Dein Weg zum neuen Auto
Der berühmteste Trans Am der TV-Geschichte neu gedacht: elektrisch, über 1.000 PS stark, mit KI, autonomem Fahren und dem legendären roten Scanner.
Ein schwarzer Pontiac Trans Am, ein rotes Lauflicht und eine künstliche Intelligenz, die ihrem Fahrer aus fast jeder Situation hilft: KITT war in den 1980ern pure Science-Fiction. Heute sind viele seiner Fähigkeiten plötzlich erstaunlich realistisch. Wir haben uns deshalb gefragt, wie KITT aussehen müsste, wenn „Knight Rider“ heute neu starten würde – und was das Auto können müsste.
KITT ist zurück: So könnte der Knight-Rider-Trans-Am heute aussehen
Flach, schwarz und mit einem roten Scanner in der Front: Schon auf den ersten Blick soll klar sein, welches Auto hier vor einem steht. Und trotzdem ist dieser KITT kein restaurierter Pontiac Firebird Trans Am aus den 1980er-Jahren.
Unsere Renderings zeigen eine mögliche Neuinterpretation des berühmten Autos aus „Knight Rider“ – als elektrischen Hightech-Gran-Turismo mit künstlicher Intelligenz, autonomem Fahren und mehr als 1.000 PS. Denn einfach nur einen alten Trans Am mit Elektromotor auszustatten, wäre für KITT zu wenig.
KITT war schon damals das Auto der Zukunft
Das Besondere an KITT war schließlich nie allein seine Leistung. Der schwarze Pontiac konnte mit Michael Knight sprechen, selbstständig fahren, seine Umgebung überwachen, Gefahren erkennen und seinem Fahrer in schwierigen Situationen helfen. Anfang der 1980er-Jahre war das Science-Fiction, heute besitzen Autos Kameras, Radar, Sprachsteuerung, permanente Internetverbindungen und leistungsfähige Assistenzsysteme. Software kann per Update neue Funktionen erhalten und KI-Systeme verstehen zunehmend natürliche Sprache und Bilder.
Elektrische Sportwagen ansehen
Einige der Ideen hinter KITT wirken deshalb mehr als vier Jahrzehnte später plötzlich erstaunlich aktuell.Genau aus diesem Grund müsste ein moderner KITT noch deutlich weiter gehen. Er dürfte nicht einfach ein Elektro-Sportwagen mit Sprachassistent sein. Er müsste erneut wie ein Fahrzeug wirken, das seiner Zeit mehrere Jahre voraus ist.
Beim Design darf es trotzdem keinen Zweifel geben
Bei unseren Renderings war deshalb eine Regel besonders wichtig: Auf den ersten Blick muss man denken: Das ist KITT. Auf den zweiten: Diesen KITT habe ich noch nie gesehen. Die Grundproportionen orientieren sich bewusst am Pontiac Firebird Trans Am.

Der Wagen liegt extrem flach auf der Straße. Die Front ist lang, die Windschutzscheibe stark geneigt und die hinteren Kotflügel sind deutlich ausgestellt. Dadurch bleibt der Charakter eines amerikanischen Sportwagens erhalten.
Gleichzeitig ist die Karosserie deutlich sauberer und aerodynamischer gezeichnet als beim Original. Türgriffe und Sensoren verschwinden weitgehend in den Flächen, klassische Lufteinlässe werden kleiner und die gesamte Front wirkt glatter. Das Ergebnis soll kein Retro-Auto sein, es soll so aussehen, als hätte jemand den Grundgedanken des Trans Am genommen und ihn vier Jahrzehnte weiterentwickelt.
Der rote Scanner wird zum Auge von KITT
Ein Element war dabei nicht verhandelbar: das rote Lauflicht. Ohne den Scanner wäre KITT kaum KITT. Bei unserem modernen Entwurf bekommt dieses Detail allerdings erstmals eine technische Funktion. Das schmale rote Element sitzt tief in der Front und könnte Teil eines umfassenden Sensorclusters sein. Hinter und rund um diesen Bereich ließen sich Kameras, Radar, Lidar und weitere Umgebungssensoren integrieren.
Der berühmte Scanner wäre damit tatsächlich das „Auge“ des Autos.
Denkbar wären beispielsweise:
- hochauflösende Kameras zur 360-Grad-Überwachung
- Radar für Fahrzeuge und Hindernisse
- Lidar für ein präzises dreidimensionales Abbild der Umgebung
- Infrarot- beziehungsweise Nachtsichttechnik
- Sensorik zur Erkennung von Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern
Das Interessante daran: Ein Detail, das in den 1980ern hauptsächlich futuristisch aussehen sollte, würde bei einem modernen KITT plötzlich technisch Sinn ergeben.
Die Front kommt fast ohne Kühlergrill aus
Auch der Elektroantrieb verändert das Erscheinungsbild. Ein riesiger klassischer Kühlergrill wäre bei diesem KITT fehl am Platz. Unsere Renderings zeigen deshalb eine nahezu geschlossene Front mit wenigen gezielten Öffnungen im unteren Bereich. Die eigentlichen Scheinwerfer sind extrem schmal und verschwinden optisch beinahe in der schwarzen Karosserie. Zusammen mit dem roten Scanner entsteht dadurch ein Gesicht, das ziemlich genau das transportiert, was KITT ausmachen sollte: technisch, ruhig und ein kleines bisschen bedrohlich.
Auch bei der Lackierung würden wir nicht einfach zu gewöhnlichem Uni-Schwarz greifen. Ein extrem dunkler Metallic-Lack könnte je nach Licht zwischen Schwarz, Graphit und einem minimalen Blauton wechseln. Dadurch würden die Karosserieflächen sichtbar bleiben, ohne den berühmten komplett schwarzen Auftritt aufzugeben.
Das Heck soll deutlich ruhiger wirken
Auch die Heckansicht folgt diesem Prinzip. Ein schmales rotes Leuchtenband zieht sich fast über die gesamte Fahrzeugbreite. Dazu kommen ein sehr flach auslaufendes Dach und ein kleiner, in die Karosserie integrierter Spoiler. Auf große Öffnungen oder unnötig komplizierte Lichtgrafiken haben wir bewusst verzichtet.

Das Heck soll breit und muskulös wirken, aber kompakter als bei vielen heutigen Elektro-GTs. Gerade die überarbeitete Heckproportion ist deshalb relativ flach gehalten. Der hintere Überhang wirkt kurz, die Heckklappe niedrig und der Abschluss straff. Einen Auspuff gibt es natürlich nicht. Stattdessen sorgt der dunkle Unterbodenbereich mit einem angedeuteten Diffusor für einen sportlichen Abschluss.
Im Innenraum darf KITT futuristischer werden
Noch spannender wird die Neuinterpretation im Cockpit. Wer das originale „Knight Rider“ kennt, erinnert sich an eine enorme Zahl von Tasten, Displays und blinkenden LEDs. Damals sah genau so die Zukunft aus – heute würde ein solches Cockpit eher wie ein Retro-Arcade-Automat wirken.
Unser Rendering übersetzt die Idee deshalb in ein deutlich reduzierteres Interieur. Vor dem Fahrer sitzt ein breites digitales Instrumentendisplay. In der Mittelkonsole befindet sich ein zusätzlicher hochformatiger Bildschirm für Fahrzeugfunktionen und die Kommunikation mit KITT.

Dazwischen sitzt ein ungewöhnliches Lenkrad beziehungsweise Yoke. Die offene Form erinnert an das berühmte KITT-Lenkrad, wirkt aber wie ein Bauteil, das tatsächlich in einem modernen Fahrzeug eingesetzt werden könnte.
Rot bleibt KITTs Farbe
Der gesamte Innenraum ist überwiegend schwarz gehalten. Leder, Alcantara, dunkles Metall und möglicherweise Carbon bestimmen die Oberflächen. Dazu kommen dünne rote Lichtlinien, die sich über Lenkrad, Armaturenbrett, Mittelkonsole und Türen ziehen und erinnern bewusst an den Scanner an der Front.
Das Cockpit wirkt dadurch nachts oder bei schlechten Lichtverhältnissen sofort wie KITT, ohne mit unzähligen blinkenden Leuchten überladen zu sein. Doch der wichtigste Teil des Innenraums wäre ohnehin nicht sichtbar.
Ein moderner KITT müsste eine echte KI sein
Jetzt kommen wir zum wichtigsten Teil, doch Sprachsteuerung allein reicht nicht. Ein modernes Fahrzeug kann schon heute auf Sätze wie „Mir ist kalt“ reagieren und die Heizung einstellen. Für KITT wäre das beinahe banal. Seine künstliche Intelligenz müsste gleichzeitig hören, sehen und den Kontext einer Situation verstehen.

Der Fahrer sollte beispielsweise sagen können:
„KITT, wie kommen wir hier raus?“
Danach müsste das Auto selbst erkennen, was gemeint ist. Kameras analysieren die Umgebung. Das Navigationssystem prüft mögliche Routen. Sensoren erkennen Hindernisse und andere Fahrzeuge. Die KI bewertet anschließend, welche Option sinnvoll ist. Genau darin läge der entscheidende Unterschied zwischen einem Sprachassistenten und KITT.
Er führt nicht einfach Befehle aus. Er versteht ein Problem und sucht selbstständig nach einer Lösung.
KITT müsste seinen Fahrer wirklich kennen
Eine solche KI könnte gleichzeitig beobachten, wie es dem Fahrer geht. Kameras im Innenraum, Sitzsensoren und Wearables könnten beispielsweise Müdigkeit, Stress oder gesundheitliche Auffälligkeiten erkennen. Auch die persönliche Identifikation wäre wichtig, KITT könnte Fahrer an Gesicht und Stimme erkennen und automatisch Sitzposition, Klimatisierung, Fahrwerk, Anzeigen und bevorzugte Einstellungen laden.
Doch selbst das wäre für einen modernen KITT vermutlich nur die Basis.
Selbstfahren wäre heute fast schon Pflicht
Eine der spektakulärsten Fähigkeiten des ursprünglichen KITT war, dass sich das Auto ohne Michael Knight bewegen konnte. Und ausgerechnet diese Science-Fiction-Idee erscheint heute vergleichsweise greifbar.
Ein neuer KITT sollte seinen Fahrer selbstständig abholen können. Michael ruft KITT – und wenige Augenblicke später rollt das Auto fahrerlos vor. Eine der bekanntesten Szenen aus „Knight Rider“ würde damit plötzlich nicht mehr völlig unrealistisch wirken.
Predictive Defense: KITT erkennt die Gefahr zuerst
Noch wichtiger wäre die permanente Umfeldanalyse. Ein moderner KITT könnte Kameras, Radar und andere Sensoren nutzen, um Bewegungsmuster rund um das Auto zu analysieren.
Ein Fahrzeug nähert sich mit hoher Geschwindigkeit von hinten? Ein Fußgänger läuft hinter einem parkenden Auto auf die Straße? Ein Fahrzeug im Gegenverkehr beginnt plötzlich auszuscheren?
KITT könnte solche Situationen früher erkennen als sein Fahrer und bereits reagieren. Das wäre die moderne Version eines der zentralen Versprechen der Serie: KITT passt auf Michael auf.
Eine Drohne würde erstaunlich gut zu KITT passen
Sogar eine kleine integrierte Drohne wäre denkbar. Sie könnte aus einem Fach im Heck oder Dach starten und Bereiche erreichen, die das Fahrzeug selbst nicht einsehen kann. Die Drohne könnte die Strecke voraus überprüfen, über Hindernisse hinwegsehen oder zusätzliche Bilder einer unübersichtlichen Umgebung liefern.
Alle Informationen würden anschließend direkt in KITTs KI-System einfließen.
Die Windschutzscheibe könnte zum Display werden
Das klassische Armaturenbrett könnte gleichzeitig an Bedeutung verlieren. Eine große Augmented-Reality-Anzeige in der Windschutzscheibe könnte Navigationshinweise direkt auf die reale Straße projizieren. Gefahren würden optisch markiert, andere Fahrzeuge erkannt und mögliche Fahrwege eingeblendet.
Der Fahrer müsste dafür nicht auf einen Bildschirm in der Mittelkonsole schauen. Information und reale Umgebung würden miteinander verschmelzen.
Was wird aus dem Turbo Boost?
Eine Frage darf natürlich nicht fehlen. Was passiert mit dem berühmten Turbo Boost? Im Original konnte KITT damit über Hindernisse springen. Bei einem modernen Auto würden wir darauf lieber verzichten.
Der neue Turbo Boost könnte ein zeitlich begrenzter maximaler Performance-Modus sein – so würde man den Boos in die Elektrowelt übertragen.
Nach Aktivierung würden beispielsweise:
- sämtliche Elektromotoren ihre maximale Leistung freigeben
- die Batterie kurzfristig maximale Energie liefern
- das Torque Vectoring aggressiver arbeiten
- das Fahrwerk in seinen sportlichsten Modus wechseln
- die aktive Aerodynamik auf maximale Performance umstellen
Ausgerechnet Elektro passt perfekt zu KITT
Für manchen „Knight Rider“-Fan dürfte der fehlende V8 trotzdem gewöhnungsbedürftig sein. Doch eigentlich passt ein Elektroantrieb erstaunlich gut zu diesem Auto, denn KITT war nie deshalb besonders, weil sein Motor möglichst laut war. Er war besonders, weil er technologisch allem anderen voraus war.
Elektromotoren liefern ihre Leistung unmittelbar. Mehrere Motoren können einzelne Räder oder Achsen unabhängig antreiben. Rekuperation, Torque Vectoring und eine extrem schnelle Leistungsregelung passen hervorragend zu einem Fahrzeug, das permanent von einem leistungsfähigen Computer kontrolliert wird.
Der schwierigste Teil wäre gar nicht das Auto
Eine Neuauflage von KITT hätte allerdings ein grundsätzliches Problem: Die Realität hat „Knight Rider“ teilweise eingeholt. Sprachsteuerung, Kameras rund um das Auto, Automatisches Einparken, Fahrerassistenz – alles gibt es heutzutage.
Und selbst die Idee eines Autos, das sich zumindest unter bestimmten Bedingungen ohne menschlichen Fahrer bewegt, ist keine reine Fantasie mehr. Ein neuer KITT müsste deshalb nicht nur die Technik der ursprünglichen Serie nachbauen, sondern er müsste die gleiche Wirkung erzeugen.
Zuschauer müssten vor dem Fernseher sitzen und denken: So ein Auto wird es vielleicht irgendwann einmal geben – aber eigentlich kann ich mir noch gar nicht vorstellen, wie. Genau das machte KITT damals so faszinierend.