Hyundai Grand Santa Fe

4x4-Allroundtalent mit viel Raum und 7 Sitzen

8/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Sieben Sitzplätze
  • Sehr gute Ausstattung
  • Fünf Jahre Garantie
  • Hoher Verbrauch
  • Träges Handling
  • Beschauliche Automatik

48.200 € - 52.600 € Preisklasse

6 Sitze

7 l/100km

Test

Der Hyundai Grand Santa Fe ist ein großes SUV. Den Unterschied zwischen dem Santa Fe und dem Grand Santa Fe machen die zusätzlichen 22 Zentimeter in der Länge aus. Damit überragt die 4,92 Meter messende Langversion von Hyundais SUV Premiumangebote wie BMW X5 und Mercedes GLE.

Durch dieses Vollformat eignet sich das koreanische Dickschiff für große Familien und Leute, die oft viel zu transportieren haben. Menschen reiferen Alters genießen im Grand Santa Fe dagegen den bequemen Einstieg und die hohe Sitzposition, die in Fahrt einen besseren Überblick über das Verkehrsgeschehen gewährt.

Platz besteht im Überfluss. Daraus ergeben sich Vorteile wie ein luftiger Innenraum, ein bis zu 1.842 Liter fassender Kofferraum und auch der größte Vorteil: die wegen der verschiebbaren Rückbank und dem größeren Innenraumvolumen besser als im kürzeren Santa Fe nutzbaren sieben Sitze.

Das Preis-Raum-Verhältnis ist damit so einladend wie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Sportlichkeit und einen niedrigen Verbrauch sollte man von dem Dicken aus Korea trotz des Dieselmotors aber nicht erwarten.

Im Jahr 2016 verpasste Hyundai dem geräumigen SUV ein Facelift und ein Update der Sicherheitstechnik. Die Langversion erhielt einen neuen Grill, einen überarbeiteten Unterfahrschutz, LED-Nebelscheinwerfer, neue Felgen und ein radargestütztes Notbremssystem.

Was der Grand Santa Fe an Sicherheit, Platz, Kofferraum und Ausstattung zu bieten hat und was nicht, das erfahrt Ihr hier.

Der Hyundai Santa Fe misst 4,70 Meter vom Bug bis zum Heck, der Grand Santa Fe 4,92 Meter. Daraus ergibt sich mehr Platz auf den sieben Sitzen und im Kofferraum.

Das Interieur

Den langen Santa Fe, der auch mit seinen 1,70 Meter Höhe und 2,19 Meter Breite über Außenspiegel zu den stattlichen Typen unter den SUVs gehört, erkennt man aus der Seitenansicht an dem breiteren hinteren Türausstieg, dem längeren hinteren Seitenfenster und mehr Platz zwischen den Rädern, denn der Radstand fällt mit 2,80 Meter auch ein paar Zentimeter länger als am Santa Fe aus.

Das schafft Raum. Sogar ganz hinten auf den Plätzen sechs und sieben, denn die mittleren Sitze sind in Längsrichtung verschiebbar. Damit steht, wenn die Mittelbank nach vorne gerückt wird, so viel Platz zur Verfügung, dass man sich auch mal als Erwachsener in die letzte Sitzreihe zwängen kann.

Hier sorgen eine separate Klimaanlage und ein zusätzlicher USB-Port für gutes Klima und gute Konnektivität.

Man kann die Langversion des Santa Fe entweder mit sechs Einzelsitzen oder mit einer eher empfehlenswerten durchgehenden, im Verhältnis 40:20:40 dreigeteilten, verschieb- und neigbaren Sitzbank als Siebensitzer bestellen. Ohne Aufpreis.

In der ersten Sitzreihe fühlt man sich auf den bequemen Sesseln dank 7,2 Zentimeter mehr Beinfreiheit im Vergleich zur kurzen Variante wohl aufgehoben und rasch zuhause. Weil die Instrumente gut ablesbar sind und sich Schalter und Tasten dort finden, wo man es erwartet. Die Verarbeitung wirkt trotz viel Plastik solide.

Der Kofferraum

Ein anderer Grund, warum man in einem großen SUV sitzt, heißt: Kofferraum. Der Gepäckraum ist dreizehn Zentimeter länger und zwei Zentimeter breiter als im Santa Fe und die Heckklappe gibt eine um knapp zwei Zentimeter auf 1,16 Meter Breite gewachsene Öffnung frei.

Der Kofferraum fällt sehr geräumig aus. Das reguläre Gepäckvolumen liegt bei 634 Liter und nach dem Umlegen aller Sitze bei dachhoher Beladung bei 1.842 Liter. Das sind 162 Liter mehr als im Santa Fe. Muss noch mehr transportiert werden, können bis zu 100 kg aufs Dach oder in einen Anhänger mit bis zu zwei Tonnen Gesamtgewicht gepackt werden.

Man fährt im Grand Santa Fe gemütlich und weit vorausschauend. Die hohe Sitzposition ermöglicht einen guten Überblick über das Verkehrsgeschehen.

Das Naturell des Grand Santa Fe ist bedächtig. Die Lenkung arbeitet eher leicht als direkt. Dem schweren Brummer aus Korea ist jeder Anflug von Sportlichkeit fremd.

Das spürt der Fahrer spätestens nach der ersten Kurve oder wenn sich die hohe Karosserie über langen Bodenwellen aufschaukelt. Geht es ins Gelände, hilft der serienmäßige Allradantrieb. Der arbeitet zumeist nur an den Rädern der Vorderachse und schaltet die Hinterräder erst dann zu, wenn die Vorderräder die Straßenhaftung verlieren.

Im „kleinen“ Santa Fe existiert die Wahlmöglichkeit zwischen einem Benziner oder zwei Dieselmotoren sowie einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer Sechsgang-Automatik. In der Langversion gibt es keine Wahl.

Die Diesel

Im Gegensatz zum Santa Fe, den Hyundai auch mit einem 188 PS starken 2,4-Liter-Vierzylinder-Benziner ausstattet, kommt in der Langversion nur Dieselkraftstoff in den 71-Liter-Tank. Ein einziger Dieselmotor, der immer mit einer Sechsgang-Automatik kombiniert wird, steht im Angebot.

Der 2,2-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel bietet dank guter Dämmung eine gute Laufruhe und mit 200 PS Leistung und 440 Newtonmeter Drehmoment gute Kraftreserven.

Um die Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h zu erreichen, benötigt es allerdings Zeit und satt Saft aus dem Tank. In solchen Momenten kommt der Grand mit 7,6 Liter/100 km nicht mehr aus (Werksangabe). Der Verbrauch liegt dann im Bereich von zehn Litern Diesel alle 100 Kilometer.

Die Lust von 0 auf Tempo 100 in 10,3 Sekunden zu hetzen, wird auch von der trägen Wandlerautomatik gedämpft. Deshalb bewegt man den großen Hyundai SUV zumeist so, wie es am besten zu seinem Charakter passt: bedächtig, gemächlich, gemütlich, voraus schauend, sicher.

Seit der 2016er Überarbeitung bietet Hyundai für den Grand Santa Fe eine erweiterte Auswahl von Assistenzsystemen. Zu denen zählen das radargestützte Auffahrwarn- und Notbremssystem, der Toter-Winkel-Warner, das Querverkehrswarnsystem und der adaptive Radartempomat, der die Fahrgeschwindigkeit abhängig zum vorausfahrenden Wagen regelt, was bei langer Autobahnfahrt sehr bequem ist.

Die Mehrzahl der Sicherheitssysteme gehört aber nicht zur Serienausstattung, sondern wird zumeist in recht kostspieligen, aber umfangreichen und daher vom Preis-Leistungs-Verhältnis wieder vorteilhaften Sicherheitspaketen zusammengefasst. Zu denen gehören auch das geniale 360-Grad-Rundumsichtsystem und der Einparkassistent.

Immer ist der Grand Santa Fe mit sieben Airbags (Front-, Seiten-, Vorhangairbags und Knieairbag für den Fahrer), dem ESP, dem Berganfahrassistenten und Bergabfahrassistenten ausgestattet.

Im ADAC-Bremstest kam der Hyundai Santa Fe in seiner 4,70-Meter-Variante nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach unterdurchschnittlichen 38 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Zwischen den zwei Ausstattungslinien Style und Premium, drei Ausstattungspaketen und ein paar wenigen Extras fällt die Entscheidung vor der Bestellung.

Schon im Style stimmt der Style, weil reichlich Ausstattung mit an Bord ist. Hier sind die Sitze mit schwarzem, grauem, beigem oder rotem Leder bezogen.

Ebenso gehören die Sitzheizung (vorne und hinten), die Zwei-Zonen-Klimaautomatik und die Klimaanlage für die dritte Sitzreihe zur Serienausstattung. Zu der zählen auch der Licht- und Regensensor, der Tempomat, das beheizbare Lenkrad und das Soundsystem samt Rückfahrkamera.

Die Soundanlage verfügt über den Digitalradioempfang DAB+, einen CD-Player und Bluetooth. Am Armaturenbrett finden sich die AUX- und USB-Anschlüsse fürs Smartphone und den MP3-Player.

Der Premium ist tatsächlich premium. Das Radio bietet einen fülligeren Klang (zehn statt sechs Lautsprechern), das schlüssellose Start- und Zugangssystem, einen elektrisch einstellbaren Fahrersitz, einen höhenverstellbaren Beifahrersitz und ein Navigationssystem mit 8,0-Zoll-Touchscreen.

Die Heckklappe öffnet sich elektrisch und berührungslos. Das geschieht, sobald der Fahrer mit dem Schlüssel in der Tasche für ein paar Sekunden hinter dem Fahrzeug steht.

Serienmäßig rollen beide Ausstattungslinien auf Breitreifen im 18-Zoll-Format. Optional wird die Premium-Variante auch mit 19-Zoll-Leichtmetallfelgen angeboten.

Zusammenfassung

Der Hyundai Grand Santa Fe ist in vielen Belangen großartig. Bei der Übersicht von oben, im üppigen Platzangebot, mit seinen sieben Sitzen, seinem hohen Alltagsnutzen und der großzügigen Ausstattung. Obendrein gibt es, ganz schön kundenfreundlich, fünf Jahre Garantie.

Dies bieten zu dem Preis nur wenige Konkurrenten. Zu den Schwächen von Hyundais großem SUV zählen der Mangel an Motoralternativen (kein Benziner) und der hohe Verbrauch an Diesel. Damit kann man, wenn es passt, gut leben.

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