Skoda Karoq im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Skoda Karoq werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Der Vorgänger des Karoq hieß zwar Yeti, trotzdem sah man ihn auf der Straße ziemlich oft. Der Skoda Yeti war ein etwas kauziger Kompakt-SUV, der fast so vielseitig wie ein Van ausfiel und deshalb begeisterte. All das gelingt auch dem Nachfolgemodell Karoq - und zudem hat man das Design überarbeitet.

  • Enorm hohe Alltagstauglichkeit
  • Ausgewogener Fahrkomfort ohne echte Patzer
  • Leider kein alternativer Antrieb im Programm
  • Gute Ausstattung kostet mehr - aber nicht zu viel

Wer hätte gedacht, dass ein Kompakt-SUV zur Kompaktwagen-Alternative werden könnte? Bis vor ein paar Jahren wohl kaum jemand, doch der große Erfolg dieser einstigen Nischenfahrzeuge zeigt, dass die Hersteller*innen den richtigen Weg eingeschlagen haben. Deshalb fühlt man sich schon fast überschwemmt von SUV-Neuerscheinungen, die nicht nur dem Kompaktwagen den Kampf angesagt haben, sondern auch einer mittlerweile vom Aussterben bedrohten Fahrzeugart: dem Van.

Wer braucht schon einen Van?

Diese Frage stellt sich immer öfter, vor allem wenn man mit einem kompakten SUV wie dem Karoq fast genauso viel transportieren kann, dafür aber einfacher einen Parkplatz findet und insgesamt stressfreier unterwegs ist - denn mit einem großen Auto ist es meistens anstrengender.

Der Karoq ist wie geschaffen für den Alltag einer Familie, denn so viel Variabilität, clevere Details und praktische Ausstattung findet man nicht oft für einen Preis ab knapp 23.000 Euro. In den Kofferraum passen bei aufgestellten Rücksitzen mindestens sehr gute 479 Liter. Wer die Rücksitze umklappt - variabel verschieb- oder ganz herausnehmbar kostet Aufpreis - hat im besten Fall 1.810 Liter zur Verfügung.

Da ist ein Familienurlaub überhaupt kein Problem, vor allem auch deshalb, weil man bei längeren Fahrten bequem und komfortabel sitzt. Der Innenraum ist zwar nicht premium, dafür aber sehr praxisorientiert mit vielen nützlichen Ablagen versehen und mit genug Raum für alle Mitfahrenden. Da stellt sich wirklich die Frage, wozu man einen Van braucht, wenn ein SUV genauso praktisch, optisch hübscher und sogar sportlicher ist.

Fairer Preis für Sonderausstattungen

Neben den serienmäßig enthaltenen, cleveren Skoda Details wie einem Eiskratzer, einem Regenschirm und einem Trichter zum Einfüllen des Scheibenwischwassers, bekommt man moderne Ausstattung und Assistenztechnik, wenn man ein wenig Geld in die Hand nimmt. Ein digitales Cockpit etwa kann man für knapp 400 Euro extra hineinbestellen, eine 360-Grad-Kamera inklusive Rückfahrkamera und Parksensoren hinten und vorne kostet 770 Euro - doch hier ist das schlüssellose Zugangssystem Kessy für 380 Euro ebenfalls Pflicht.

Trotzdem finden wir, dass das Aufpreissystem von Skoda fair ist und wenn man clever wählt, dann hat man mit wenigen Extras schon das Wichtigste in seinen Karoq hineinbestellt.

Was die Sicherheitsausstattung angeht, bekommt man Regensensor, automatische Innenspiegelabblendung oder Fernlichtassistent allerdings gar nicht erst für das Einstiegsmodell, das bedeutet, dass man sich, wenn man einigermaßen gut ausgestattet sein möchte, sowieso für das Ambition-Modell entscheiden muss. Damit werden schon mindestens 25.275 Euro fällig, doch auch das ist in Ordnung, denn hier sind die wichtigsten Features schon mit dabei.

Motoren: Eher Evolution als Revolution

In Sachen Motoren versucht der Karoq keine Risiken einzugehen, denn mit den bewährten Benzin- und Dieselmotoren von Skoda fährt man auf der sicheren Seite. Das bedeutet aber auch, dass man für den Karoq keinen Plug-in Hybrid geschweige denn eine elektrische Variante bekommen kann - das ist schade. Eine gute Nachricht gibt es aber diesbezüglich: Zum Facelift des Karoq 2021 soll es ein Plug-in Hybridmodell geben, die Technik ist aus dem neuen Octavia bereits bekannt.

Aktuell müssen wir uns aber noch mit dem 1,0-Liter Benziner mit 116 PS und dem 1,5-Liter-Benzinmotor mit 150 PS zufrieden geben. Letzter ist die klare Empfehlung, denn er verfügt über eine Zylinderabschaltung, was bedeutet, dass der Karoq beim Dahinrollen zwei der vier Zylinder selbständig abschaltet, um Sprit zu sparen. Das bemerkt man als Fahrer*in überhaupt nicht, der Karoq schafft das sanft und ohne harten Übergang.

Für Diesel-Fans stehen ebenfalls zwei Motoren zur Auswahl. Der 1,6-Liter-Diesel ist ein guter Einstieg, wenn es etwas leistungsstärker sein soll und vor allem, wenn man Allradantrieb möchte, muss man zum 2,0-Liter-Modell greifen.

Beim Fahrwerk setzt der Karoq eher auf Komfort als auf Sportlichkeit. Wer auf sportliches Fahren nicht verzichten möchte, der sollte sich vielleicht besser den Konzernbruder Seat Ateca ansehen, doch hier muss man dann Abstriche in Sachen Variabilität machen.

Mit dem Karoq fährt man sicher

Fährt man einen Familien-SUV, sollte der sicher sein. Der Karoq ist es schon im Einstiegsmodell und wird sogar noch sicherer, wenn man den Allradantrieb hinzu bestellt.

Auch sonst hat der tschechische SUV einiges zu bieten an modernen Fahrerassistenzsystemen. Dazu gehören der City-Bremsassistent, der Fußgänger erkennt und im Ernstfall automatisiert bis zum Stillstand abbremst, der Stauassistent, der innerhalb der Systemgrenzen selbst beschleunigt, bremst und auch lenkt, oder auch Helfer wie der Abstandsassistent, der Spurhalte- und Spurwechselassistent, die Verkehrszeichenerkennung und der Müdigkeitswarner.

Im ADAC-Bremstest kam der Skoda Karoq nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach sehr guten 34,3 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Modern und clever im Innenraum

Das Infotainment, mit dem fast alles geht, was man mit dem Radio, Smartphone und Internet heutzutage so anstellen kann, und die erstmals in einem Skoda eingebauten digitalen Instrumente, machen den Karoq moderner als manchen VW.

Auf den gepolsterten Vordersitzen – nicht zu hart, nicht zu weich – sitzt es sich bequem und man hat alles gut im Blick und Griff, denn die Bedienung fällt leicht, da die Schalter und Tasten logisch und ergonomisch ausgerichtet sind.

Die erhöhte Bodenfreiheit und Sitzposition sorgen für gute Übersicht und einen leichteren Ein- und Ausstieg. Aber erst wenn man hinten einsteigt, genießt man die großen Vorteile des Karoq. Dort sind mit "VarioFlex" drei Einzelsitze verbaut, die sich separat verschieben, neigen oder ausbauen lassen.

Damit verfügt man hinten im besten Fall über sehr viel Beinfreiheit. Und noch feudaler kommt man hier unter, wenn der zum gemütlichen Sitzen zu schmale Mittelsitz ausgebaut wird. Dann genießen zwei Fondpassagiere zusätzliche Schulter- und Bewegungsfreiheit.

Wenn wir etwas Negatives suchen müssten, dann würden wir auf die günstig anmutenden Kunststoffe aufmerksam machen und darüber, dass für die Lautstärkeverstellung einfache Drehregler besser gewesen wären als die +/- Flächen.

Aber fast immer wundert man sich nur positiv über die so vielen praktischen Lösungen: den Regenschirm unter dem Beifahrersitz, den Eiskratzer im Tankdeckel, den Parktickethalter in Griffnähe, die Befestigungen für das Tablet an den Kopfstützen und an der Mittelkonsole oder die auch schmutzige Utensilien transportierbar machende Stoff-Gummi-Matte auf der Ladefläche.

Tschüss Yeti - hallo Karoq

Skoda hat aus dem pragmatischen Yeti einen schicken Karoq gemacht. Der Skoda Karoq überzeugt nicht nur Familien mit seinem vielseitigen Innenraumkonzept, das sich sehr gut, schnell und leicht an wechselnde Transportbedürfnisse anpassen lässt. Insgesamt ist der Karoq also der perfekte Allrounder, der lieber klotzt als protzt.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

Vergleichen Sie den Karoq mit Alternativen

Auf carwow haben Sie eine große Auswahl an Fahrzeugen, die Sie einfach miteinander vergleichen können. So finden Sie stressfrei und einfach genau das Auto, das am besten zu Ihnen passt und können sich Angebote unserer Partnerhändler aus Ihrer Region und ganz Deutschland zukommen lassen.

Modell vergleichen

Vergleichen Sie die besten Angebote – ganz ohne Verhandeln

Skoda Finanzierung

  • Lieferung Ihres Neuwagens nach Hause möglich
  • Erhalten Sie Ihr individuelles Finanzierungsangebot
  • Sie entscheiden, ob Sie eine Anzahlung möchten
carwow Preis ab
122 € / Monat
Finanzierungen anzeigen

Skoda Tageszulassung

  • Finden Sie Ihr passendes Fahrzeug aus einer großen Auswahl an Tageszulassungen
  • Sparen Sie mehr mit Tageszulassungen
  • Nehmen Sie Ihr neues Auto sofort mit nach Hause
carwow Preis ab
10.850 €
Tageszulassungen anzeigen

Skoda Jahreswagen

  • Jahreswagen von top bewerteten Vertragshändlern
  • Eine große Auswahl sofort verfügbarer Fahrzeuge
  • Keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte
carwow Preis ab
10.990 €
Jahreswagen anzeigen