Jeep Compass Testbericht

Der Jeep Compass der dritten Generation ist ein Jeep mit abgemilderter Geländekompetenz, aber ein geräumiges SUV mit soliden Straßeneigenschaften, gelungenem Bedienkonzept, hohem Sicherheitsniveau und sparsamen Motoren.

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Wow-Wertung
8/10
Lothar Erfert
Freier Redakteur, Journalist, Texter
Zuletzt aktualisiert am:
05/01/2026

Was gut ist

  • Ordentliches Raumangebot
  • 5-Sterne-Sicherheit
  • Fairer Plug-in-Aufpreis

Was nicht so gut ist

  • Kein Dieselmotor im Angebot
  • Einige Assistenten nur im Paket
  • Kurze Basisgarantie
Die wichtigsten Daten
Modell
Jeep Compass
Fahrzeugtyp
SUV
Kraftstoffart
Benzin, Elektro, Hybrid
Reichweite (WLTP, kombiniert)
Gibt an, wie viele Kilometer ein Elektroauto oder Hybrid rein elektrisch mit einer voll aufgeladenen Batterie im genormten WLTP-Zyklus zurücklegen kann.
95 - 500 km
Beschleunigung (0-100 km/h)
8,0 - 10,3 s
Anzahl der Sitze
5
Kofferraumvolumen, Rücksitzbank aufrecht
550 Liter - 4 Koffer
Außenabmessungen (Länge/Breite/Höhe)
4.552 mm x ?? mm x 1.675 mm
CO₂-Ausstoß (WLTP, kombiniert)
Gibt an, wie viel Kohlendioxid (CO2) das Fahrzeug pro gefahrenem Kilometer im WLTP-Zyklus (kombiniert) ausstößt. Je niedriger der Wert, desto umweltfreundlicher ist das Auto.
0 - 133 g/km
Verbrauch
Gibt an, wie viel Energie ein Elektroauto im genormten WLTP-Zyklus (kombiniert) pro 100 Kilometer verbraucht. Je niedriger der Wert, desto sparsamer ist das Auto.
14,6 - 17,5 kWh / 100km
Verbrauch (WLTP, kombiniert)
Gibt an, wie viel Kraftstoff das Auto im genormten WLTP-Zyklus (kombiniert) pro 100 Kilometer verbraucht. Je niedriger der Wert, desto sparsamer ist das Auto.
0,0 - 5,9 l/100km

Jeep Compass: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Unser Fazit zum Jeep Compass

Der Jeep Compass ist seit 2007 erfolgreich im populären Kompakt-SUV-Segment unterwegs. Bis zum Start der dritten Generation Anfang 2026 verkaufte er sich 2,5 Millionen Mal.

Der Erfolg setzt sich fort. In dritter Generation präsentiert sich der Compass rundum verbessert. Die neue Medium-Plattform, die sich der Jeep mit Kompakt-SUVs von Citroën, Opel und Peugeot teilt, macht es möglich. 15 Zentimeter mehr Länge, sechs Zentimeter mehr Breite, zwei Zentimeter Höhe und zwei Zentimeter mehr Radstand schaffen mehr Raum.

Im Innenraum des 4,55 Meter und 1,93 Meter breiten Fünfsitzers herrscht reichlich Platz. Die Beinfreiheit im Fond hat zugelegt. Der Gepäckraum ist um 45 Liter auf 550 Liter Volumen gewachsen.

Genauso profitieren die Anzeigen vom Generationswechsel. Das 10,25-Zoll-Cockpitdisplay und der flache 16-Zoll-Touchscreen, über den das Infotainment und viele Fahrzeugeinstellungen gesteuert werden, zählen zur Serienausstattung. Das Head-up-Display ist eine gute Option. Die Bedienung des Ganzen gibt wenig Rätsel auf, denn sie verläuft auch noch über konventionelle Schalter.

Im Basismodell Altitude ist die Serienausstattung gut, vom Navigationssystem bis zum ACC-Tempomat. Einige Assistenzsysteme fehlen im Altitude, trotzdem ist das Sicherheitsniveau, das  mit fünf Sternen im Euro NCAP Crashtest bewertet wurde, hoch.

Bei den Antrieben besteht die Wahl. Nur ein Diesel fehlt. Mit den Elektroantrieben, die zwischen 213 PS (157 kW) und 375 PS (276 kW) leisten, fährt man im Compass sehr ökonomisch im urbanen Bereich. Der 145 PS (107 kW) starke Compass Hybrid ist ein universeller Antrieb, aber kein Temperamentsbündel. Mehr Temperament und elektrische Reichweite bietet der Compass Hybrid Plug-in mit 195 PS (143 kW) Systemleistung und der 17,9-kWh-Batterie. Zum fairen Aufpreis gegenüber dem Hybrid.

Mit dem größeren Innen- und Kofferraum und zahlreichen Verbesserungen ist die dritte Auflage des Jeep Compass im Umfeld der Stellantis-SUVs Citroën C5 Aircross, Opel Grandland und Peugeot 3008 und der SUV-Bestseller Kia Sportage, Škoda Enyaq in der 4,50-Meter-Klasse gut aufgestellt – auf dem Weg zur nächsten Million.

Wie viel kostet der Jeep Compass?

Das Jeep Compass Modell hat einen Listenpreis von 39.900 € bis 50.400 €. Mit Carwow können Sie jedoch im Durchschnitt 6.297 € sparen. Die Preise beginnen bei 35.204 € für Barzahlung. Die monatlichen Raten beginnen bei 301 €.

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Leistung und Fahrkomfort

Nicht allein zu sein, schafft Möglichkeiten. Die dritte Generation des Jeep Compass teilt sich die Stellantis Medium-Plattform mit dem Citroën C5 Aircross, DS N°8, Opel Grandland und Peugeot 3008, wodurch viel Auswahl bei den Motoren herrscht. Nur eine Motorgattung vermisst mancher.

Ohne Stecker: Hybrid

Der Compass Hybrid lässt sich laden, aber er tut es selbst in Fahrt. Los geht’s. Ich drücke den Start-Stopp-Schalter und drehe am neuen Getriebe-Drehrad auf der Mittelkonsole. Auf den ersten Metern flüstert der Mild Hybrid los, dann schaltet sich hörbar der 136 PS (100 kW) starke 1,2-Liter-Benziner mit seinem charakteristischen Dreizylinderschnarren zu.

Kein Bodengeschoss

Hier packt nur ein kleiner E-Motor mit 50 Newtonmeter Drehmoment und 28 PS (21 kW) Leistung mit an. Mit 145 PS (107 kW) Systemleistung und seinem Beschleunigungsvermögen von 0 auf 100 km/h in 10 Sekunden wird der Jeep Compass nicht zum Bodengeschoss, auch wenn er stramme 195 km/h läuft.

Mit Stecker: Hybrid Plug-in

Im Plug-in Hybrid geht es mit dem 125 PS (92 kW) starken Elektromotor und dem 150 PS (110 kW) starken 1,6-Liter-Vierzylinderbenziner erheblich flotter voran. Die 225 PS (165 kW) Systemleistung machen den Compass Hybrid Plug-in in acht Sekunden 100 km/h schnell. Erst bei einer Geschwindigkeit von 216 km/h liefern sich Kraft und Gegenwind den Patt.

Fahren und Fahrverhalten

Der Fahrmodus richtet über die Performance und die Geländetauglichkeit. Zwischen fünf Fahrmodi muss ich mich entscheiden. Richtig sportlich und geländetauglich geht’s auch im Sport- und Sandmodus nicht voran. Die Wankneigung der Karosserie wurde um 20% reduziert, was den Compass kurvenfreudiger, aber nicht sportlicher macht. Der Compass stellt sich mit den Selec-Terrain-Fahrprogrammen auf den Untergrund ein, aber der Frontantrieb setzt die Grenzen. Der 4x4-Antrieb wird nachgereicht. Aber nur im 375 PS (276 kW) starken elektrischen Topmodell.

Ein Motor fehlt

Das Antriebsangebot passt, aber nicht jedem ins Konzept, der gerne sehr viel mit einem SUV fährt und reist. Ein Motor fehlt: ein auf Langstrecke vom Verbrauch konkurrenzloser Diesel.

Kofferraum, Platz und Praxistauglichkeit

Das C-Segment boomt in Europa und mehr Platz im Kompakt-SUV kommt immer gut. Da passt es, dass der Jeep Compass in seiner dritten Auflage gewachsen ist.

Neues Format

Vom neuen Format mit 4,55 Meter Länge, 1,93 Meter Breite und 1,65 Meter Höhe und jetzt 2,80 Meter Radstand profitiert sowohl der Innenraum als auch das Gepäckraumvolumen hinter den fünf Sitzplätzen.

Made in Europe

Der in Europa entworfene, entwickelte und im süditalienischen Melfi gebaute Compass fühlt sich im Vordersitz bequem an. Bei Stellantis verbauen sie gute Sessel. Die im Serientrimm mit Stoff bezogenen Vordersitze besitzen eine 2-Wege-Lendenstütze und bieten solide Unterstützung am Rücken und an den Oberschenkeln. Die optionalen Vinyl-Vordersitze verfügen über eine Sitzheizung, eine Sitzbelüftung und Massagefunktion. Bestellt man den Compass mit dem „Winter-Paket“, sind auch die Lenkrad- und Frontscheibenheizung mit dabei.

Platz durch Kanten

Wegen des kantigen Dachaufbaus, der sich nicht wie bei SUVs mit Coupélinie in Richtung Heck absenkt, herrscht eine bessere Rundumsicht als bei denen und genug Kopffreiheit. Wegen deutlich mehr Breite steht mehr Schulterfreiheit zur Verfügung und weil der Radstand erheblich wuchs zwei Zentimeter mehr Beinfreiheit.

Ein Plus im Kofferraum

Da auch die Geräuschdämmung verbessert wurde, reist man bequem mit. Mit viel Platz zum Ablegen und im Kofferraum. Das Volumen der Ablagen im Bereich der Vordersitze legte von 14 auf 34 Liter zu. Hinter der optional elektrisch öffnenden Hecklappe wurde die Kofferraumkapazität von 505 auf 550 Liter verbessert. Nach dem Absenken der im Verhältnis 40:20:40 geteilten Sitzbanklehne geht noch mehr auf die Ladefläche.

Gut aufgestellt

Mit den Verbesserungen im Raum- und Verstauangebot ist die dritte Auflage des Compass im Umfeld von SUVs wie dem Citroën C5 Aircross, Opel Grandland, Kia Sportage, Peugeot 3008, Škoda Enyaq und VW Tiguan gut aufgestellt – bereit für die nächste Verkaufsmillion.

Innenraum, Infotainment und Ausstattung

Der Innenraum und die Innenausstattung hinterlassen nach dem ersten Kennenlernen des Jeep Compass einen Eindruck von guter Verarbeitung. Die Verarbeitung der Infos, die auf dem 10,25-Zoll-Cockpitdisplay, optionalen Head-up-Display und flachen 16-Zoll-Touchscreen auflaufen, stimmen mich nach dem ersten Platz nehmen ebenfalls zufrieden.

Bedienung: gute Tasten

Moderne bedeutet bei vielen Neuerscheinungen: Schalterlosigkeit. Aber genieße ich die moderne Technologie, wenn ich die Spiegel über den Touchscreen verstellen muss, das Handschuhfach über den Screen öffne und mich zuvor im Labyrinth der Bildschirmmenüs verirre? Die Tasten unterhalb des Zentralbildschirms und am Lenkrad erleichtern die Bedienung, ohne dass es altbacken wirkt.

Die Taste für die Warnblinkanlage haben sie gut versteckt, trotzdem findet man sich gut zu recht. Nicht ganz so gut wie bei Kia, wo Bedienung bereits seit Jahren vorbildlich abläuft, aber besser als in vielen Neuen.

Solide Vorstellung beim Infotainment

SUVs aus China protzen mit viel Ausstattung, aber auch der Compass aus Italien knausert nicht damit. Vom Infotainment und der verbauten Technologie gibt die Einstiegsvariante Altitude eine solide Vorstellung. Das Navigationssystem sowie Apple CarPlay und Android Auto zur Einbindung des Smartphone ins System zählen genauso zur Serienausstattung wie die Vernetzung über „Connect One“ (für zehn Jahre) und „Connect Plus“ (für ein Jahr) mit ChatGPT-Unterstützung.

Extras selten solo

Vor der Unsitte, reizvolle Extras in Ausstattungspaketen zu verstecken und nicht als Einzelposten anzubieten, schreckt auch Jeep nicht zurück. Das Head-up-Display liefert Jeep nur im teuren „Sicherheits-Paket“ und das Focal Soundsystem mit neun Lautsprechern plus Subwoofer nur in Verbindung mit dem kostspieligen „Premium-Paket Altitude“. Positive Ausnahme: Das den Innenraum mit Licht flutende Panorama-Schiebedach erhält man auch als Einzelposten.

Hawaii for free 

Und auch der Strategie, mehr Geld durch Farbe zu verdienen, bedient sich Jeep. Die 2-Farb-Lackierung und fast alle Farben kosten Aufpreis. Nur eine nicht: Gelbgrün „Hawaii“.

Wie hoch ist der Verbrauch des Jeep Compass?

Der Jeep Compass spart Kraftstoff mit dem verbesserten cw-Wert von 0,29 und mit Strom. Und das nicht nur mit reinem Elektroantrieb, auch im Hybrid und Plug-in Hybrid. Beim Bremsen und vom Gas gehen durch Rekuperation.

Mit Strom sparen

Je mehr Strom fließt, desto weniger Benzin fließt. Besonders im Stadtverkehr sind Compass Hybrid und Hybrid Plug-in sparsam-elektrisch unterwegs. Der Hybrid mit der Batterie mit 0,9 kWh Bruttokapazität bei niedrigem Tempo und über kurze Strecken, der Hybrid Plug-in mit 17,9 kWh Batteriekapazität bei höheren Geschwindigkeiten und über längere Strecken.

95 km

Jeep verspricht für den PHEV eine rein elektrische Reichweite von 95 km. Der Kraftstoffverbrauch wird im kombinierten Betrieb mit 3,0 l/100 km angegeben, entsprechend einem CO2-Ausstoß von 68 g/km.

PHEV rentiert

Da der Stecker-Compass deutlich sparsamer unterwegs ist als der Hybrid, der sich im WLTP-Mittel 5,6 bis 5,7 Liter Super alle 100 km genehmigt und 127 bis 130 g/km CO2 emittiert, kann sich die Mehrinvestition von 3.500 Euro in die auch vom Temperament reizvollere Steckervariante lohnen.

Sicherheit und Assistenzsysteme

Die schwarzen Kunststoffschutzplanken bewahren den Jeep Compass im Gelände vor Kratzern. In Fahrt sorgen die Assistenzsysteme für Sicherheit und Schutz. Aber nicht alle im Basismodell Altitude.

Viel Assistenz optional  

Zur Serienausstattung zählen die Parksensoren vorne und hinten, der Frontkollisionswarner, der adaptive Tempomat, der Spurhalteassistent und der autonome Notbremsassistent. Autonomes Fahren im Level 2 ist bereits im Altitude möglich.

Mit dem „Komfort-Paket“ kommen gegen Zuzahlung die 360-Grad-Kamera, die seitlichen Parksensoren, der Toter-Winkel-Assistent und der Spurwechselassistent hinzu, mit dem „Sicherheits-Paket“ der Ausparkassistent, das Head-up-Display, der voraus schauende Tempomat, der aktive Toter-Winkel-Assistent und der teilautomatische Spurwechselassistent.

Fünf Sterne

Weil nicht alle Assistenzsysteme Serie sind, erhielt der Jeep Compass im Euro NCAP Sicherheitstest nur 66 % in der Assistenzwertung. Die Wertungen im Erwachsenen-, Kinder- und Fußgängerschutz waren mit 80, 85 und 74 % höher. Im Gesamtergebnis erhielt der Compass sehr gute fünf Sterne.

Bekannte Probleme und Rückrufe

Zuverlässigkeit und Probleme? Der Jeep Compass der Generation drei wurde erst im Januar 2026 auf dem deutschen Markt eingeführt. Die neuen Motoren und die neue Technik kommen zwar schon seit einiger Zeit in den Stellantis-SUVs Citroën C5 Aircross, Opel Grandland und Peugeot 3008 zum Einsatz, aber auch hier ist es noch zu früh für eine Langzeitbewertung.

Option auf 8 Jahre Garantie

Der Compass kann aber schon heute mit langer Garantie auf der sicheren Seite fahren. Mit „Jeep We Care“ verlängert sich die kurze Garantiezeit von zwei Jahren auf bis zu acht Jahre. Bis zu einer Fahrleistung von 160.000 km.

Jeep Compass FAQs

Die Markteinführung des neuen Jeep Compass erfolgte in Deutschland im Januar 2026.

Der Jeep Compass für Europa wird nicht in den USA gebaut. Das Kompakt-SUV läuft im süditalienischen Melfi vom Band.

Der Jeep Compass Hybrid Plug-in soll mit einer vollen Batterieladung von 17,9 kWh bis zu 95 km Reichweite erreichen. Bei den Varianten mit ausschließlichem Elektroantrieb schwankt die Reichweite, abhängig von der Leistung und Batteriegröße, zwischen 500 und 650 km.

Der Jeep Compass misst 4.552 Millimeter in der Länge, 1.928 Millimeter in der Breite und ohne Dachreling 1.652 Millimeter in der Höhe.

Der 1,2-Liter-Dreizylinder des Jeep Compass Hybrid arbeitete zuerst in Modellen von Peugeot und Citroën. Der Plug-in Hybrid und die Elektromotoren sind ebenfalls französischer Herkunft.

Um nur einige Kontrahenten des Jeep Compass zu nennen: Citroën C5 Aircross, Hyundai Tucson, Kia Sportage, Opel Grandland, Peugeot 3008, Škoda Enyaq und VW Tiguan.