Alter vs. neuer T-Roc: Was sind die Unterschiede?

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Volkswagen hat es geschafft, den T-Roc zu einem der erfolgreichsten Modelle zu machen. Doch die neue Generation steht vor der Tür und weckt bei vielen die Frage: Hat VW wirklich auf die Kritik gehört und den T-Roc signifikant verbessert?

Wir sind beide uns den neuen T-Roc Generationen gefahren, vergleichen das neue mit dem alten Modell und klären, ob der neue VW wirklich die Lösung für all die „Fehler“ des Vorgängers ist. Und ganz ehrlich – war der alte T-Roc eigentlich so gut, wie alle immer tun?

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Außendesign – Vom Standard-SUV zum ID.-Verwandten

Fangen wir mal mit dem, an was sich jeder als erstes erinnert: dem Design. Der alte T-Roc war ein solider Entwurf. Kein Drama, keine Überraschung, aber nicht abschreckend ungewöhnlich – ein typischer VW. Der Mix aus schnörkellosem Volkswagen-Stil und einer Prise Dynamik war ziemlich gelungen. Klein, wendig und mit einem frechen Auftreten. Mit einer Länge von 4,25 Metern war er groß genug, um als SUV durchzugehen, aber kompakt genug, um nicht in der Stadt zu nerven.

Der neue T-Roc? Ein komplett anderes Kaliber. Ja, er ist gewachsen – 12,2 Zentimeter mehr in der Länge und der Radstand ist auch ein Stückchen länger geworden. Das hört sich erstmal gut an – mehr Platz, mehr Komfort. Aber damit geht auch das „kompakte Gefühl“ verloren, das den alten T-Roc so sympathisch gemacht hat. Der neue T-Roc fährt sich in engen Parkhäusern und bei Parkplatzsuchen schon spürbar größer.

Die Design-Änderungen lassen den Wagen mehr an die ID.-Familie erinnern. Die massive Front und das LED-Lichtband, die fast schon an einen ID.4 erinnern, lassen den T-Roc modern wirken. Aber irgendwie verliert er auch ein Stück seiner ursprünglichen Identität. Der neue wirkt „gestylt“, aber alles andere als zeitlos.

Fazit Außendesign: Der neue T-Roc ist schicker, futuristischer und „moderner“. Aber man sieht ihm heute schon an, dass er vergänglichen Trends folgt und seine Optik ein Verfallsdatum hat.

Innenraum – Mehr Technik, aber auch mehr Kompromisse?

Wenn es eine Sache gibt, bei der der alte T-Roc wirklich ins Schwitzen kam, dann war es der Innenraum. Der Blick auf das Armaturenbrett im ersten Modell ließ einen irgendwie denken: „Ist das alles?“ Es war ordentlich, aber nicht mehr. Da VW 2022 ein kleines Facelift wagte, wurde zumindest das Infotainment aufgerüstet und das digitale Cockpit kam ins Spiel. Aber insgesamt war es eben immer noch ein bisschen… naja, „altbacken“.

Der neue T-Roc ist da eine andere Liga. Hier merkt man sofort, dass VW mehr auf den digitalen Schick setzt: Der Bildschirm ist riesig – 12,9 Zoll im Vergleich zu 9,2 Zoll beim Vorgänger. Die Technik ist nun ganz vorne mit dabei, das Infotainment ist einfach moderner, und es gibt zum Glück physische Lenkradtasten statt Touch. Die unangenehmen Touchslider am zentralen Touchscreen bleiben allerdings.

Der Innenraum des neuen T-Roc wirkt hochwertiger – das muss man ihm lassen. Schönere Materialien und eine clevere Gestaltung des Armaturenbretts machen den Wagen wertiger. Kann der neue den alten übertreffen? In meinen Augen definitiv ja! Der neue T-Roc kommt mit einem viel moderneren Interieur, dass auf Höhe der Zeit liegt, auch wenn nicht alles total hochwertig wirkt. So ist beispielsweise das Digitalinstrument zeitgemäß und informativ, aber nicht wirklich schick.

Fazit Innenraum: Der neue T-Roc fühlt sich moderner an und hat bei der Materialqualität zugelegt. Freudige Begeisterung kommt dabei aber nicht auf. Es ist vielmehr so, dass VW ein paar Schwächen gezielt beseitigt hat, andere bleiben weiter bestehen.

Fahrgefühl – Immer noch angenehm unspektakulär

Jetzt wird’s interessant: das Fahrgefühl. Der alte T-Roc war keine Fahrmaschine. Wer ein richtig sportliches SUV wollte, war beim T-Roc falsch. Aber er ausreichend flink, wendig und vor allem im Alltag ziemlich angenehm. Der Frontantrieb hatte jedoch seine Tücken. Gerade bei eingeschlagenen Rädern beim Abbiegen kämpfte der T-Roc manchmal mit der Traktion. Aber hey, dafür konnte man auch entspannt in der Stadt fahren und kam super durch den Feierabendverkehr.

Im neuen T-Roc hat sich wenig geändert. Er fährt sich weiterhin angenehm unspektakulär – was in der Praxis für den Alltag mehr als genug ist. Das Fahrverhalten ist immer noch so, dass er sich im Stadtverkehr gut macht, aber auch auf Landstraßen oder Autobahnen seinen Platz findet. Doch auch der neue T-Roc hat seine Macken. Das Bremspedal lässt sich nicht immer so gut dosieren, wie man es sich wünscht, da die Abschaltung des Motors beim Bremsen und das Herunterschalten bei der Verzögerung manchmal eine unvorhersehbare Reaktion hervorrufen. Es fühlt sich nicht direkt „schwammig“ an, aber es ist einfach nicht so feinfühlig, wie man es von einem modernen Auto erwarten würde.

Fazit Fahrgefühl: Der neue T-Roc fährt sich gut – aber das war’s auch schon. Wer vom neuen T-Roc einen „sportlichen“ erwartet, wird hier enttäuscht, aber für den Alltag reicht’s vollkommen.

Preis-Leistungs-Verhältnis – Zahlt sich der T-Roc wirklich aus?

Und nun zum wichtigsten Punkt für viele: der Preis. Der alte T-Roc war – verglichen mit seinen Konkurrenten – nicht unbedingt ein Schnäppchen. Er war eine gute Wahl, aber für den Einstiegspreis von rund 27.000 Euro gab es nicht viel mehr als ein grundlegendes Ausstattungspaket. Unser Testwagen der ersten Generation, ein 150-PS-Modell, lag schon bei knapp 37.000 Euro. Klar, das war damals noch ein anständiger Preis, aber irgendwie war man bei diesem Preisniveau schon bei den „großen“ VW-Preismodellen.

Der neue T-Roc startet bei rund 30.845 Euro für das Basismodell. Das sind knapp 800 Euro mehr als beim Vorgänger, aber dafür gibt es auch ein Mildhybrid-System und eine Reihe neuer Assistenzsysteme. Die „R-Line“-Variante mit 150 PS geht bei 42.460 Euro los – also fast 5.000 Euro mehr als beim alten Modell in der gleichen Ausstattung. Für den Aufpreis bekommt man mehr Technik, mehr Platz und ein bisschen mehr Komfort.

Aber ist das wirklich der „Mehrwert“? In meinen Augen, nein. VW ist definitiv nicht günstiger geworden. Wer auf der Suche nach einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis ist, wird beim neuen Modell enttäuscht sein.

Fazit Preis-Leistung: Der neue T-Roc ist definitiv teurer geworden, und ob der Aufpreis wirklich gerechtfertigt ist, bleibt fraglich. Wenn du auf der Suche nach einem Schnäppchen bist, wirst du eher enttäuscht. Da gibt’s in der gleichen Preisklasse durchaus schon größere Konkurrenzmodelle.

Fazit – Der beste T-Roc hat seinen Preis

VW hat es definitiv geschafft, den neuen T-Roc zu modernisieren und beizubehalten, was beim alten Modell gut funktionierte. Besonders gelungen ist das an den Stellen, an denen man auf die Kritik der Kundschaft gehört hat: allen voran bei den physischen Lenkradtasten. Dazu ist der T-Roc so geräumig wie nie zuvor.

Doch er ist auch nicht mehr so kompakt und kratzt bereits am unteren Ende des Kompakt-SUV-Segments. Dazu kommt der enorme Preis, für den es bei der Konkurrenz bereits deutlich größere Modelle gibt.

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