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Volvo S60 Testbericht

Volvo steht seit jeher für ein hohes Sicherheitsniveau. Auch der Volvo S60 bildet da keine Ausnahme. Darüber hinaus stimmen Komfort und Qualität. Nur die Bedienung ist teils gewöhnungsbedürftig.

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Wow-Wertung
7/10
Bewertet von Carwow nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

Was gut ist

  • Hohes Sicherheitsniveau
  • Niedriges Geräuschniveau
  • Hohes Verarbeitungsniveau

Was nicht so gut ist

  • Teils komplizierte Bedienung
  • Kein Dieselmotor
  • Sehr hohes Gewicht (T8)

Volvo S60: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Bewertung des Volvo S60

Volvo steht seit den Sechziger und Siebziger Jahren in erster Reihe für Sicherheit und Solidität. Und nun tritt die dritte Generation des Volvo S60, die erstmals im neuen US-Werk im schönen Charleston/South Carolina gebaut wird, als Fahrerauto in der Mittelklasse gegen einen BMW 3er und Audi A4 an?

Erwarten darf man in einer Volvo Limousine einen hohen Reisekomfort, eine hohe Verarbeitungs- und Materialqualität und eine sehr gepflegte Geräuschkulisse. Und man bekommt seine Erwartungen erfüllt, wie der erste Test beweist.

Und die Bedienung? Geht manchmal komplizierte Wege. Der aufrecht stehende Touchscreen in der Mitte der Armaturentafel ist der schon vom Test des V60 bekannte. Mit Intuition kommt man dem nicht immer bei, mit Gewöhnung auch nicht so schnell, und manchmal lenkt die Suche vom Verkehrsgeschehen ab.

Keine Abstriche bei der Sicherheit

Uns das in einem Volvo, der wie kein anderes Auto für das Thema Sicherheit im Verkehr steht? Keine Sorge, die Sicherheitsvorsorge ist im neuen Volvo S60 exzellent. Welche Sicherheitssysteme, Fahrassistenten und Motoren geboten werden, welcher Ausstattungsumfang und wie es um die Dynamik steht, darüber erfahren Sie in diesem Test mit ausführlicher Kaufberatung mehr.

Fazit: Ein echter Schwede? Ein echter Volvo. Der S60 bietet mit dem hohen Sicherheitsniveau, der hochwertigen Verarbeitung und dem dezenten schwedischen Auftritt viel von dem, was die Fans der Marke seit Jahrzehnten schätzen. Und dazu wirklich noch einen guten Schuss mehr Fahrfreude. Nur Dieselfahrer werden in der dritten Generation des Volvo S60 etwas vermissen.

Wie viel kostet der Volvo S60?

Das Volvo S60 Modell hat eine UVP von 49.600 € bis 70.700 €. Mit carwow können Sie jedoch im Durchschnitt 8.438 € sparen. Die Preise beginnen bei 42.714 € für Barzahlung. Die monatlichen Raten beginnen bei 454 €.

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Leistung, Verbrauch und CO2-Ausstoß

Den Diesel werden Vielfahrer vermissen, das Fahrverhalten des Volvo S60 aber schätzen. Der neue Volvo S60 wartet mit einer direkten und präzisen Lenkung und einem straffen, auf
schlechtem Belag mit den großen Rädern auch holprigen, aber auf langen Reisen über die Autobahn trotzdem bequemen Fahrwerk auf.

Bei den Benzinern fällt die Wahl zum Marktstart zwischen dem 190 PS leistenden S 60 T4, dem 250 PS starken S60 T5 und dem mit 390 PS bärenstarken S60 Plug-in-Hybrid T8, die alle auf ein und dem selben 2,0-Liter-Vierzylinderturbo basieren. Sechszylinder, die manche Limousine von der Konkurrenz noch befeuern, sind wie der Diesel im S60 Geschichte. Die immer mit den
Motoren liierte 8-Gang-Automatik schlägt sich gut, so der erste Eindruck im Test. So gut fühlen sich ihre Schaltwippen vom Kunststoff nicht an.

Der 190 PS starke Turbobenziner (Polestar-Variante: 210 PS – Leistung in der Tabelle in Klammern) liefert im S60 eine solide Performance, die mit den 250 PS im T5 und den 310 PS im T6, der im Dezember 2019 in den Handel kommt, dynamisch zulegt.

Sportlicher Plug-in

Der Topmotor mit dem meisten Pfeffer im Antritt arbeitet im S60 T8 AWD Twin Engine. Der 2,0- Liter-Turbo versendet hier per Express 303 PS und mit dem Elektromotor zusätzliche 87 PS an die vier Antriebsräder.

Das sorgt trotz über zwei Tonnen Gewicht für Fahrleistungen auf Sportwagenniveau und einen Verbrauch wie im Kleinwagen. Im Mittel soll der Plug-in-Hybrid, der den S60 in nur 4,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigt, mit 1,7 bis 1,8 Liter/100 km Super auskommen.

Wer es glaubt? Erlebt spätestens auf Langstrecke sein Wunder. Hier ist der Akku, der den T8 rein elektrisch mit maximal 125 km/h voranbringt, viel schneller als in der Stadt am Limit, und voran geht es dann hauptsächlich mit dem Treibstoff aus dem 60 Liter großen Benzintank. Mit ähnlich hohem Verbrauch wie in den anderen S60 Modellen mit Benzinmotor.

Bei denen macht auch der Gasfuß die Musik beim Verbrauch. Nach dem Test auf dem Prüfstand stehen da beim S60 T4 und T5 in der Werksangabe sechseinhalb bis sieben Liter Super. In der Praxis schütten sich die Turbomotoren, abhängig von Tempo, Topographie und Belastung zwischen sieben und 12 Litern ein, wie es der Bordcomputer im ersten Test zeigt. Das heißt positiv betrachtet: Man kommt in einer 1,7 Tonnen schweren und agilen Limousine, wenn man will, vergleichsweise sparsam über die Runden – allerdings lange nicht so sparsam wie in einem Diesel.

Platz und Praxistauglichkeit

Der Innenraum der 4,76 Meter langen S60 Limousine gleicht bis zu den mittleren Dachsäulen dem des ebenso langen Kombis V60. Dann senkt sich das Dach ab. Aber so leicht, dass auch in der Limousine zumeist genug Kopffreiheit zur Verfügung steht.

Erst ab etwa 1,85 bis 1,90 Meter Körpergröße kommt seitlich vom Kopf der Dachhimmel im Fond nah. Der Grund, warum das so ist, ist sofort zu erkennen, denn der neue S60 steht fünf Zentimeter tiefer und dynamischer auf der Straße als der Vorgänger.

Der Beinfreiheit im Fond profitiert von der Neuauflage, was daraus resultiert, dass der aktuelle S60 das 2010 präsentierte Vormodell in der Länge um zwölf Zentimeter und den ersten S60, der im Jahr 2000 auf den Markt kam, sogar um 17 Zentimeter überragt. Die These, dass neue Autos immer größer werden, geht im Fall des S60 also voll auf.

Mehr Radstand (plus zehn Zentimeter) bedeutet im Fond mehr Platz vor den Knien, aber nicht in der Breite. Der neue Volvo S60 ist 1,5 Zentimeter schmaler als der Vorgänger. Vier sitzen im S60 somit sehr gut, drei nebeneinander hinten aber nicht.

Bis zu 442 Liter Kofferraumvolumen

Auf den Sportsitzen der dezent sportlichen R Design-Variante, die zum Marktstart die Rolle der Einstiegsversion übernimmt, sitzt es sich hervorragend. Und auch bei großem Gepäck hat der tief nach hinten verlaufende Kofferraum des neuen S60 mehr zu bieten. Der Kofferraum wuchs im Vergleich zum alten Modell um beträchtliche 62 Liter von 380 auf 442 Liter. Mit dem Allradantrieb des T8 Twin Engine AWD werden daraus 390 Liter.

Und wenn die Rückbanklehne heruntergeklappt wird, passen wie im Kombi V60 – Stichwort: Baumarktbesuch – auch lange Dinge ins Gepäckabteil der Limousine. Allerdings nicht so lange und hohe wie im Edeltransporter V60 mit 529 bis 1.441 Liter Kofferraumvolumen. Aber kann man sich nicht einfach nur freuen über die zusätzliche Lang-Lade-Option in der Limousine? Doch, denn es ist ein gutes Detail, das in klassischen Limousinen heute noch nicht alltäglich ist.

Innenraum, Infotainment und Ausstattung

Mit der S60 Limousine spart man, auch wenn schwedische Qualität hochpreisig ist. Der Preis des Volvo S60 ist über 5.000 Euro niedriger als der des Kombi V60.

Den T4 R Design und T5 R Design unterscheiden im Preis 3.000 Euro und den T4 R Design und den S60 T8 Plug-in-Hybrid deftige 16.000 Euro. Die Komfort- und Sicherheitsausstattung fällt
aber in jeder der Ausstattungslinien umfangreich aus.

S60 R Design

Den sportiven R-Design, der zum Marktstart den Einstieg bildet, charakterisieren die markantere Front- und Heckschürze, die 18-Zoll-Räder, die Karosserieapplikationen in hochglänzendem
Schwarz und Chrom, die Tieferlegung um 1,5 Zentimeter sowie die zwei trapezförmigen verchromten Auspuffendrohre.

Im Cockpit sitzt man auf sehr bequemen Sportsitzen, blickt auf fesches Alu an der Armaturentafel und die Moderne hält Einzug mit dem 12,3-Zoll-Digitalcockpit samt zwei variabler Rundinstrumente, dem 3D-Navigationssystem inklusive Echtzeitverkehrsinfos, dem WLAN-Hotspot und dem 9-Zoll-Infotainmentsystem.

Das Infotainmentsystem bietet 170 Watt Leistung, 10 Lautsprecher, zwei USB-Anschlüsse, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, die Sprachsteuerung und den Internetzugang über das Smartphone. Das wird über Android Auto oder Apple CarPlay ins System eingebunden.

Das elektronische Motorstartsystem Keyless Start und das Drive Mode-System mit unterschiedlichen Fahrmodi für Motor, Getriebe, Lenkung und Fahrwerk gehört ebenso zum Ausstattungsumfang wie der 12-Volt-Anschluss vorn, hinten und im Gepäckraum. Und auch der Komfort kommt voll zum Zuge mit den Vordersitzen mit elektrischer Verstellung und Lendenwirbelstütze, den Innen- und Außenspiegeln mit Abblendautomatik, den elektrisch einklappbaren, anklappbaren und beheizbaren Außenspiegeln sowie der Sitzheizung vorne.

Und die Liste der Fahrassistenten ist mit dem Aufmerksamkeitswarner, Berganfahrassistenten, Bremsassistenten mit automatischer Haltefunktion, automatischen Notbremssystem, Kreuzungsbremsassistenten, Gegenverkehr-Notbremsassistenten, aktiven Spurhalteassistenten, Regensensor, der Einparkhilfe hinten und der Verkehrszeichenerkennung so lang, dass es beim Lesen langweilig werden muss – maximale Sicherheit ist der Lohn.

S60 Inscription

Der Inscription unterscheidet sich an der Karosserie durch die Chromapplikationen am vorderen Stoßfänger, am Heck und an den Seitenfenstern und im Interieur durch die edel-puristische Holzbeplankung (Drift Wood), die mit Leder bezogenen Komfortsitze und das Bassfundament des serienmäßigen Subwoofer.

S60 T8 Twin Engine AWD

Hier kommt das Ladekabel zum Anschluss an eine haushaltsübliche 230-Volt-Steckdose, die Standheizung mit Timer und noch einiges andere noch hinzu, was den T8 als Topmodell der Baureihe ausweist.

Weitere Extras, wie zahlreiche Ausstattungspakete oder Einzelposten, machen den S60 noch nobler, aber auch nochmals kostspieliger.

Und die Sicherheit im Test? Der neue Volvo S60 wurde zwar noch nicht in einem Sicherheits- und Bremstests geprüft, aber seine Kombiversion V60. Die stand im ADAC-Bremstest nach guten 35 Metern und erreichte im wichtigen Euro NCAP-Crashtest die Maximalwertung von fünf Sternen.

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