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Tesla Model X im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Tesla Model X werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Das Tesla Model X bleibt auch nach dem 2021er Facelift ein außergewöhnliches Automobil. Mit bis zu sieben Plätzen und 1.020 PS ist das seit 2015 gebaute Elektro-SUV der deutschen Konkurrenz auch heute noch im Platzangebot, in der Leistung und Reichweite überlegen.

  • Platz wie in einer Familienkutsche
  • Fahrleistungen wie in einem Sportwagen
  • Futuristisch wie ein Tesla

Spektakuläre Flügeltüren, bis zu sieben Sitzplätze und einen überstarken Elektroantrieb – Dies bietet kein anderer Hersteller in der Elektro-SUV Oberklasse. Nicht Audi mit dem e-tron 55 quattro, der mit 4,90 Meter Länge etwas kürzer als das Model X baut, nicht Jaguar mit dem kompakteren E-SUV I-Pace EV 400 (4,68 Meter) und Mercedes mit dem EQC 400 4MATIC (4,76 Meter).

2+2+2 oder 2+3+2

Reisen zu siebt? Dafür sind auch die üppigen 5,05 Meter eines Model X noch zu kurz. Auf den Vordersitzen, auf denen man den Verkehr über die Panoramascheibe gut überblickt, wird im Model X reichlich Beinfreiheit und überreichlich Kopffreiheit geboten.

In der zweiten Reihe sitzt man bequem auf der Sitzbank, obgleich nicht so viel Seitenhalt wie vorne in den Sesseln geboten wird.

Auf den aus dem Kofferraumboden ausgeklappten Sitzen der dritten Reihe steht nur wenig Beinfreiheit zur Verfügung. Das gilt sowohl für den 6-Sitzer mit der Sitzkonfiguration 2+2+2 als auch für den 7-Sitzer mit 2+3+2-Konfiguration. Die Dachsäulen kommen in der letzten Reihe dem Kopf nahe und auch die Kopffreiheit fällt knapp aus.

Einige Zeit kann man hier hinten auch als Erwachsener mitfahren, wenn man eher klein gewachsen ist, aber keine Reise antreten. Für eine Reise zu sechst oder siebt ist der verbleibende Gepäckraum deutlich zu kompakt. Bei fünf besetzten Plätzen trumpft das Gepäckabteil aber groß auf.

Beim Verladen nicht verladen 

Beim Verladen wird man im Model X nicht verladen. In der 5-sitzigen Konfiguration kommt im zwei Meter breiten Tesla SUV mit 660 Liter Kofferraumvolumen sehr viel unter. Unter der Fronthaube befindet sich ein zusätzliches Ablagefach, in dem neben dem Ladekabel auch eine Reisetasche unterkommt. Und genügt auch das noch nicht, kann noch zusätzlich im Anhänger zugeladen werden.

Mit seiner für ein Elektroauto hohen maximalen Anhängelast von 2.268 Kilogramm ist das Model X talentierter im Hängerziehen als die drei anderen Tesla Typen Model 3, Model Y und Model S und als die Konkurrenten aus Ingolstadt und Stuttgart. Der Audi e-tron und Mercedes EQC dürfen nur bis zu 1.800 Kilogramm schwere Anhänger ziehen.

Das mit dem Anhänger ziehen hat im Elektroauto aber einen Haken, wenn die Theorie auf die Praxis trifft. Wird ein Anhänger angekuppelt, steigt das zu bewegende Gesamtgewicht und in Fahrt der Luftwiderstand. Das kostet viel Strom und damit Reichweite. Mit dem Model X und dem Wohnwagen in den Urlaub zu fahren, erfordert häufiges Laden.

Laden und Sitzen

Die mittleren Sitze lassen sich im Model X 6-Sitzer zwar verrücken und neigen, jedoch nicht ausbauen und flach legen. Das macht es unmöglich, hohe und lange Gepäckstücke einzuladen. Der 7-Sitzer mit Mittelbank meistert solche Situationen überzeugender. In ihm lassen sich die Lehnen der Sitzbank zwar nicht ganz eben, aber flach legen.

Die Flügeltüren, die so genannten „Falcon Wings“, die so Charakter fördernd wirken wie die des „Gullwing“, dem legendären Mercedes 300 SL aus dem Jahr 1955, offnen sich weit nach oben, aber nicht immer. Bei zu wenig Platz über dem Model X öffnen sie sich zum Schutz von Tür und Karosserie nur teilweise oder gar nicht.

Es macht die Sache unkomplizierter, dass die von den Sensoren geortete Garagenhöhe im System gespeichert wird. Ein konventionelles Öffnen der hinteren Türen würde aber weit weniger technischen Aufwand erfordern. Nicht umsonst öffnen sich Türen im Auto seit über 130 Jahren so. Aber im Tesla geht es ja auch um das anders sein, was man auch beim Bedienen bemerkt.

Bedienung ohne bedient sein

Die Bedienung erfordert im Model X Eingewöhnung, leuchtet aber mehr ein als im jüngeren Tesla Model 3. Die Außenspiegel werden wie gewohnt über Tasten eingestellt und die Scheibenwischer wie vertraut aktiviert. Die digitalen Instrumente sitzen dort, wo man sie erwartet. Vor der Nase. Im Tesla Model 3 läuft da, fast schalterfrei, einiges anders, aber nicht besser als im Model X.

Das Bediensystem des SUV setzt seit dem 2021er Facelift auf einen horizontal statt vertikal angeordneten 17-Zoll-Touchscreen. Das Navigationssystem, das auf Google Maps aufbaut, ist permanent online und damit immer auf dem neuesten Stand. Das erleichtert das Umfahren von Staus und das Finden freier Ladestationen.

Zum Standardrepertoire eines High-end-Mobils zählen die Fernsteuerung von Fahrzeugfunktionen per App, der Radioempfang in digital und übers Netz und USB-Anschlüsse. Ein CD-Radio vermisst da keiner. Kraft auch nicht. Das Fahrerlebnis im Model X macht schwer Eindruck. Schwer, weil sich Übergewicht so leicht anfühlt.

Vernunft und Drama

Den 2,4 Tonnen Gewicht des Model X mit dem 100-kWh-Akku stehen üppige 670 PS gegenüber und den 2,5 Tonnen des dreimotorigen Model X Plaid (zwei E-Motoren hinten und einer vorne) heftige 1.020 PS.

Um die sicher auf die Straße zu befördern, ist Allradantrieb Pflicht. Die Traktion ist damit optimal. Die sichere Straßenlage besorgen der tiefe Fahrzeugschwerpunkt durch den schweren Akku im Boden und die souveräne Haftung der Breitreifen, die – Tipp – im 20-Zoll-Format komfortabler als im 22-Zoll-Format abrollen.

Und dann schießt der Tesla in seiner Kür, die pure Beschleunigung heißt, katapultartig nach vorne. Von wegen, SUV heißt Vernunft und brav sein. Hier heißt es Schub und Leistungsexplosion. In wuchtigen 2,6 Sekunden beschleunigt das Model X Plaid von 0 auf 100 km/h.

So viel Drama veranstaltet nur Tesla. Erst bei 262 km/h hat das Beschleunigen ein Ende. Da kommt kein anderer E-SUV hinterher. Keiner von Audi, Jaguar und Mercedes. Die werden alle früher abgeriegelt. Der Audi e-tron spätestens bei 210 km/h, der Jaguar I-Pace bei 200 km/h und der Mercedes EQC bei 180 km/h. Was auch Sinn macht, denn bei hohen Tempi schwellen im Model X nicht nur die Windgeräusche massiv an, sondern der Verbrauch steigt.

Im Alltag, der mit einem Verbrauch von etwa 25 bis 30 kWh/100 km bewältigt wird, kann man mit einer Reichweite von circa 350 Kilometer rechnen. Wie weit man mit einer Akkuladung kommt, hängt vom Gasfuß und den Fahrbedingungen ab.

Fährt man vorausschauend und mit mildem Gasfuß, kommt man mit einer Akkuladung schon mal 100 Kilometer weiter. Das ist mehr Reichweite als in einem Audi e-tron 55 quattro, Jaguar I-Pace EV 400 oder Mercedes EQC 400 4MATIC, die zumeist bei +/- 300 Kilometern die nächste Ladesäule ansteuern müssen.

Reduzierte Kaffeepause 

Der Amerikaner lässt sich wie die Konkurrenz aus Deutschland und Great Britain nicht allein an CCS-Ladesäulen schnell laden, sondern auch an Teslas Superchargern. Das schafft nicht nur mehr Ladeoptionen, sondern bietet auch Vorteile beim schnellen Laden. An den Ladesäulen der neuesten Supercharger-Generation V3 soll Strom fassen mit bis zu 250 kWh Ladeleistung möglich sein.

Das reduziert die Kaffeepause und macht das Model X zum Reisefahrzeug, mit dem man komfortabel mit viel Reisegepäck über die Autobahn gleitet. Auch wenn es in Deutschland im Tesla SUV noch nicht vollautonom voran geht.

Weniger als 100 % - no way

Fünf Sterne sind in der Oberklasse im Euro NCAP-Crashtest Pflicht. Das Model X erreichte sie schon vor dem 2021er Facelift mit seinen zahlreichen Fahrhelfern, vom automatischen Tempomat bis zum Spurwechselassistenten.

Die optionale Autopilotfunktion überzeugt jedoch immer noch nicht, weil sie zu spät oder heftig reagiert. Und die Unfälle, die in den USA mit Tesla Fahrzeugen geschehen sind, stärken das Vertrauen ins System nicht.

Der saftige Aufpreis für den Autopiloten ist zu viel für zu wenig Zuverlässigkeit. Weniger als 100 % darf man hier nicht erwarten, um sich voll und ganz aufs System zu verlassen. Diese Einsicht mündet in der sicherlich nicht zu steilen These: Voll überzeugendes vollautonomes Fahren auf der Landstraße und im Stadtverkehr ist erst in einigen Jahren möglich.

Kostspielig und konkurrenzlos

Auch nach einigen Jahren in Produktion ist Teslas Model X den Konkurrenten in vielen Kerndisziplinen eines Elektro-SUVs überlegen. So viel Kraft und Plätze bietet im SUV-Segment mit Elektroantrieb nur Tesla, wenn man 7-sitzige SUVs mit Plug-in-Hybrid-Antrieb wie den Kia Sorento Plug-in-Hybrid oder Volvo XC90 Recharge nicht berücksichtigt. Mit dem 2021er Facelift wurde die Performance nochmals verbessert. Das hat einen hohen Preis, aber mit viel Kraft, Platz und Ausstattung weiterhin seinen außergewöhnlichen Reiz.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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