Audi SQ7

Bärenstarker Diesel-SUV mit eindrucksvollem Auftritt

9/10
Wow-Wertung
Unsere Fachleute vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Sehr gutes Handling
  • Sehr komfortabel
  • Bis zu 7 Sitze
  • Mit Extras sehr hoher Preis
  • Mäßig intuitive Bedienung
  • Schlechte Rundumsicht

93.288 € Preisklasse

5 Sitze

12 - 7,4 l/100km

Test

Der Audi SQ7, der es in seiner Klasse mit einem BMW X5, Mercedes GLE, Porsche Cayenne, Range Rover Sport, Volvo XC90 oder VW Touareg zu tun hat, fährt sich heute dank einer Gewichtskur überraschend handlich, spielerisch und unkompliziert. Die Allradlenkung nimmt dem SQ7 gefühlt einen Meter an Länge. Mit der serienmäßigen Luftfederung schwebt er über die Straße.

Wenn man im Audi SQ7 jedoch nichts vermisst, dann hat man ein Problem: Der Preis steigt weit über den Einstiegspreis. Bestellt man den SQ7 mit reizvollen Extras wie dem volldigitalen Cockpit, der Allradlenkung und dem vollen Satz an Fahrassistenz, rückt die Sechsstelligkeit schneller näher, als es einem vielleicht lieb ist – was wirklich einer der wenigen Nachteile des Audi SQ7 ist.

Im Vergleich zum Vormodell fallen Q7 sowie SQ7 zwar minimal kürzer und schmaler aus, aber im Innenraum bietet der Audi SUV deutlich mehr Knie-, Kopf- und Schulterfreiheit, bis zu sieben Sitzgelegenheiten und einen Kofferraum, der zu den größten im SUV-Segment gehört.

Alle Sitze in der zweiten und dritten Reihe verfügen über Isofix-Halterungen für Kindersitze. Damit lassen sich bis zu sechs Kindersitze befestigen – rekordverdächtig.
Das Cockpit des SQ7, wirkt so gediegen, wie man es aus Ingolstadt gewöhnt ist. Die Schiebe- und Drehregler fassen sich edel an. Die Liebe zum Detail ist groß.

Die Bedienung, die sich erst nach etwas Eingewöhnung voll erschließt, geht am griffgünstig platzierten MMI-Touchpad oder an den Lenkradtasten leicht von der Hand oder per Sprachsteuerung vonstatten. Auf Wunsch ist auch das grandiose Audi virtual cockpit mit seinem brillanten 12,3-Zoll-TFT-Bildschirm direkt hinter dem Lenkrad mit an Bord.

Optional erhält man den Audi SQ7 mit sieben Sitzen. Bei voller Sitzbelegung kommen immer noch 235 Liter hinter den Sitzen sechs und sieben unter. Packt man dagegen im fünfsitzigen SQ7 unter der optional per Gestensteuerung zu öffnenden elektrischen Heckklappe ein, passen gewaltige 805 Liter auf die Ladefläche. Wird die Rückbank flachgelegt, sind es enorme 1.990 Liter Gepäck, die sich bequem einladen lassen, weil die Ladekante im Vergleich zum Vormodell um fast fünf Zentimeter abgesenkt wurde.

In Fahrt wirkt der SQ7 gefühlt einen Meter kürzer als die realen 5,07 Meter. Dies liegt auch an der Allradlenkung, die man sich schon deshalb leisten sollte. Die mitlenkenden Hinterräder machen den SUV spürbar agiler und verkleinern den Wendekreis um bis zu einen Meter. In schnellen oder engen Kurven neigt der Q7 kaum zum Wanken und Untersteuern. Der sänftenartig wattige Komfort des Audi gehört zum Besten, was in der SUV-Klasse zurzeit geboten wird.

Die Luftfederung senkt die SQ7-Karosse bei schneller Fahrt, bei der von Wind- und Motorgeräuschen immer noch wenig zu hören ist, um bis zu drei Zentimeter ab. Bei langsamer Fahrt lässt sie sich um bis zu sechs Zentimeter anheben. Außerdem kann man manuell aus vier Modi namens auto, comfort, dynamic und lift wählen.

Technische Daten

Abmessungen und Maße
Länge 5,07 Meter
Breite 1,97 Meter
Höhe 1,74 Meter
Kofferraumvolumen 805 bis 1.990 Liter
Türen 5
Leergewicht 2.345 bis 2.405 Kilogramm
Zuladung 625
Zulässiges Gesamtgewicht 3.030 bis 3.200 Kilogramm
Zulässiges Anhängelast ungebremst / gebremst 750 / 3.500 Kilogramm

Das Topmodell beschleunigt vehement. Dank der 900 Newtonmeter und 435 PS sprintet der SQ7 in 4,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Ein sogenannter Soundaktuator verstärkt dabei den Achtzylinderklang. Alle 100 Kilometer entweichen mit dem 4.0 TDI 7,2 bis 7,6 Liter dem 85-Liter-Tank – zumindest auf dem Papier.

Ein 48 Volt Bordnetz und ein elektrischer Verdichter sorgen dafür, dass der mit zwei Turbos ausgestattete SQ7 fast ohne Turboloch auskommt und einen unvergleichlichen Antritt aus dem niedrigen Drehzahlbereich besitzt.

4.0 V8 TDI
Hubraum [ccm] 3.956
Leistung [PS] 435
Getriebe 8-Gang-Automatik
0-100 km/h [s|
Höchstgeschwindigkeit [km/h]
4,8 | 250
Kraftstoff Diesel

Der Allradantrieb und die elektronischen Fahrassistenten machen auch den Audi SQ7 zur sicheren Partie. Serienmäßig sind in jedem Q7 sechs Airbags, der Anfahrassistent, die Pausenempfehlung, der Tempomat mit einstellbarem Geschwindigkeitsbegrenzer, die hintere Einparkhilfe sowie die Sicherheitssysteme Audi pre sense basic oder Audi pre sense city inklusive.

Das erste System arbeitet präventiv, indem es bei Unfallgefahr schon die Gurte elektrisch strafft, die Fenster schließt und die Warnblinkanlage aktiviert. Das zweite System erkennt mit der Frontkamera an der Windschutzscheibe bei Geschwindigkeiten bis zu 85 km/h andere Verkehrsteilnehmer und auch Fußgänger und leitet im Notfall in Arbeitsunion mit dem Bremsassistenten eine autonome Vollbremsung ein.

Mit dem Assistenzpaket Tour erhält man als wichtigstes Extra den Abstandsregeltempomat mit Stop&Go-Funktion, die im Geschwindigkeitsbereich von 0 bis 65 km/h aktiv sein kann. Zum Assistenzpaket Stadt gehören der kurzfristig selbst das Lenken übernehmende Spurwechselassistent, der Toter-Winkel-Assistent und der Querverkehrassistent, der den Fahrer beim Heraussetzen aus einer Querparklücke warnt oder beim Ausstieg, wenn sich von hinten Fahrzeuge oder Fahrräder nähern.

Dann flackert beim Öffnen der Tür ein warnendes LED-Licht. Ebenfalls zum Paket gehört der für Hängerfahrer praktische Anhängerassistent. Schaltet man in den Rückwärtsgang, dann stellt er kontinuierlich den Winkel ein, in dem man zurücksetzen möchte. Das Assistenzpaket Parken beinhaltet den Parkassistenten und die Umgebungskameras.

Zur Serienausstattung des SQ7 gehören 20-Zoll-Leichtmetallfelgen, ein adaptives Luftfahrwerk, Sportsitze vorne, das Multifunktions-Sportlederlenkrad inklusive Schaltwippen, die Komfortklimaautomatik und das Fahrerinformationssystem mit 7-Zoll-Farbdisplay.

Viele Qualitäten eines SQ7 offenbaren sich erst bei den Extras. Das hervorragende Audi virtual cockpit kann bereits zum kaufentscheidenden Kriterium werden, das die SUV-Kollegen von Mercedes oder BMW nicht anbieten.

Der prädiktive Effizienzassistent ist ein Vorbote vom autonomen Fahren, weil er sich mit den Berechnungen des Navigationssystems, der Kameradaten und der Radarsensoren ein Bild von der kommenden Strecke macht und Tempolimits, Ortsschilder, Kurven und Kreisverkehre schon zuvor erkennt und mit pulsierendem Gaspedal rät vom Gaspedal zu gehen oder das Beschleunigen selbst übernimmt.

Mit LTE geht es flott ins Internet. Mit dem Smartphone, das optional induktiv ladbar ist, lassen sich der Ladevorgang und das Innenraumklima fernsteuern oder der Batteriestatus abrufen, denn mit dem Audi smartphone interface sind Apple CarPlay und Google Android Auto inklusive.

Ordert man zusätzlich auch noch das 1.920-Watt-Soundsystem mit 23 Lautsprechern, das auch im Bentley Bentayga eingebaut wird, zahlt man dafür einen deftigen Aufpreis, aber effektiv spart man, denn der Bentayga basiert auf dem Audi Q7, kostet aber rund 150.000 Euro mehr.

Zusammenfassung

Der Fortschritt gegenüber dem alten Q7 ist riesig. Das merkt man vor allem beim Topmodell SQ7 und dessen fortschrittlichen Achtzylinder-Turbomotor mit nahezu nicht bemerkbarem Turboloch. Der SUV aus Ingolstadt überzeugt nicht nur mit dem außergewöhnlich großen Platzangebot, sondern mit seinem sänftengleichen Komfort, überraschend spielerischem Handling und Extras, die sich bei anderen SUVs der Oberklasse noch gar nicht im Angebot befinden. Das macht den Audi SQ7 nicht von der Form, aber vom Fahren zu einem der souveränsten Power-SUVs.

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