Dein Weg zum neuen Auto
Im Volkswagen-Werk Emden ruht am Freitag, den 9. Januar 2026, die komplette Fahrzeugproduktion. Grund ist das erwartete Sturmtief „Elli“, das für den Nordwesten Deutschlands schwere Sturmböen, Schneefall und gefährliche Straßenverhältnisse bringen soll. Der Autobauer zieht damit einen ursprünglich für Ende Januar geplanten Ruhetag vor.
Nach Angaben des Unternehmens entfallen beide Schichten, die Fertigungsbänder stehen für einen Tag still. Es ist der erste Produktionsstopp des Standorts im neuen Jahr. Betroffen sind mehrere tausend Beschäftigte aus Produktion und Verwaltung. Lediglich der Werkschutz sowie die Werkfeuerwehr bleiben vor Ort, um die Sicherheit des Geländes zu gewährleisten.
Entscheidung aus Sicherheitsgründen

Die Entscheidung fiel nach einer Sitzung des werkseigenen Krisenstabs am Donnerstagmorgen. In einer internen Mitteilung an die Belegschaft heißt es, die Maßnahme diene in erster Linie dem Schutz der Mitarbeiter. Die sich abzeichnende Wetterlage könne sowohl den Arbeitsweg als auch die Versorgung des Werks mit Bauteilen erheblich erschweren.
Der Arbeitsausfall soll vorrangig über Resturlaubstage aus dem Vorjahr oder über die jeweiligen Flexibilitätskonten ausgeglichen werden. Im Gegenzug ist vorgesehen, dass am ursprünglich geplanten Ruhetag Ende Januar – konkret am 30. Januar 2026 – regulär gearbeitet wird.
Sensible Bereiche besonders betroffen

Unter normalen Bedingungen hätten am Freitag zwischen 700 und 750 Fahrzeuge das Werk verlassen. Der Produktionsstopp betrifft dabei nicht nur die Montagehallen, sondern auch den Fahrzeugumschlag sowie den werkseigenen Hafen. Gerade diese Bereiche gelten bei Sturm, Eis und Schneefall als besonders sensibel. Mit der Stilllegung sollen zusätzliche Risiken durch Lkw-Verkehr, Rangierarbeiten und Verladetätigkeiten vermieden werden.
Zentrales E-Auto-Werk von Volkswagen

Das Werk Emden zählt zu den wichtigsten Standorten von Volkswagen für die Elektromobilität. Dort werden ausschließlich vollelektrische Modelle produziert, darunter der VW ID.4 und der VW ID.7. Nach dem Ende der Passat-Fertigung wurde der Standort umfassend umgebaut und konsequent auf E-Fahrzeuge ausgerichtet. Ein großer Teil der Produktion ist für den Export bestimmt, mehrere tausend Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt vom Werk ab.
Andere Standorte nicht betroffen

An allen anderen Volkswagen-Standorten soll die Produktion nach aktuellem Stand normal laufen. Das gilt auch für das Stammwerk in Wolfsburg. Die Werke in Osnabrück und Zwickau befinden sich unabhängig davon noch in der turnusmäßigen Produktionspause zum Jahreswechsel.
Nach Konzernangaben sind durch den eintägigen Stillstand in Emden keine nachhaltigen Auswirkungen auf Lieferketten oder Auslieferungspläne zu erwarten. Der Produktionsstopp sei zeitlich begrenzt, organisatorisch eingeplant und eine rein vorsorgliche Maßnahme angesichts der Wetterlage.