Dein Weg zum neuen Auto
Neuer Karoq trotz Elroq: Škoda plant einen Nachfolger mit möglicher Kodiaq-Technik und über 100 km elektrischer Reichweite. So könnte er aussehen.
Eigentlich hätte der Škoda Karoq langsam von der Bildfläche verschwinden können. Mit dem Elroq hat Škoda schließlich bereits ein ähnlich großes Elektro-SUV im Programm. Doch daraus wird nichts: Der Karoq bekommt offiziell einen Nachfolger. Und der könnte erstmals auch mit Stecker kommen.
Škoda hat bereits bestätigt, dass der Nachfolger des seit 2017 angebotenen Kompakt-SUV zum Jahreswechsel 2027/2028 vorgestellt werden soll. Zuvor hatte sogar die Möglichkeit im Raum gestanden, dass der elektrische Elroq seinen Platz im Modellprogramm weitgehend übernimmt. Doch offenbar ist die Nachfrage nach klassischen und teilelektrifizierten Antrieben weiterhin groß genug, um beide Modelle parallel anzubieten.
Neuer Škoda Karoq: So könnte das SUV mit Plug-in-Hybrid aussehen
Wie der nächste Karoq aussehen wird, zeigt Škoda allerdings noch nicht. Wir haben deshalb die aktuelle Designsprache der Marke und jüngere Studien genommen und daraus einen möglichen neuen Karoq entworfen.
So könnte der neue Karoq aussehen
Unser Rendering orientiert sich bewusst stärker an den aktuellen Verbrenner-Modellen als an Elroq oder Epiq. Denn der neue Karoq dürfte kein Elektroauto mit einem anderen Antrieb unter der Haube werden, sondern weiterhin als klassisches SUV erkennbar bleiben.

An der Front haben wir deshalb einen großen, aufrecht stehenden Kühlergrill vorgesehen. Die schmalen oberen LED-Leuchten werden von einem zweiten Lichtmodul ergänzt und greifen damit das für Škoda-SUVs typische Vier-Augen-Motiv auf. Ein ähnliches Konzept verwendet bereits der aktuelle Kodiaq, dessen Front laut Škoda ebenfalls erste Elemente der Designsprache „Modern Solid“ trägt.
Auf das klassische Markenlogo haben wir bei unserem Entwurf verzichtet. Stattdessen steht der Škoda-Schriftzug prominent an der Vorderkante der Motorhaube. Die kantigeren Radhäuser, klareren Flächen und die kräftige Schulterlinie sollen den Karoq moderner wirken lassen, ohne ihn optisch zum kleinen Elektro-SUV zu machen.

In der Seitenansicht bleibt unser Karoq bewusst ziemlich klassisch. Die Dachlinie fällt kaum ab, die Fensterflächen bleiben groß und auch die Dachreling bleibt erhalten. Schließlich dürfte Praktikabilität weiterhin zu den wichtigsten Argumenten des Karoq gehören. Škoda selbst bezeichnet das Modell nach mittlerweile mehr als einer Million produzierten Exemplaren weiterhin als wichtigen Bestandteil seiner SUV-Palette.
Am Heck darf der neue Karoq moderner werden
Etwas stärker haben wir uns am Heck an der elektrischen Škoda-Familie orientiert. Die Rückleuchten sind deutlich schmaler als beim heutigen Karoq und bekommen eine kantige Lichtsignatur. Das passt auch zur Weiterentwicklung von „Modern Solid“: Die Studie Vision O zeigt beispielsweise sehr schmale, T-förmige Rückleuchten und deutlich sauberer gezeichnete Flächen.

Ganz so futuristisch wie die Studie sollte ein Serien-Karoq unserer Meinung nach aber nicht werden. Deshalb bleiben Heckscheibe, Dachspoiler und Stoßfänger relativ konventionell. Der große ŠKODA-Schriftzug über der Heckklappe setzt dagegen die aktuelle Markenlinie fort.
Damit würde sich der Karoq auch optisch klar vom Elroq unterscheiden: Der elektrische Bruder darf futuristischer auftreten, während der Karoq eher wie eine Weiterentwicklung von Kodiaq und aktuellem Karoq wirkt.
Neuer Karoq erstmals als Plug-in-Hybrid?
Noch interessanter als das Design könnte allerdings der Antrieb werden. Ein Plug-in-Hybrid ist bislang zwar nicht offiziell für die neue Generation bestätigt, die Aussagen aus Škoda-Führungskreisen sind allerdings ziemlich eindeutig.
Der damalige Škoda-Chef Klaus Zellmer erklärte gegenüber Autocar, dass die Antriebe des neuen Karoq „sehr vergleichbar“ mit denen des größeren Kodiaq sein sollen. Außerdem bezeichnete er eine elektrische Reichweite von mehr als 100 Kilometern als passend für einen Karoq-Nachfolger.
Damit liegt der Blick auf den Kodiaq iV nahe. Dort kombiniert Škoda einen 1,5-Liter-TSI mit einem Elektromotor. Zusammen kommen beide auf 150 kW beziehungsweise 204 PS. Eine 25,7-kWh-Batterie ermöglicht laut Škoda mehr als 100 Kilometer elektrische WLTP-Reichweite.
Ob der Karoq genau diesen Antrieb übernimmt, ist noch offen. Dass sich Škoda zumindest an dieser Technik orientiert, wäre aufgrund der Aussagen zu den Kodiaq-Antrieben aber plausibel.
Für den Karoq wäre ein solcher Plug-in-Hybrid durchaus interessant: Im Alltag könnten viele Pendler einen Großteil ihrer Strecken elektrisch zurücklegen, während für längere Fahrten weiterhin der Benziner zur Verfügung steht.
Benziner und Diesel könnten ebenfalls bleiben
Der neue Karoq dürfte dabei nicht ausschließlich zum Plug-in-Hybrid werden. Es ist recht wahrscheinlich, dass weiterhin reine Verbrennungsmotoren angeboten werden, wobei sich die Antriebspalette auch hier am Kodiaq orientieren könnte.
Damit würde sich Škoda bewusst mehrere Optionen offenhalten. Wer komplett elektrisch fahren möchte, bekommt bereits den Elroq. Wer weiterhin einen klassischen Verbrenner bevorzugt oder regelmäßig sehr lange Strecken fährt, könnte dagegen beim Karoq bleiben. Und dazwischen würde erstmals der Plug-in-Hybrid stehen.
Gerade diese Aufteilung könnte erklären, warum Škoda den Karoq nun doch weiterführt.
Innenraum: Mehr Kodiaq als heutiger Karoq?
Vom Innenraum der neuen Generation ist bislang ebenfalls nichts bekannt. Auch hier halten wir eine Orientierung am aktuellen Kodiaq für wahrscheinlicher als eine komplette Übernahme des reduzierten Cockpits der Elektroautos.
Denkbar wären ein großes zentrales Infotainmentdisplay, ein digitales Fahrerdisplay und weiterhin einige physische Bedienelemente. Beim Kodiaq setzt Škoda beispielsweise auf die sogenannten Smart Dials, mit denen sich mehrere Fahrzeugfunktionen über Drehregler steuern lassen. Ob diese bis zum Karoq-Nachfolger erhalten bleiben, ist allerdings offen.
Gleichzeitig wird „Modern Solid“ bis zur Vorstellung 2027/2028 bereits deutlich weiterentwickelt sein. Der neue Karoq dürfte deshalb innen wesentlich aufgeräumter aussehen als das heutige Modell.
Wann kommt der neue Škoda Karoq?
Beim Zeitplan ist Škoda inzwischen konkreter. Der Hersteller selbst kündigt die Vorstellung des Karoq-Nachfolgers zum Jahreswechsel 2027/2028 an.
Einen Preis gibt es erwartungsgemäß noch nicht. Zellmer sagte allerdings, Škoda wolle beim neuen Karoq ungefähr das gleiche Preissegment wie beim Elroq treffen und dabei viel Gegenwert bieten.
Bis zur Premiere kann sich vor allem beim Design noch einiges ändern. Unser Rendering ist deshalb keine Vorschau auf ein bereits bekanntes Serienauto, sondern unsere Interpretation anhand der aktuellen Škoda-Modelle und der nächsten Stufe von „Modern Solid“.
Fest steht aber schon jetzt: Der Karoq bekommt noch einmal eine Chance – und könnte dabei vom klassischen Kompakt-SUV zum deutlich elektrifizierteren Gegenstück des Elroq werden.