Lexus CT Test

Sparsamer Kompakt-Hybrid

7/10
Wow-Wertung
Unsere Auto-Experten vergeben diese Wertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.
  • Bequeme Vordersitze
  • Sicheres Fahrverhalten
  • Drei Jahre Garantie
  • Unübersichtliches Heck
  • Mäßiger Langsamfahrkomfort
  • Schlechte Bremswerte

26.271 € - 38.310 € Preisklasse

5 Sitze

4,1 - 4,4 l/100km

Test

Vollhybrid ist das Kerngeschäft von Lexus und der CT bildet den Einstieg in die Hybridwelt von Toyotas Edelmarke. Und das mit solider und bewährter Technik. Unter der Motorhaube des Lexus CT arbeitet die Hybridtechnik des Toyota Prius Generation 3.

Die spart. Nicht beim Kauf, aber dann. Lexus gibt für den CT einen Verbrauch von knapp über vier Liter/100 km an. Im Test verbraucht der CT 200h mit seinem 136 PS starken Hybridduo aus Vierzylinderbenziner und Elektromotor mehr, aber für einen mit Benzin angetriebenen Kompaktwagen im Format eines Audi A3 oder VW Golf wenig.  

Eingestiegen – Die Sitzposition in den sofort als bequem empfundenen Vordersitzen ist flott gefunden. Der gute Seitenhalt trägt viel zum Sitzkomfort bei. Das Lederlenkrad liegt fein in der Hand und auch vor der Fahrernase ist alles klar. Die Bedienelemente und alle Instrumente liegen gut im Blick. Die Eco-Charge-Anzeige und die Anzeige für das Zusammenspiel der Motoren helfen beim Benzin sparen. 

Das Platzangebot und Raumgefühl entsprechen dem, was man bei 4,35 Meter Länge und 1,76 Meter Breite erwarten darf. Es ist im immer fünftürigen CT vorne luftiger, dahinter etwas enger und ganz hinten im Heck passt mit 375 Liter Kofferraumvolumen so viel Gepäck hinein wie in den Volkswagen Golf (381 Liter). Übersichtlich fällt das Heck aber nicht aus, was die in den höheren Ausstattungslinien serienmäßige Rückfahrkamera zum Bestelltipp macht.

In Fahrt soll der Lexus CT fahraktiver als der Toyota Prius herüber kommen. Das Fahrwerk gefällt im Test nach wenigen Kilometern mit guter Straßenlage und souveräner Fahrsicherheit. Wer dies spüren möchte, steigt auf die Bremse. Für ein Hybridmodell verzögert der CT 200h äußerst energisch und verbindlich – Trotzdem überzeugt die Bremsleistung nicht (dazu mehr im letzten Kapitel dieses Tests).

Wer im Lexus aber Luxus erwartet und Luxus mit Komfort gleichsetzt, sollte zuvor eine Proberunde drehen. Der Geräuschkomfort ist dank der guten Dämmung, wenn nicht Vollgas gegeben wird, gut, aber der Abrollkomfort nicht immer, denn das Fahrwerk des Lexus CT ist straff abgestimmt. Das spürt man besonders bei Langsamfahrt. 

Das CT-Fahren wirkt im ersten Moment sportlich, ist es dann aber doch nicht. Auch weil die leichtgängige Lenkung des CT 200h etwas an Rückmeldung und Direktheit vermissen lässt. Erst im Sportmodus gewinnt die Steuerung mit stärkerem Lenkwiderstand an Kontur.

Wie das Zusammenspiel von Benziner und Elektromotor im Lexus CT 200h gelingt und wie es um den Umfang der Ausstattung und der Sicherheitsausstattung steht, darüber lesen Sie in diesem Test.

Technische Daten

Abmessungen und Maße
Länge 4,35 Meter
Breite 1,77 Meter
Höhe 1,46 Meter
Kofferraumvolumen 375 bis 985 Liter
Türen 5
Leergewicht 1.445 bis 1.540 Kilogramm
Zuladung Keine Angabe
Zulässiges Gesamtgewicht 1.790 bis 1.845 Kilogramm
Zulässige Anhängelast
ungebremst / gebremst
-/-

Ein Hybrid verbraucht wenig und produziert weniger Abgas. Der Hersteller mit der meisten Hybriderfahrung ist Toyota und der bewährteste Hybrid der seit 1997 gebaute Prius. Diese Erfahrung kann man im Lexus CT 200h spüren. 

Die Hybrid

Der 1,8-Liter-Vierzylinderbenziner steuert 99 PS (73 kW) und der Elektromotor 82 PS (60 kW) bei. Die Gesamtleistung des CT 200h liegt bei 136 PS und das maximale Drehmoment bei 207 Newtonmeter.

Der Start erfolgt lautlos und immer in den Modi „Normal“ oder „Eco“, aber nie in Stellung „Sport“, denn warm machen des Benziners hat Priorität. Dank Abgaswärme-Rückgewinnung ist in diesen Modi das Kühlwasser schnell warm, was Treibstoff spart. Der Drehzahlmesser fehlt. Erst einmal, aber nicht lange. Denn nach dem Wechsel auf „Sport“ erscheint der Digitalzeiger plötzlich auf dem Display.

Im Modus „Sport“ ist der Hybridantrieb dank des E-Motors, der bei Vollgas auf voller Spannung arbeitet, dynamischer bei der Sache. Aber mehr interessiert im Test die Sparsamkeit des Hybrid und das rein elektrische Fahren.

Elektrisch fahren ist im CT ein Gelegenheitsjob. Ist der Gasfuß erst einmal auf sanft gepolt, ist man in der Stadt öfter rein elektrisch unterwegs. Allerdings mit verhaltenem Tempo, das Hinterherfahrer im Stadtverkehr manchmal nervt, und auch nur über kürzere Strecken. Mehr Kraft als rund eineinhalb Kilometer stecken nicht im kleinen Akku.  

Im neuen Prius (Serie 4), den schon die nächste Generation von Toyotas Hybridtechnik vorantreibt, fährt man problemloser rein elektrisch mit höheren Geschwindigkeiten, aber auch die sanft die Antriebsform wechselnde Technik des Prius 3 weiß im Lexus CT 200h zu überzeugen. Allerdings ist auch hier – typisch Hybrid – der Kontrast zwischen dem leisen elektrischen Gleiten und dem Einsatz des Benziners bei kräftigem Gasgeben stark.

Und der Verbrauch? Der Verbrauch ist im Lexus CT 200h, da er etwas mehr wiegt als der alte Prius, etwas höher als im Prius 3. Lexus verspricht einen Durchschnittsverbrauch von 4,1 bis 4,4 Liter/100 km. Im Test waren es im Mittel sechseinhalb Liter Super. Mit einem Liter weniger Super kann man aber auch auskommen und dann hält der 45 Liter kleine Tank eine ganze Weile.

CT 200h
Hubraum [ccm] 1.798
Leistung [PS] 136
Getriebe Stufenlose Automatik
0 – 100 km/h [s] |
Vmax [km/h]
10,3 | 180
Kraftstoff Benzin
CO2-Ausstoß [g/km] 93 bis 101
Abgasnorm Euro 6

An der Zapfsäule spart der Lexus CT 200h, aber um zu sparen, ist der Preis hoch. Wieviel man ausgibt, hängt auch von der Wahl der vier Ausstattungsvarianten ab. 

CT 200h

Bereits als Basismodell, das auf schmalen 15-Zoll-Rädern rollt, die man in schnellen Kurven vernehmlich walken hört, verfügt der Lexus CT 200h über eine ordentliche Serienausstattung mit der Zwei-Zonen-Klimaautomatik, mit Velours bezogenen Sitzen und dem Panasonic Soundsystem mit sechs Lautsprechern und 7-Zoll-Multifunktionsdisplay.

CT 200h Executive

Die Executive Line bietet einen Zugang zu den in den höheren Linien teils serienmäßigen Extras, die für das Basismodell oft nicht bestellbar sind. Auf den ersten Blick unterscheidet sich diese Variante vom Basismodell durch die 16-Zoll-Leichtmetallräder und die in den vorderen Stoßfängern integrierten LED-Nebelscheinwerfern zusätzlich zum LED-Tagfahrlicht.

CT 200h F Sport

Den CT 200h F Sport, der 17 Zoll montiert hat, zeichnet der sportivere Look der Karosse und im Cockpit aus. Hier nimmt man auf beheizbaren Ledersitzen Platz und dirigiert den Lexus CT über die Sportpedalerie aus Alu und das F Sport-Lederlenkrad mit perforiertem Lederbezug. Serie sind zudem die LED-Scheinwerfer, der schlüssellose Fahrzeugzugang und die beim Parken und Rangieren willkommene Rückfahrkamera.

Für mehr Sicherheit sorgen zudem das Sportfahrwerk und das Lexus Safety System +, das ein Notbremssystem mit Fußgängererkennung, einen adaptiven Tempomat (ACC), einen Spurhalte-Assistenten und einen Fernlichtassistenten umfasst.

CT 200h Luxury Line

Die Luxury Line macht, wie es der Name schon sagt, die Ausstattung noch luxuriöser und komfortabler mit den Ledersitzen mit elektrisch einstellbarer Lendenwirbelstütze, dem 10,3-Zoll-Navigationssystem und dem High-End-Audiosystem von Mark Levinson mit 13 Lautsprechern.

Und die Sicherheit im Test? Im ADAC-Bremstest kam der Lexus CT 200h nach einer Vollbremsung aus 100 km/h er nach unterdurchschnittlichen 39,1 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die elektronischen Helfer wurden dagegen schon im Jahr 2011 im Euro NCAP-Crashtest mit der Maximalwertung von fünf Sternen belohnt.

Zusammenfassung

Vom Fahrwerk, der Bremsleistung und der Lenkung weiß der Lexus CT 200h nicht ganz zu überzeugen. All das ist allerdings relativ, denn hat man in Lexus´ Kompaktauto, auf das es drei Jahre Garantie gibt, erst einige Kilometer zurückgelegt, tut die Gewöhnung ihren gewohnten Job, und man fährt den im Vergleich zum Prius straffer abgestimmten Lexus CT tatsächlich etwas sportiver als Toyotas braves Sparmobil. Und das mit der gleichen ausgereiften Hybridtechnik und einer Optik, die weniger nach Sparmobil aussieht.

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