Audi Q3 im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Audi Q3 werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Die zweite Generation des Audi Q3 verbindet die Familien- und Transporttauglichkeit eines SUVs mit der von Audi gewohnten hochwertigen Verarbeitung und modernen Motoren, die Audis Erfolgsmodell jetzt auch im Q3 Plug-in-Hybrid 45 TFSI e elektrisch vorantreiben.  

  • Praktisch: die verschiebbare Rückbank
  • Unpraktisch: der große Wendekreis
  • Hoch: der Preis
  • Niedrig: der Verbrauch des Plug-in-Hybrid
  • Klasse: der kurze Bremsweg
  • Nicht so klasse: die kurze Garantie

Der Q3 der jüngsten Generation hat gegenüber der ersten Ausgabe von Audis Kompakt-SUV in fast allen Bereichen gewonnen, außer beim Parken, denn mit 4,48 Meter um zehn Zentimeter in der Länge gewachsen, passt das SUV nicht mehr so gut in die Parklücken.

Ein Q3 für die Familie

Im Vergleich zum ersten Q3, der mit 4,39 Meter Länge etwas knuffig und damit enger im Innenraum ausfiel, ist der Q3 der zweiten Serie einer, der sein SUV-Format auch im Innenraum steht. Vorne sitzt man auch als zwei Meter langer Lulatsch gut und dahinter auch mit 1,90 Meter bequem. Mit mehr Beinfreiheit oder Platz fürs Gepäck, da sich die Lehnen der Rückbank neigen lassen und sich die Rückbank um 15 Zentimeter verschieben lässt.

Und damit hat die Variabilität des Gepäckraums noch kein Ende. Der Laderaumboden lässt sich in der Höhe variieren und ins Unterbodenfach passt, wenn die Rückbank umgeklappt wurde, die Hutablage. Die Ladefläche ist an der schmalsten Stelle, direkt hinter der Rückbank, 1,01 Meter breit und vom Ende der Rückbank bis zur Ladekante 97 Zentimeter lang. Mit heruntergeklappter Rückbanklehne und damit verlängerter Ladezone kann man mit dem von 530 auf 1.525 Liter gewachsenen Laderaumvolumen auch gut was beim Baumarktbesuch anfangen. 

SUV in komfortabel und sicher

Damit kann man im Audi SUV gut leben, denn der Komfort fällt so überzeugend aus wie das unkomplizierte Handling. Der tiefere Fahrzeugschwerpunkt im Vergleich zum Q3 der ersten Serie und die verbesserte Sitzposition spielen der Fahrdynamik in die Karten wie die relativ direkt abgestimmte Lenkung.

Das Audi SUV, dessen Hauptkonkurrenten in der Premiumkaste weiterhin BMW X1 und Mercedes GLA heißen, liegt satt, spurstabil und sicher auf der Straße. Einem X1 oder Jaguar E-Pace, die beide das Thema SUV noch sportlicher praktizieren, kann der Ingolstädter auf einer kurvigen Landstraße trotzdem nicht folgen. 

Mit dem Sportfahrwerk und der Progressivlenkung, die Audi zum fairen Aufpreis anbietet, reagiert der Q3 sportiver. Mit dem kostspieligen Adaptivfahrwerk lässt sich das Fahrwerk auf Knopfdruck komfortabler oder sportlicher einstellen. 

Auf einen großen Wendekreis muss man sich einstellen, wenn man den Audi Q3 mit den optionalen 20-Zoll-Rädern ordert, denn auch hier gilt die alte Regel: Wählt man größere Räder, die zwischen 17 und 20 Zoll messen können, ist der Wendekreis größer, wählt man kleinere, ist er kleiner. Wobei schon der von Audi angegebene Wenderadius mit 11,8 Metern ziemlich groß fürs Format ausfällt. 

Klasse Bremse

Relativ wenige Meter vergehen beim Bremsen, was auch im Test zu überzeugen weiß. Im ADAC-Bremstest kam der Audi Q3 40 TDI nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach sehr guten 34,0 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherheitsvorsorge wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Viel Sicherheit wird auch bei der Fahrassistenz geboten, aber das hat, klar, ist ja ein Audi, seinen Preis. Im Basis Q3 zählen neben dem ESP, dem ABS und den Airbags der Spurverlassens- und Spurwechselwarner, das Notbremssystem, der Geschwindigkeitsbegrenzer und der Berganfahrassistent mit zur Serienausstattung. Das meiste andere, vom adaptiven Fahrassistenten bis zum Parkassistenten, kostet extra.

Preise ohne Ende

Nur wer viel liest, erhält den Audi Q3, den er sich genau wünscht, denn die Preisliste zählt mehr als 100 Seiten. Und hat man sich zu viel gewünscht, überschreitet der Endpreis den Grundpreis des Q3 um etliche Euro. 

Mit der Basisausstattung, zu der die manuelle Klimaanlage, das Multifunktions-Lederlenkrad, die kleine Version von Audis Digitalinstrumenten und das Radio mit vier Lautsprechern und Bluetooth gehören, kann man sich zwar schon zufrieden geben, trotzdem ärgert man sich auch hier. Wie auch bei anderen Herstellern Unsitte geworden, erhält man den Audi Q3 nur in einer einzigen Farbe ohne Aufpreis: in Weiß. 

Ob man sich für die Ausstattungslinien advanced oder S line entscheidet, ist eine Frage der Optik und eigenen Vorlieben. Der advanced steht auf 18 Zoll großen statt der serienmäßigen 17-Zoll-Räder und der Ladekantenschutz ist nicht mehr mit schnödem Kunststoff, sondern mit feschem Edelstahl ausgeführt. Die wichtigsten Unterschiede der S line machen das Äußere und das Sportfahrwerk, das in dieser Version immer Teil der Ausstattung ist.

Noch Budgetreserven?

Im Infotainment geht im Audi Q3 viel. Drei Systeme, eines reizvoller als das andere, stehen zur Wahl. Das erste ist das MMI-Radio mit dem digitalen 10,25-Zoll-Kombiinstrument. Das zweite erscheint noch attraktiver mit dem MMI-Radio plus mit 8,8-Zoll-Bildschirm und der Option aufs 12,3 Zoll große Audi virtual cockpit. Dieses spektakuläre Digitalcockpit gehört in der dritten Ausbaustufe MMI Navigation plus zur Serienausstattung, die dann auch den auf 10,1 Zoll vergrößerten Touchscreen zur Bedienung des Infotainments beinhaltet.
Es versteht sich beinahe von selbst, dass ein modernes Audi SUV die Anforderungen der Zeit an die Vernetzung erfüllt: Internetverbindung via LTE, Telefon-Einbindung via Android Auto oder Apple CarPlay, kabelloses Laden des Smartphone oder das Verschließen des Fahrzeugs mit dem Smartphone … fast alles ist möglich. Allerdings schlägt sich auch das im Endpreis nieder.

Fahren mit Benzin, Diesel oder Strom?

Im Motorraum kommen 150 bis 245 PS starke Vierzylinderbenziner und TDI-Triebwerke unter, die ihre Leistung mit Front- oder Allradantrieb auf die Straße übertragen, und erstmals auch ein Plug-in-Hybrid, der dreifach spart: im Verbrauch, beim Kauf und der Dienstwagensteuer. Aber, der Reihe nach. 

Vom Einkauf eines 45 TFSI e, der zu einem Preis von 46.000 Euro in der Preisliste startet, kann man die Plug-in-Hybrid-Umweltprämie von 6.750 Euro abziehen. Dienstwagenfahrer zahlen nur 0,5 Prozent Dienstwagensteuer. 

Der 1,4-Liter-Vierzylinderbenziner produziert im Q3 45 TFSI e 150 PS und der Elektromotor 115 PS. Die Systemleistung erreicht 245 PS, trotzdem verbraucht der Plug-in-Hybrid kombiniert nur 1,4 bis 1,7 Liter/100 km in der Werksangabe, bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 14,4 bis 16,0 kWh/100 km. Gespart wird aber nur, wenn die elektrische Reichweite von 51 Kilometer genutzt und permanent nachgeladen wird.

Wenn zumeist der Benziner zum Einsatz kommt, verbraucht der Plug-in-Hybrid nicht viel weniger Super als der Top-Solo-Benziner mit 245 PS, der die flotteren Fahrleistungen bietet. Im Plug-in-Hybrid überbrückt der Elektromotor zwar bei niedrigen Drehzahlen die Zehntelsekunden, die der Turbolader zum Druckaufbau braucht, aber trotzdem beschleunigt der Antrieb des Plug-in-Hybrid nur auf dem Niveau des 190 PS starken 2,0-Liter-Benziners und des 2,0-Liter-TDI.

Der Plug-in-Hybrid kostet jedoch lediglich 500 Euro mehr als der 245-PS-Mono-Benziner und wegen der Plug-in-Prämie am Ende deutlich weniger, was den 45 TFSI e neben dem preiswerteren 150-PS-Einstiegsbenziner 35 TFSI, der bei rund 35.000 Euro startet, und den 150-und 190 PS-Dieseln zum empfehlenswerten Antrieb im Audi Q3 macht.   

Moderner & geräumiger & digitaler

Der Audi Q3 Serie 2, der in Ungarn vom Band läuft, sagt einem trotz Audis engagierter Preis- und Aufpreispolitik mehr zu denn je zuvor mit dem verbesserten Design und Raumangebot. Das und die reiche Auswahl an Digital-, Infotainment- und Sicherheitsposten rückt den deutlich erwachsener gewordenen Audi Q3 in die Nähe des teureren Audi Q5 – auch ein Zeichen von neuer Qualität.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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