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Hyundai i20 N im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Hyundai i20 N werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

4,7/5 aus 13.366 Bewertungen

Der Hyundai i20 N Performance. Ein Kleinwagen mit 204 PS! Ist dieser Koreaner im Stil eines Fiesta ST oder Polo GTi grober Unfug? Oder einfach ein großer Spaß?

  • Dynamische Optik signalisiert Leistungsbereitschaft
  • Feinster Motorenbau mit variablen Nockenprofilen
  • Praktischer Innenraum für flexiblen Alltagseinsatz
  • Rundstreckenrenner mit Straßenzulassung

Hat es das gebraucht? Ein eigentlich kreuzbraver Kleinwagen von Hyundai, der auf Krawallbruder macht? Nun, politisch korrekt ist das derzeit sicher nicht. Wo sich Hersteller größte Mühe geben, den Verbrenner zu verabschieden, die ach so umweltfreundlichen Stromer in den Himmel gelobt werden. Doch es soll gelegentlich noch Petrolheads geben, die bei heiserem Motorsound Gänsehaut bekommen. Denen ein hochgezüchteter Dreizylinder-Turbo mit 200 PS im Ford Fiesta ST ein anerkennendes Grinsen entlockt. Denen es beim Polo GTI (207 PS) in den Fingern kribbelt. In dieser Liga spielt der Hyundai i20 N (204 PS) keine Nebenrolle, sondern drängt sich energisch unter die etablierten.

Denn bei Hyundai verbietet sich die Frage ob Unsinn oder Unfug. Die Koreaner sind dafür bekannt, dass derlei ihnen fernliegt. Im Gegenteil. Was die Asiaten anfassen betreiben sie mit großer Ernsthaftigkeit. Davon zeugt das Testzentrum, welches sich Hyundai seit Sommer 2013 in direkter Nachbarschaft zum Nürburgring gönnt. Baukosten rund 6,6 Millionen Euro. Hier sollen alle Fahrzeuge der Marken Hyundai, Kia und neuerdings auch Genesis für europäische Ansprüche abgestimmt werden.

Gleichzeitig leistet man sich Fahrzeuge mit dem Kürzel “N” im Namen. “N” wie Nürburgring/Nordschleife. Was steckt dahinter? Kurz gesagt: Straßenfahrzeuge mit Rennstreckengenen. Ein hoher Anspruch. Kann der i20 dem gerecht werden? Schauen wir mal. 

Der i20 N signalisiert auf den ersten Blick Fahrvergnügen

Zuerst einmal auf den äußeren Auftritt. Unser Testwagen trägt im Namen den Zusatz “Performance” und fährt dementsprechend in Performance Blue vor (570 Euro Aufpreis). Zusammen mit den umlaufenden roten Applikationen unterhalb der Türen und Schürzen sowie schwarz abgesetzten Fenster schon einmal ein Hingucker. Auch der Dachspoiler passt dazu. Die Dachlackierung in Phantom Black (500 Euro) rundet die Sache ab. Weiterer optischer Leckerbissen: Rot lackierte Bremssättel schimmern durch die 18 Zoll Alus. Dieser i20 unterscheidet sich optisch erheblich vom “braven“ Kleinwagen.

Innen ebenso sportlich wie praktisch

Auch in der Kabine ist der Unterschied sofort sichtbar. Integralsitze, Pedale in Alu-Optik und Multifunktionslenkrad mit Tasten und Knöpfen, die auf sportliche Gene hindeuten. Per REV-Knopf kann eine Zwischengasfunktion aktiviert werden, Launch-Control ermöglicht beste Beschleunigungszeiten. Dazu Tasten mit N-Aufdruck. Damit lassen sich nicht nur die Darstellungen der digitalen Rundinstrumente verändern, sondern auch die Fahrmodi (Eco, Normal, Sport). Und da macht der Kleine ernst. Feinste Motorentechnik wartet darauf, dass zwischen Spar und Spassfahrt gewählt wird. Bedeutet Motor, Lenkung und sogar Abgasanlage wechseln zwischen Engelchen und Teufelchen. Dennoch bleibt der praktische Nutzen erhalten. Der Fünftürer hat vorn und hinten ausreichend Platz und bietet mit 352 Liter Kofferraum genug Volumen für den Einkauf. Bei umgeklappter Rückbank ist er auf 1.165 Liter erweiterbar.

Motor und Fahrwerk werden den Erwartungen gerecht

Also fahren. Endlich. Schon der Start des kleinen Vierzylinder-Turbos (1,6 Liter) macht klar, was “N” von E-Mobilität hält. Hier wird nicht künstlich gesummt, hier wird dank Sportabgasanlage sonor gebrummt. Oder bei aktiviertem Sport-Modus per variabler Klappensteuerung lauthals krakeelt. Ok, gehört sich nicht in der Reihenhaussiedlung. Aber auf freier Landstraße einfach herrlich. Und genau dort gehört dieser Wagen hin. Er ist ein wunderbarer Kurvenräuber. Viel zu schade eigentlich für norddeutsches Flachland. Doch schon ein Kurztrip in den Harz zeigt was Motor und Fahrwerk möglich machen. Das ganze wird beim Performance zusätzlich durch ein Torsen-Vorderachsdifferential unterstützt. Will heißen der Wagen liegt nahezu narrensicher auf der Straße, lenkt exakt, vermittelt sehr direkt den jeweiligen Fahrzustand. Eigentlich fordert der i20 N immer mehr, als die StVO zulässt. Im Overboost werden sogar bis zu 304 Nm an die Vorderräder kommandiert. Sechs manuell einzulegende Gänge runden mit kurzen Wegen bei exakter Führung das Sportpaket ab. Die Schaltarbeit wird im i20 N zum besonderen Vergnügen, weil statt einer simplen Schaltempfehlung Lichtblitze in Gelb und Rot aus dem Cockpit zu hoher Drehzahl animieren. Wahrhaft teuflisch.

Fazit nach diesem Ausflug: Der Spaß steht hier eindeutig im Vordergrund. Der Kleinwagen ist spätestens nach der zweiten S-Kurve vergessen. Eine Nordschleifen-Jahreskarte sollte zum Serienumfang gehören. Für Freunde nüchterner Fakten: 0-100 km/h in 6,2 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 230 km/h, Verbrauch nach WLTP 7,0 Liter Super. Bei dynamischer Gangart schlürft der Kraftbolzen dann eher 10 Liter aus dem nur 40 Liter fassenden Tank. Aber man kann ja auch im Eco-Modus unterwegs sein. Dann lässt sich der WLTP-Wert sogar unterbieten. Spaß macht das allerdings nicht.

Die Ausstattung lässt kaum Wünsche offen

Die gute Ausstattung sollte nicht unerwähnt bleiben. Aber ist Lenkradheizung wichtig, wenn die Patscher eh schweißnass am Volant kleben? Interessieren E-Fensterheber im Fond? Der hintere USB-Anschluss? Sprachsteuerung? Freisprecheinrichtung? Car-Play, Android-Auto? Tempomat? Verschiebbare Mittelarmlehne? Variabler Gepäckraumboden? Smartphone Ablage mit kabelloser Ladefunktion? DAB+ Radio? Navigation? Ja, ja, alles nice to have - aber wo bitte ist die nächste Rundstrecke? Wobei, die Klimaautomatik ist in der Hitze des Kurvengeschlängels sicher hilfreich. Und auch die Voll LED-Scheinwerfer, sollte die Fahrt länger dauern. Die Sitzheizung für die Rückbank ist dagegen wohl eher verzichtbar.

Viel Power braucht Sicherheit

Im i20 N sind Fahrende nicht allein. Zahlreiche Assistenten stehen hilfreich und überwachend zur Seite. VSM (fahrdynamisches Stabilitätsmangement); MCB (Multikollisionsbremse); (LKA (aktiver Spurhalteassistent); DAW (Aufmerksamkeitsasistent); FCA (Frontkollisionswarner inkl. Fußgänger- und Radfahrererkennung); HBA (Fernlichtassistent); Verkehrszeichenerkennung - alles an Bord.

Der i20 N Performance: einfach ein großer Spaß

Ein Polo GTI rollt ab 30.300 Euro an den Start, ein Ford Fiesta ST bereits ab 27.750 Euro. Hyundai hat den I20 N knapp darunter eingepreist. In Sachen Fahrspaß liegt der Koreaner aber gleichauf.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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