Dein Weg zum neuen Auto
Škoda braucht langfristig einen elektrischen Fabia. Unsere Renderings zeigen, wie stark sich der bekannte Kleinwagen dafür verändern könnte.
Ein elektrischer Škoda Fabia war lange kein Thema – jetzt klingt das plötzlich anders. Škoda-Chef Klaus Zellmer hat bestätigt, dass die Marke langfristig einen elektrischen Nachfolger für den Kleinwagen brauchen wird. Fest beschlossen ist der Stromer allerdings noch nicht. Trotzdem stellt sich schon jetzt die spannende Frage: Wie könnte ein Fabia aussehen, der erst Anfang der 2030er-Jahre auf die Straße kommt?
Unsere Renderings zeigen eine mögliche Antwort. Und die unterscheidet sich ziemlich deutlich vom heutigen Fabia.
Deshalb sieht unser Elektro-Fabia so anders aus
Der aktuelle Fabia wurde bereits 2021 vorgestellt. Mit 4,11 Metern Länge, klassischem Škoda-Grill und vergleichsweise konventionellen Kleinwagen-Proportionen folgt er noch der bisherigen Designsprache der Marke. Ein elektrischer Nachfolger dürfte aber erst viele Jahre später erscheinen – und bis dahin wird sich das Škoda-Design deutlich weiterentwickelt haben.
Deshalb haben wir für unser Rendering nicht einfach den aktuellen Fabia genommen und den Kühlergrill geschlossen. Stattdessen orientiert sich unser Entwurf an den neuesten Škoda-Modellen und Studien.
Besonders wichtig sind dabei Škoda Epiq und Vision O. Der Epiq ist das erste Serienmodell, das die neue „Modern Solid“-Designsprache vollständig übernimmt. Typisch sind das schwarze Tech-Deck Face, klare Flächen und die neue T-förmige Lichtsignatur. Die Vision O geht bereits einen Schritt weiter und zeigt mit dem sogenannten Tech-loop Face, sehr schmalen Leuchten, versenkten Türgriffen und einer nochmals glatteren Karosserie, wie sich diese Designsprache künftig entwickeln könnte.
Aus einem Mix dieser Elemente ist unser Render zum elektrischen Fabia entstanden.
Kein kleiner SUV, sondern weiterhin ein echter Fabia
Trotz des futuristischeren Gesichts sollte ein Elektro-Fabia unserer Meinung nach eines bleiben: ein klassischer fünftüriger Kleinwagen.
Deshalb orientieren sich Länge und Grundform unseres Entwurfs weiterhin ungefähr am heutigen Modell. Die Karosserie bleibt niedrig, das Heck relativ steil und die Motorhaube klar vom Fahrgastraum getrennt. Gleichzeitig könnten kürzere Überhänge und ein längerer Radstand für typischere Elektroauto-Proportionen sorgen.

An der Front verzichten wir auf den bisherigen Škoda-Grill. Stattdessen bekommt der Fabia ein breites dunkles Element mit sehr schmalen LED-Leuchten und einem gut sichtbaren Škoda-Schriftzug. Das greift die Richtung von Epiq und Vision O auf, ohne den Kleinwagen einfach wie eine verkleinerte Studie aussehen zu lassen.

Auch am Heck haben wir die aktuelle Entwicklung weitergedacht. Die schmalen, T-förmigen Rückleuchten orientieren sich an der neuen Lichtsignatur von Škoda, während die große Heckklappe und die insgesamt relativ einfache Form weiterhin typisch Fabia bleiben. Die Vision O zeigt bereits, dass Škoda künftig verstärkt mit einer solchen T-förmigen Lichtgrafik arbeiten will.
Wie viel Elektroauto könnte im Fabia stecken?
Bei der Technik ist derzeit noch deutlich mehr offen als beim grundsätzlichen Gedanken an einen Elektro-Fabia.

Škoda hatte laut CEO Klaus Zellmer bereits einen günstigen elektrischen Kleinwagen auf der verkürzten Plattform des kommenden VW ID. Every1 diskutiert. Innerhalb des Konzerns wurde zunächst allerdings entschieden, dieses besonders günstige Segment Volkswagen zu überlassen. Für einen zukünftigen Fabia kommen deshalb sowohl eine entsprechende günstige MEB-Architektur als auch deren Nachfolger infrage.
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Für Škoda dürfte dabei vor allem der Preis entscheidend sein. Zellmer stellte selbst die Frage in den Raum, ob ein entsprechendes Auto einmal deutlich unter 20.000 Euro oder etwas darüber kosten könnte – betonte aber gleichzeitig, dass dazu noch keine Entscheidung gefallen sei.
Damit wäre der Elektro-Fabia möglicherweise deutlich günstiger als größere Škoda-Stromer und könnte wieder die Rolle übernehmen, die der Fabia schon heute erfüllt: ein relativ günstiger Einstieg in die Marke mit genug Platz für den Alltag.
Elektro-Fabia wohl erst Anfang der 2030er-Jahre
Wer jetzt schon auf einen Fabia mit Elektroantrieb wartet, braucht allerdings Geduld.
Škoda will Fabia, Scala und Kamiq mit Verbrennungsmotor offenbar noch bis in die frühen 2030er-Jahre anbieten. Zellmer nannte sogar einen möglichen Zeitraum bis etwa 2034. Erst wenn diese Modelle langsam auslaufen, muss Škoda elektrische Nachfolger bereitstellen. Einen festen Marktstart für den Elektro-Fabia gibt es daher aktuell nicht.
Dass Škoda-Chef Zellmer inzwischen ausdrücklich von einer batterieelektrischen Version des Fabia spricht, ist trotzdem bemerkenswert. Denn damit wird aus der bislang eher theoretischen Idee eines kleinen Elektro-Škoda wieder ein konkretes Zukunftsthema.
Wie genau er am Ende aussieht, wissen wir noch nicht. Unsere Renderings zeigen deshalb keine offiziellen Bilder, sondern unsere Interpretation eines zukünftigen Fabia – auf Basis der aktuellen Kleinwagen-Proportionen und der Designsprache, die Škoda mit Epiq und Vision O bereits heute zeigt.