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VW ID.5 vs. Kia EV6: E-Crossover stromern um die Wette

15. Februar 2022 von

Was ist groß, schön anzusehen und bewegt sich mithilfe elektrischer Energie? Genau, ein Crossover! In diesem Test wollen wir den VW-Stromer und das Elektrogefährt von Kia miteinander vergleichen. Wo liegen denn dann die Unterschiede zwischen den beiden Fahrzeugen? Welches das bessere Auto ist – der ID.5 oder der EV6 – erfahren Sie hier!

VW ID.5 gegen Kia EV6: Wer kann sich in diesem Duell auf den ersten Platz stromern? Ein Fazit fällt ungemein leichter, wenn wir uns auf die folgenden Kategorien konzentrieren:

  1. Außenabmessungen und Design
  2. Innenraum
  3. Kofferraum
  4. Motoren und Akku
  5. Lademöglichkeiten
  6. Preise und Fazit

Alleine schon die Nomenklatur der beiden Modelle wirft unangenehme Fragen auf: Wer hat hier von wem abgekupfert? Immerhin verfügen die Namen “ID.5” und “EV6” über erschreckende Gemeinsamkeiten: Zwei Buchstaben, dann eine Ziffer. Und damit nicht genug; beim ersten Buchstaben handelt es sich jeweils um einen Vokal, der zweite ist stets ein Konsonant.

Auffällig, nicht wahr? Die beiden Kandidaten werden darüber hinaus elektrisch angetrieben und schaffen rund 500 Kilometer Reichweite. Vermutlich ist diese Art der Verschwörungstheorie aber doch zu weit hergeholt, die beiden Automarken wollen sich schließlich nur besonders vorteilhaft auf dem Automarkt positionieren. Wer dabei die Pole Position belegt, bringt dieser Vergleichstest zutage.

VW ID.5 Kia EV6
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Die erste Begegnung mit einem Auto – im Kampf um die Herzen der Fahrer:innen -, da hat natürlich jedes Gefährt ein großes Interesse daran, sich für das Publikum entsprechend aufzubrezeln. Wir schauen uns an, welcher Wagen die ausgefallensten Balztänze aufführt.

1. Außenabmessungen und Design

In unserer ersten Testkategorie sehen wir uns gezwungen, ziemlich oberflächlich über das Aussehen der zwei Vergleichskandidaten zu urteilen. Natürlich bemühen wir uns aufs Äußerste darum, die Gefühle des ID.5 und des EV6 bei unserer eingehenden Betrachtung nicht zu verletzen. Wir sind uns aber recht sicher, dass sowohl der VW als auch der Kia durchaus einen Blick in den Spiegel wagen könne, ohne vor sich selbst zu erschrecken.

VW ID.5 Kia EV6
Länge [m] 4,60 4,68
Breite [m] 1,85 1,88
Höhe [m] 1,62 1,55
Radstand [m] 2,77 2,90
Gewicht [kg] 2.117–2.242 1.875–2.090
max. Anhänge-
last [kg]
1.000 1.600

Es ist keine Kunst, bereits aus der Ferne zu erkennen, dass der Kia EV6 eine im Vergleich zum ID.5 deutlich flachere Schnauze aufweist. Diese fügt sich nahtlos in das insgesamt schnittige und aerodynamische Design ein und beherbergt die genauso flach geformten Scheinwerfer. Wer den EV6 isoliert betrachtet, wird beim Anblick des “Gesichts” spüren, dass die Rezeptoren für gelungenes Design durchaus befriedigt werden.

Stellt man den EV6 jedoch in die unmittelbare Nähe des VW ID.5, wirkt die Front auf eine gewisse Art und Weise zusammengequetscht, fast als wäre ein gewaltiger Amboss just in dem Moment aus der Luft gefallen, als der EV6 vorbeifuhr.

Kaum steht der EV6 wieder als einziges Objekt der Begierde im Zentrum unseres Interesses, entfaltet sich erneut seine ungemeine Sportlichkeit. Zu dem spritzigen Auftreten trägt die coupéartig abfallende Dachlinie bei, die allerdings nicht wie erwartet in ein Schrägheck, sondern in ein Fließheck mündet.

Angesichts des flotten Designs fällt beinahe gar nicht auf, dass der EV6 eigentlich ein wahrer Brummer ist, zumindest was seine Länge und Breite anbelangt: Auf 4,68 Meter erstreckt sich der koreanische Elektro-Crossover in der Horizontalen, wenn man ihn von der Seite betrachtet. Die ohnehin schon prekäre Parksituation in dicht besiedelten Innenstädten wird der EV6 damit zwar nicht lösen, aber immerhin verpestet er die Stadt nicht zusätzlich mit gesundheitsschädlichen Abgasen.

Das wahre Schmankerl am E-Kia erwartet uns aber erst beim Gang Richtung Heck: Ein derart fein ausgearbeitetes Hinterteil bekommt man selten zu Gesicht. Da haben die Konzeptionist:innen der koreanischen Marke unter der Leitung des ehemaligen VW-Designers Peter Schreyer ganze Arbeit geleistet. Schick ist insbesondere die durchgängige Heckleuchte, die zu den Seiten hin gen Boden abfällt, und durch ihre schmale Beschaffenheit Moderne und Eleganz in sich vereint.

Etwas weniger flach kommt der VW ID.5 daher: Der Terminus “aufgebäumte Limousine” passt eigentlich ganz gut zum VW-Stromer, denn der ID.5 bastelt sich sein eigenes Konzept eines Crossovers aus Teilen eines Coupés, einer Limousine und eines SUVs zusammen. Der ID.5 ist quasi der größere Bruder des ID.3. Während der ID.3 aber noch recht knuffig aussieht, legt der ID.5 jeglichen süßen Reiz ab, und beweist sich eher durch selbstbewusste Reinlichkeit.

Mit wenigen Ecken und Kanten, dafür eher mit abgerundeten Formen wandelt der ID.5 auf dem Pfad zwischen dem kantigen Polestar 2 und dem rundlichen ID.3. Das Ergebnis: Ein gefälliges Design, welches durch die großen, angedeuteten Lufteinlässe an der Front weniger an ein Elektroauto erinnert, als es beim Kia EV6 der Fall ist.

Auch beim deutschen Mitbewerber auf dem Elektroautomarkt fällt die Dachlinie coupéartig ab, mündet aber wie erwartet in ein Stufenheck, welches letztendlich ein Plus für die Größe der Heckscheibe, aber ein Minus für die allgemeine Übersichtlichkeit des Fahrzeuges bedeutet. Apropos Heck: Auch der ID.5 beglückt Betrachter:innen mit einer durchgängigen Heckleuchte, die fällt allerdings eher weniger filigran aus und kommt eher aus der Kategorie Wurstfinger.

Ein Augengraus ist das Hinterteil darum aber noch lange nicht, im Gegenteil – irgendwie fügt sich die Wurstfingerleuchte passend in das insgesamt bullige Design des ID.5 ein. Obwohl sich beide Fahrzeuge per Definition als Crossover identifizieren, wurden dem ID.5 mehr SUV-Gene als dem EV6 eingefleischt.

Belastend! Die Entscheidung, welcher Crossover es uns mehr angetan hat, bereitet uns ganz schöne Kopfschmerzen. Was meinen Sie? Wir würden sagen: Wer es gern sportlich-spritzig mit Hang zur Eleganz hat, wählt den EV6, wer allerdings eher auf standfeste Sicherheit und traditionellen SUV-Look abfährt, ist wohl mit dem ID.5 besser beraten. Es steht dann wohl vorerst mal unentschieden.

2. Innenraum

Wer von außen schon auf den Geschmack gekommen ist, der freut sich sicher auf das Innere: Diesem Verlangen wollen wir freilich entgegenkommen, indem wir Ihnen die Beschaffenheit des Interieurs so präzise wie möglich darbieten.

Ist das ein Déjà-vu? Oder aus welchem Grunde kommt uns das Innenleben des ID.5 so bekannt vor? Ach, jetzt macht das Ganze Sinn: Die Wolfsburger haben schlicht das Innenraumkonzept des ID.4 beim Schopfe gepackt und in den ID.5 verfrachtet. Zu meckern gibt es da nichts, dabei handelt es sich um eine völlig legitime Prozedur der Kosteneinsparung. Und überhaupt: Was schon im ID.4 gefällt, wird wohl auch im ID.5 Anklang finden.

Für den Wow-Effekt im Armaturenbrett sorgt das Zweierlei an Bildschirmen: Über der Lenksäule thront ein übersichtlich gehaltenes Display, welches das Äquivalent zur traditionellen Instrumententafel darstellt. Alle essentiellen Informationen rund um den Zustand des Fahrzeuges während der Fahrt werden hier bekömmlich serviert. Dekadenter wird es da schon mit dem Zentraldisplay in der Mitte des Armaturenbrettes: Dieses steht buchstäblich in der Luft, lässt sich mit etwas Übung leicht bedienen und bequem per Apple CarPlay oder Android Auto mit dem Smartphone verbinden.

Etwas mehr haptische Knöpfe und Schalter hätten dem Innenraum vielleicht gut getan, dafür finden sich alle Funktionen gebündelt an einem Ort.

Dass der Wagen bloß zwei Display bereithalten soll, wird allerdings dem zusätzlichen Head-up Display nicht gerecht – einigen wir uns doch einfach auf zweieinhalb Displays, in Ordnung? Abgesehen von den technischen Spielereien befindet sich auch die Verarbeitung sowie die Materialwahl auf einem hochwertigen Niveau.

Wer sich statt des tristen Grau im Innenraum etwas mehr Farbe wünscht, dem steht es frei, bei der Ausstattungs- und Polsterwahl auf das freundlichere Florence-Braun zurückzugreifen. Dann werden das Armaturenbrett und die Sitzwangen der überaus bequemen Bestuhlung in genannten Farbton getaucht. Wer die Sitzmöglichkeiten im Rückraum auskosten will, erhält viel Platz und rammt dem Vordermann oder der Vorderfrau die Knie nicht in den Rücken.

Weniger gelungen ist derweil leider der Kopfraum auf den hinteren Sitzen: Ganz nach dem Motto “Ruhe auf den billigen Plätzen” erhält man zwar ein mit angenehm großen Fenstern ausgeflutetes Sitzerlebnis, muss aber je nach Körpergröße den Kopf einziehen, um nicht den Schädel oder das Autodach aufzuscheuern.

Mit den Eindrücken vom ID.5 im Gepäck satteln wir nun also in den Kia EV6 um. Was fällt auf? Nun ja, zumindest nichts Negatives! Die Materialwahl und deren Verarbeitung fällt nicht minder gut aus, das texturierte Armaturenbrett sowie die darunter in einer Art Speckschicht eingelassenen Lichter machen durchaus etwas her und lassen ein richtig sportliches Feeling aufkommen.

Für Furore sorgt natürlich auch das Display-Layout, denn der Bildschirm für die Bordinstrumente und der zentrale Bildschirm in der Fahrzeugmitte sind optisch mit einer Brücke verbunden. Wer sich darunter nun gar nichts vorstellen kann, der denke nun an einen hochtechnisierten Führerstand eines Zuges.

Einer gesonderten Erwähnung wert ist das Head-up Display mit Augmented-Reality-Technologie, das stets in Echtzeit alle Weisungen des Navigationssystems sowie Informationen zur zulässigen Höchstgeschwindigkeit ausspuckt – sehr praktisch. Sollte die Sonne mal direkt in den Innenraum hineinbrutzeln, sind die Bildschirme trotz alledem gut ablesbar.

Leichten Ärger handelt sich der EV6 für die wackelige Mittelkonsole ein, die im wahrsten Sinne des Wortes die Bodenhaftung verloren hat und entsprechend frei schwebend umgesetzt wurde. Wenn man allerdings nicht zu sehr an ihr rüttelt, fällt dies nicht ins Gewicht. Stattdessen darf man sich an der hochwertige Beschaffenheit der Konsole sowie an dem bequemen Drehschalter für die Gangwahl erfreuen.

Nicht nur die Augen, sondern auch das Gesäß dürfte sich geschmeichelt fühlen – zwar nicht wegen der schicken Mittelkonsole, aber dafür von den bequemen Sitzen mit viel Seitenhalt. Die Sitzbezüge wurden aus über 100 recycelten Plastikflaschen pro Auto hergestellt – vorbildlich! Von den Kopfstützen sollten Sie sich allerdings nicht allzu viel versprechen – die brechen nämlich mit der ergonomischen Auslegung der Sitze und sind leider schlecht einstellbar. Vorsicht ist auch bei der Bedienung der unteren Knopfreihe unter dem Zentralbildschirm geboten: Die Tasten wurden recht weit unten positioniert und erfordern deshalb vollste Bedienkonzentration, leider auch während der Fahrt.

Auf den Rücksitzen werden die Insass:innen zwar mit viel Beinfreiheit, aber mit weniger Kopffreiheit verwöhnt. Die Designkomponenten außen fordern eben ihren Tribut, und in diesem Fall geht das Vermächtnis der abfallenden Dachlinie zu Lasten der hinten Sitzenden. Außerdem beachtlich: Die unterhalb der Sitze befindliche Batterie sorgt dafür, dass der Boden in der zweiten Sitzreihe gerade ausfällt.

Schade daran ist letzten Endes, dass der verringerte Abstand zwischen Boden und Sitzkante besonders langbeinigen Zeitgenoss:innen Probleme bei der Suche nach der idealen Sitzposition bereiten könnte. Zusätzlich sorgen die Form des Autos, und die ziemlich massiven C-Säulen leider für einen bescheidenen Blick nach hinten.

Auch in puncto Innenraum fällt das Urteil nicht gerade leicht: Kia beweist enormen Innovationsmut, während VW sein Technik-Know-how spielen lässt. Würde man uns an den Pranger stellen und mit gezückter Waffe nach einem spontanen Favoriten fragen: Dann fiele unsere Wahl bezüglich des Interieurs wohl eher auf den VW ID.5.

3. Kofferraum

In Sachen Kofferraum nehmen sich unsere zwei Vergleichskandidaten tatsächlich nicht viel: Stehen die Rücksitze, passen in den ID.5 549 Liter Gepäck in den Kofferraum. Gerade mal 7 Liter weniger sind es im EV6. De facto lassen sich also sieben Ein-Liter-Flaschen weniger in den Gepäckraum packen – unserer Meinung nach ziemlich verkraftbar.

Sind die Rücksitze allerdings umgelegt, kommt dem ID.5 seine höhere Bauweise zugute: So schluckt der Wolfsburger Crossover 1.561 Liter, der EV6 hat in diesem Falle ein Kofferraumvolumen von 1.352 Litern zu bieten. Trotzdem dürfte das Gepäckabteil des EV6 für mehr als nur einen Wocheneinkauf genügen.

Einen gut gemeinten Rat möchten wir Ihnen aber noch mit auf den Weg geben: Sollten Sie sich für das höherklassige Soundsystem mit Subwoofer im EV6 entscheiden, landet die Bassbox unter dem Kofferraum und beansprucht so den Platz für sich, an dem normalerweise die Ladekabel gelagert werden würden. Überlegen Sie sich gut, ob Sie um des guten Klanges willen die Kabel lieber stets offen im Kofferraum mitführen möchten.

VW ID.5
Kia EV6
Minimales
Ladevolumen [l]
549 542
Maximales
Ladevolumen [l]
1.561 1.352
Frunk [l] 52

Das macht VW gut:

+ Hohe Reichweite

+ Voluminöser Kofferraum

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Das gefällt uns am EV6:

+ Modernes Design

+ Gelungene Verarbeitung

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4. Motoren und Akku

Damit sich die zur Auswahl stehende Anzahl an Motorisierungen besser einprägt, haben wir eine kleine Eselsbrücke vorbereitet: Man nehme die Ziffer im Modellnamen und subtrahiere davon drei – et voilà, so viele Motorenvarianten stehen bei dem jeweiligen Modell zur Wahl.

Wenden wir die Methode doch gleich mal in der Praxis an: Das Modell heißt ID.5. Also, 5 minus 3 ergibt 2. Ha! Die Formel beweist hier ihre Gültigkeit, denn beim ID.5 können Sie in der Tat zwischen 174 oder 204 PS wählen. In beiden Fällen beträgt die Batteriekapazität 77 kWh, die Reichweite unterscheidet sich mit 516 beziehungsweise 521 Kilometern nur marginal.

Die kräftigere Variante beschleunigt etwas schneller und verbraucht im Schnitt statt 16,9 “nur” 16,6 kWh Strom pro 100 Kilometer. Ehrlich gesagt: Ein wenig wundern kann man sich schon darüber, dass sich die Motorenvarianten nicht signifikant voneinander unterscheiden. Wer auf 2 Sekunden bei der Beschleunigung und auf 0,3 kWh weniger Verbrauch verzichten kann, kann durch die Wahl des Standardmotors “Pro” bares Geld sparen.

Nun zum Kia EV6: 6 minus drei ergibt genau drei. Darf man beim EV6 tatsächlich zwischen drei Varianten wählen? Ja und nein. Unsere mit Mühe elaborierte Formel stimmt angesichts der Existenz der drei Motoren in den Leistungsstufen 170 PS, 229 PS und 326 PS. Die beiden ersten kommen mit Zweiradantrieb, der stärkste erhält einen Allradantrieb.

Fehlerhaft wird die Formel spätestens dann, wenn der versprochene 585-PS-Allradantrieb noch im Jahre 2022 erscheint. Wer sich für diese Variante entscheidet, sobald sie zur Verfügung steht, sprintet mit dem EV6 in sagenhaften 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das ist wahrlich rennwagentauglich!

VW ID.5 Kia EV6
Leistung [PS] 174/204 170/229/326
Batteriekapazität
[kWh]
77 58/77,4/77,4
Reichweite [km] 516-521 394-528
Vmax [km/h] 160 185
Beschleunigung
0–100 km/h [s]
8,4-10,4 5,2-8,5

5. Lademöglichkeiten

Gerade an der Schnellladestation laufen der ID.5 und der EV6 zu ihrer Höchstform auf: Magere 6 bis 7 Minuten benötigt der ID.5, um 100 Kilometer Reichweite in sich aufzusaugen. Wer den EV6 an die elektrische Zapfsäule hängt, wird seinen Wagen innerhalb von 18 Minuten dank 800-Volt-Ladetechnik von 20 auf 80 Prozent laden können.

Optimal, um auf längeren Fahrten ein schmackhaftes Käse- oder Wurstbrot zu verschlingen, einen warmen Kaffee in den Rachen zu kippen und genauso wie das Elektro-Gefährt wieder Kraft zu tanken. Sollen nur 100 Kilometer Reichweite gewonnen werden, reichen auch kurze 5 Minuten am Stecker.

Bekanntermaßen dauert es allerdings etwas länger, wenn der Stromer von der heimischen Steckdose zehrt: Bei beiden Fahrzeugen können Sie getrost von weit über 30 Stunden Ladedauer zuhause ausgehen. Wer im Besitz einer Wallbox ist, tut sich einen echten Gefallen, und muss auf das Auto für die Ladung von 0 auf 100 Prozent nur etwa 8 Stunden warten.

Nice to know: Beide Modelle sind zu bidirektionalem Laden fähig. Heißt konkret: Mit dem passenden Steckeradapter können Sie an Ihrem Kia EV6 oder VW ID.5 auch eine E-Bike-Batterie laden oder eine Mikrowelle betreiben.

VW ID.5 Kia EV6
Steckdose
2,3 kW [h]
39 39
Wechselstrom
11 kW [h]
7,5 8
Gleichstrom
[min] (20-80%)
29 18

6. Preise und Fazit

Wie üblich in Elektro-Vergleichen dieser Art müssen wir eine abschließende Bilanz ziehen: Konnte nun der VW ID.5 unser Herz gewinnen oder ist es der Kia EV6, der die Sympathien auf seiner Seite weiß? Aus technischer Sicht sind sich die zwei recht ähnlich, auch die Nomenklatur weist überraschende Überschneidungen auf und Design ist wie immer Geschmackssache.

Da der Einstiegspreis des EV6 jedoch ganze 5.000 Euro unter dem des ID.5 liegt, würden wir preisbewussten Käufer:innen zum koreanischen Stromer raten. Hängen Sie trotz unseres Fazits noch am ID.5, so sei Ihnen versichert, das Sie auch mit dem elektrifizierten Wolfsburger keine falsche Wahl treffen können.

VW ID.5 Kia EV6
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