Suzuki S-Cross im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Suzuki S-Cross werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

4,7/5 aus 14.197 Bewertungen

Im Segment der Mittelklasse-SUV gibt es eine riesige Auswahl. Wer auf Status verzichten kann und trotzdem keinen Dacia fahren möchte, der findet im Suzuki S-Cross eine preiswerte Alternative.

  • Frische Optik außen, traditionelles Layout innen
  • 48-Volt Mildhybrid-Technik
  • Allradantrieb mit drei Fahrmodi (Snow, Sport, Automatik)
  • Fährt schon als “Comfort” mit üppiger Ausstattung vor

Auf den ersten Blick eine bullige Erscheinung

Die schicke Front mit bulligen Grill und großem Suzuki-Emblem passt zur derzeit angesagten Formensprache. Auch die schmalen LED-Scheinwerfer passen zum Trend. 

Doch der erste Eindruck täuscht. Mit 4,30 Meter Länge und 1,79 Metern in der Breite ist der SX-4 noch Stadttauglich. Die Seitenlinie wirkt etwas altbacken, da Suzuki hier nicht einem Trend folgt sondern auf die zum Heck hin abfallende Coupélinie verzichtet. So bleibt mehr Laderaum. Allerdings ist das Heck dadurch eher kastig statt schick. Für Auflockerung sorgen die markanten Heckleuchten. Die Tankklappe (Tankinhalt 47 Liter) befindet sich beim SX-4 S-Cross, typische für Japaner, auf der linken Seite.

Der SX-4 S-Cross setzt im Innenraum auf bewährte Technik

Weder die Armaturen mit zwei klassischen, analogen Rundinstrumenten noch die Bedienelemente geben Rätsel auf. So fuhren japanische Autos auch schon in den Achtzigern vor. Vier Fensterhebertasten und Außenspiegelverstellung integriert in die Armlehne der Fahrenden. Altbekanntes Tastenlayout auf dem Multifunktionslenkrad zur Steuerung von Tempomat, Freisprechen, Lautstärke. Wer jemals in den letzten 20 Jahren mit einem japanischen Auto unterwegs war, wird sich wie in einer Zeitmaschine fühlen. Alles so funktionell wie damals. Sogar der Innenspiegel wird noch von Hand abgeblendet. Aber stehen geblieben ist die Zeit auch bei Suzuki nicht. Schon in der Comfort-Ausstattung wird per Druckknopf gestartet. Die Scheinwerfer strahlen mit LED und Reichweitenregulierung. Assistenten überwachen Spurhaltung und Müdigkeit, erkennen Verkehrszeichen und regeln den Scheibenwischereinsatz. Das Audiosystem bietet DAB+ und das Wohlfühlklima wird mittels Zweizonenautomatik geregelt. Die Ausstattung Comfort+ bietet sogar eine 360 Grad Kamera. Als Anzeigeinstrument ist ein 9 Zoll HD Touchscreen verbaut. Natürlich dient der Monitor auch als Navigationsanzeige. Sogar Apple CarPlay oder Android Auto sind im neuen S-Cross mit an Bord.

3.400 Euro Aufpreis für die Ausstattung “Comfort+” 

Die absolute Basis des SX-4 S-Cross kostet 29.290 Euro und ist nur mit Frontantrieb erhältlich. Einzige Steigerung ist in diesem Fall die Wahl des Automatikgetriebes für 1.500 Euro Aufpreis. “Comfort+” wird nur für die Allradler (Comfort ab 31.140 Euro) angeboten. Bietet der üppige Aufpreis von 3.400 Euro entsprechenden Mehrwert?  Die bereits erwähnte 360 Grad-Kamera ist nett, aber verzichtbar. Sitze mit Lederimitat ebenso. Einzig das große Panorama-Glasschiebedach rechtfertigt den Griff zur höheren Ausstattung. Da kommt ordentlich Licht in den eher tristen Innenraum. Und lässt durch die riesige Öffnung fast ein wenig Cabrio-Feeling aufkommen. Wer den Allradler mit Automatik wählt, der kommt um “Comfort+” gemäß Preisliste nicht herum. Dann kostet dieser Japaner immer noch günstige 36.040 Euro. Ein vergleichbarer VW Tiguan liegt bei 44.500 Euro.

Ein Motor für alle Varianten

Der SX4 S-Cross nimmt Interessenten die Wahl des passenden Motors ab. Es gibt nur einen. Dieser Vierzylinder Turbobenziner ist mit 1,4 LIter Hubraum ein zeitgemäßer Vertreter des Downsizing. 129 PS und 235 Nm sind in den meisten Fällen ausreichend. Die Topgeschwindgkeit von 195 km/h vergisst man am besten gleich wieder. Dann säuft der Kleine wie ein Großer und lärmt wie ein übelgelaunter Zecher zur Sperrstunde. Das liegt auch an der von Suzuki recht sparsam eingesetzten Dämmung. Dem Motor fehlt eine Haube und aus den Radhäusern dringt besonders bei nasser Fahrbahn viel Lärm in die Kabine. Bei Tempi oberhalb 130 km/h macht das Glasdach rauschend auf sich aufmerksam. Am besten fährt man so um die 120 km/h im Verbund mit den meisten E-Auto-Fahrenden. Dann pendelt sich der Verbrauch bei 6,5 bis 7 Liter ein. Das liegt natürlich über der WLTP-Werksangabe, ist aber für Gewicht und Leistung angemessen. Auch die Sechsstufen-Wandlerautomatik trägt zu höherem Verbrauch bei. Sie schluckt einiges an Leistung, dreht die Gänge oftmals über Gebühr hoch aus.

Im Alltag ein braver Pflichterfüller ohne Highlights

Beginnen wir mit dem Einstieg. Der ist für die vorn Sitzenden ok. Große Türauschnitte und weit öffnende Türen geben keinen Anlass zur Klage. Gleiches gilt für den Fond. Zudem finden die Füße genug Platz unter den Vordersitzen und ausgeformte Vordersitzlehnen bieten ausreichend Knieraum. Auch Kopffreiheit ist knapp ausreichend vorhanden, sogar wenn das Glasdach verbaut ist. Leider bietet die Rückbank wenig Seitenhalt für Gesäß und Schulter. Dafür lassen sich auf der wenig konturierten Rückbank sehr leicht Kindersitze montieren. Allerdings fehlen im Fond Strom- oder USB-Anschlüsse sowie Sonnenschutzrollos. Zumindest an Flaschenhalter in den Türen wurde gedacht. Insgesamt ist die Rückbank sehr schlicht gebaut. Die Lehnen sind ⅓ zu 2/3 geteilt umklappbar. Das wars. Immerhin ist mit dieser Lösung ein ebener Laderaumboden machbar.

Der Kofferraum ist nicht besonders üppig

Wer bei 4300 mm Länge viel Platz für Fahrgäste bietet, muß beim Laderaum knausern. 430 Liter Stauraum bei stehenden Rücksitzlehnen sind akzeptabel.  Ein Dacia Duster (Länge 4,34 m) liegt mit 445 Litern ganz knapp darüber. Bei umgeklappten Lehnen passen nur 1230 Liter in den Suzuki, aber 1478 Liter in den Duster. Auch sonst ist der Kofferraum keine Offenbarung. Es gibt auf dem Schlüssel keine Taste für das separate Öffnen. Immerhin haben die Ingenieure an der Heckklappe eine unauffällige Taste zur Entriegelung verbaut. Bis auf einen 12 V-Anschluss und ein großes Ablagefach unter dem Laderaumboden bietet das schlicht ausgekleidete Ladeabteil innen keine nennenswerten Highlights.

Das Fahrverhalten: kein Softie und kein Schmusetyp

An Leistung mangelt es nicht. 129 PS machen den SX-4 nicht zum Sportler, man kann den Motor aber auch nicht als schwachbrüstig bezeichnen. Akustisch ist die Maschine präsent, aber nur bei schnellen Spurts aufdringlich. Nach kurzer Eingewöhnung entdeckt man schnell den alten Slogan “Reisen statt rasen” als angemessen. Das passt zum Fahrwerk, dem man nicht vorwerfen kann komfortabel abgestimmt zu sein. Kanaldeckel und Betonkanten sowie Frostaufbrüche werden akustisch und bis ins Sitzkissen spürbar vermittelt. Hier merkt man den Rotstift. Fahrwerksbau ist eh nicht Kernkompetenz bei Suzuki. eine ruhige Fahrweise passt auch zur gefühllosen Lenkung. Was auf Reisen mehr stört sind die vorderen Sitze. Die Flächen zu weich, die Lehnen ohne Seitenhalt und ohne Rückenunterstützung. Das können andere besser, wenn auch oft nur gegen Aufpreis.

Ein unkomplizierter Begleiter zum akzeptablen Preis

Dieser Suzuki ist als Neuwagen eine Empfehlung für Interessenten, die eigentlich eher junge Gebrauchte im Visier haben. Für den Preis ist er überdurchschnittlich gut ausgestattet und stellt in Sachen Bedienung keine Herausforderung da. Zudem parkt er nicht an jeder Straßenecke. Sein Allradantrieb gibt Sicherheit im Winterbetrieb und bietet auch beim kleinen Strandabenteuer in St. Peter-Ording oder auf Rømø oder Fanø gute Traktion.

Die Automatik sollte man sich gönnen. Comfort+ muss nicht sein. Blöd, dass Allrad und Automatik zwingend an Comfort+ gekoppelt sind.

7/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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