Jeep Renegade Plug-in Hybrid

Kantiger Kompakt-Jeep mit Auflademöglichkeit

Wow-Wertung
8
/
10
Unsere Fachleute vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Sparsamer Antrieb bei regelmäßigem Laden
  • Gute Sicherheit
  • Vier Jahre Garantie
  • Hohes Gewicht
  • Nur wer lädt, der spart
  • Großer Wendekreis

38.200 € - 42.600 € Preisklasse

5 Sitze

- l/100km

Wer „Jeep“ denkt, denkt: „groß!“ und „Verbrauch!“ Der Renegade ist mit 4,24 Meter Länge kompakt und soll mit dem neuen Plug-in-Hybrid unter der Haube mit einem Verbrauch von 1,9 Liter/100 km auskommen.

Gutes Marketing oder Realverbrauch mit einem 1,3-Liter-Turbomotor, der in Kombination mit einem Elektromotor und Allradantrieb 190 oder 240 PS auf die Straße bringt, maximal 520 Newtonmeter Drehmoment mobilisiert und in seiner stärkeren Version in nur 7,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo beschleunigt?

Der Renegade 4xe, der im süditalienischen Melfi vom Band rollt, fährt sich handlicher und leichtfüßiger als der 15 Zentimeter längere Compass 4xe. Mit dem teilt er sich die Basis, den Plug-in-Hybrid-Antrieb und den elektrischen Allradantrieb, der ganzjährig die Traktion sichert.

Das beschert ihm Geländeeigenschaften, die in dieser Klasse selten sind. Andere SUVs mit Steckerzugang wie der Mini Plug-in-Hybrid, Peugeot 3008 Hybrid4, Opel Grandland X Hybrid4 oder Ford Kuga Plug-in-Hybrid können dem Renegade 4xe im rustikalen Geländeeinsatz schwer folgen.

So fürs Gelände präpariert, durchwatet der Renegade 4xe bis zu 40 Zentimeter tiefe Bachläufe und hängt sich an haarsträubenden Steil- und Schräghängen mächtig rein. Und der neue elektrische 4×4-Antrieb lässt ihn auch offroad nicht im Stich. Weil der Akku über einen an die Kraft des Benziner gekoppelten zweiten Elektromotor (Riemengenerator) geladen wird und deshalb nie ganz die Ladung verliert.. 

Mit einer 100%-Ladung soll der Renegade 4xe 44 Kilometer allein mit der in seiner 11,4-kWh-Batterie gespeicherten Energie voran kommen – und das schafft er auch, wie sich im ersten Test zeigt. 

Ansonsten bleibt der Jeep Renegade der sympathische Typ mit guter Alltagstauglichkeit. Die Bedienung geht klar und an der Ablesbarkeit der Instrumente gibt es nichts auszusetzen. Vom Infotainment, das auch online kann, und der Sicherheitsausstattung, die viele Fahrassistenten aufbietet, ist der Renegade 4xe voll auf Höhe der Zeit. 

Am Dachhimmel des mit Dachreling 1,72 Meter hohen Renegade 4xe stößt sich – Stichwort: Kopffreiheit – kaum einer den Schädel. Die Beinfreiheit auf der Rückbank entspricht dagegen dem, was man bei 4,24 Meter Länge erwarten darf. 

Und auch im Kofferraum baut der Renegade 4xe mit der zusätzlichen Technik kaum ab. Das Kofferraumvolumen reduziert sich durch den Plug-in-Antrieb von 351 bis 1.297 Liter auf  330 bis 1.277 Liter.

Aber die Technik hat einen hohen Preis? Von wegen: Abzüglich der Umwelt- und Herstellerprämie kostet der Renegade 4xe mit mehr Leistung und weniger Verbrauch kaum mehr als der 150 PS-Benziner mit weniger Dampf im Motorraum. 

Wie hoch der Preis ist, wie es um die Ausstattung, die real erreichbare Reichweite und die Ladezeiten steht, darüber gibt Ihnen dieser Test weitere wichtige Informationen. 

Technische Daten

Abmessungen und Maße
Länge 4,24 bis 4,26 Meter (Trailhawk)
Breite 1,81 Meter
Höhe 1,72 Meter
Kofferraumvolumen 330 bis 1.277 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.845 Kilogramm
Zuladung 470 Kilogramm
Zulässiges Gesamtgewicht 2.315 Kilogramm
Zulässige Anhängelast
ungebremst/gebremst
600 Kilogramm /
1.150 Kilogramm

Jeep Renegade Plug-in Hybrid Farben

Alpine White Uni
kostenlos
Bikini Metallic
Ab 690 €
Blue Shade Metallic
Ab 690 €
Carbon Black Metallic
Ab 690 €
Colorado Red Uni
Ab 690 €
Glacier Metallic
Ab 690 €
Graphite Grey Metallic
Ab 690 €
Jetset Blue Metallic
Ab 690 €
Omaha Orange Uni
Ab 690 €
Sting Grey Uni
Ab 690 €
Alpine White Uni/Dach Schwarz
Ab 1.090 €
Matt Green
Ab 1.190 €
Bikini Metallic/Dach Schwarz
Ab 1.780 €
Blue Shade Metallic/Dach Schwarz
Ab 1.780 €
Colorado Red Uni/Dach Schwarz
Ab 1.780 €
Jetset Blue Metallic/Dach Schwarz
Ab 1.780 €
Omaha Orange Uni/Dach Schwarz
Ab 1.780 €
Sting Grey Uni/Dach Schwarz
Ab 1.780 €
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Die Dieselmotoren sind im Renegade vom Tisch. Vorne arbeitet immer ein Benziner. Entweder der schnarrende 1,0-Liter-Dreizylinderturbo mit 120 PS, der druckvollere 1,3-Vierzylinderturbo mit 150 PS oder der gleiche Motor in Kombination mit einem Riemengenerator und einem 60 PS starken Elektromotor im Renegade 4xe.

Der Plug-in Hybrid

Der Tank schrumpfte von 48 auf 36,5 Liter, weil er sich das im 4xe erlauben kann. Dem 4xe fällt mit seinem Plug-in-Hybrid-Antrieb im Renegade, nachdem die sparsamen Dieselmotoren gestrichen wurden, die Rolle des Sparmotors zu. Wie erfüllt er seine Rolle?

Auf dem Papier vorbildlich mit einem Verbrauchsmittel von 1,9 bis 2,0 Liter. Im ersten Test unter Realbedingungen, in dem hauptsächlich der Elektromotor arbeitete und dem trägen Gaspedal nicht mit der Sporttaste entgegen gewirkt wurde, stand nach etwa 70 Kilometern Fahrt ein Verbrauch von 2,6 Liter/100 km auf dem Infodisplay. 

Auf der nächsten Tour im Test war der Akku beim Start nur zu 50 % geladen und der 240-PS-Antrieb wurde auf der gleichen Strecke stärker herausgefordert. Am Ende standen 7,9 Liter auf dem Display. Was lehrt uns das? 

Der Gasfuß macht die Musik beim Verbrauch. Das ist die erste Lehre. Und die zweite? Wer nicht lädt, spart nicht wirklich. Denn mit dem 1,3-Liter-Benziner mit 130 und 150 PS, der im Werksmittel mit 6,1 Liter/100 km auskommt, lassen sich ähnliche Verbrauchswerte wie im 4xe ohne Nachladen erzielen.  

Für das Laden der 145 Kilo schweren Hochvolt-Batterie mit einer Kapazität von 11,4 kWh, die unter der Rückbank und im Kardantunnel verstaut ist, vergehen an einer 3,0-Kilowatt-Ladesäule etwa dreieinhalb Stunden und mit 7,4 Kilowatt Ladeleistung ist der Akku in 100 Minuten wieder geladen. 

Ist der Akku zu wenig geladen, lässt er sich nach der Aktivierung der maximalen Rekuperation (=Bremsenergierückgewinnung) auch in Fahrt laden. Angenehmer Nebeneffekt davon: Durch die starke Verzögerung beim vom Gas gehen, spart man sich so manches Bremsmanöver mit dem Bremspedal. 

Soll die Ladung im Akku gehalten werden, um etwa am Fahrtende rein elektrisch fahren zu können, drückt man einfach die E-Save-Taste.

Schlussfolgerung im Test: Der Plug-in-Hybrid-Antrieb, der für mehr Gewicht sorgt, hat Sinn, wenn permanent geladen wird und vorwiegend elektrisch gefahren wird. Über knapp 50 Kilometer klappt das auch im ersten Test. Für Langstreckenfahrer bleibt der Diesel die erste Wahl – aber, aus gutem Grund, nicht mehr im Renegade.

Renegade 4xe 190  Renegade 4xe 240 
Hubraum [ccm] 1.332 1.332
Leistung [PS] 190 240
Getriebe 6-Gang-Automatik 6-Gang-Automatik
0-100 km/h [s] |
Vmax [km/h]
7,5 | 182 7,1 | 199
Kraftstoff Benzin Benzin
CO2-Ausstoß [g/km] 48 bis 53 50 bis 54
Abgasnorm Euro 6d Euro 6d

Die Wahl der Ausstattungslinie entscheidet im Renegade 4xe über die Motorleitung, denn bestellbar ist die Linie Limited ausschließlich mit der 190 PS starken Leistungsstufe, wogegen die Linien  S und Trailhawk automatisch eine Entscheidung für die 240-PS-Variante sind. 

4xe Limited

Der gut ausgestattete Limited mit 17-Zoll-Leichtmetallrädern und serienmäßiger Dachreling bildet im Renegade 4xe den Einstieg, der schon viel bietet: beheizbares Lenkrad, Sitzheizung vorn, Lordosenstütze im Fahrersitz, 2-Zonen-Klimaautomatik, automatisch abblendender Innenspiegel, schlüsselloser Fahrzeugzugang und eine im Verhältnis 40:20:40 umklappbare Rückbanklehne.

Das große 7-Zoll-Infodisplay ist ebenso mit an Bord wie das große 8,4-Zoll-Touchscreen-Infotainment mit 6 Lautsprechern, AUX-IN- und USB-Anschlüssen, Bluetooth und Digitalradio (DAB). Über die Uconnect Box mit integrierter SIM-Karte wird das Smartphone via Apple CarPlay oder Android Auto ins System eingebunden.

Und auch Sicherheit wird im 4xe-Basismodell satt geboten. Mit dem Spurhalteassistenten, der Verkehrszeichenerkennung, den Parksensoren vorn und hinten, der Rückfahrkamera, dem Parkassistenten für Quer- und Längsparken, dem adaptiven Tempomat, dem Auffahrwarnsystem, dem Toter-Winkel-Assistenten, den Nebelscheinwerfern, dem Licht- und Regensensor und dem Fernlichtassistenten ist sehr gut vorgesorgt.

Das sorgt für ein sicheres Gefühl. Und nicht nur das. Im Euro NCAP-Crashtest wurde der Jeep Renegade mit dem Maximalergebnis von fünf Sternen bewertet.

4xe S

Der S rollt mit 19 Zoll großen Rädern, abgedunkelten hinteren Scheiben und LEDs in den Scheinwerfern, den Nebelscheinwerfern, den Rückleuchten, der Kennzeichenbeleuchtung und im Innenraum aus dem Verkaufsraum. Das 8,4-Zoll-Infotainment verfügt zusätzlich über ein Navigationssystem.  

4xe Trailhawk

Im Trailhawk, dessen Motorhaube schwarz foliert ist, lautet der Auftrag Geländegängigkeit. Dafür hat der Trailhawk, 17-Zoll-Leichtmetallräder mit M+S Bereifung aufgezogen und die Offroad-Stoßfänger erlauben im Geländeeinsatz größere Böschungswinkel. 

Der Unterfahrschutz verstärkt die Unterbodenverkleidung im Bereich von Tank, Vorderachsaufhängung und Getriebe und das Selec-Terrain Allradsystem Low verfügt über den zusätzlichen Rock-Modus für steiniges Gelände.

Und der Preis? Der Renegade 4xe mit 190 PS kostet rund 9.000 Euro mehr als der Renegade 1.3 T-GDI mit 150 PS. Das ist ein hoher Aufpreis, der sich aber nach Abzug der stattlichen Umwelt- und Herstellerprämie von 6.750 Euro relativiert.

Zusammenfassung

Wenn Renegade, dann 4xe! Jeep ist mit der Elektrifizierung zwar spät dran, aber der Plug-in-Hybrid überzeugt mit guter Performance und niedrigen Verbrauchswerten, wenn man den 4xe nutzt, wie man einen Plug-in-Hybrid richtig nutzt: Bitte einsteckern!

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