Cupra Leon Sportstourer e-HYBRID im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Cupra Leon Sportstourer e-HYBRID werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Den Leon Sportstourer Plug-in-Hybrid gibt es als Seat auch in brav, aber ist die Sportversion, der Cupra Leon Sportstourer Plug-in-Hybrid mit seinem 204 oder 245 PS starken Motorenduo viel sportlicher, wie es zur Emotionalität von Seats Sportlabel Cupra passt? Der Cupra Hybrid verspricht Fahrspaß und Effizienz. Geht das?

  • Plug-in-Hybrid: Wer lädt, spart
  • Platzangebot. Besonders im Fond reichlich
  • Bedienung: Mit Schwächen
  • Garantie: Nur 2 Jahre

Der Leon Kombi von Seat ist moderat motorisiert. Die Benzin- und Dieselmotoren der 2020 präsentierten zweiten Generation des Leon ST leisten maximal 150 PS. Als Plug-in-Hybrid kommt eine 204 PS starke Kombination aus Benziner und E-Motor zum Einsatz. Mehr Leistung gibt es im Seat nicht.

Von dieser Motorenpolitik muss sich Seats Sportmarke Cupra absetzen. Mit dem bis zu 310 PS starken, lebendigen 2,0-Liter-Turbobenziner und dem Allradantrieb 4Drive gelingt das, aber auch mit dem 245 PS starken Plug-in-Hybrid mit Sparattitüde im Cupra Leon Sportstourer e-Hybrid?

Cupra Kombi mit Stecker

Der Antriebsstrang ist der des VW Golf GTE und Passat GTE. Der 150 PS leistende 1,4-Liter-Turbomotor wird von einem 115 PS leistenden Elektromotor beim Beschleunigen und Sparen unterstützt.

Mit 400 Newtonmeter Drehmoment baut das Motorenduo ordentlich Kraft auf, die über das 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das auch mit den Schaltwippen am Sportlenkrad manuell bedient werden kann, kanalisiert wird und über die Vorderräder auf den Asphalt gelangt.

Mit wenig Durst, wenn man regelmäßig lädt und die von Cupra angegebene elektrische Reichweite von 67 bis 70 Kilometern, aus der in der Praxis eher 35 bis 50 Kilometer werden, häufig nutzt. Dann kann man sich der auf dem Prüfstand gemessenen Werksangabe von 1,2 bis 1,4 Liter Super zumindest annähern.

Rein elektrisches Fahren, das vom Sound aus den Lautsprechern untermalt wird, macht die Fahrt am sparsamsten, das mögliche Aufladen des Akkus durch den Benziner während der Fahrt unter dem Umweltaspekt jedoch nicht wirklich Sinn.

Sinnvoll kann es aber sein, die Battery-Save-Funktion im Cupra Leon Plug-in-Hybrid zu aktivieren, die die Ladung im Akku für später aufspart, sodass man mit der zwischengespeicherten elektrischen Energie emissionsfrei und lautlos am Ziel ankommen kann.

Geladen wird der 12,8-kWh-Akku innerhalb von fünf oder dreieinhalb Stunden am Haushaltsstecker mit 2,3 kWh oder an der Wallbox mit 3,6 kWh. Für Kurzstreckenfahrende mit Lademöglichkeit zuhause oder am Arbeitsplatz ist der Cupra Kombi mit dem Stecker also ein idealer Partner.

Auf der Autobahn, wo der Cupra mit maximal 130 km/h rein elektrisch fährt, sind die Vorteile des Plug-in-Hybrid weniger zu spüren. Kommt der Vierzylinderturbo öfter zum Einsatz, sollte man mit einem Verbrauch von sechs bis acht Litern Super alle 100 Kilometer rechnen, die aus dem 40 Liter großen Tank des Cupra Leon Sportstourer Plug-in-Hybrid abfließen.

Der Gasfuß macht die Musik

Wie stark man spart, hängt also sehr stark auch von den Fahrbedingungen und der eigenen Fahrweise – so ist das auch im Plug-in-Hybrid – ab. Nutzt man das volle Potential des Cupra Plug-in-Hybrid, der 225 km/h läuft und seine 1,7 Tonnen in 7,0 Sekunden von auf 100 km/h beschleunigt, oder fährt man im sportlichen Cupra-Modus, steigt der Spritkonsum. Das gilt sowohl für die 204-PS-Maschine als auch für die 245-PS-Maschine.

Optisch sportlicher

Im Vergleich zum Seat Leon Sportstourer e-Hybrid mit 204 PS hat die Sportlichkeit des Cupra Leon Sportstourer Plug-in-Hybrid vor allem mit der Optik und der Fahrwerksabstimmung zu tun. Die markant gezeichnete Front des Leon wirkt mit der dominanteren Frontschürze und den vergrößerten Lufteinlässen aggressiver.

Aus der Seitenperspektive fallen die tieferen Schwellerleisten und die Sportbremsanlage vom italienischen Bremsenprofi Brembo hinter den dunklen Chromfelgen ins Auge. Am Heck endet der Cupra Kombi mit dem durchgehenden Leuchtenband so gekonnt wie der Leon Kombi von Seat.

Typisch starker Frontantrieb

Auf dem sportlichen Schalensitz hinter dem gut in der Hand liegenden Cupra Sportlenkrad fühlt man, wie sensibel und gefällig die Lenkung einlenkt. Allerdings spürt man bei viel Gas auch, wie die Räder an der Lenkung zerren. Typisch starker Frontantrieb. In solchen Momenten würde die Kraft mit einem Allradantrieb souveräner auf die Straße gelangen. Der 310 PS starke Cupra Leon Sportstourer VZ 4Drive macht es vor.

Mit dem serienmäßigen adaptiven Dämpfersystem regelt man den Komfort. Selbst im Cupra-Modus bleibt noch eine angenehme Portion davon übrig. So hart und trocken wie die ersten Cupra Modelle, die noch unter dem Label Seat antraten, rollt der Leon Kombi von Cupra heute nicht mehr ab. Wen wundert es, mit dem Kombiheck besitzt er auch als Cupra einen Familien- und Transportauftrag.

Neue Technik, weniger Platz

Beides erfüllt sich im Cupra Leon ST auch mit Plug-in-Hybridantrieb. Aber mit weniger Platz im Gepäckraum als in den Benzinern. Der reduziert sich, weil die Infrastruktur des E-Motors Platz kostet, von 620 auf 470 Liter. Damit geht hinten weniger hinein, aber immer noch deutlich mehr als im Cupra Leon mit Steilheck, der im Kofferraum lediglich 270 bis 1.191 Liter aufnimmt.

Maximal sind es im Leon ST, wenn die hinteren Sitzlehnen flach gelegt wurden, 1.450 Liter im Gepäckraum. Der lässt sich zudem über die tiefere Ladekante und die breitere Ladeöffnung bequemer bepacken. Nur eine verschiebbare Rückbank, mit der sich die Ladefläche oder die Beinfreiheit auf der Rückbank ausbauen ließe, hat der Cupra wie sein Seat-Pendant nicht mit an Bord.

Dass die zweite Generation des Leon Kombi im Vergleich zum Vormodell um etwa 10 Zentimeter in der Länge zulegte, kommt auch dem Sitzen im Cupra zugute.

Vor dem Einstieg empfängt der Cupra seinen Fahrer oder seine Fahrerin mit dem seitlich vom Fahrzeug auf den Boden projizierten Cupra-Logo. Hinter den Sportsitzen geht es luftig zu. Der 4,66 Meter lange Leon Sportkombi bietet hier hinten erheblich mehr Platz als die Steilheckvariante.

Die Fensterlinie verläuft im Leon Kombi allerdings schmal und das Dach tief, was man besonders im Fondbereich spürt – mehr dazu in den technischen Daten.

Aber sicher

Die Fahrassistenzausstattung hat mit Volkswagens MQB Evo-Konzernplattform auch im Leon gewonnen. Das bemerkt man in Fahrt. Der Spurhalteassistent greift sanft und nicht nervend in die Lenkung ein. Die Verkehrsschilderkennung erkennt nicht nur das aktuelle, sondern bereits das kommende Tempolimit. Und auch beim rückwärts fahren fällt auf, dass der Cupra Leon Kombi mit den schlanken C-Säulen hinten herum relativ übersichtlich ausfällt.

Weniger Schalter, mehr Touch

Was das Infotainment angeht, ist der 2021 präsentierte Cupra auf dem neuesten Stand. Das bedeutet weniger Schalter und mehr Ge-touche auf dem 10 Zoll großen Touchscreen.

An der Ablesbarkeit des Mittelbildschirms und des brillanten Digitalinstruments, dessen Anzeigen sich in verschiedenen Ansichten konfigurieren lassen, gibt es im Cupra Leon nichts auszusetzen, an der Bedienung schon.

Das Einstellen der Klimaanlage und der Sitzheizung geschieht weitgehend nicht mehr über Schalter, sondern über den Touchscreen. Das erfordert mehr Konzentration als ein konventioneller Schalterdruck und lenkt den Blick länger vom Verkehr ab. Und man fragt sich bei diesem Bedienkonzept, warum zwei Bedienschritte besser sein sollen als einer mit dem Schalter?

Der VW Golf 8 lieferte das Vorbild für das neue, „moderne“ Bediensystem. Stören muss es nicht. Auch mit dem Sprachassistenten lässt sich die Einstellung der Temperatur oder des Radiosenders erledigen.

Und auch multimedial geht im Cupra fast alles, was heute multimedial so geht. Surfen im Netz über die Connect Online-Dienste, 3D-Navigieren mit der Landkarte direkt hinter dem Lenkrad, induktives Laden des Smartphone… Beinahe zu den Selbstverständlichkeiten in einem modernen Auto wie dem Leon gehören heute das Digitalradio (DAB+) und die Smartphone-Einbindung über Apple CarPlay oder Android Auto.

Im Cupra serviert das System der Fahrerin oder dem Fahrer auch noch Performance-Infos aufs Display wie das anliegende Drehmoment, die aktuelle Leistung, die gerade wirkenden g-Kräfte und den Ladedruck des Turboladers. Das braucht man nicht unbedingt, aber es macht mehr Laune – wie der Cupra.

Sport für die Familie

Der Cupra Leon Sportstourer Plug-in-Hybrid, der mit 38.600 Euro einen fast doppelt so hohen Preis wie der Seat Leon Kombi mit dem 1,0-Liter-Einstiegsmotor hat, ist ein Sportler mit Familiensinn, aber kein kompromissloser.

Der Kombi Plug-in-Hybrid bietet, obwohl er im Kofferraumvolumen abbaut, gute Platzverhältnisse und einen starken Motor. Die 245-PS-Variante des Motors ist eine Empfehlung wert. Ihr Preis liegt nur 1.500 Euro über dem Preis der Variante mit 204 PS.

Und final darf davon die Umweltprämie von 6.750 Euro in Abzug gebracht werden, was bei den 245 bis 310 PS starken Benzinern nicht der Fall ist. Das macht den Plug-in-Hybrid für viele zum Favoriten im Motorraum des Cupra Leon Sportstourer.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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