Dein Weg zum neuen Auto
Der VW ID. California ist bestätigt. Noch zeigt VW kaum Details – unsere Renderings zeigen, wie der elektrische Camper aussehen könnte.
Es ist bestätigt! Volkswagen elektrifiziert eines seiner bekanntesten Reiseauto-Konzepte: Mit dem VW ID. California Cruise soll erstmals ein vollelektrischer Camper aus Wolfsburg auf den Markt kommen. Die Basis liefert wenig überraschend der ID. Buzz – und damit ein Auto, das optisch ohnehin schon ziemlich nah am modernen Bulli ist. Seine Premiere feiert der neue Elektro-Camper am 28. August 2026 auf dem Caravan Salon in Düsseldorf.
Noch hält sich Volkswagen mit Details allerdings auffällig zurück. Mehr als ein erstes Teaserbild gibt es bislang nicht. Wir haben deshalb überlegt, wie ein seriennaher ID. California aussehen könnte – und uns dabei sowohl am Teaser als auch am aktuellen ID. Buzz und am klassischen California-Konzept orientiert.

ID. Buzz trifft California: Viel ändern müsste VW außen gar nicht
Die gute Nachricht für Volkswagen: Der ID. Buzz bringt eigentlich schon fast alles mit, was ein moderner Elektro-Camper optisch braucht. Die kurze Front, die große Glasfläche und die kantige Van-Silhouette erinnern ohnehin stärker an den klassischen Bulli als viele seiner direkten Vorgänger.

Deshalb haben wir bei unseren Renderings bewusst darauf verzichtet, aus dem ID. California ein völlig neues Auto zu machen. Unser Entwurf bleibt klar als ID. Buzz erkennbar. Dazu gehören die typische Front mit schmalen LED-Scheinwerfern, das große VW-Logo und die weit nach vorne gezogene Frontscheibe.
Etwas mehr Camping-Charakter bekommt das Auto durch eine warme Zweifarblackierung und zurückhaltende California- beziehungsweise Cruise-Details. Denkbar wären außerdem eigene Felgen und kleinere optische Änderungen an Stoßfängern oder Seitenschwellern. Viel mehr dürfte VW unserer Einschätzung nach gar nicht benötigen.
Schließlich bestätigt Volkswagen bereits, dass der ID. California Cruise auf dem ID. Buzz basiert und sich einen Großteil seiner Technik mit dem Elektro-Van teilen dürfte.
Aufstelldach wäre logisch – im Teaser fehlt es aber noch
Bei einem California denkt man fast automatisch an ein Aufstelldach. Genau deshalb haben wir auch eine Variante unseres ID. California mit ausgefahrenem Dach dargestellt. Damit könnten zwei zusätzliche Schlafplätze entstehen, während im unteren Bereich weiterhin eine umklappbare Sitzbank Platz findet.

Ob Volkswagen diesen Weg tatsächlich geht, ist allerdings noch völlig offen.
Das bisher veröffentlichte Teaserbild zeigt kein erhöhtes Dach und auch kein klassisches Aufstelldach. Möglich wäre, dass der ID. California Cruise zunächst eine eher einfach gehaltene Einstiegsversion werden könnte. Wir gehen davon aus, dass das gezeigte Teaserbild vermutlich noch nicht die maximal ausgebaute Camper-Variante darstellt.
Das wäre durchaus nachvollziehbar. Ein Aufstelldach bringt zusätzliches Gewicht, verändert die Aerodynamik und damit auch die elektrische Reichweite. Gerade bei einem Elektro-Camper dürfte VW sehr genau abwägen müssen, welche Ausstattung sinnvoll ist.
Spannend ist außerdem: Volkswagen spricht bereits von einer ganzen Generation elektrischer Camper, die bis 2028 entstehen soll. Ein umfangreicher ausgestatteter ID. California mit Aufstelldach könnte also durchaus später folgen.
Innenraum: ID. Buzz vorne, California hinten
Noch interessanter wird es im Innenraum. Unser Entwurf kombiniert deshalb zwei Welten: Das Cockpit bleibt eng am normalen ID. Buzz, während hinter den Vordersitzen typische California-Elemente einziehen.
Vorne erwarten wir keine großen Überraschungen. Das kleine digitale Fahrerdisplay, der zentrale Touchscreen und das grundsätzlich eher minimalistische Cockpit des ID. Buzz dürften weitgehend übernommen werden. Für einen Camper wäre das sogar sinnvoll – Volkswagen müsste keine komplett neue Armaturenlandschaft entwickeln.

Dahinter könnte es wesentlich wohnlicher werden. Unser Konzept sieht drehbare Vordersitze, einen herausnehmbaren beziehungsweise klappbaren Tisch, helle Möbeloberflächen und eine kompakte Küchenzeile vor. Eine solche Lösung würde ziemlich genau das bieten, was California-Kundinnen und -Kunden seit Jahren erwarten: tagsüber Wohn- und Essbereich, nachts Schlafplatz.
Genau hier liegt allerdings die größte offene Frage. Der normale ID. Buzz besitzt zwei seitliche Schiebetüren. Dadurch fehlt der klassische Platz, an dem im heutigen California normalerweise eine fest verbaute Küchen- und Schrankzeile sitzt. Volkswagen hat bislang nicht verraten, wie dieses Problem gelöst wird.
Denkbar wären deshalb modulare Möbel, eine schmalere Küche oder sogar herausnehmbare Campingboxen. Ein flexibles Konzept würde außerdem gut zum ID. Buzz passen und den Wagen im Alltag vielseitiger machen.
Schlafen ist dagegen schon ziemlich sicher
Einen Hinweis liefert das offizielle Teaserbild bereits: Zu erkennen ist eine Rückbank, die offenbar auch als Bett genutzt werden kann. Damit scheint zumindest klar zu sein, dass der ID. California Cruise mehr werden soll als ein ID. Buzz mit ein paar Camping-Stühlen im Kofferraum.
Unsere Vorstellung wäre deshalb eine verschiebbare Zweier- oder Dreierbank, die sich zusammen mit einer hinteren Ablage zu einer ebenen Liegefläche umbauen lässt. Darunter könnte Volkswagen Stauraum für Gepäck, Ladekabel oder Campingausrüstung schaffen.
Gerade beim Elektro-Camper wäre eine clevere Raumnutzung besonders wichtig. Denn zusätzliche Möbel, Wasserbehälter und Campingausrüstung erhöhen das Gewicht – und jedes zusätzliche Kilo kann am Ende etwas Reichweite kosten.
Bis zu 485 Kilometer – zumindest beim normalen ID. Buzz
Bei der Technik dürfte Volkswagen tief ins bestehende ID.-Buzz-Regal greifen. Der Elektro-Van wird aktuell mit verschiedenen Batterie- und Antriebsversionen angeboten. Je nach Variante stehen 190 bis 340 PS zur Verfügung. Die offiziellen WLTP-Reichweiten reichen von 359 bis 485 Kilometern, geladen werden kann mit bis zu 200 kW.
Welche Kombination Volkswagen für den ID. California auswählt, steht noch nicht fest.
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Für einen Camper dürfte allerdings vor allem die größere Batterie interessant sein. Auf Reisen zählt schließlich weniger die maximale Beschleunigung als eine möglichst große Reichweite. Ein heckgetriebener ID. California mit dem größeren Akku erscheint deshalb besonders plausibel.
Die offiziellen 485 Kilometer des ID. Buzz sollte man beim Camper trotzdem nicht einfach übernehmen. Campingausbau, höheres Gewicht und möglicherweise ein Aufstelldach dürften den Verbrauch erhöhen. Realistisch könnte der ID. California daher etwas früher an die Ladesäule müssen.
Immerhin kann der aktuelle ID. Buzz mit bis zu 200 kW laden. Gerade auf längeren Urlaubsfahrten wäre eine hohe Ladeleistung wichtiger als ein paar Kilometer zusätzliche theoretische Reichweite.
Unser ID. California erscheint gar nicht so unrealistisch
Unsere Bilder zeigen nicht das offizielle Serienmodell, sondern unsere Vorstellung davon, wie ein umfangreich ausgestatteter VW ID. California aussehen könnte.
Vor allem beim Aufstelldach und der festen Küchenzeile gehen unsere Renderings deutlich über das hinaus, was Volkswagen bislang gezeigt hat. Der offizielle Teaser deutet momentan eher auf einen einfacheren Camper mit Schlafbank hin.
Trotzdem könnte unser Entwurf zeigen, wohin die Reise später geht. Denn wenn Volkswagen tatsächlich bis 2028 mehrere elektrische Camper auf den Markt bringen möchte, dürfte der ID. California Cruise kaum das Ende der Entwicklung sein.
Vielleicht sehen wir am 28. August zunächst also nur den Anfang – und der wirklich vollwertige elektrische California folgt erst danach.