Volkswagen Golf Alltrack Test

Ein Golf Variant für das Gelände

8/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Geräumig im Innenraum
  • Großer Kofferraum
  • Fährt sich auch Offroad recht komfortabel
  • Recht hoher Preis
  • Nur ein Diesel zur Auswahl
  • Design wirkt etwas bieder

36.850 € Preisklasse

5 Sitze

4,9 l/100km

Test

20 Millimeter, ein riesiger Unterschied – der Golf Alltrack bietet 20 Millimeter mehr Bodenfreiheit, was zusätzlich zur All-Terrain-Optik On- und Offroad-Welt perfekt verbindet. Golf und Golf Alltrack gleichen sich bis zur mittleren Dachsäule, doch das Mehr an Länge des Alltrack kommt dem Gepäckraum zu Gute. Hier bietet die Kombiversion des Golf sichtbar mehr Platz als das Golf Steilheck und der Golf Sportsvan. Sieben Sitze wie beim VW Touran werden beim Alltrack jedoch nicht angeboten und auch keine verschiebbare Rückbank wie beim Sportsvan, aber die praktische umklappbare Beifahrersitzlehne.

Damit ist der Golf Alltrack besser in Form denn je. Der Fahrkomfort gehört zum Besten, was die Klasse zu bieten hat, vor allem, wenn man ab und zu auch abseits der Straßen fahren möchte. Die Passagiere sitzen bequem und haben reichlich Platz. Die Kombination aus gutem Raumangebot, großer Ladefläche und Offroad-Details ist vor allem für Familien interessant, die ab und zu auch mal ein Abenteuer wagen möchten. Außerdem kommt natürlich jeder, der große und sperrige Gegenstände transportieren muss auf seine Kosten.

Im Motorraum des Alltrack arbeiten ausschließlich Diesel, die Auswahl ist überschaubar – denn es gibt nur einen 2.0-Vierzylinder-Diesel, der einmal 150 oder 184 PS leistet. Gekoppelt ist der Motor immer mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.

In seinem Konkurrenzumfeld, zu dem der Ford Focus Turnier, der Hyundai i30 Kombi, der Opel Astra Sports Tourer, der Peugeot 308 SW oder der Toyota Auris Touring Sports gehören, ist der Golf Alltrack als Offroad-Variante des Variant beliebt – und das hat seinen Grund.

Technische Daten

Länge 4,57 Meter
Breite 1,79 Meter
Höhe 1, 52 Meter
Kofferraumvolumen 605 bis 1.620 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.595 bis 1.605 Kilogramm
Zuladung 433 bis 590 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 2.120 Kilogramm
Zulässiges Anhängelast ungebremst / gebremst 750 Kilogramm / 2.000 Kilogramm

Eine wirkliche Auswahl haben Interessenten des Alltrack nicht, denn die Offroad-Version des Variant wird nur mit einem 2,0 Liter-Dieselmotor angeboten, der mit einer Siebengang-Doppelkupplungsautomatik ausgeliefert wird.

Der Diesel

Wegen des hohen Drehmoments und der Sparsamkeit ist ein Diesel für viele sowieso die erste Wahl. Gut, dass man sich hier erst gar nicht entscheiden muss. Beim Golf Alltrack schlägt ein 2.0-Liter-Vierzylinder unter der Haube, der wahlweise 150 oder starke 184 PS leistet. Beide Varianten verbrauchen im Mittel 4,9 bis 5,1 l/100 km. Der 2.0 TDI mit 150 PS konsumiert steht mit 340 Newtonmetern Drehmoment nicht schlecht da, die 184 PS Version schafft allerdings 380 Newtonmeter.

Im 2.0 TDI werden die Gänge serienmäßig mit dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe verwaltet.

2.0 TDI SCR 4 Motion 2.0 TDI SCR 4 Motion
Hubraum [ccm] 1.968 1.968
Leistung [PS] 150 184
Getriebe 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
0-100 km/h [s|
Höchstgeschwindigkeit [km/h
9,0 | 207 7,9 | 219
Kraftstoff Diesel Diesel

Wie sich das Variant-Fahren mit zusätzlichem Offroad-Erlebnis anfühlt, können Sie mit dem Golf Alltrack erfahren. Die Aussstattung baut auf der Comfortline-Ausstattung des Golf Variant auf und wird zusätzlich von Offroad-Elementen ergänzt.

Alltrack

Wenn Sie sich für die Variante Alltrack entscheiden, können Sie sich beim Außendesign unter anderem über folgende Ausstattungshighlights freuen: 17-Zoll-Leichtmetallräder, Halogen-Doppelscheinwerfer, LED-Tagfahrlicht, einen schwarzen Kühlergrill mit Chromleiste und “Alltrack”-Schriftzug, Stoßfänger mit Unterfahrschutz in Edelstahloptik.

Im Innenraum ist der Golf Alltrack mit einem Schalthebelknauf aus Leder, Textilfußmatten vorne und hinten, einer Mittelarmlehne vorne mit Ablagebox, Ambientebeleuchtung und höhenverstellbaren Vordersitzen ausgestattet. Außerdem sind eine 2-Zonen-Klimaautomatik, elektrische Fensterheber und eine Einparkhilfe Teile der Serienausstattung.

Und das Infotainment? Das Smartphone lässt sich bequem über eine AUX-IN Multimediabuchse mit dem Multimediasystem Composition Colour verbinden. Ein SD-Kartenslot ist beim Golf Variant stets Serie, während USB-Schnittstellen, eine Sprachbedienung, eine Festplatte, ein Navigationssystem und ein Soundsystem extra kosten. Das Gleiche gilt für Assistenzsysteme wie den Parkassistenten, die Verkehrszeichenerkennung, den Spurhalteassistenten, den adaptiven Tempomat und die Rückfahrkamera. Serienmäßig sind lediglich Fußgängererkennung, Müdigkeitserkennung und der Notruf-Service.

Leider wirkt VWs Garantie nicht sehr selbstbewusst. Hyundai gibt fünf und Kia sogar sieben Jahre. Volkswagen nur zwei und das zu deutlich höheren Verkaufspreisen. Trotzdem kann die Rechnung beim Preis-Leistungs-Verhältnis für den Besitzer im Alltrack gut aufgehen: Der Preis eines Golf Alltrack ist hoch, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut.

Immer wieder der gleiche Satz: Die größte Sicherheit bieten im Auto ein gut gemachtes Fahrwerk und gute Bremsen. Der Golf Alltrack hat beides und ist darüber hinaus ab Werk serienmäßig mit sieben Airbags, ESP und der Multikollisionsbremse ausgestattet. Letztere bremst das Fahrzeug nach einem Unfall automatisch bis zum Stillstand ab.

Auch der Allradantrieb 4Motion ist bei der Offroad-Variante natürlich Standard, weitere elektronische Helfer wie der Spurhalteassistent, der Totwinkelwarner, der Anhängerrangierassistent, der bis 210 km/h arbeitende adaptive Tempomat, die Verkehrszeichen- und Fußgängererkennung, der Fernlichtassistent, die Rückfahrkamera, die hinteren Seitenairbags oder der Einparkassistent kosten extra und machen das Alltrack-Fahren noch sicherer und komfortabler.

Das Crashverhalten der Karosserie des Golf und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen gewürdigt.

Zusammenfassung

31 Zentimeter machen einen riesigen Unterschied. Vom Ladevermögen, von der Vielseitigkeit, vom Alltagsnutzen, vom Komfort – doch ein Golf Alltrack kostet rund 3.000 Euro mehr als der teuerste Golf und immer noch 2.000 Euro mehr als ein Variant. Wer Allrad braucht und auch mal ein wenig ins Gelände fahren möchte, investiert den Aufpreis sicher gut. Viele Schwächen leistet sich der Golf Alltrack nicht.

Das, was einen Golf Variant ausmacht, bietet er genauso. Allerdings sind ihm die Konkurrenten dicht auf der Spur: der Skoda Octavia Combi und der Opel Astra Sports Tourer. Beide bieten noch etwas mehr Platz im Kofferraum und sind deutlich günstiger. Im Skoda sitzt man hinten noch besser. Da muss sich der Alltrack ganz schön lang machen, um vor der Konkurrenz zu bleiben.

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