MINI Cooper C Testbericht
Der Mini Cooper C ist ein Lifestyle-Flitzer mit klassischem Verbrennermotor. Das sorgt für Fahrspaß - aber Abzüge bei Effizienz, Unterhaltskosten und Platzangebot.
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- 29.000 €
Was gut ist
Was nicht so gut ist
MINI Cooper C: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?
Unser Fazit zum Mini Cooper C
Mini bleibt Mini. Auch in der neuesten Generation setzt die Marke vor allem auf das Alleinstellungsmerkmal als Lifestyle-Fahrzeug, das Fahrspaß mit ikonischem Design konsequent über Praktikabilität stellt. Trotz einiger Kompromisse bei der Bedienung überzeugte uns das Modell durch ein hohes Sicherheitsniveau und sein typisch agiles Fahrverhalten.
Geblieben ist der hohe Einstiegspreis von rund 27.000 Euro, der den Kleinwagen eher im Kompaktsegment verortet und deutlich teurer macht als Konkurrenten wie den VW Polo. Beim Mini Cooper C wird eben das Design mitbezahlt. Ein weiterer Minuspunkt ist der hohe Wertverlust von bis zu 50 % in den ersten drei Jahren sowie die teuren Ersatzteile von BMW, die die Unterhaltskosten nach oben treiben.
Ein wichtiges Merkmal der neuesten Generation des Mini Cooper C ist das radikal reduzierte Interieur. Das Herzstück bildet ein kreisrundes Zentraldisplay mit 24 cm Durchmesser, über das fast alle Funktionen gesteuert werden – unter anderem die Gangwahl der Automatik (eine Handschaltung gibt es nicht mehr) und die Klimaanlage.
Das Einstiegsmodell, das Mini schlicht C nennt, ist mit einem 1,5-Liter-Dreizylinder ausgestattet, der 156 PS leistet und in 7,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Auch hier zeigt sich das markentypische Go-Kart-Feeling mit direkter Lenkung. Da Mini beim klassischen Verbrenner bleibt und keine Varianten mit Hybridunterstützung anbietet, ist der Realverbrauch mit etwa sieben Litern hoch.
Besonders auffällig in unserem Test war der Verzicht auf den klassischen Tacho hinter dem Lenkrad, was das aufpreispflichtige Head-up-Display fast unverzichtbar macht. Zudem setzt Mini verstärkt auf nachhaltige Materialien wie recycelte Textilien und lederfreies Vescin im Innenraum.
Wie viel kostet der Mini Cooper C?
Das MINI Cooper C Modell hat einen Listenpreis von 29.000 € bis 30.000 €. Die Preise beginnen bei 29.000 € für Barzahlung.
Vergleiche verschiedene Ausstattungslinien des MINI Cooper C
| Ausstattungslinien & Preise des MINI Cooper C | |
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| C Blackyard Paket Steptronic 5dr - Preis ab 30.000 € |
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| C Blackyard Paket Steptronic 3dr - Preis ab 29.000 € |
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| C Blackyard Paket Steptronic 3dr - Preis ab 29.000 € |
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Schickes Design hat seinen Preis: Die Typklassen des Mini Cooper C sind höher als bei Kleinwagen, da das Lifestyle-Fahrzeug in Städten größere Risiken für Schäden und Diebstahl ausgesetzt ist. Wegen der BMW-Verwandtschaft sind Ersatzteile und Reparaturen teuer. Die Versicherung kostet 80 bis 150 Euro, der Unterhalt inklusive Steuer 250 bis 300 Euro monatlich. Wichtigster Faktor ist der Wertverlust von 50 % in drei Jahren. Insgesamt kostet der Mini etwa 650 bis 750 Euro jeden Monat.
Leistung und Fahrkomfort
Während der Rest der Welt immer mehr Elektroautos und Hybridmotoren kauft, setzt der Mini Cooper C in seiner neuesten Generation auf bewährte Technik. Auf Hybridisierung verzichtet er vollständig. Auch die vierte Generation ist ein Verbrenner. Eine Neuerung ist uns allerdings sofort aufgefallen: Alle Modelle vom Cooper C bis zum John Cooper Works sind ausschließlich mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet. Bye bye Handschalter. Mini geht hier allerdings einfach mit der Zeit, denn in den meisten Fahrzeugen gibt es heute nur noch Automatikgetriebe. Wer trotzdem selbst eingreifen will, kann das über die Schaltwippen am Lenkrad, die allerdings nur in optionalen Paketen enthalten sind. Uns hat das Fehlen auf jeden Fall nicht bei unseren Fahrten gestört.
Hoher Verbrauch wegen fehlender Hybrid-Technik
Das Gewicht des dreitürigen Mini Cooper C liegt bei etwa 1.335 kg. Den offiziellen Verbrauch gibt der Hersteller mit 5,9 bis 6,5 Liter auf 100 km an. Hier zeigen sich allerdings die Nachteile der fehlenden Hybridisierung des Motors. Im realen Leben lagen wir mit dem Mini eher bei sieben Litern pro 100 Kilometer.
Wie fährt sich der Mini Cooper C?
Verbaut ist im Cooper C ein 1,5 Liter Dreizylinder mit 156 PS, der souverän das kleine Spaßpaket antreibt. Von null auf 100 beschleunigt der Mini in 7,7 Sekunden. Glücklicherweise erhalten geblieben ist das markentypische, agile Handling des Cooper C. Die Lenkung ist sehr direkt und vermittelte uns noch immer das typische Go-Kart Feeling, das Mini auszeichnet. Allerdings müssen wir auch attestieren, dass das Fahrzeug insgesamt schwerer und erwachsener wirkt.
Liegt noch immer hart auf der Straße
Der Fahrkomfort hängt von den eigenen Vorlieben ab. Traditionell ist der Mini Cooper straff und sportlich abgestimmt. Wir empfanden die Dämpfung als etwas reifer als bei früheren Generationen, die Unebenheiten werden besser ausbügelt. Trotzdem spürten wir jedes größere Schlagloch direkt und hörten auch deutliche Wind- und Abrollgeräusche auf der Autobahn. Letztlich bleibt der Mini für uns ein wendiger Stadtflitzer, der den Fokus klar auf Fahrspaß legt.
Kofferraum, Platz und Praxistauglichkeit
Machen wir uns nichts vor: Auch wenn der Mini über die Jahre immer größer geworden ist, bleibt er immer noch ein sehr kompaktes Fahrzeug, dem es wichtiger ist, schick auszusehen, als eine maximale Raumausbeute zu bieten. Der Kofferraum des klassischen Dreitüers ist mit 210 Litern noch immer sehr überschaubar. Wir kamen beim Nachmessen sogar auf noch weniger.
Ladevolumen: Gewohnt kleiner Kofferraum
Durch das Umklappen der Rückbank lässt sich das Volumen auf bis zu 725 Liter erweitern. Wer zumindest ein bisschen mehr Platz rausholen möchte, dem empfehlen wir den 5-Türer, der durch seinen sieben Zentimeter längeren Radstand etwas mehr Nutzwert ermöglicht. Der Kofferraum umfasst hier 275 bis 925 Liter.
Platzangebot: Vorne hui, hinten ducken
Das Platzangebot im Inneren des Mini Cooper C ist ein bekanntes Problem. Wer mit nur zwei Personen unterwegs ist, hat kein Problem: Vorne können Personen bis zwei Meter Körpergröße problemlos sitzen. Im Fond ist es nur für Kinder erträglich. Wie bei einem Sportwagen ist das eher eine zusätzliche Ablagefläche.
Fast alle Konkurrenten bieten mehr Platz
Im Vergleich zu konventionellen Kleinwagen sieht es unserer Ansicht nach nicht sonderlich gut für den Mini Cooper C aus. Selbst im Audi A1 Sportback gibt es mit 335 bis 1.090 Litern deutlich mehr Kofferraumvolumen. Modelle wie der VW Polo oder der Škoda Fabia sind nicht nur günstiger, sondern auch geräumiger und alltagstauglicher. Nur der Fiat 500 Elektro besitzt einen noch kleineren Kofferraum.
Für wen ist der Mini Cooper C geeignet?
Der Mini Cooper C ist und bleibt ein Lifestyle-Fahrzeug für ganz bestimmte Zielgruppen. Ideal ist er für Singles und Paare, die in der Stadt leben und denen die kompakte Länge fast überall einen Parkplatz sichert. Ebenfalls interessant ist er als Zweitwagen für tägliche Erledigungen und Wochenendtrips, bei denen die Rückbank dauerhaft umgeklappt bleibt.
Innenraum, Infotainment und Ausstattung
Im Innenraum setzt Mini auf eine radikale Reduzierung auf wesentliche Elemente in Kombination mit moderner Technik. Das Herzstück des Cockpits ist noch immer das kreisrunde Display mit mittlerweile 24 cm Durchmesser. Darauf läuft das neue Mini Operating System 9, das uns durch scharfe Grafiken und schnelle Reaktionszeiten überzeugte. Wer die Retro-Schalter und Knöpfe der vergangenen Mini-Generation mochte, muss jetzt stark sein, denn fast alle Funktionen inklusive der Klimasteuerung sind in den Touchscreen integriert.
Das mag aufgeräumter aussehen, erschwerte für uns jedoch die Bedienung während der Fahrt – von dem dadurch entstehenden Sicherheitsdefizit einmal ganz abgesehen. Eine nette Spielerei sind die Experience Modes wie Core, Go-Kart oder Timeless, die das Design des Displays, den Sound und über LED-Projektoren sogar die Farben des Armaturenbretts verändern.
Nachhaltige Materialien im Innenraum
Entsprechend den Ansprüchen der hippen urbanen Kundschaft setzt Mini mit dem Cooper C verstärkt auf Nachhaltigkeit. Das Armaturenbrett und die Türverkleidung sind mit recycelten Textilien bezogen, was für uns eine wohnliche Atmosphäre schaffte. Die Sitze verwenden das lederfreie Material Vescin, das sich sehr hochwertig und weich anfühlt. Nicht so toll fanden wir die Materialauswahl im unteren Bereich des Cockpits, wo teilweise einfaches Hartplastik dominiert. Das ist in dieser Fahrzeugklasse mittlerweile Standard – der Mini Cooper C liegt preislich allerdings eher im Kompaktsegment.
Welche Ausstattungsvarianten gibt es?
Der neue Mini ist in vier Ausstattungsvarianten erhältlich: Essential, Classic, Favoured sowie JCW bzw. Sport. Zusätzlich gibt es unterschiedliche Pakete, die unter anderem Head-Up-Display, Sitzheizung, adaptive LED-Scheinwerfer, ein Harman Kardon Soundsystem, Panorama-Glasdach sowie Luxus-Features wie elektrische Sitzverstellung mit Massagefunktion bieten.
Kein Tacho mehr im Mini Cooper
Das größte Manko für uns ist, dass Mini im neuen Modell auf den Tacho verzichtet hat. Das optionale Head-up-Display ist damit fast schon obligatorisch, um die Geschwindigkeit sicher im Blick zu behalten. Während der Fahrt mussten wir immer wieder auf den Zentralbildschirm in der Mitte schauen, um sicherzustellen, dass wir mit der richtigen Geschwindigkeit fahren. Immerhin bleiben unter dem runden Bildschirm einige wichtige Elemente wie der Gangwahlhebel oder der markante Drehstarter erhalten.
Wie hoch ist der Verbrauch des Mini Cooper C?
Es ist schon klar: Wer sich einen Mini Cooper zulegt, dürfte wohl kaum auf den Verbrauch schauen, ob ein paar Liter mehr oder weniger – egal. Der Hersteller gibt einen Realverbrauch zwischen 5,9 und 6,5 Liter pro 100 Kilometer an. In unserem Test lag der Mini mit 6,5 bis 7 Litern im Schnitt etwas höher. Das ist für ein Fahrzeug dieser Größe natürlich keine Glanzleistung.
Wie hoch ist der Verbrauch im Vergleich zur Konkurrenz?
Das zeigt sich beim Blick auf die Konkurrenz. Der MG3 Hybrid beispielsweise benötigt 5 l auf 100 km, der Renault Clio Hybrid 4,3 l. Auch der Škoda Fabia liegt unter dem Mini Cooper. Das liegt einfach daran, dass dem neuen Modell moderne Effizienztechnologien fehlen – weder ein Vollhybrid-System noch eine Unterstützung durch einen Mildhybrid. Zusammenfassend bleibt der Mini Cooper C ein klassischer Verbrenner, den es nur mit Frontantrieb gibt. Er stellt Fahrspaß über maximale Kraftstoffeffizienz.
Sicherheit und Assistenzsysteme
Der Mini Cooper C erhielt beim Sicherheitstest der Euro NCAP die Bestwertung von 5 Sternen. Hervorzuheben sind der sehr gute Insassenschutz für Erwachsene (83%) und Kinder (82%), der Schutz ungeschützter Verkehrsteilnehmer (81%) sowie die Sicherheitsunterstützung (77%).
Welche Assistenzsysteme gibt es?
Mit der neuen Modellgeneration verfügt der Mini über ein breites Spektrum an radar- und kameragestützten Systemen. Enthalten sind unter anderem eine Totwinkelwarnung, aktive Spurhalteunterstützung, Querverkehrswarnung hinten sowie ein System, das beim Ausstieg vor herannahenden Verkehrsteilnehmenden bewahrt. Ebenfalls möglich sind eine 360-Grad-Rundumsicht mit 3D-Darstellung zum erleichterten Einparken und ein Recorder, der im Falle eines Unfalls automatisch die 30 Sekunden vor und nach dem Ereignis aufnimmt.
Kein Tacho und Blinker am Displayrand
Positiv zu bemerken ist, dass sich nervige Systeme über physische Kurzwahltasten abschalten lassen. Weniger gut gefiel uns der fehlende Tacho sowie die Blinker, die im zentralen OLED-Display am Rand platziert und dort oft schwer zu erkennen sind. Außerdem schränkt die große Sensoreinheit hinter dem Rückspiegel die Sicht durch die ohnehin steile Windschutzscheibe nach vorne teilweise ein.
Bekannte Probleme und Rückrufe
Mini bietet für den neuen Cooper standardmäßig eine dreijährige Garantie ohne Kilometerbegrenzung an. Diese kann optional auf bis zu 5 Jahre verlängert werden. Im Paket enthalten ist ebenfalls eine dreijährige Pannenhilfe. Zudem sind beim Kauf eines Neuwagens die Servicematerialien und Arbeitskosten für die ersten drei Jahre bereits abgedeckt, was die Unterhaltskosten in der Anfangsphase deutlich senkt. Spezifische Daten im TÜV Report oder in der ADAC-Pannenstatistik liegen noch nicht vor. Tests berichten von quietschenden Bremsen und zeitweisen Ausfällen der optionalen Innenraumkamera sowie Verzögerungen bei der Bedienung des großen OLED-Displays. Insgesamt gilt der Mini Cooper C allerdings als ausgereiftes Fahrzeug, das auf bewährter Technik aufbaut.
Mini Cooper C FAQs
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