BYD Atto 2 DM-i Testbericht

Mit bis zu 1.000 Kilometer Reichweite ist der BYD Atto 2 DM-i als effizienter Plug-in-Hybrid eine echte Alternative zum Elektro-Pendant, dem Atto 2.

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Wow-Wertung
8/10
Zuletzt aktualisiert am: 14/08/2026
Andreas Heise
Senior Online-Redakteur Test

Was gut ist

  • Hohe kombinierte Reichweite
  • Reichlich Ausstattung
  • Hoher Fahrkomfort

Was nicht so gut ist

  • Niedrige Ladeleistung
  • Viel Touch-Bedienung
  • Kleine Kofferraumöffnung

BYD Atto 2 DM-i: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Unser Fazit zum BYD Atto 2 DM-i

Der BYD Atto 2 DM-i bringt eine spannende Mischung aus effizienter Hybridtechnologie und praktischen Features in das Kompakt-SUV-Segment. Mit einer Gesamtreichweite von bis zu 1.000 km (je nach Batteriegröße) und der Möglichkeit, bis zu 90 km rein elektrisch zu fahren, bietet der Atto 2 DM-i hohe Flexibilität. Im Fahrbetrieb profitierst du vom direkten Ansprechverhalten des Elektromotors.

Der BYD Atto 2 DM-i ist als Plug-in-Hybrid eine Rarität im Kompakt-SUV-Segment

Modell Active startet bei 35.990 Euro

Mit einem Einstiegspreis von 35.990 Euro für die Active-Version und 38.990 Euro für die Boost-Version bietet der Atto 2 DM-i ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis. Besonders hervorzuheben ist die umfangreiche Serienausstattung, die bereits in der Basisversion LED-Scheinwerfer, ein digitales Cockpit und eine Rückfahrkamera umfasst. Für 3.000 Euro mehr in der Boost-Variante erhält man eine größere Batterie, mehr Leistung und zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie das Panoramadach und die 360-Grad-Kamera. Angesichts der gebotenen Reichweite und der Effizienz ist der Preis für ein Hybrid-SUV dieser Klasse durchaus gerechtfertigt.

Der Atto 2 DM-i bietet im Kofferraum ein Volumen von 425 Litern, das sich durch Umklappen der Rücksitze auf bis zu 1.335 Liter erweitern lässt. Damit bietet das SUV ausreichend Platz für Familien und Alltagseinkäufe. Die hohe Ladekante und die schmale Kofferraumöffnung trüben den Gesamteindruck ein wenig.

Der Atto 2 DM-i kombiniert einen 1,5-Liter-Benzinmotor mit einem Elektromotor. In der Boost-Variante bietet das System eine Gesamtleistung von 156 kW/212 PS - das schwächere Active-Modell kommt auf 122 kW/166 PS. Der Verbrenner wird hauptsächlich zur Aufladung des Akkus genutzt, wodurch der Atto 2 DM-i oft rein elektrisch dahinrollt, gut für Verbrauch und Komfort.

Wie viel kostet der BYD Atto 2 DM-i?

Mit einem Startpreis von 35.990 Euro für das Basis-Modell Active fällt der Einstieg vergleichsweise attraktiv aus. Die von uns gefahrene Boost-Variante schlägt mit 38.990 Euro zu Buche.

Leistung und Fahrkomfort

Der BYD Atto 2 DM-i bietet zwei Antriebsoptionen: den Active mit 166 PS (122 kW) und den Boost mit 212 PS (156 kW). Für die meisten dürfte die Boost-Version mit mehr Leistung und der größeren Batterie die bessere Wahl sein. Sie beschleunigt in nur 7,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und bietet eine höhere elektrische Reichweite von bis zu 90 Kilometern im reinen EV-Modus. Das sorgt für mehr Flexibilität und ermöglicht längere Fahrten ohne den Verbrenner.

Fahrwerk und Lenkung des BYD Atto 2 DM-i Boost hinterließen auf unserer Testfahrt einen stimmigen Eindruck. Die Abstimmung des Fahrwerks ist komfortabel, fällt aber keineswegs zu weich aus. Der Antritt ist kräftig und steht sofort zur Verfügung. Gerade beim Anfahren und im Stadtverkehr wirkt das Auto durch den Elektromotor extrem spritzig.

Die Active-Variante mit 166 PS und 40 Kilometern rein elektrischer Reichweite reicht für den urbanen Gebrauch aus, kann aber auf längeren Strecken weniger effizient sein. Nach 9,1 Sekunden ist Landstraßentempo erreicht.

Mit einem Leergewicht von 1.510 kg (Active) bzw. 1.620 kg (Boost) zählt der Atto 2 zu den leichteren Fahrzeugen im Segment, was sich positiv auf die Fahrdynamik auswirkt.

Leise im Elektromodus, relativ laut auf der Autobahn

Die Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h gilt für beide Versionen und ist für den Alltag mehr als ausreichend, auch auf der Autobahn. Der Atto 2 DM-i ist in vielen Fahrsituationen im EV-Modus unterwegs und der Verbrenner schaltet sich nur dann zu, wenn mehr Leistung benötigt wird. Das macht den Wagen im Stadtverkehr besonders angenehm und leise. Die Rekuperation lässt sich in zwei Stufen einstellen. Selbst in der höchsten Stufe verzögert das Fahrzeug nicht besonders kräftig und kommt damit nicht an die Rekuperation eines reinen Elektromodells heran.

Auf der Autobahn zeigte der Antrieb eine Schwäche. Ab 120, 130 km/h wirkt der Verbrennungsmotor akustisch relativ angestrengt. Als würde man mit hoher Drehzahl fahren und vergessen, den nächsthöheren Gang einzulegen. Wer mit dem BYD viel Autobahn fahren will, der sollte womöglich vorher einmal eine Probefahrt machen.

Kofferraum, Platz und Praxistauglichkeit

Der BYD Atto 2 DM‑i verfügt über einen ordentlich bemessenen Kofferraum. 425 Liter sind es bei aufrechter Rücksitzbank. Sie reichen gut für Einkauf, Kinderwagen oder zwei große Reisetaschen. Für längere Fahrten oder größere Einkäufe bringt die umklappbare Rücksitzbank Flexibilität, denn dann steigt das Volumen auf 1.335 Liter.

Und was kann die Konkurrenz? Im Vergleich zu einem 4 cm längeren VW T-Roc fällt der Atto 2 DM‑i nur leicht zurück — der T‑Roc bietet maximal 475 Liter, bei umgelegter Rückbank 1.350 Liter. Fairerweise muss dazugesagt werden, dass wir an dieser Stelle vom Mildhybrid-T-Roc sprechen, der eine deutlich kleinere Hochvoltbatterie unterbringen muss.

Der Kofferraum des Atto 2 DM-i ist aber nicht ganz frei von Schwächen. Die relativ hohe Ladekante zusammen mit dem vergleichsweise schmalen Zugang erschwert das Be- und Entladen, insbesondere bei schwereren oder unhandlichen Gegenständen. Auch ist der Kofferraumboden nach dem Umklappen der Rücksitze nicht vollständig eben. Das führt zu einer leichten Kante und kann beim Verladen stören.

Punkte sammelt der BYD durch Staufächer an den Seiten und einen doppelten Ladeboden, unter dem sogar zwei Ladekabel Platz finden. Einen Frunk unter der Fronthaube gibt es nicht, da dort der Benzinmotor sitzt.

Mit dem Radstand von 2,62 Metern bietet das SUV überraschend gute Platzverhältnisse auf der Rückbank - auch größere Erwachsene finden ausreichende Beinfreiheit. Erst ab etwa 1,90 Metern Körpergröße könnte es am Kopf und an den Beinen enger werden. Das Panoramadach des Boost-Modells sorgt zudem für viel Licht auf den hinteren Plätzen. In den Rückseiten der Vordersitze befinden sich Aufbewahrungstaschen, zudem stehen den Mitfahrern hinten zwei USB-C-Anschlüsse zur Verfügung. Die Türfächer fallen vorne wie hinten aber recht klein aus.

Für wen eignet sich der BYD Atto 2 DM-i?

Der Atto 2 DM-i passt gut für kleine oder mittelgroße Familien, Pendler, Singles mit regelmäßigen Einkaufsfahrten oder Menschen, die gelegentlich längere Strecken oder Reisen planen. Wer häufig innerstädtisch unterwegs ist, profitiert von der kompakten Größe und Wendigkeit - und wenn mal Platz gebraucht wird, liefert der variabel nutzbare Kofferraum ausreichend Stauraum. Auch ist Reichweiten-Angst im Plug-in-Hybrid kein Thema.

Innenraum, Infotainment und Ausstattung

Das Infotainment-System des BYD Atto 2 DM-i besteht serienmäßig aus einem 12,8 Zoll großen Touchscreen, der zentral im Armaturenbrett sitzt. Über den Bildschirm lassen sich alle wichtigen Funktionen wie Klimaanlage, Fahrmodi und Lautstärke steuern. Eine eigene Bedienleiste für die Klimaanlage fehlt also, die Temperatur und Lüftungsintensität musst du über den Touchscreen einstellen.

Eine weitere Bedienmöglichkeit im Fahrzeug ist die intergierte Sprachsteuerung. Sie bereitete im Test Probleme und erkannte nach der Aktivierung am Lenkrad keine Befehle. Kann am BYD-Infotainmentsystem, aber auch am an der Google-Assistant-Schnittstelle bzw. der Smartphone-Kopplung gelegen haben.

Das Infotainment umfasst ohne Aufpreis auch eine Smartphone-Integration mittels Apple CarPlay und Android Auto. Das mittige Display wird durch ein weiteres digitales Instrumentenfeld (8,8 Zoll) hinter dem Lenkrad ergänzt, das alle relevanten Fahrdaten anzeigt. Positiv fällt das Lenkrad auf: Es ist nicht überfrachtet, liegt gut in der Hand und bietet zwei praktische Drehwalzen.

Ansprechender Innenraum mit praktischen Details

Der Innenraum des Atto 2 DM-i gefällt durch ein ansprechenden Design. Kunstleder und hochwertiger Kunststoff sorgen für eine wertige Anmutung, Gut gelöst ist die Mittelkonsole. Sie bietet zwei Handy-Ablagen – eine davon mit induktiver 50-Watt-Ladefunktion und Kühlung. In die Getränkehalter passen sogar größere 0,75-Liter-Flaschen. Darunter befindet sich ein verstecktes Ablagefach mit 12-Volt-Anschluss.

Die sportlich ausgeformten Sitze mit deutlichen Seitenwangen und gelben Kontrastnähten werten den Innenraum optisch auf. Eine Sitzbelüftung ist zwar nicht an Bord, dafür gehört eine Heizung für die Vordersitze und das Lenkrad zur Boost-Serienausstattung.

Ausstattungsvariante Active oder Boost

Der Atto 2 DM-i ist in zwei Ausstattungsvarianten erhältlich: Active und Boost. Die Active-Version bietet bereits eine umfangreiche Grundausstattung mit 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten, elektrisch verstellbaren Seitenspiegeln, Regensensor und vier USB-Typ-C-Ladeanschlüssen. Auch Parksensoren hinten und eine Rückfahrkamera sind serienmäßig.

Die Boost-Variante bietet zusätzliche Features wie 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, eine 360-Grad-Kamera, beheizbare und elektrisch verstellbare Vordersitze, ein Panoramadach und eine Vehicle-to-Load-Funktion (V2L), mit dem der Atto 2 externe Geräte mit Strom versorgen kann. Eine kabellose Smartphone-Ladefläche darf natürlich auch nicht fehlen. Die Ausstattung ist umfangreich und erfüllt auch gehobene Ansprüche, ohne zu übertreiben. Eine elektrische Heckklappe sucht man allerdings vergebens, was etwas schade ist.

Wie viel verbraucht der BYD Atto 2 DM-i?

BYD nennt für den Atto 2 DM-i in der Boost-Version (18-kWh-Batterie) einen Benzinverbrauch von 5,0 l/100 km und einen Stromverbrauch von 15,8 kWh/100 km – beides WLTP kombiniert. Der Bordcomputer des Testwagens zeigte für die bisher gefahrenen knapp über 3.800 Kilometer einen Durchschnittsverbrauch von 5,8 l/100 und 0,3 kWh/100 km an. 

Der niedrige Stromverbrauch liegt zum einen darin, dass der 1,5-Liter-Benzinmotor während der Fahrt als Generator Strom erzeugt und das in die Rechnung einfließt. Zum anderen wurde der Testwagen wohl nur selten mit voll geladener Batterie im rein elektrischen EV-Modus bewegt.

Der Vollständigkeit halber: Die Einstiegsvariante Active mit einer 7,8-kWh-Batterie an Bord hat offiziell einen etwas höheren Verbrauch. 5,1 Liter Benzin fließen auf 100 Kilometer in die Brennräume, der Stromverbrauch ist mit 16,8 kWh/100 km angegeben.

40 oder 90 Kilometer rein elektrisch

Die elektrische Reichweite der beiden Varianten unterscheidet sich deutlich: Die Active-Version fährt offiziell 40 km rein elektrisch, während die Boost-Variante bis zu 90 km im Elektromodus schafft. Mit einem vollen Akku und Tank erreichen beide Versionen eine hohe kombinierte Reichweite. Der Active soll rund 930 km schaffen, der Boost liegt mit 1.000 km nochmal darüber. Der Borcomputer des Boost-Testwagens gab angesichts des bisherigen Verbrauchs 960 Kilometer an.

In der Praxis hängt der tatsächliche Verbrauch stark von der Fahrweise und der Ladegewohnheit ab. Wer häufig lädt und kürzere Strecken fährt, profitiert deutlich von der Effizienz des Plug-in-Hybrid-Systems.

Eine Schwäche des BYD Atto 2 DM-i sollte nicht unerwähnt bleiben: Während andere Plug-in-Hybride auch DC-Schnellladen zulassen, ist beim chinesischen Kompakt-SUV nur das langsamere AC-Laden möglich. Der Active lädt mit maximal 3,3 kW und benötigt 2 Stunden 42 Minuten von 15 auf 100 Prozent, der Boost schafft mit 6,6 kW deutlich mehr. Angesichts des deutlichen größeren Akkus braucht aber auch das Top-Modell 3 Stunden 6 Minuten (15-100%).

Sicherheit und Assistenzsysteme

Für den BYD Atto 2 DM-i liegt noch kein Euro-NCAP-Crashtestergebnis vor. Andere BYD-Modelle wie der Atto 3 oder der Seal U erreichten zuletzt jeweils die Bestwertung von 5 Sternen.

Die Einstiegsversion Active ist genauso wie das teurere Modell Boost mit Airbags für Fahrer:in und Beifahrer:in, vorderen Seitenairbags sowie durchgehenden Kopfairbags ausgestattet. Zusätzlich bietet das Fahrzeug zahlreiche Fahrerassistenzsysteme, darunter z. B. ein Fahrerüberwachungssystem, eine adaptive und intelligente Geschwindigkeitsregelung und eine intelligente Geschwindigkeitsbegrenzungsanzeige.

Als sehr nützlich erwies sich in unserem Test z. B. die Ausstiegswarnung. Sie warnte im Stadtverkehr effektiv vor potenziell gefährlichen Situationen. Auch der intelligente Tempomat, der das Lenken, Bremsen und Abstandhalten übernimmt, arbeitete zuverlässig. Abzüge gibt es für den Aufmerksamkeitsassistenten, der teilweise recht empfindlich und nervig agiert. Immerhin lassen sich die Systeme bei Bedarf im Menü deaktivieren.

Bekannte Probleme und Rückrufe

Die lange Garantiezeit für BYD-Modelle gibt Käufer:innen zusätzlich Sicherheit. Nicht unbedeutend bei einer Marke, die erst Fuß fasst auf dem deutschen Markt. Beträgt die Herstellergarantie bei anderen Marken teils nur zwei Jahre, gilt für den Atto 2 DM-i eine 6-jährige Herstellergarantie. Die Garantie für den Antriebsstrang und die Batterie beträgt 8 Jahre.

Ob der BYD Atto 2 DM-i von Rückrufen betroffen ist/war, kannst du über die Rückrufdatenbank des Kraftbundesamts (KBA) herausfinden.

BYD Atto 2 DM-i FAQs

Der BYD Atto 2 DM-i ist in Europa ab Anfang 2026 erhältlich.

Der Einstiegspreis für den BYD Atto 2 DM-i liegt bei 35.990 Euro.

Der BYD Atto 2 DM-i ist ein Kompakt-SUV und hat eine Länge von 4,33 Metern. Das Modell ist 1,83 Meter breit und 1,68 Meter hoch.

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