Volkswagen Golf GTD Variant Test

Sportlicher Kombi vereint Variabilität und Vergnügen

9/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Großes Platzangebot
  • Sehr gutes Fahrwerk
  • Guter Sitzkomfort
  • Wenig Garantie
  • Kein Sportler
  • Recht hoher Preis

36.060 € Preisklasse

5 Sitze

4,6 l/100km

Test

Der erste Golf GTD kam im Jahr 1982 auf den Markt. Und steigt man in ihn ein, merkt man wie sehr der Ur-GTD von gestern ist: Gegen die Effizienz und die Kraft eines aktuellen TDI hat er nichts zu melden, gegen einen neuen Golf GTD schon gar nicht und das gilt auch für den familienfreundlichen Variant. Vor nicht allzu langer Zeit bekam der Golf GTD Variant eine Auffrischung, die vor allem beim Infotainment und den Fahreigenschaften ansetzte.

Bereits vor der Frischzellenkur fuhr der Golf GTD Variant mit seinen hervorragenden Fahreigenschaften den Konkurrenten wie dem BMW 3er Touring oder dem Audi A3 Sportback um die Ohren. Das Sportfahrwerk des GTD Variant ist erste Sahne, weil es das aus dem GTI ist. Die beiden teilen sich unter anderem noch die elektronisch geregelte Differentialsperre und die direkt arbeitende Progressivlenkung.

Ob man sich für einen Golf GTD Variant oder Golf GTI entscheidet, die im Exterieur und Interieur auf das gleiche Design und Konzept setzen, hat daher weniger mit den Fahrwerksqualitäten und der Ausstattung zu tun als mit dem Motorprinzip. Ist ein Golf GTD heute das, was er im Jahr 1982 mit seinem Dieselmotor noch nicht war: ein echtes GTI-Substitut? Im Fall des Variant ist die Entscheidung sicher eine praktischere, denn der Kombi-GTD hat mehr Platz zu bieten und muss auch vor dem Familienurlaub nicht die Flügel strecken.

Technische Daten

Länge 4,57 Meter
Breite 1,80 Meter
Höhe 1,52 Meter
Kofferraumvolumen 605 bis 1.620 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.520 Kilogramm
Zuladung 449 bis 605 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 2.050 Kilogramm
Zulässige Anhängelast ungebremst / gebremst 750 Kilogramm / 1.800 Kilogramm

Ein Diesel dreht nicht hoch und er klingt nicht gut. Deshalb ist er ein schlechter Sportmotor – das ist ein Klischee, dass sich so heute nicht mehr halten lässt. Schon gar nicht im Golf GTD, dessen Variant-Version ebenfalls einen sehr sportlichen Eindruck macht. Der 2,0-Liter-Direkteinspritzer-Turbodiesel legt stämmig los, bricht bei 4.000 Touren nicht ein und verriegelt erst bei 5.000 Umdrehungen sanft das Leistungsfenster. Eine Anfahrschwäche gibt es hier nicht.

Im wichtigen Drehzahlbereich zwischen 1.750 und 3.250 Umdrehungen liefert der 184 PS starke Vierzylinder ein sattes Drehmoment von 380 Newtonmeter ab. Und das klingt gar nicht mal so sehr nach Diesel, sondern relativ leise. Lediglich beim Kaltstart kommt ein schüchternes Nageln durch.

Wie gut der Diesel im GTD Variant dazu performt, spürt man beim Vollgas geben. Dann legt der Top-Diesel mit quietschenden Gummis los. In 7,8 Sekunden sprintet der GTD Variant auf 100 km/h, um erst bei 230 km/h seine Höchstgeschwindigkeit zu erreichen. Damit braucht er ein wenig länger als der Golf GTD, ist aber auch ein wenig schwerer.

Der Golf GTD Variant nimmt sich im Normverbrauch in Kombination mit dem serienmäßigen 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe 4,6 Liter Diesel alle 100 Kilometer aus dem Tank. Aber hier flunkert das Datenblatt mal wieder. Im richtigen Leben schlürft der Selbstzünder, der dank des serienmäßigen NOx-Speicherkats die Euro-6-Norm erfüllt, etwa 6,0 bis 7,5 Liter aus dem 50-Liter-Tank.

2,0 TDI SCR
Hubraum [ccm] 1.968
Leistung [PS] 184
Getriebe 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
0-100 km/h [s|
Höchstgeschwindigkeit [km/h
7,8 | 230
Kraftstoff Diesel

Im Prinzip ist der Golf GTD Variant ein Familien-GTI mit Dieselmotor. Das fällt drinnen wie draußen auf, weil eben nicht ganz so viele Unterschiede auffallen. Der sportliche Auftritt unterscheidet sich nur im Detail und eben in der Tatsache, dass wir es mit dem Variant mit einem Kombi zu tun haben. Von außen erkennt man den GTD Variant genauso wie den GTI am schwarzen Wabengitter im Kühlergrill und am Dachkantenspoiler. Wie der GTI rollt der GTD Variant auf 17-Zoll-Rädern.

Genauso sieht es im Innenraum und Cockpit aus. Auch im Variant blickt der Fahrer auf sportive Instrumente, greift ins Sportlenkrad und wechselt die Gänge mit dem Golfball-Schaltknauf. Die Pedale und die Fußablage bestehen aus gebürstetem Edelstahl. Auf den ebenfalls ab Werk gelieferten Sportsitzen reist es sich bequem. Optional lassen sich die Sitze auch an den Seitenwangen und Kopfstützen mit Alcantara oder komplett mit Leder beziehen.

Wenn man den Golf GTD Variant pur bestellt, gehören die LED-Scheinwerfer, die 2-Zonen-Klimaautomatik, die Progressivlenkung, das Radio Composition Colour, die Müdigkeitserkennung und die Parksensoren zum Lieferumfang.

Mit weiteren Extras wie dem tollen DDC-Adaptivfahrwerk, der Navigationsfunktion Discover Media oder dem großen Navigationssystem steigt der Basispreis dann aber ganz rasch an – denn sparen kann man mit dem GTD Variant nur beim Verbrauch.

Die Bremsen sprechen nicht nur sehr direkt an, ihre Verzögerung gibt dem Fahrer das so wichtige Gefühl, im Notfall sehr schnell zum Stehen kommen zu können. Das Sportfahrwerk und die Tieferlegung um 15 Millimeter sorgen im Golf GTD Variant für eine verbesserte aktive Sicherheit.

Weitere Sicherheitsfaktoren sind im GTD inklusive: LED-Scheinwerfer, Airbags, ESP, die Müdigkeitserkennung und die Multikollisionsbremse, die das Fahrzeug nach einem Unfall automatisch bis zum Stillstand abbremst.

Andere Posten kosten – klar, ist doch ein VW – extra: der Spurhalteassistent, der adaptive Tempomat, die Verkehrszeichenerkennung, der Einparkassistent und die Rückfahrkamera.

Im ADAC-Bremstest wurde der Golf GTD Variant nicht getestet, aber der mit dem kompakten GTD vergleichbare Golf GTI. Der stand nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach hervorragenden 34,3 Metern. Das Crashverhalten des Golf und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Zusammenfassung

Ob man sich für einen Golf GTD Variant oder Golf GTI entscheidet, hat tatsächlich nichts mit den Fahrwerksqualitäten und der Ausstattung zu tun, denn die sind in beiden Modellvarianten fast gleich. Die Entscheidung hängt wie schon gesagt von der Alltagstauglichkeit ab. Hat man Familie, macht der GTD Variant auf jeden Fall Sinn.

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