So könnte Škodas erster Elektro-Kombi aussehen – der Octavia wird elektrisch!

Irene Wallner
Lead Consumer Editor
06. September 2026

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Škoda arbeitet an seiner elektrischen Kombi-Zukunft. Wir zeigen, wie ein möglicher Octavia Electric Combi auf Basis des Vision O aussehen könnte.

Škoda und Kombi – das gehört eigentlich zusammen. Gerade der Octavia Combi ist seit Jahrzehnten eines der Modelle, bei denen die Marke ihre größten Stärken ausspielt: viel Platz, vernünftige Preise und möglichst wenig unnötiger Schnickschnack. Nur ausgerechnet beim Elektroauto fehlt so ein Modell bislang.

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Dabei hatte Škoda bereits 2023 einen rund 4,70 Meter langen vollelektrischen Kombi für 2026 angekündigt. Daraus ist bislang nichts geworden. Stattdessen zeigte die Marke 2025 mit dem Vision O einen deutlich konkreteren Ausblick auf ihre elektrische Kombi-Zukunft. Ein Serienmodell auf Basis dieser Studie ist offiziell vorgesehen – allerdings erst im kommenden Jahrzehnt.

Škodas erster Elektro-Kombi sollte 2026 kommen – so könnte der Octavia Electric aussehen

Wir haben uns deshalb gefragt: Wie könnte ein seriennaher elektrischer Octavia Combi aussehen, wenn Škoda die Ideen des Vision O mit seiner aktuellen Designsprache verbindet? Genau das zeigen unsere Renderings.

Wichtig dabei: Die Bilder zeigen keine offiziellen Škoda-Entwürfe. Auch der Name Octavia Electric ist bislang nicht bestätigt. Unsere Renderings sind eine Interpretation dessen, was auf Basis der bislang bekannten Informationen denkbar wäre.

So könnte aus dem Vision O ein echter Octavia Electric werden

Der Vision O sieht bewusst nach Zukunft aus. Für ein Serienauto dürfte Škoda aber einige der auffälligsten Konzeptdetails wieder zurücknehmen. Genau hier setzen unsere Renderings an.

Skoda-Octavia-Electric-Combi-Render-Front

Die grundlegende Idee der Front bleibt erhalten. Ein dunkles, breites Element zieht sich zwischen den schmalen Leuchten entlang und erinnert an das neue Tech-Loop-Gesicht des Vision O. Gleichzeitig orientiert sich die Gestaltung an aktuellen Modellen wie Elroq und Enyaq: klare Flächen, relativ geradlinige Formen und eine zweigeteilte Lichtsignatur statt eines klassischen Kühlergrills.

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Beim Vision O ist das Ganze noch deutlich spektakulärer. Dort kombiniert Škoda das Tech-Loop-Element unter anderem mit sogenannten Cyber Lights und einem beleuchteten Markenlogo. Auch die Aerodynamik spielt bei der Studie eine große Rolle.

Für unsere mögliche Serienversion haben wir das bewusst etwas entschärft. Normale Außenspiegel, konventionelle Türen und Türgriffe sowie realistisch dimensionierte Aero-Felgen machen aus der Studie ein Auto, das tatsächlich in ein paar Jahren beim Händler stehen könnte.

Er soll wie ein richtiger Kombi aussehen

Uns war bei den Renderings außerdem wichtig, den elektrischen Octavia nicht zu einem weiteren Crossover zu machen. Deshalb fällt die Karosserie bewusst lang aus, die Dachlinie bleibt weit nach hinten gezogen und das Heck steht vergleichsweise steil.

Skoda-Octavia-Electric-Combi-Render-Seite

Genau diese klassische Kombi-Silhouette könnte für Škoda am Ende ein wichtiger Vorteil sein. Während sich ein Großteil der Elektromodelle weiterhin auf SUVs konzentriert, könnte ein elektrischer Octavia eine deutlich niedrigere und aerodynamischere Alternative für Familien und Vielfahrer darstellen.

Der Vision O geht bereits in diese Richtung, ist mit 4,85 Metern Länge, 1,90 Metern Breite und 1,50 Metern Höhe allerdings ziemlich groß. Damit positioniert sich die Studie größenmäßig zwischen Octavia und Superb. Für uns ist sie ebenfalls ein möglicher Ausblick auf einen künftigen Octavia-Nachfolger.

Unsere Interpretation bleibt deshalb etwas klassischer: lang genug, damit das Auto unmissverständlich als Kombi durchgeht, aber nicht so wuchtig, dass daraus praktisch ein elektrischer Superb wird.

Das Heck übernimmt die spannendste Idee des Vision O

Besonders viel vom Konzept haben wir am Heck übernommen. Der Vision O besitzt auffällige T-förmige Rückleuchten, deren horizontale Elemente weit Richtung Fahrzeugmitte reichen. Genau diese Idee könnte unserer Meinung nach auch bei einem Serienmodell funktionieren.

Skoda-Octavia-Electric-Combi-Render-Heck

In unseren Renderings sind die Leuchten deshalb weiterhin klar vom Vision O inspiriert, wurden aber deutlich seriennäher gestaltet. Dazu kommen eine herkömmliche Heckscheibe mit Scheibenwischer, ein normaler Stoßfänger und der mittlerweile typische ausgeschriebene Škoda-Schriftzug.

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Gerade aus der direkten Heckansicht entsteht dadurch ein Auto, das modern aussieht, ohne den klassischen Kombi-Charakter zu verlieren. Und genau das dürfte für einen elektrischen Octavia entscheidend sein: Er müsste neu aussehen, dürfte aber nicht wie ein Experiment wirken.

Mehr als 650 Liter: Beim Platz dürfte Škoda keine Kompromisse machen

Denn beim wichtigsten Kombi-Thema legt Škoda die Messlatte bereits ziemlich hoch. Der Vision O bietet laut Hersteller mehr als 650 Liter Kofferraumvolumen. In der Studie gibt es dazu typische Simply-Clever-Ideen, beispielsweise zusätzliche Ablagen, einen tragbaren Lautsprecher und sogar einen integrierten Kühlschrank.

Dass ausgerechnet das Ladevolumen so stark betont wird, ist kein Zufall. Škoda ist nach eigenen Angaben seit 2016 Marktführer im europäischen Kombi-Segment. Allein vom Octavia Combi wurden seit 1998 rund drei Millionen Exemplare verkauft.

Ein elektrischer Nachfolger kann sich deshalb kaum erlauben, beim Platz plötzlich deutlich schlechter abzuschneiden. Ein flacher Fahrzeugboden und ein langer Radstand könnten gleichzeitig dafür sorgen, dass auch im Fond mehr Platz entsteht.

Akku und Reichweite bleiben noch das große Fragezeichen

Technisch hält sich Škoda dagegen erstaunlich bedeckt. Für die Serienversion des Vision O gibt es bislang weder eine bestätigte Batteriegröße noch Leistungs-, Reichweiten- oder Ladeangaben.

Fest steht lediglich, dass das spätere Serienfahrzeug auf einer zukünftigen Plattform des Volkswagen-Konzerns basieren soll. Škoda nennt außerdem hohe Effizienz und gute Aerodynamik als wichtige Entwicklungsziele.

Gerade bei einem Kombi ergibt das Sinn. Ein solches Auto dürfte stärker als viele kompakte Elektro-SUVs auf Langstreckenfahrer zugeschnitten sein. Welche Reichweite daraus am Ende tatsächlich entsteht, lässt sich heute aber noch nicht seriös sagen.

Dass Škoda nicht einfach bestehende Technik nennt, ist zugleich ein Hinweis darauf, wie weit das Serienauto noch entfernt ist. Der elektrische Kombi dürfte technisch deutlich weiterentwickelt sein als die heutigen MEB-Modelle Enyaq und Elroq.

Aus dem Elektro-Kombi für 2026 wird wohl ein deutlich späteres Auto

Interessant ist vor allem, wie stark sich Škodas Zeitplan verändert hat. 2023 war noch von einem rund 4,70 Meter langen Elektro-Kombi die Rede, der 2026 erscheinen sollte.

Beim Vision O formuliert der Hersteller inzwischen deutlich vorsichtiger: Das daraus hervorgehende Serienauto soll auf einer neuen Konzernplattform basieren und im nächsten Jahrzehnt kommen. Damit spricht vieles eher für einen Marktstart um 2030 als für eine kurzfristige Premiere. Auch bei Carwow rechnen wir derzeit eher mit 2029 oder 2030.

Der aktuelle Octavia dürfte deshalb noch eine ganze Weile erhalten bleiben. Für 2027 zeichnet sich sogar noch einmal eine weitere Überarbeitung des heutigen Modells ab.

Heißt er am Ende wirklich Octavia Electric?

Genau das ist bislang nicht bestätigt. Škoda bezeichnet den Vision O offiziell lediglich als Ausblick auf die Zukunft seiner Kombis. Dass daraus ein elektrischer Octavia werden könnte, liegt trotzdem nahe. Der Octavia Combi ist das wichtigste Kombimodell der Marke und der Vision O liegt von Größe und Konzept her genau in dem Bereich, in dem ein zukünftiger elektrischer Octavia sinnvoll wäre.

Genauso gut könnte Škoda dem Elektro-Kombi aber einen komplett neuen Namen geben und den Octavia zumindest zunächst parallel mit Verbrenner- und Hybridantrieben weiterlaufen lassen.

Unsere Renderings zeigen deshalb weniger einen vermeintlich „geleakten neuen Octavia“ als vielmehr die Frage: Was würde passieren, wenn Škoda den Vision O wirklich zu einem alltagstauglichen elektrischen Octavia macht?

Und irgendwie wirkt die Antwort erstaunlich naheliegend. Kein höhergelegtes SUV, keine extravagante Coupéform – sondern ein langer, praktischer Elektro-Kombi mit großem Kofferraum. Eigentlich genau das Auto, das man von Škoda erwarten würde.