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Toyota GT86 Test

Kompakter Sportwagen mit agilem Fahrverhalten

0/10
Wow-Wertung
Das ist die mittlere Bewertung der führenden Autozeitungen.
  • Großer Fahrspaß
  • Knackiges Schaltgetriebe
  • Direktes Handling
  • Schlechte Sicht nach hinten
  • Kaum Assistenzsysteme
  • Keine Rückfahrkamera

29.990 € - 33.540 € Preisklasse

4 Sitze

7,1 - 7,8 l/100km

Test

Der Toyota GT86 ist Kult, obwohl das Coupé noch produziert wird. Sportwagen dieser Art sind heute selten. Der GT86 bietet zum erschwinglichen Preis einen ursprünglichen sportlichen Fahrspaß, den andere Hersteller, wie Honda mit dem CRX oder Lancia mit dem Delta Integrale, schon längst aus ihrem Programm verbannt haben.

Zur Mitte des Produktionszyklus erhielt das Coupé die reguläre Überarbeitung an der Front und am Heck sowie einige Verbesserungen im Innenraum. Am klassischen Sportwagenlayout mit Frontmotor und Hinterradantrieb wurde beim 2017er Facelift jedoch nichts geändert.

Der 200 PS starke Sportler aus Japan kauert tief über dem Boden und schleppt nicht viele Kilo mit sich herum. Das Versprechen eines austrainierten Sportlers löst der schlanke GT86 damit ein.

Mit 4,24 Meter fällt der 2+2 äußerlich kompakt und zierlich aus, trotzdem sitzt man drinnen auf den Vordersitzen überraschend bequem. Dahinter weniger. Der Kofferraum fällt naturgemäß kompakter, aber erstaunlich variabel aus.

Was der Toyota GT86 so an Platz, Sicherheit und Ausstattung zu bieten hat, und was nicht, ob man besser das Schaltgetriebe oder die Automatik bestellt … das offenbart sich spätestens, wenn man sich genauer mit seinen Stärken und Schwächen auseinandersetzt.

Mit 4,24 Meter Länge und 1,78 Meter Breite ist der Toyota GT86 nicht nur kompakt, sondern der kompakteste viersitzige Sportwagen der Welt.

Das Interieur

Bequem sitzt man vorne. Selbst mit 1,90 Meter Körpergröße und langen Beinen. Dass der Kopf nicht den Dachhimmel touchiert, ist erstaunlich bei nur 1,32 Meter Höhe. Die tief eingebauten, straff gepolsterten Sportsitze bieten guten Seitenhalt.

Nur der Ausstieg aus der Tiefe des Coupés, das einem gerade einmal bis zum Bauchnabel reicht, erfordert eine gut ausgebildete Oberschenkelmuskulatur.

Hinten ein- und aussteigen ist auch nicht leicht. Erzählt man die ganze Wahrheit, taugt der Viersitzer kaum zum Fahren zu viert. Für Erwachsene wird es hinten mit stark angezogenen Beinen richtig eng. Diese Plätze taugen eher als Notsitze, außer Kinder mit kurzen Beinen nehmen hier Platz.

Auch bei der Übersicht hält es der Toyota GT86 mit den echten Sportwagen. Nichts zu sehen, nur zu erahnen. Eine Rückfahrkamera gibt es nicht, die Parksensoren machen Sinn.

Das Bedienen erleichtern wenige Schalter. Nichts lenkt im klassisch schwarz gehaltenen Cockpit vom Fahren ab. Der Drehzahlmesser sitzt zentral im Blick. Das Tempo wird mit einem klassischen Zeigerinstrument mit winzigen Ziffern oder groß auf dem Digitaldisplay zwischen Tacho und Drehzahlmesser angezeigt.

Und eine echte Handbremse, noch so ein echtes Sportlerutensil, hat der GT86 ebenso mit an Bord.

Der Kofferraum

Für die Fahrt zu zweit oder zu zweit plus Baby reicht der Kofferraum mit 243 Liter Volumen dicke. Und variabel ist er obendrein. Die Lehnen der Rückbank lassen sich im Verhältnis 50:50 umklappen. Daraus ergibt sich eine völlig ebene Ladefläche und ein Volumen von 330 Liter.

Vorne links, und kein anderer Platz, bitte – Der Toyota GT86 hat verdammt gute Anlagen zum Sportfahren. Der flache Boxermotor, der Antriebsstrang und die Vordersitzposition wurden tief und so weit hinten wie möglich angeordnet, was für eine ausgewogene Gewichtsbalance von 53:47 und einen bodennahen Schwerpunkt sorgt.

Das sportliche Setup des Fahrwerks und das spät regelnde ABS und ESP offenbaren: Hier geht was. Das mit einem Durchmesser von 365 mm kleinste je in einem Toyota eingebaute Lenkrad rotiert direkt und präzise. Das Heck lenkt mit, wenn man es mit einem Gasstoß oder plötzlichem Gaswegnehmen dazu motiviert. Im Track-Modus geschieht das noch geschwinder.

Die Bremsscheiben haben es leicht, weil der GT86 mit 1,3 Tonnen genau das ist. Hörbar leicht, denn an Dämmmaterial wurde gespart, um das Gewicht klein zu halten. Streicheleinheiten werden auch sonst nicht verteilt. Der GT86 liegt wie ein Brett. Vom Komfort ist der Toyota daher eher der trockene Typ. Kein Grund für eine schlechte Beziehung.

Ein 2,0-Liter-Boxermotor von Subaru übernimmt im Toyota den Vortrieb. Die Kraft des Vierzylinders überträgt das Sechsgang-Schaltgetriebe oder die Sechsgang-Automatik auf die Hinterräder.

Der Benziner

Den drehzahlgierigen Sportmotor erkennt man schon im Datenblatt: Erst bei 6.400 Umdrehungen steht das maximale Drehmoment von 205 Nm an den Hinterrädern an und kurz darauf schon die volle Leistung von 200 PS bei 7.000 Touren. Dieses schmale Leistungsfenster ist typisch für einen sportlichen Sauger, der erst durch Drehzahl auf Touren kommt.

Oft setzt es, braver Japaner, eine Schaltempfehlung und eine Warnleuchte flackert. Häufig, weil man in einem wie dem GT86 eben nicht brav fahren möchte. Dann beschleunigt er in 7,6 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 226 km/h. Mit Schaltgetriebe.

Die Sechsgang-Automatik bringt einen nicht nur um den Schaltspaß mit dem knackigen manuellen Getriebe, sondern sie dämpft auch das Temperament, denn so benötigt der Toyota 8,2 Sekunden und läuft 210 km/h.

Auch wenn der Automat bis 8.000 U/min ausdreht, schneller als die meisten Sportfahrer schaltet und erstaunlich gut erkennt, wann der Pilot den Wunsch hegt, an hohen Drehzahlen zu kleben, fühlt sich der Schalthebel im GT86 authentischer an.

Wenig Gewicht spart Benzin. Dass der Vierzylinder sowohl nach dem Direkt- als auch nach dem Saugrohr-Einspritz-Prinzip arbeitet, hat einen guten Einfluss auf den Verbrauch, der bei rund acht Liter Super liegt.

Die Assistenten fehlen, weil Assistenz nicht das Ziel bei der Entwicklung war. Der Toyota GT86 ist ein Sportwagen vom alten Schlag. Deshalb beschränkt sich der Japaner bei den Assistenzsystemen, deren Bevormundung den Fahrspaß trüben könnten, auf das notwendige Minimum an Hilfen.

Zur Serienausstattung gehören immer die Fahrdynamikkontrolle, die im vierten Modus („Track“) noch mehr Freiheiten beim Querfahren gewährt, der Berganfahrassistent und die sieben Airbags. Dass sich das ESP auch abschalten lässt, ist im Sportler Ehrensache.

Der Verstand sollte Immer angeschaltet sein, wenn der Fahrer im GT86 bei Nässe oder Glätte unterwegs ist, denn sonst ist hinten schnell vorn: Die Gefahr vom Heck überholt zu werden, fährt im hecklastigen Toyota mit. Der Heckantrieb im leichten Hinterwagen fordert die Sicherheitselektronik öfter mal aufs Intensivste heraus. Dabei fackelt die ESP-Leuchte lichterloh und die Elektronik holt das Heck wieder zurück in die Spur.

Im ADAC-Bremstest und Euro NCAP-Crashtest wurde der Toyota GT86 bis heute noch nicht getestet.

Der Toyota GT86 ist in zwei Ausstattungslinien erhältlich. Schon im Einstiegsmodell sitzt man richtig.

Im Basismodell GT86 Pure zählen immer die Klimaanlage, das Multimedia-Audiosystem Toyota Touch, das Sportlederlenkrad, die Sportsitze und Alupedale mit zum Ausstattungspaket. Ebenso strahlt der Toyota schon in seiner Einstiegsvariante an der Front mit LED-Scheinwerfern, LED-Tagfahrlicht und LED-Nebelscheinwerfern und am Fahrzeugende mit LED-Heckleuchten.

Im zweiten Ausstattungslevel (“GT86”) umfasst die Serienausstattung zudem 17- anstatt 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, den Tempomat, das Multifunktionslenkrad, eine Lichtautomatik sowie einen 4,2 Zoll großen TFT-Bildschirm, der neben den üblichen Angaben zusätzliche Informationen liefert über die gemessenen Fliehkräfte, die Drehmoment- und Leistungskurve des Motors und die gefahrenen Rundenzeiten.

Zusammenfassung

Der kultige GT86 bringt viel von dem mit, was einen Sportwagen ausmacht: kompakte Maße, wenig Masse und ein knackiges Fahrwerk. Der kernige und drehfreudige Boxermotor könnte getrost noch etwas leistungsstärker ausfallen, sorgt aber schon für viel Fahrspaß.

Und das authentisch und zum fairen Preis. Die Automatik sollte man sich sparen, weil sie bei der Anschaffung nicht spart und Fahrspaß kostet.

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