Ford Galaxy Comeback als E-Auto? So könnte er aussehen!

Irene Wallner
Lead Consumer Editor
16. August 2026

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Ein Elektro-Van statt noch eines SUVs: So könnte Ford den Galaxy neu erfinden – mit viel Platz, bis zu 340 PS und familientauglicher Reichweite.

Ford hat den Galaxy 2023 eingestellt. Einen echten Nachfolger bekam der große Familien-Van nicht. Dabei könnte gerade heute der richtige Zeitpunkt für ein Comeback sein – elektrisch, geräumig und bewusst nicht als SUV. Unsere Render zeigen, wie ein neuer Ford Galaxy EV aussehen könnte.

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Ford Galaxy als E-Auto: So könnte der Familien-Van zurückkehren

Es gibt Autos, deren Verschwinden erst auffällt, wenn man nach einem Ersatz sucht. Der Ford Galaxy ist so ein Fall. Im April 2023 beendete Ford die Produktion von Galaxy und S-Max im spanischen Valencia. Die Entscheidung fiel mitten in der europäischen Elektro-Offensive des Herstellers.

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Seitdem ist im Ford-Programm eine Lücke entstanden. Wer viel Platz benötigt, findet zwar Modelle wie den Tourneo Connect oder den größeren Tourneo Custom. Der Tourneo Connect ist sogar mit fünf oder sieben Sitzen erhältlich. Doch das Konzept ist ein anderes: Der Galaxy war kein Hochdachkombi und kein klassischer Bus, sondern ein großer Pkw-Van – mit drei Sitzreihen, viel Kofferraum und einem Fahrgefühl, das deutlich näher an einem normalen Auto lag.

Genau deshalb wäre eine elektrische Neuinterpretation heute interessant. Nicht als nostalgisches Retro-Modell, sondern als moderner Familien-Stromer für Menschen, denen ein SUV schlicht nicht praktisch genug ist.

Das Design: Ein Galaxy sollte auch weiterhin wie ein Galaxy aussehen

Beim Design unserer Render war deshalb eine Sache besonders wichtig: Aus dem Galaxy sollte kein weiterer Elektro-SUV werden.

Die Grundform bleibt ein klassischer großer Van. Die Dachlinie zieht sich nahezu horizontal nach hinten, die Fensterflächen sind großzügig und der Innenraum nimmt sichtbar einen großen Teil der Fahrzeuglänge ein. Gleichzeitig stehen die Räder weit außen. Kurze Überhänge und ein langer Radstand lassen den Galaxy moderner wirken als seinen Vorgänger und würden bei einem Elektroauto gleichzeitig dabei helfen, möglichst viel Platz aus der Grundfläche herauszuholen.

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Von der Seite ist die Nähe zum klassischen Galaxy am deutlichsten. Die große Fensterfläche, die weit nach vorne gezogene Frontscheibe und das lange Dach sorgen für die typische MPV-Silhouette. Große Räder und sauber modellierte Flanken verhindern allerdings, dass das Auto wie ein Nutzfahrzeug aussieht.

Ford-Galaxy-EV-Render-Seite

An der Front orientiert sich der Entwurf stärker an der aktuellen Elektro-Generation von Ford. Explorer und Capri setzen auf deutlich geschlossener gestaltete Frontpartien, klare Flächen und schmale Leuchten statt eines dominanten klassischen Kühlergrills. Genau diese Idee übernimmt auch der Galaxy-Entwurf.

Ford-Galaxy-EV-Render-Front

Die Front ist deshalb nahezu geschlossen. Ein dezentes Muster lockert die Fläche auf, darüber sitzen schmale LED-Scheinwerfer. Das Ford-Logo bleibt zentral platziert, während große Lufteinlässe oder eine künstliche Kühlergrill-Optik bewusst fehlen.

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Auch das Heck bleibt relativ schlicht. Ein schmales durchgehendes Leuchtenband zieht das Auto optisch in die Breite. Darunter sitzt der Galaxy-Schriftzug, während eine große Heckscheibe und die vergleichsweise niedrige Ladekante den praktischen Charakter des Autos betonen.

Ford-Galaxy-EV-Render-HEck

Wichtig wäre vor allem, dass Ford der Versuchung widersteht, einen möglichen Galaxy höherzulegen und mit schwarzer Kunststoffbeplankung zum Crossover zu machen. Gerade seine klassische Van-Form wäre heute sein stärkstes Alleinstellungsmerkmal.

Reichweite und Akku: 500 Kilometer wären realistisch

Bei der Technik müsste Ford nicht bei null anfangen. Der aktuelle elektrische Explorer zeigt bereits, welche Batteriegrößen der Hersteller in Europa einsetzt. Angeboten werden unter anderem 58 kWh nutzbare Kapazität in der Standard-Range-Version sowie 79 kWh beim Extended-Range-Modell mit Heckantrieb. Der Explorer erreicht damit je nach Variante offiziell bis zu 602 Kilometer WLTP-Reichweite.

Beim Capri sind ebenfalls 58 beziehungsweise 79 kWh verfügbar. Mit Extended Range sind dort in der effizientesten Version sogar bis zu 627 Kilometer nach WLTP angegeben. Ein Galaxy wäre allerdings größer, schwerer und hätte eine deutlich größere Stirnfläche. Die Werte von Explorer oder Capri einfach zu übernehmen, wäre deshalb unrealistisch.

Für einen elektrischen Galaxy könnten wir uns ungefähr folgende Abstufung vorstellen:

  • Standard Range: rund 58 kWh nutzbar und etwa 380 bis 420 Kilometer WLTP
  • Extended Range: rund 79 kWh nutzbar und etwa 500 bis 550 Kilometer WLTP
  • Extended Range AWD: rund 77 bis 80 kWh und etwa 460 bis 510 Kilometer WLTP

Gerade die Extended-Range-Version wäre für den Charakter des Autos entscheidend. Ein Familien-Van wird häufiger auf langen Urlaubsfahrten eingesetzt als ein kleiner Pendler-Stromer. Rund 500 Kilometer Normreichweite sollten deshalb eher das Ziel als ein Luxus sein.

Noch wichtiger wäre eine vernünftige Schnellladeleistung. Beim aktuellen Explorer liegt sie je nach Batterie und Antrieb bei bis zu 185 kW. Für einen neuen Galaxy wären etwa 180 bis 200 kW ein sinnvoller Zielwert. Mit drei Kindern im Auto möchte schließlich niemand unnötig lange an der Autobahn-Ladesäule stehen.

Motorisierung: 286 PS würden vollkommen reichen

Auch bei den Motoren könnte Ford auf bekannte Technik zurückgreifen. Explorer und Capri zeigen aktuell eine nachvollziehbare Leistungsstaffelung: 140 kW beziehungsweise 190 PS in der Standard-Range-Version, 210 kW beziehungsweise 286 PS mit Extended Range und Heckantrieb sowie 250 kW beziehungsweise 340 PS mit Allradantrieb.

Diese Auswahl würde erstaunlich gut zu einem Galaxy passen. 190 PS wären für eine günstigere Basisversion ausreichend, solange das enorme Drehmoment eines Elektromotors früh zur Verfügung steht. Der Sweet Spot wäre allerdings vermutlich die Variante mit 286 PS und Heckantrieb. Sie dürfte genügend Leistungsreserven für ein voll beladenes Auto bieten, ohne Verbrauch und Preis unnötig nach oben zu treiben.

Eine 340-PS-Allradversion hätte ebenfalls ihre Berechtigung – allerdings weniger als sportliches Topmodell und mehr für Familien, die regelmäßig mit Wohnwagen unterwegs sind oder im Winter zusätzlichen Grip benötigen.

Platzangebot: Hier könnte der Elektro-Galaxy richtig punkten

Der alte Galaxy war vor allem deshalb beliebt, weil er aus seiner Grundfläche enorm viel Innenraum herausholte. Je nach Ausführung bot er fünf bis sieben Sitzplätze. Das Kofferraumvolumen lag je nach Sitzkonfiguration bei 250 bis 830 Litern; mit umgelegten Rücksitzen waren mehr als 2.300 Liter möglich.

Genau diese Stärke müsste ein Nachfolger bewahren. Für unseren Entwurf wäre eine Länge von knapp fünf Metern plausibel. Entscheidend wäre dabei weniger die Außenlänge als ein möglichst langer Radstand. Ohne großen Verbrennungsmotor im Bug könnte Ford die Kabine weiter nach vorne ziehen und zusätzlichen Raum zwischen den Achsen schaffen.

Sieben vollwertige Sitze sollten Pflicht sein. Und mit „vollwertig“ sind nicht zwei Notsitze gemeint, auf denen Erwachsene nach 20 Minuten freiwillig aussteigen möchten. Ein Galaxy sollte auch in Reihe drei genügend Kopf- und Knieraum für längere Fahrten bieten.

Ideal wäre eine Aufteilung mit drei Einzelsitzen in der zweiten Reihe und zwei versenkbaren Sitzen ganz hinten. Damit ließen sich Kindersitze unabhängig voneinander befestigen und der Innenraum flexibel konfigurieren.

Praktisch wäre außerdem ein Frunk unter der Fronthaube. Dort könnten Ladekabel verschwinden, ohne unter Urlaubsgepäck im Kofferraum begraben zu werden.

Preis: Unter 50.000 Euro müsste es zumindest losgehen

Bleibt das vielleicht schwierigste Thema: der Preis. Der elektrische Explorer startet in Deutschland aktuell bei 39.900 Euro. Für die Extended-Range-Version mit 286 PS werden laut Ford-Preisliste 48.900 Euro fällig, die stärkere Allradvariante liegt darüber.

Ein größerer, siebensitziger Galaxy wäre zwangsläufig teurer. Trotzdem dürfte Ford den Bogen nicht überspannen. Ein sinnvoll positioniertes Modell könnte ungefähr so aussehen:

  • Ford Galaxy Standard Range: ab etwa 47.000 bis 49.000 Euro
  • Ford Galaxy Extended Range: etwa 53.000 bis 56.000 Euro
  • Ford Galaxy Extended Range AWD: etwa 59.000 bis 63.000 Euro

Damit wäre der Galaxy kein Schnäppchen. Ein großes Elektroauto mit drei Sitzreihen kann das allerdings kaum sein. Entscheidend wäre, dass Ford den praktischen Nutzen in den Vordergrund stellt und nicht versucht, den Galaxy über Premium-Ausstattung künstlich in Richtung 70.000 Euro zu schieben.

Ein Ford, für den es tatsächlich wieder Platz gäbe

Natürlich gibt es derzeit keine Ankündigung für einen elektrischen Ford Galaxy. Die Render zeigen vielmehr, wie sich die ursprüngliche Idee des Modells in die heutige Ford-Welt übertragen ließe.

Die moderne Ford-Elektrofront passt zu der großen Van-Karosserie. Ein Elektroantrieb würde durch den flachen Fahrzeugboden neue Möglichkeiten beim Innenraum schaffen. Und mit sieben Sitzen, rund 500 Kilometern Reichweite und Pkw-artigem Fahrverhalten könnte ein Galaxy etwas bieten, das zwischen Elektro-SUV und elektrischem Kleinbus aktuell selten geworden ist.

Der Galaxy war nie das Auto, das man kaufte, weil man unbedingt auffallen wollte. Man kaufte ihn, weil drei Sitzreihen, Kinder, Fahrräder, Kinderwagen, Urlaub und der ganz normale Familienwahnsinn irgendwo untergebracht werden mussten. Vielleicht wäre genau deshalb jetzt wieder Platz für ihn.