Volkswagen T-Roc im Test

Ihr nächstes Auto soll ein VW T-Roc werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Bei VW hatte man lange gewartet bis auch in Wolfsburg der erste Kompakt-SUV vom Band lief. Es war der T-Roc und seit seinem Marktstart hat er stetig an Beliebtheit gewonnen - und jüngere Käuferschichten ins Visier genommen. Was macht den T-Roc so attraktiv?

  • Gelungene Mischung aus modern und bodenständig
  • Ambitionierter Preis aber teils günstige Anmutung
  • Große Auswahl an Assistenzsystemen
  • Kofferraumvolumen: Nicht immer groß genug

Wer im Haifischbecken der Kompakt-SUVs überleben will, muss herausstechen. In den letzten Jahren sind die praktischen SUVs wie Pilze aus dem Boden geschossen, so gut wie jeder Hersteller bietet mindestens ein Modell aus dem Kompakt-SUV-Segment an. Namentliche Alternativen des T-Roc sind unter anderem der BMW X1, Audis Q2 oder aber auch die konzerneigenen Brüder Skoda Karoq und SEAT Ateca.

Platzverhältnisse: Mehr Schein als Sein?

Der T-Roc steht auf derselben Basis wie der alte Golf, also der Golf 7. Wir vergleichen ihn hier aber mit dem aktuellen Modell, denn dieser ist in der Länge und Höhe nur minimal größer geworden. Die Breite ist die gleiche. Das heißt, großartig mehr als beim Kompaktwagen-Bestseller kann man im T-Roc wohl kaum erwarten - oder doch? Die Antwort ist: Teilweise. Der T-Roc ist sowohl ein paar Zentimeter länger, breiter und vor allem auch fast 10 Zentimeter höher als der aktuelle Golf. Das ist es schließlich, was einen Kompakt-SUV ausmacht, die höhere Sitzposition - und eventuell ein bisschen mehr Kopffreiheit.

Wer auf eine Menge Extra-Platz spekuliert, der ist beim T-Roc an der falschen Adresse, denn natürlich hat man ausreichend Beinfreiheit und auch auf der Rückbank sitzt es sich völlig in Ordnung - große Platzverhältnisse kann man aber in einem Kompakt-SUV nicht erwarten. Kommen wir zum Kofferraum. Wenn der T-Roc sich in Sachen Raumangebot Kritik bieten lassen muss, dann hier. Angegeben sind je nach Modell bis zu 445 Liter Volumen bei aufgestellter Rücksitzbank.

Der Golf bringt es nur auf 380 Liter, was eigentlich einen Pluspunkt für den großen Bruder geben müsste. Es würde ihn geben, wäre da nicht das Problem, dass dieses Volumen nur dann komplett zur Verfügung steht, wenn man ein Modell auswählt, in dem der Gepäckraumboden abgesenkt werden kann. Kann man das nicht, verkleinert sich der Kofferraum sogar noch unter den Wert des Golf.

Hip, hipper, Volkswagen

Bevor es den T-Roc gab, wäre wohl niemand auf die Idee gekommen VW als jugendlich und modern zu bezeichnen. Das soll gar kein Kritikpunkt sein, denn VW steht nunmal für klassisches Design, Bodenständigkeit und Altbewährtes - und genau deshalb kaufen VW Kund*innen auch einen VW.

Mit dem T-Roc hat man in Wolfsburg neue Wege eingeschlagen und sich eine jüngere, modernere Kundschaft erschlossen. Junge Familien kaufen den T-Roc genauso wie ältere Menschen, die gerne erhöht sitzen möchten. Das liegt unter anderem daran, dass man den SUV frischer und moderner gestaltet hat. Die Formgebung ist bei VW etwas völlig neues gewesen, man kann den T-Roc in verschiedenen Zweifarblackierungen auswählen und hält weiterhin an viel Sicherheit und ausgereifter Technik fest. Diese Mischung gefällt und kommt bei Käufer*innen verschiedenster Altersklassen richtig gut an.

Bis zu 24 verschiedene Farbkombinationen sind bei der Wahl der zweifarbigen Außenlackierung möglich. Darunter befinden sich nicht nur Silber oder Schwarz, sondern sehr jugendliche Farben wie beispielsweise Energetic Orange, Atlantik Blue oder ein knalliges Kurkumagelb. Entscheidet man sich dann noch für die Style-Ausstattung bekommt man, wie schon der Name vermuten lässt, weiter stylische Details im Innenraum. Auf Wunsch können das Armaturenbrett, Details an den Sitzen und Einfassungen in der gewählten Wagenfarbe bestellt werden. Das gab es bei VW vorher noch nicht und heute fragt man sich: Wieso eigentlich? Denn das Konzept geht auf und beschert dem Hersteller hohe Verkaufszahlen.

Doch nach all dem Lob kommt leider noch das große Aber, denn Premiumqualität im Innenraum ist beim T-Roc nicht viel zu finden. Die Materialien muten sehr billig an. Man hat sich für harten Kunststoff entschieden und im T-Roc leider mehr auf Sparen als auf Detailfreude wert gelegt.

Gute und sichere Fahrt

Sitzt man hinterm Steuer, ist der Groll über die Materialauswahl vergessen. Es macht besonders Spaß, im Sportmodus unterwegs zu sein. Der T-Roc wirkt nicht nur optisch jugendlich, sondern er fährt sich auch so. Agil, frech, spritzig und leichtfüßig zieht er seine Runden, wenn auch nicht ganz so komfortabel wie ein Golf.

Mit dem 1,5-Liter-Benziner trifft man eine gute Wahl, denn die Leistung ist gut genug, um auch auf der Landstraße unbesorgt einen Überholvorgang starten zu können. Gibt man aber Gas, bleibt das keineswegs unbemerkt. Leider kommen die Außengeräusche ziemlich stark im Innenraum an, denn der T-Roc könnte besser gedämmt sein. Hier spürt man wieder eindeutig, wo VW den roten Stift angesetzt hat. Liebe Wolfsburger*innen, man sollte allerdings nicht am falschen Ende sparen.

Je nachdem ob man lieber etwas komfortabler oder sportlicher unterwegs ist, gestaltet sich auch die Wahl der Ausstattung. Entscheidet man sich für die Style Ausstattung, gibt das Fahrwerk kaum Unebenheiten an die Insass*innen weiter, fährt gleichmäßig und gleichzeitig flink. Die Sport-Version hat ein deutlich strafferes Fahrwerk, das dementsprechend auch weniger gedämpft, dafür aber noch ein Stück sportlicher zu fahren ist.

Gar nichts zu Meckern gibt es in Sachen Assistenzsysteme. Natürlich sind nicht alle Systeme serienmäßig verbaut, doch immerhin kann man die allermeisten gegen Aufpreis hinein bestellen. Das digitale Cockpit, Fußgängererkennung, Spurverlassens- und Toter-Winkel-Warnung, Rückfahrkamera, Ausparkhilfe und noch vieles mehr ist im T-Roc verfügbar, wenn man das nötige Kleingeld dafür bereithält.

Bekannte Motoren, normale Verbrauchswerte

Der 1,5-Liter-Benziner und der 2,0-Liter-Diesel leisten auch im aktuellen Golf ihren Dienst. Der Diesel soll laut Herstellerangabe einen durchschnittlichen Verbrauch von ca. 5 Litern auf 100 Kilometer haben. In der Realität können Sie allerdings gut ein bis zwei Liter mehr einrechnen, was für ein Fahrzeug dieser Größe und Leistung auch noch in Ordnung wäre.

Was dem T-Roc leider fehlt ist ein alternativer Antrieb, hier hat der Golf mit einem GTE und neuem eHybrid-Motor vorgelegt. Gerade bei einem SUV wäre ein Plug-in Hybrid eine gute Lösung. Die Chance besteht jedenfalls, dass der T-Roc in zweiter Generation ebenfalls einen alternativen Antrieb erhält - denn wenn er in den Golf passt, dann auch in den T-Roc.

Der Preis ist heiß

Das T-Roc Gesamtpaket überzeugt sowohl den alten als auch den neuen Kundenkreis. Hier und da hat VW allerdings noch Verbesserungsbedarf und dieser ist als erstes beim Preis-Leistungsverhältnis zu sehen. Wer als Einstiegspreis knapp 21.400 Euro verlangt und für das Topmodell T-Roc R sogar mindestens 44.200 Euro, sollte in Sachen Materialqualität und Liebe fürs Detail eine große Schippe drauflegen.

Die Konkurrenz schläft nicht und niemand will, dass der Traum vom jugendlichen VW so schnell wieder ausgeträumt ist, wie er plötzlich wahr wurde.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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