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Welcher Autotyp ist besser? Unser englischer Kollege Tom Wiltshire hat sich den Audi A6 Avant vorgenommen und Plug-in-Hybrid gegen Elektroauto antreten lassen.
SUVs sind zwar momentan der beliebteste Autotyp, aber der gute alte Kombi ist für Tom immer noch das überlegenere Familienauto. Vor zehn Jahren hätte wahrscheinlich zur Familienautokombination auch ohne Frage der Diesel gehört als optimale Variante, aber heutzutage gibt es deutlich mehr Auswahl und auch effizientere Antriebe. Audi verkauft den A6 Avant zwar immer noch als Diesel, aber Tom testet ihn nun als Plug-in-Hybrid (PHEV) und lässt ihn gegen den vollelektrischen A6 Avant e-tron antreten.
Zwar sehen die beiden Fahrzeuge von Außen ähnlich aus, sie richten sich aber an andere Fahrprofile, sodass in den meisten Fällen eine der Varianten die klar bessere Option ist. Tom Wiltshire untersucht also beide Fahrzeuge nicht nur in Fahrverhalten, Platz und Qualität, sondern auch auf Preis und Haltungskosten.
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Audi A6 Avant e-tron vs e-hybrid: Antrieb, Motoren und Fahrverhalten
Die Plug-in-Version, der A6 Avant e-hybrid, nutzt einen 2,0-Liter-Vierzylinder in Kombination mit einem elektrischen Motor für insgesamt 299 PS Systemleistung und Allradantrieb. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigt der Audi A6 Avant e-hybrid nur sechs Sekunden, aber wichtiger ist der 20,7 kWh-Akku, der für eine elektrische Reichweite von 101 Kilometern (WLTP) sorgt.

Beim vollelektrischen e-tron gibt es drei Varianten zur Auswahl: Einstiegsmodell, Performancevariante mit hoher Reichweite sowie das Topmodell mit Quattro-Allradantrieb und mehr Leistung. Es gibt auch eine noch sportlichere S6 Avant e-tron Version, aber das von Tom getestete Auto ist der Performance Avant, der den goldenen Mittelweg anbietet mit 381 PS Hinterradantrieb, einer 0-100 km/h Sprintzeit von 5,4 Sekunden und einer großen 100 kWh-Batterie mit einer Reichweite von bis zu 729 Kilometer (WLTP).
Als Vollstromer fährt sich der A6 Avant e-tron hervorragend, Tom stellte fest, dass du aufgrund der hohen Sitzposition ein fast SUV-artiges Fahrgefühl bekommst. Zwar ist das in unübersichtlichen kleineren Straßen etwas nervig, aber dafür hat man eine gute Sicht nach außen. Am meisten überzeugte der e-tron aber auf der Autobahn als komfortabler Cruiser und Kilometerfresser. Ein BMW i5 Touring macht zwar mehr Spaß auf kurvigen Landstraßen, aber für längere Strecken ist der A6 Avant e-tron extrem gemütlich.
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Der Plug-in-Hybrid hat aber auch seine Vorteile. Da er eine deutlich kleinere Batterie hat, liegt er näher an der Straße und fährt sich dynamischer als der elektrische und bietet ein gutes Lenkverhalten mit wenig Schwankungen in den Kurven. Allerdings notierte Tom auch, dass der A6 Avant e-hybrid ein schweres Auto ist, das nur wenig leichter ist als der e-tron. Sportwagendynamik darf man also nicht erwarten, aber dafür ist er wie auch schon der A6 Avant e-tron wie gemacht für die Autobahn.

Dank des elektrischen Antriebs reagiert der Motor des Stromers allerdings deutlich direkter und die sofortige Kraftübertragung sorgt für ein besseres Fahrgefühl, vor allem beim Anfahren. Der e-hybrid fährt sich nicht ganz so gleichmäßig auch wenn er als Hybrid bereits angenehmer unterwegs ist als ein klassischer Verbrenner. Anders als bei Vollhybriden kann der e-hybrid als PHEV auch auf Autobahngeschwindigkeit rein elektrisch fahren und bietet dir daher länger den elektrischen Fahrkomfort. Als Stärke des Plug-ins muss man natürlich den Allradantrieb verbuchen gegenüber dem Hinterradantrieb des e-trons.
Audi A6 Avant e-tron vs e-hybrid: Innenraum und Alltagstauglichkeit
Beim Innenraumdesign sind sich beide Fahrzeuge wenig überraschend sehr ähnlich, schließlich bemüht sich Audi schon seit längerem um ein einheitliches Design. Beide A6 Avants haben also das gleiche gekurvte Display bestehende aus 11,9-Zoll großen digitalen Instrumenten sowie einem 14,5 Zoll Infotainment-Touchscreen. Beide bieten auch das Beifahrerdisplay an, auch wenn die Testfahrzeuge jeweils ohne die entsprechende Option kamen.

Das geteilte Interieur bedeutet dementsprechend natürlich dann, dass beide Fahrzeuge gemeinsame Stärken und Schwächen haben. Positiv hebt Tom zunächst die Nutzerfreundlichkeit des Infotainments hervor, auch wenn mehr physische Knöpfe für Funktionen wie Klimasteuerung wünschenswert wären. Es gibt auch leider eine Menge Klavierlack-Flächen, die sehr schnell mit Fingerabdrücken übersät sind.
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In Sachen Alltagstauglichkeit liegt der Audi A6 Avant e-tron klar vorne. Der Stromer bietet einen 502 Liter großen Kofferraum sowie einen 27 Liter großen Frunk für mehr Staufläche vorne unter der Motorhaube. Der Plug-in-Hybrid kommt hingegen nur auf 404 Liter, ein Unterschied von rund 100 Litern, der sich deutlich bemerkbar macht.

Auch auf der Rückbank bietet der e-tron mehr Platz, hier macht sich auch der flache Boden ohne Mitteltunnel bezahlt. Der Boden ist allerdings im Stromer auch etwas höher, sodass du weniger Halt für die Oberschenkel hast, aber das ist eher eine Kleinigkeit. Beide Fahrzeuge können rund zwei Tonnen Last ziehen.
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Fazit: Welcher A6 Avant ist besser?
Je nach deiner individuellen Situation eignet sich ein anderes Auto eher für dich. Der Audi A6 Avant e-tron ist ein hervorragendes Elektroauto und punktet mit Komfort, hoher Reichweite und auch besserer Alltagstauglichkeit als der e-hybrid. Wenn du vor allem zuhause deine eigene Lademöglichkeit nutzen kannst ist der e-tron auch bei den langfristigen Unterhaltskosten deutlich günstiger unterwegs.
Aber ohne günstigen Ladetarif zuhause und stattdessen im Ladedschungel von öffentlichen Ladesäulen ist die Rechnung nicht mehr ganz so einfach. Auch bei häufigen Langstrecken musst du trotz guter Ladeleistung (max. 270 kW) und der hohen Reichweite immer noch mit Ladepausen rechnen.
Der Plug-in-Hybrid hingegen ist etwas flexibler ohne Lademöglichkeit zuhause. Die rein elektrische Reichweite ist im PHEV groß genug, um den Großteil der täglichen Pendelstrecken abzudecken und dadurch deutlich Sprit zu sparen, während der Verbrennermotor natürlich auf Langstrecken einfacher ist, da keine Ladeplanung anfällt. Der Audi A6 Avant e-hybrid hat laut Tom auch ein besseres Fahrverhalten, aber die größte Stärke ist einfach sein geringerer Preis im Vergleich zum e-tron (68.300 € vs 77.250 € Listenpreis). Aber dafür hat der e-hybrid das schlechtere Platzangebot, hat potentiell höhere Wartungskosten dank des komplizierteren Antriebs und ist bei den hohen Spritpreisen auch langfristige nicht wirklich wirtschaftlicher.

Letzten Endes hängt die Entscheidung von der Ladeumgebung ab. Wenn du zuhause bequem laden kannst, oder eine günstige Ladesäule in Laufnähe hast, dann kannst du ohne zu Zögern zum Audi A6 Avant e-tron greifen. Mehr Platz, mehr Leistung und ein niedrigere laufende Kosten sprechen alle für sich. Aber ohne gesicherte Lademöglichkeit ist der Plug-in-Hybrid dann doch konkurrenzfähig. Die unübersichtlichen und zum Teil überteuerten Ladetarife in Deutschland gehören weiterhin zu den größten Problemen für die Elektromobilität, sodass sich der Audi A6 Avant e-hybrid durchaus lohnen kann, zumindest bis die Infrastruktur sich verbessert hat.
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Originalartikel von Tom Wiltshire
Übersetzt und angepasst von Patrik Chen