Dein Weg zum neuen Auto
Tesla Model 3 trifft 80er-Jahre: Wir haben uns vorgestellt, wie die Elektro-Limousine als klassischer Benziner mit digitalem Cockpit, Retro-Design und viel Zukunftsflair ausgesehen hätte.
Wir lieben es, legendäre Autos aus der Vergangenheit in die Gegenwart zurück zu holen: Wir stellen sie uns neu vor – elektrisch, modernisiert und mit zeitgemäßer Technik. Doch dieses Mal wollten wir es mal genau umgekehrt machen. Was wäre, wenn ein Auto von heute, mit wenig eigener Historie, schon vor vier Jahrzehnten existiert hätte? Wie hätte ein Designer der 80er-Jahre das Tesla Model 3 gezeichnet?
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Genau das haben wir ausprobiert. Wir haben das Model 3 genommen, es durch die Designbrille der 1980er-Jahre betrachtet und daraus dieses fiktive Retro-Modell entwickelt.
Das Tesla Model 3 wurde 2017 vorgestellt und ist eines der bekanntesten Elektroautos unserer Zeit. In den 1980er-Jahren gab es Tesla in dieser Form aber natürlich noch nicht. Doch was wäre, wenn die Marke schon damals eine kompakte, futuristische Limousine auf den Markt gebracht hätte? Was ihr jetzt seht, ist eine fantasievolle und bewusst mit einem Augenzwinkern erstellte Rekonstruktion eines Tesla Model 3 aus der Ära von Musikkassetten, Schulterpolstern und Digitaluhren.

Für unser Retro-Render haben unsere Fantasie und die KI zusammengearbeitet. Die technischen Daten sind frei erfunden, die Bezüge zu echten Autos und Technologien jener Zeit dagegen nicht. Und weil wir das Model 3 wirklich in die 80er-Jahre zurückversetzen wollten, haben wir sein wichtigstes Merkmal gestrichen: den Elektroantrieb. Statt Elektromotor und Akku gibt es hier also einen klassischen Verbrennungsmotor. Denn vor 40 Jahren sah die Technik nun einmal anders aus.
Das Experiment: eine Zeitreise rückwärts
Normalerweise läuft es genau andersherum. Seit Jahren holt die Autoindustrie legendäre Modelle aus der Vergangenheit zurück und macht sie fit für die Gegenwart. Renault hat das mit dem R5, dem R4 und dem elektrischen Twingo gemacht, Fiat brachte den 500 im Jahr 2007 zurück, Mini und Käfer wurden von BMW und Volkswagen neu interpretiert, und Ford setzte beim Bronco voll auf Nostalgie.
Es gibt sogar neue Autos, die von Anfang an bewusst rückwärtsgewandt gestaltet sind. Der Hyundai Ioniq 5 mit seinen pixeligen Leuchten erinnert klar an den Pony, den Giorgetto Giugiaro in den 70er-Jahren entwarf. All diese Beispiele funktionieren aber nach demselben Prinzip: Die Vergangenheit wird in die Gegenwart geholt. Wir drehen den Spieß um.
Warum ausgerechnet das Model 3? Weil es dafür der perfekte Kandidat ist. Tesla ist eine Marke des 21. Jahrhunderts, ohne eigene 80er-Jahre-Vorlage und ohne die emotionale Last eines alten Klassikers. Das Model 3 ist in dieser Hinsicht ein unbeschriebenes Blatt. Genau deshalb ist das Experiment so spannend: Was bleibt von seiner Persönlichkeit übrig, wenn man moderne Technik entfernt und das Auto 40 Jahre zurückschickt?

Was machte ein Auto der 80er-Jahre aus?
Bevor man so ein Auto erfindet, muss man verstehen, was ein Fahrzeug aus diesem Jahrzehnt ausmachte. Das Design der 80er-Jahre war sehr eigenständig – und es war kein Zufall. Es spiegelte Fertigungstechniken, Modetrends und eine völlig andere Vorstellung von Luxus wider.
Außen bestimmten Lineal und Geodreieck das Bild. Autos hatten klare Linien, kantige Flächen und oft eine keilförmige Silhouette. Weiche Rundungen oder organische Aerodynamik spielten kaum eine Rolle. Je kantiger ein Auto aussah, desto moderner wirkte es.
Typisch waren rechteckige Scheinwerfer oder, wenn es besonders auffällig sein sollte, Klappscheinwerfer. Dazu kamen große schwarze Kunststoffstoßfänger, breite Zierleisten und kleine Räder mit Reifen, die heute fast nach Geländewagen aussehen würden. In teureren Versionen gab es vollflächige Radkappen oder erste Leichtmetallfelgen. Bei den Farben dominierten kräftiges Rot, Metallic-Blau, Perlgrau und Champagner-Beige.

Auch innen wurde Luxus anders definiert als heute. Samtpolster in Burgunderrot oder Dunkelblau galten als edel, ebenso hellbeiges Leder in den Top-Versionen. Die Armaturenbretter waren oft zum Fahrer hin ausgerichtet, bestanden aber meist aus hartem Kunststoff, der in der Sonne gerne knarzte. Und vor allem galt: Elektronik war ein echtes Verkaufsargument.
Genau hier wird es für Tesla interessant. In den 80er-Jahren war Technik der ultimative Luxus. Viele Spielereien, die wir heute mit Zukunft verbinden, gab es damals bereits in früher Form. Digitale Instrumente mit grünen oder orangenen Anzeigen waren keine Science-Fiction: Der Renault 11 Electronic, der Aston Martin Lagonda und der Subaru XT hatten solche Cockpits bereits.

Es gab sogar sprechende Autos. Der Austin Maestro von 1983 konnte mit synthetischer Stimme vor Problemen warnen, und auch Renault und Nissan experimentierten mit ähnlichen Systemen. Und der Buick Riviera hatte 1986 tatsächlich schon einen zentralen Touchscreen. Ja, einen Touchscreen – im Jahr 1986. Kommt dir bekannt vor? Genau deshalb passt das Model 3 besser in diese Zeit, als man zunächst denken würde.
Der Tesla „Typ 3“: das Außendesign
Das echte Model 3 ist eine minimalistische Limousine mit klaren Linien und einer glatten Front ohne klassischen Kühlergrill. Diese reduzierte, fast kühle Gestaltung ist vermutlich der Teil des Autos, der den Zeitsprung am besten überstehen würde.
In den 80er-Jahren wäre daraus eine viertürige Limousine mit strengen Linien geworden – irgendwo zwischen Audi 80 und Lancia Thema. Die glatte Front des heutigen Model 3, die nur möglich ist, weil ein Elektroauto keinen großen Kühlergrill braucht, wäre damals als aerodynamischer Durchbruch verkauft worden. Eine Front auf NASA-Niveau: flacher Bug, schwarzer Streifen statt Chromgrill, scharf gezeichnete rechteckige Scheinwerfer und eine kerzengerade Seitenlinie.
Der Kofferraum wäre groß, kantig und ehrlich gewesen – natürlich mit gut sichtbarem Schlüsselloch. Das minimalistische Design, das 2017 modern und avantgardistisch wirkte, hätte 1986 fast futuristisch ausgesehen: kaum Schmuck, kein Chrom, keine Spielereien, sondern eine klare Silhouette. Im Autohaus wäre es das seltsame, moderne Auto gewesen.
Der Tesla „Typ 3“: der Innenraum
Im Innenraum wird das Experiment noch spannender. Das echte Model 3 ist berühmt für sein radikal reduziertes Cockpit. Es gibt kaum Tasten, kein klassisches Kombiinstrument und fast alles läuft über den großen zentralen Bildschirm.


In den 80er-Jahren hätte Tesla diese Idee mit den Mitteln der damaligen Zeit umgesetzt. Statt analoger Rundinstrumente gäbe es ein digitales Kombiinstrument mit grünen Balken, eckigen Zahlen und einem leicht flimmernden Bordcomputer. Dieser hätte Durchschnittsverbrauch, Reichweite und Außentemperatur angezeigt – damals purer Luxus.
Als Anspielung auf den heutigen Zentralbildschirm hätte der „Typ 3“ eine kleine Mittelkonsole mit quadratischen Tasten bekommen. Vielleicht sogar mit einer Roboterstimme, die trocken verkündet: „Tür geöffnet“ oder „Kraftstoffstand niedrig“. Dazu kämen grauer Samt oder beiges Leder, je nach Ausstattung, ein riesiges Vierspeichenlenkrad und selbstverständlich Aschenbecher und Zigarettenanzünder serienmäßig.
Die fiktive Technik
Da es in den 80er-Jahren keine Batterien gab, die eine alltagstaugliche Limousine mit ordentlicher Reichweite hätten antreiben können, müsste unser fiktiver Tesla auf Elektroantrieb verzichten. Stattdessen gäbe es einen Benzinmotor unter der kantigen Haube.

| Kategorie | Fiktive Spezifikation |
|---|---|
| Motor | 2,0-Liter-Vierzylinder mit Einspritzung; in der Basisversion alternativ 1,6-Liter-Vergasermotor |
| Leistung | 115 PS; 150 PS in der Performance-Version mit Turboaufladung |
| 0–100 km/h | 11,0 Sekunden in der Basisversion; 8,5 Sekunden in der Performance-Version |
| Vmax | Bis zu 205 km/h |
| Antrieb | Hinterradantrieb |
| Getriebe | 5-Gang-Schaltgetriebe; optional 4-Gang-Automatik |
| Fahrzeugtyp | Viertürige Limousine im klassischen Drei-Box-Design mit geradliniger Linienführung |
| Gewicht | 1.250 kg |
| Verbrauch | 8,5 l/100 km |
| Tankinhalt | 60 Liter |
|
Besondere Technik |
Digitales Instrumentenpanel, Bordcomputer und synthetische Sprachansagen |
Der futuristische Teil des Autos wäre also nicht der Antrieb, sondern die Bordelektronik. Genau das hätte perfekt in die 80er-Jahre gepasst: ein Auto, das von außen kantig und nüchtern wirkt, innen aber mit digitalen Anzeigen, Bordcomputer und sprechenden Warnhinweisen den Eindruck vermittelt, direkt aus der Zukunft zu kommen.
So gesehen wäre der Tesla „Typ 3“ kein Elektroauto gewesen, aber vielleicht trotzdem ein echter Tesla: anders, technikverliebt, ein bisschen seltsam – und genau deshalb seiner Zeit voraus.