Fiat 500 Elektro im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Fiat 500 Elektro werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Neben Pizza und Pasta ist der Fiat 500 wohl der beliebteste Import aus Italien. Der Kleinwagen ist in seiner neuesten Generation nur noch elektrisch zu haben und das auf einer vollkommen neuen Plattform. Den italienischen Charme hat er nicht verloren und das Gefühl alla Dolce Vita versprüht auch weiterhin keiner besser als der Fiat 500.

  • Aufgewerteter Innenraum
  • Elektromotor mit ordentlich Leistung
  • 100 Prozent Wohlfühlfaktor
  • Neu: 3+1-Variante für mehr Flexibilität

Rein aus Vernunftgründen hat wohl noch niemand einen Fiat 500 gekauft, doch die Vernunft hat man nun automatisch mit dabei, denn als E-Auto schont man die Umwelt - was durchaus vernünftig ist. Wer einen Fiat 500 kauft, der tut das meist aus rein emotionalen Gründen und gibt dafür schonmal den ein oder anderen Euro mehr aus oder verzichtet auf Ausstattungsdetails, die in anderen Kleinwagen mit dabei wären. Was ist das Erfolgsgeheimnis des italienischen Flitzers?

Flott, überlegt und musikalisch unterwegs

Wer sich nicht für den Einstiegsmotor mit 95 PS, sondern für die 118 PS Version des 500 entscheidet, kommt in der Stadt gut vorwärts, denn der Motor schiebt ordentlich an. Auf Tempo 50, was für die Stadt durchaus interessant ist, schafft es der Fiat in 3,1 Sekunden, 100 km/h werden in neun Sekunden erreicht. Das sind gute Werte, wenn man bedenkt, dass der 500 Elektro im Vergleich zu seinem klassischen Pendant rund 290 Kilo mehr zu tragen hat, das ist das Gewicht des Akkus.

Damit man Reichweite sparen kann, stehen verschiedene Fahrmodi zur Wahl. Im Standardmodus kommt man schnell und mit italienischem Temperament aus dem Stand weg. Schaltet man in den Range-Modus bleibt das Temperament gleich, doch zusätzlich wird eine Vernunftskomponente angeschalten, die beim Gas wegnehmen eine starke Bremswirkung verursacht, um Energie zu sparen, gleichzeitig aber ein dahingleiten im Verkehr weiterhin möglich macht. Man braucht hier eigentlich gar keine Bremse mehr und hat das Gefühl, lediglich mit einem Pedal zu fahren.

Der Sherpa-Modus ist dann allerdings brachial auf Energie sparen ausgelegt. Hier hat man bei Fiat vor allem Menschen im Blick, die ein wenig zu spät auf die Tankanzeige geschaut haben. Um ein Stehenbleiben zu vermeiden, schaltet man in den Sherpa-Modus. Alle Energiefresser wie Klimaanlage und Heizung werden abgeschalten und der 500 läuft sozusagen nur noch mit dem Nötigsten, um alle Mitfahrenden ohne liegen zu bleiben, ans Ziel zu bringen.

Wo bleibt nun aber das Musikalische? Fiat hat sich überlegt, dass es doch etwas Stilvolleres zur Warnung der zu Fuß Gehenden bis 20 km/h geben muss, als die klassischen Warngeräusche. Deshalb hört man die Titelmelodie aus dem Film "Amarcord" von Federico Fellini, wenn sich einem der Fiat 500 Elektro nähert. Hier merkt man die Liebe zur Kunst.

Überraschung im Innenraum

Wer einen Fiat 500 der letzten Generation gefahren ist, wird wissen, dass die Qualität eines der Dinge ist, bei der man als Fiat 500-Besitzende:r ein Auge zudrücken muss. Viel Plastik und wenig hochwertige Materialien waren der Normalfall, genauso wie kaum vorhandene Assistenz- und Sicherheitssysteme.

Mit der neuen Plattform und der Umgestaltung zum Elektroauto hat man sich bei Fiat erfreulicherweise dieser Probleme angenommen. Wir sind positiv überrascht, jetzt in den Innenraum des 500 Elektro zu blicken und dort Öko-Leder und Recycling-Materialien auf wirklich gutem Niveau zu sehen. Der Innenraum wurde stark verbessert, am Armaturenbrett finden sich nur noch wenige Tasten.

Jetzt bekommt man einen vollständig konfigurierbaren 10,25-Zoll-Infotainmentbildschirm und die Möglichkeit, zwei Smartphones gleichzeitig zu koppeln. In Sachen Assistenzsysteme hat man sich mehr als 100 Prozent verbessert. Eine Fernlichtautomatik, eine Rückfahrkamera, Abstandstempomat und Fußgänger- und Fahrraderkennung sind einige Systeme, die man nun erhält. Auch, wenn nicht alles serienmäßig verbaut ist, man hat nun wenigstens die Möglichkeit all die Extras hinzuzukaufen. Das hat das alte Modell gar nicht zu bieten gehabt.

Warten und kuscheln

Der Fiat 500 Elektro ist ein wenig größer geworden, trotzdem bleibt es vor allem auf der Rückbank wie beim Vorgängermodell eng. Groß gewachsen sollte man als Mitfahrer:in im Fiat 500 Elektro nicht sein, denn auch wenn man aufgrund der gewachsenen Breite mehr Schulterfreiheit hat - für die Beine steht weiterhin nur geringfügiger Platz zur Verfügung.

Kuschelig bleibt es auch im Kofferraum, denn mit einem Volumen von 185 Litern wird es auch dort eng. Entweder, man verzichtet im Kurzurlaub auf das ein oder andere Kleidungsstück, oder man wendet seine Tetriskünste an und nutzt auch noch den letzten Zentimeter Gepäckraum aus. Klappt man die Rückbank um, sind 550 Liter verfügbar, was zu zweit ausreichen sollte.

Ist dem 500 Elektro mal der Saft ausgegangen, kann man es sich hinter dem Steuer so richtig bequem und kuschelig machen, denn das Laden dauert seine Zeit. Hat man eine 11 kW-Lademöglichkeit zur Verfügung, muss man sich immer noch etwas mehr als vier Stunden gedulden, an der Haushaltssteckdose dauert der Ladevorgang sogar 15 Stunden. Doch der 500 Elektro ist auch mit einer Schnelllademöglichkeit ausgestattet. Lädt man mit 85 kW Gleichstrom, dauert es nur 35 Minuten, und der Akku ist wieder so gut wie voll.

Mini-Tür für die Familie

Ein Kleinstwagen wie der Fiat 500 ist einfach von Grund auf nicht das praktischste Gefährt und kommt vor allem im Einsatz als Familienauto an seine Grenzen. Das kann man in Italien natürlich nicht so stehen lassen, denn dort ist die la familia die numero uno. Deshalb hat man sich neben Limousine und Cabrio für eine dritte Karosserievariante, den Fiat 3+1, entschieden.

Alle Abmessungen bleiben gleich, allerdings bekommt man auf der Beifahrerseite eine kleine aber feine Tür zusätzlich, die sich gegenläufig öffnen lässt und das Einsteigen in den Fond oder das Anbringen eines Kindersitzes erleichtern soll. Das bedeutet, es wird auf der Beifahrerseite ein- und ausgestiegen und Beulen am Kopf und Verrenkungen im Rücken sollen so der Vergangenheit angehören.

Ob sich der 3+1 bei den Fans durchsetzen kann, werden wir sehen. Jede Menge Aufmerksamkeit und ein Alleinstellungsmerkmal hat der Fiat 500 Elektro aber auf jeden Fall schon sicher.

Ein Auto fürs Herz

Egal ob man ihn für unsinnig, zu teuer, unnötig oder zu klein hält - irgendwie muss man den 500 Elektro dennoch mögen. Er ist mitreißend, sympathisch und modern, das kann man auch als Knutschkugel-Gegner:in nicht leugnen. Fiat hat es geschafft, über Jahrzehnte ein Auto am Leben zu erhalten, ohne eine Retro-Version zu entwickeln. Der aktuelle Fiat 500 Elektro ist mehr eine Evolution des ersten Modells als eine Neuauflage, die so sein will wie sein Vorbild.

/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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