Wenn VW wieder mutig wäre: So sähe ein neuer Corrado aus!

Irene Wallner
Lead Consumer Editor
26. Juni 2026

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Ein neuer VW Corrado mit 336 PS, Handschalter und Retro-Design? Unser Rendering zeigt, wie Volkswagen den Kultnamen wiederbeleben könnte.

336 PS, Schaltgetriebe, Allradantrieb und ein automatisch ausfahrender Heckspoiler: So könnte der VW Corrado aussehen, wenn Volkswagen ihn 2026 wiederbeleben würde. Das ist unser Design.

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Es gab eine Zeit, da baute Volkswagen Autos, die keiner Erklärung bedurften. Autos, die einfach gebaut wurden, weil man sie bauen wollte. Der Corrado war genau so ein Auto. 1988 wurde er als Nachfolger des Scirocco vorgestellt – auch, wenn er optisch stark mit der Linie gebrochen hat. Ein Verkaufsschlager war er nie, doch unter Fans zählt er bis heute zu den beliebtesten Sportwagen der Marke: kompakt, dynamisch und vor allem in den Versionen G60 und VR6 heiß begehrt.

VW-Corrado-Render-Front

Mehr als drei Jahrzehnte später hat Volkswagen noch immer kein Sportcoupé im Angebot. Die Lücke ist also da. Und wir haben beschlossen, sie zumindest auf dem Papier zu schließen.

Genau so stellen wir ihn uns einen neuen Corrado vor

Das Grundrezept ist simpel: Man nimmt die Essenz des ursprünglichen Corrado und übersetzt sie in die aktuelle Designsprache von Volkswagen. Heraus kommt ein kompaktes, dreitüriges Coupé, das niedriger und breiter wirkt als ein Golf R und eine klare, muskulöse Silhouette trägt. Die charakteristische Dachlinie des Modells aus den 1990er-Jahren bleibt dabei bewusst erhalten.

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Die Front setzt auf schmale, horizontale LED-Scheinwerfer, deren klare Linienführung an den ursprünglichen Corrado erinnert. Am Heck findet sich eines der ikonischsten Details des Originals wieder: der aktive Spoiler. Er ist in die Karosserie integriert und fährt sich bei höheren Geschwindigkeiten automatisch aus.

Beim Corrado der 90er-Jahre war das einer dieser kleinen Tricks, mit denen man ahnungslose Autofahrer auf der Autobahn überraschen konnte. Ganz so spektakulär wäre der Effekt heute vielleicht nicht mehr – aber ein bisschen Gänsehaut dürfte trotzdem bleiben.

VW-Corrado-Render-Seite

Die Technik wäre schon da: Sie kommt aus dem Golf R

Volkswagen müsste für so ein Auto nicht einmal eine komplett neue Plattform entwickeln. Unser Corrado würde auf der MQB-Evo-Architektur des Golf R basieren und sich dessen 4Motion-Allradantrieb mit Torque Vectoring sowie den bekannten 2,0-Liter-TSI-Motor EA888 zunutze machen.

Es gäbe aber einen entscheidenden Unterschied: Die Leistung würde von 320 PS im aktuellen Golf R auf 336 PS steigen.

VW-Corrado-Render-hinten

Warum ausgerechnet 336 PS? Weil diese Zahl eine direkte Hommage an den Corrado VR6 ist, die begehrteste Version des Originals. Ein kleines Detail für Kennerinnen und Kenner.

VW-Corrado-Render-Innenraum

Ja, er hätte auch ein Schaltgetriebe

In einem Markt, der immer stärker von Automatikgetrieben und Elektroautos geprägt ist, wäre die Rückkehr des Corrado die perfekte Gelegenheit, etwas wiederzubeleben, das heute fast verschwunden ist. Deshalb haben wir uns zwei Versionen vorgestellt: ein 6-Gang-Schaltgetriebe für Puristen und ein 8-Gang-DSG für alle, die jede Zehntelsekunde herausholen wollen.

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Die Leistungsdaten der manuellen Version lesen sich entsprechend ernst: 336 PS, 450 Nm Drehmoment, 1.470 kg Gewicht und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,8 Sekunden.

Die DSG-Version schafft den gleichen Sprint in 4,3 Sekunden, bringt dafür aber 25 kg mehr auf die Waage. Mit Performance-Paket erreichen beide Varianten eine Höchstgeschwindigkeit von 290 km/h.

VW-Corrado-Render-Heck

Das Fahrwerk – damit aus Leistung auch Fahrspaß wird

Neben dem Motor wäre es vor allem die technische Ausstattung, die diesen Corrado zu einem besonderen Auto machen würde. Mit an Bord wären 4Motion-Allradantrieb, R-Performance-Hinterachsdifferenzial, adaptives DCC-Pro-Fahrwerk, progressive Lenkung und die Fahrmodi Comfort, Sport, Race, Nürburgring und Individual.

Sogar der Drift-Modus des Golf R wäre dabei – falls die Rennstrecke es verlangt.

Auch die Bremsanlage orientiert sich am Golf R Performance. Vorn gäbe es 357 mm große, innenbelüftete Bremsscheiben mit Vierkolben-Bremssätteln, hinten 330 mm große Scheiben. Optional wäre außerdem ein Hochleistungspaket mit schwimmend gelagerten Bremsscheiben und Sechskolben-Bremssätteln denkbar.

Ein Auto für Enthusiasten

Vermutlich würde ein solcher Corrado heute wirtschaftlich kaum Sinn ergeben. Er wäre kein Verkaufsschlager wie viele SUVs, die heute das Straßenbild prägen – auch innerhalb der eigenen Marke, etwa der Volkswagen Tiguan, der Volkswagen T-Roc oder der Volkswagen T-Cross.

Und genau deshalb würden wir uns so sehr über ihn freuen.

In einer Autoindustrie, die von SUVs und Elektromobilität geprägt ist, wäre ein dreitüriges Kompaktcoupé mit 336 PS, Schaltgetriebe und Neunzigerjahre-Flair eine absolute Rarität. Vielleicht wird so ein Auto nie gebaut. Aber wenn Volkswagen den Namen Corrado wiederbeleben würde, sollte er unserer Meinung nach ungefähr so aussehen.