage und die Fahrmodi umschalten, und sobald man sich daran gewöhnt hat, sind sie wirklich intuitiv zu bedienen.

Wie beim Tesla muss man die Spiegel und die Lenkradverstellung über den Bildschirm bedienen, was Mat eher unter ziemlich nervig verbucht hat. Allerdings gefällt ihm, dass man im R2 ein Fahrerdisplay hat, im Gegensatz zum Model Y, bei dem alles auf dem zentralen Touchscreen angezeigt wird.
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Das Infotainment-System ist ebenfalls brillant, mit einem großen, hellen Display und einem schnellen Prozessor und die cartoonartigen Grafiken verpassen diesem Auto noch mehr Charakter.

Aber wie sieht es mit der Alltagstauglichkeit aus? Der Platz auf den Rücksitzen ist wirklich gut. Laut Mat gibt es viel Beinfreiheit, und dank der kantigen Dachlinie gibt es auch reichlich Kopffreiheit. Dank der flachen Seiten des R2 ist es sogar mit drei Personen auf der Rückbank recht geräumig.
Der Kofferraum ist fast so groß wie der des Tesla Model Y. Dort findest du 812 Liter Stauraum, was etwa 10 Liter weniger ist als beim Tesla. Die niedrige Ladekante erleichtert das Verladen schwerer Gegenstände, und es gibt auch einen riesigen Frunk, der groß genug für eine Küche ist. Nicht nur metaphorisch, nein, da passt tatsächlich eine Küche rein.
Coole Features des neuen Rivian R2
Für den Rivian R2 gibt es nämlich eine ausklappbare Campingküche, die unter die Motorhaube passt. Sie umfasst einen Induktionsherd, den du über die Autobatterie mit Strom versorgen kannst, sowie eine Schublade voller Küchenutensilien. Und das ist nicht das einzige coole Zubehör, das für dieses Auto erhältlich ist.

Rivian bietet auch eines der größten und stabilsten Dachzelte an, die Mat je gesehen hat. Es kostet über 4.000 €, sieht aber toll aus und du kannst sogar Videos auf die Seite des Zeltes projizieren, um sie von außerhalb des Autos anzusehen. In der Tür versteckt sich eine praktische Taschenlampe, alternativ kannst du diese gegen einen elektrischen Handwärmer für kalte Nächte auf dem Campingplatz austauschen.

Noch mehr Schlafmöglichkeiten gesucht? Für die Rücksitze gibt es auch noch eine Matratzenoption, die perfekt auf die Maße des Autos angepasst wurde. Dafür gibt es sogar noch ein Bettwäschenset mit dem gleichen Design, das der Rivian beim Erlkönig-R2 noch getragen hatte.

Im Innenraum des Fahrzeugs finden sich einige weitere clevere Details, die im Alltag besonders nützlich sind. So gibt es beispielsweise zwei nebeneinander liegende Handschuhfächer und die großen Türfächer lassen sich nach außen ausziehen, sodass auch große Flaschen Platz finden. Rivian hat sogar die Lautsprecher von den Türen in den Fußraum verlegt, um Platz zu sparen.
Fahren mit dem Rivian R2: Er kann etwas, was das Tesla Model Y nicht kann
Mit dem Rivian R2 kannst du tatsächlich im Gelände abseits der Straßen fahren. Es gibt wohl kaum einen elektrischen Familien-SUV, der es dort mit ihm aufnehmen kann. Er verfügt über einen speziellen Offroad-Modus, All-Terrain-Reifen und bessere Böschungswinkel als ein Tesla Model Y. Mat konnte ihn auf einer Offroad-Strecke testen und war wirklich beeindruckt.

Aber trotz dieser Fähigkeit, schwieriges Gelände zu bewältigen, ist das Fahren auf der Straße im Rivian R2 keine lästige Pflicht. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten bleibt es im Innenraum angenehm still. Auf der Autobahn ist er fast geräuschlos, und in der Stadt helfen die kantige Form und der enge Wendekreis dabei, ihn in enge Parklücken zu manövrieren.

Die Federung ist weich und federt Unebenheiten sanft ab, aber auch auf kurvigen Straßen lässt sich das Auto sehr leicht schnell fahren. Der R2 fühlt sich nicht ganz so sportlich an wie ein Tesla Model Y, aber er vermittelt einem sehr gut, was unter einem vor sich geht. Mat hatte auf jeden Fall Spaß daran wie der Rivian sich durch die Kurven fahren ließ.
Rivian R2: Mats endgültiges Urteil
Für Mat ist das Urteil ganz klar: Der Rivian R2 ist brillant. Er erfüllt alle normalen, langweiligen Anforderungen an ein Elektroauto genauso gut wie ein Tesla Model Y, hat aber darüber hinaus coole, ausgefallene Funktionen, sieht fantastisch aus und ist sogar geländegängig.

Dann kommt auch noch der niedrige Preis hinzu. Mat kann es kaum glauben, dass der Rivian R2 in den USA schon ab 45.000 Dollar erhältlich ist, das sind gerade einmal 37.955 € und damit sogar noch günstiger als das Model Y in Deutschland.
Tesla hat dabei eigentlich den Vorteil von massiven Skaleneffekte, die Rivian nicht hat. Es ist ein bisschen so, als würde dein Café um die Ecke plötzlich ein komplettes Frühstück zum gleichen Preis wie eine McDonald’s Apfeltasche anbieten.

Es wird noch ein paar Jahre dauern, bis der Rivian R2 in Deutschland erhältlich ist, und preislich dürfte er dann wahrscheinlich eher bei bei 50.000 € landen. Aber selbst zu diesem Preis würde Mat ihn jederzeit einem Tesla vorziehen.
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Originalartikel von: Mat Watson
Übersetzt und angepasst von: Patrik Chen