Mazda Mazda3 Limousine Test

Schnittige Limousine mit großem Kofferraum

8/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Agiles Handling
  • Effiziente Motoren
  • Elegantes Design
  • Eingeschränkte Motorenauswahl
  • Wenige Ausstattungslinien
  • Viele Assistenzsysteme kosten extra

21.790 € - 29.190 € Preisklasse

5 Sitze

3,8 - 5,6 l/100km

Test

Mit der sogenannten KODO-Designsprache ist Mazda ein Geniestreich geglückt. Das sieht man auch der Mazda 3 Limousine an, die mit ihrem eleganten Blechkleid und den dynamischen Linien sich aus dem grauen Kompaktwagen-Alltag hervorhebt. In dieser Fahrzeugklasse treten außerdem die Opel Astra Limousine, die Ford Focus Limousine und der Skoda Octavia an.

Auf 4,58 Meter Länge schafft das Mazda 3 Stufenheck viel Platz für die Insassen, lässt sich locker leicht um die Kurven zirkeln und bietet zahlreiche Assistenzsysteme zur Unterstützung des Fahrers. Doch wie sieht dessen Arbeitsplatz aus?

Der Mazda 3 bietet ein ordentliches Raumangebot für seine Insassen und bietet einen größeren Kofferraum als die Steilheckvariante.

Das Interieur

Nimmt man im Mazda Platz, dann fällt auf, dass er nicht nur von außen eine gute Figur macht. Auch der Innenraum des Kompaktwagens gefällt mit dem Armaturenbrett im Wrap-Around-Design, der logischen Anordnung der Bedienelemente und der gut ablesbaren Instrumente.

Das Infotainmentsystem erinnert an das iDrive von BMW und überzeugt mit seiner intuitiven Bedienung. Mithilfe des 7-Zoll-Touchscreens, des Dreh-Drück-Stellers und der Spracheingabe lassen sich alle Funktionen leicht abrufen und die Bluetooth-Schnittstelle stellt schnell eine Verbindung mit dem Smartphone her. Nur Apple CarPlay und Android Auto können nicht bestellt werden.

Die Materialauswahl im Innenraum geht in Ordnung, auch wenn man hier und da Bekanntschaft mit Hartplastik-Oberflächen macht. Wo wir schon bei leiser Kritik sind: Die Verarbeitung ist zwar solide, hat aber noch Luft nach oben, was einige recht groß geratene Fugen zeigen.

Außerdem scheint die Anforderung an den Spalt zwischen dem oberen und unteren Teil der Mittelkonsole gewesen zu sein, dass er ausreichend groß ist, damit der Schlüssel des Mazda 3 problemlos hineingleiten kann und gleichzeitig klein genug, damit man ihn nur umständlich aus dem Spalt herausfieseln kann. Sollten Sie also nicht wissen, wo Ihr Mazda 3-Schlüssel steckt, gut möglich, dass er in diesem Spalt im Verborgenen liegt.

Der Kofferraum

Einiges wegstecken kann auch der Kofferraum der Mazda 3 Limousine. Da sie 11 cm länger ist als der 5-Türer, passen ins Stufenheck mit 419 Litern 55 Liter mehr hinein als beim Steilheck. Nur beladen lässt sich die Limousine aufgrund der recht kleinen Kofferraumöffnung schwieriger.

Der Mazda 3 macht richtig Laune beim Fahren. Mithilfe der präzisen Lenkung und des eher straff ausgelegten Fahrwerks schlängelt man sich mit einer angenehmen Leichtigkeit um die Landstraßenkurven.

Das straffe Fahrwerk hat jedoch auch negative Auswirkungen auf den Fahrkomfort, denn Fahrbahnunebenheiten werden durchaus deutlich an die Insassen weitergeleitet. Tastet man sich an die Grenzen des Fahrwerks heran, dann schiebt der Mazda 3 gutmütig über die Vorderräder.

Seit dem Facelift kommt der Kompakte zudem mit der Fahrdynamikregelung G-Vectoring-Control, die das Fahrverhalten weiter optimieren soll.

Dieses System geht beispielsweise kurz vor einer Kurve leicht vom Gas, was dazu führt, dass das Fahrzeug vorne einnickt und somit mehr Gewicht auf die Vorderräder verlagert. So verbeißen sich die vorderen Räder regelrecht im Asphalt und lenken die Limousine zielstrebig durch die Kurve.

Das Motorenprogramm ist bei der Limousine nicht ganz so ergiebig wie beim 5-Türer, denn der 1,5-Liter-Basisbenziner mit 100 PS und der Top-Benziner mit 165 PS fallen beim Stufenheck weg.

Die Benziner

So bildet der 120 PS starke Zweiliter-Benziner nicht nur den Einstiegsbenziner, sondern zugleich auch den einzigen Benziner.

Er schickt seine Kraft stets an die Vorderräder und beschleunigt den 1,3 Tonnen schweren Kompaktwagen in 8,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h – wenn der Verbrenner mit dem knackigen Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt ist. Bemüht man die Sechsstufen-Automatik darum, dann dauert der Sprint 10,3 Sekunden.

Der Verbrauch hält sich dabei in Grenzen. 5,1 l/100 km – in der Praxis gut zwei Liter mehr – gönnt sich der Benziner mit dem Schaltgetriebe. Einen halben Liter mehr mit der Automatik.

Eigen ist bloß, dass beim Kaltstart die Leerlaufdrehzahl erhöht ist, bis der Motor auf Temperatur kommt. Das hilft bei den Emissionen, ist aber gewöhnungsbedürftig beim Anfahren, da der Mazda dann schon ungewohnt flott vom Fleck kommt.

Die Diesel

Bei den Selbstzündern hat man die Wahl zwischen einem 105 PS starken 1,5-Liter und einem 150 PS leistenden 2,2-Liter. Beide werden mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt und gehen knauserig mit dem Kraftstoff um. Etwa vier Liter laut Norm verbrennen die Motoren pro 100 Kilometer, wobei es in der Realität fünf bis sechs Liter sind.

Während der Einstiegsdiesel den Mazda 3 eher gemächlich in Bewegung versetzt, schiebt der 2,2-Liter die Limousine kraftvoll an und beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 8,1 Sekunden.

Im Kapitel Sicherheit macht der Mazda 3 keine halben Sachen. Serienmäßig sind bei der Limousine neben den üblichen Verdächtigen ESP und ABS auch noch der Berganfahrassistent, der City-Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, der Tempomat und die Reifendruck-Kontrolle enthalten.

Optional lassen sich noch der Spurwechselassistent Plus, die Müdigkeitserkennung, das adaptive Voll-LED-Licht, das Pre Crash Safety-System, der aktive Spurhalteassistent, die Ausparkhilfe und die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage dazubestellen.

Beim ADAC-Bremstest kommt die Mazda 3 Limousine aus Tempo 100 nach 38,0 Metern zum Stehen, was ein mittelmäßiger Wert ist. Beim Euro NCAP-Crashtest wurde die Sicherheit des Mazda 3 analysiert. Hier kam der Japaner auf die maximale Wertung von fünf Sternen.

Im Gegensatz zum 5-Türer kommt die Limousine nur mit drei Ausstattungsvarianten und startet gleich mit der gut ausgestatten Center-Line durch. Hier sind der Tempomat, der 7-Zoll-Touchscreen, die Bluetooth-Freisprecheinrichtung, die Klimaautomatik, die 16-Zoll-Leichtmetallfelgen und der automatisch abblendende Innenspiegel Serie.

Noch mehr Ausstattung bietet die Exclusive-Line. Sie umfasst Sicherheitsextras wie die Ausparkhilfe, den Licht- und Regensensor, den Spurwechselassistenten Plus, die Parksensoren hinten und die Voll-LED-Scheinwerfer. Für mehr Komfort sind der Digitalradio-Tuner (DAB), die Lenkradheizung und die Sitzheizung mit an Bord.

Das Ende der Nahrungskette bildet die Sports-Line. Sie bietet Feature wie das BOSE-Soundsystem, das Head-up-Display, eine Rückfahrkamera, den City-Notbremsassistenten Plus und die Müdigkeitserkennung.

Die wohl cleverste Variante in Sachen Preis-Leistung ist, man spart sich den Aufpreis von 1.900 Euro auf die Exclusive-Line, nimmt stattdessen die Basisausstattung Center-Line und kombiniert sie mit dem 1.100 Euro teuren Touring-Paket.

Das Paket kommt unter anderem mit der Ausparkhilfe, der Sitzheizung vorne, dem Spurwechselassistenten Plus, den Parksensoren hinten und dem Digitalradio-Tuner. So bleiben noch 800 Euro übrig, die man in die 690 Euro teure Navigation investieren kann.

Zusammenfassung

Die Mazda 3 Limousine ist ein Preis-Leistungs-Sieger, der auch noch gut aussieht. Die Stufenheck-Version bietet einen größeren Kofferraum als das Steilheck, jedoch auch eine beschränkte Motorenauswahl und eine Ausstattungslinie weniger.

Warum ist das nicht weiter schlimm? Weil die Motoren, die angeboten werden, Spaß machen und man bereits mit den vorhandenen Ausstattungslinien glücklich wird. Der Mazda 3 ist ein durch und durch gelungenes Gesamtpaket.

Suchen Sie die besten Mazda Mazda3 Limousine Angebote?

Auf carwow vergleichen Sie einfach die besten Neuwagen-Angebote von lokalen Händlern und Top-Händlern deutschlandweit. Erhalten Sie großartige Mazda3 Limousine deal ohne den üblichen Stress.

Mazda3 Limousine Angebote vergleichen Sparen Sie im Schnitt 4.900 €