Dein Weg zum neuen Auto
Kein Elektro, kein Plug-in: Der Kia Niro fährt künftig nur noch als Hybrid. Wir zeigen, was sich geändert hat und wie gut er sich im Alltag schlägt.
Der Kia Niro wurde umfassend überarbeitet. Elektrische Varianten und Plug-in-Hybrid fallen weg, stattdessen konzentriert sich Kia beim Crossover künftig ganz auf einen klassischen Hybridantrieb, ein deutlich digitaleres Interieur und einen Preis, der vor allem mit Rabatten interessant wird. In Deutschland startet der neue Niro laut Liste bei 33.990 Euro. Mit Carwow Rabatten rutscht er aber unter die Marke von 30.000 Euro – und genau das macht ihn für viele Familien wieder spannend.
Kia überarbeitet damit eines seiner wichtigsten Modelle und setzt auf eine klare Strategie: weniger Antriebsvielfalt, dafür mehr Technik, ein moderneres Design und ein Angebot, das pragmatische Käuferinnen und Käufer ansprechen soll.

Hinter dem Steuer des neuen Kia Niro: vernünftig, komfortabel und angenehm digital
Unser spanischer Kollege Miguel konnte den überarbeiteten koreanischen Crossover bereits fahren – und sein erster Eindruck bestätigt, dass der Niro weiterhin zu den vernünftigsten Angeboten im Familienauto-Segment gehört. Er fährt komfortabel, ist im Alltag angenehm unkompliziert und bietet dank seines Radstands von 2.720 Millimetern ein gutes Platzangebot.
Auf den Rücksitzen gibt es ordentlich Beinfreiheit, der Kofferraum ist mit 430 Litern praxisgerecht geschnitten und für Familienaufgaben gut nutzbar.


Vom Fahrersitz aus fällt ihm sofort das neue Cockpit auf. Das Armaturenbrett wird nun von zwei 12,3-Zoll-Displays geprägt, die optisch zu einer breiten Panoramafläche zusammengefasst sind. Das ccNC-Multimedia- und Navigationssystem wirkt dabei nicht überladen, sondern lässt sich im Alltag schnell und logisch bedienen. Die wichtigsten Funktionen sind gut erreichbar, ohne dass man sich lange durch Menüs kämpfen muss. Auch die kabellose Einbindung von Apple CarPlay und Android Auto passt zu diesem deutlich moderneren Auftritt.
Nur noch ein Antrieb: Hybrid statt Plug-in oder Elektro
Die größte Überraschung betrifft die Antriebsstrategie. Kia bietet den Niro in Europa künftig nur noch als klassischen Hybrid an. Die bisher bekannten Plug-in-Hybrid- und vollelektrischen Varianten sind nur noch gebraucht verfügbar. Das macht die Modellpalette einfacher, bedeutet aber auch: Wer extern laden möchte oder ein reines E-Auto sucht, muss sich bei anderen Kia-Modellen umsehen.
Kia Niro Gebrauchtwagen ansehen
Unter der Haube arbeitet ein 1,6-Liter-GDI-Benziner mit Direkteinspritzung und 102 PS, der von einem Elektromotor mit 43,5 PS unterstützt wird. Zusammen kommt der Niro auf eine Systemleistung von 138 PS und ein maximales Drehmoment von 265 Nm. Die Kraftübertragung übernimmt ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe.

Sportlich will der Niro damit nicht sein – und das muss er auch nicht. Den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt er in 11,3 Sekunden. Viel wichtiger ist sein niedriger Verbrauch im Alltag. Laut WLTP liegt der kombinierte Verbrauch in der Basisversion bei nur 4,5 Litern auf 100 Kilometer. Gerade in der Stadt kann der Hybridantrieb seine Stärken ausspielen, weil er häufig elektrisch unterstützt und so den Benziner entlastet.
Pablo Martínez Masip, Vizepräsident für Produkt, Marketing und Kundenerlebnis bei Kia Europe, betont in diesem Zusammenhang, dass Hybridtechnik weiterhin eine wichtige Rolle spiele, wenn es um emissionsärmere Mobilität geht – ohne dass Fahrerinnen und Fahrer auf die Flexibilität eines klassischen Verbrenners verzichten müssen.
Design: reifer, klarer und stärker an der neuen Kia-Linie orientiert
Optisch übernimmt der Niro die aktuellen Designmerkmale der Marke. Kia spricht hier von der Formensprache „Opposites United“, also dem Zusammenspiel gegensätzlicher Elemente. Im Alltag heißt das: Der Niro wirkt kantiger, moderner und etwas selbstbewusster als bisher.

Vorn und hinten wurden die Stoßfänger neu gestaltet, was dem Crossover einen markanteren Auftritt verleiht. Die Scheinwerfer sind nun vertikal angeordnet und serienmäßig mit LED-Reflektoren ausgestattet. Am Heck fällt vor allem auf, dass die klassische Kennzeichenmulde in der Heckklappe entfällt. Dadurch entsteht eine glattere, aufgeräumtere Fläche, die den Niro optisch breiter wirken lässt.
Auch die Aerodynamik spielte bei der Überarbeitung eine Rolle. Der Luftwiderstandsbeiwert liegt bei 0,28, was dem Verbrauch zugutekommen soll. Der Niro bleibt damit kein Design-Showcar, wirkt aber erwachsener und moderner als zuvor.
Mehr Assistenzsysteme und bessere Fahrerüberwachung
Auch bei Sicherheit und Assistenz hat Kia nachgelegt. Serienmäßig sind unter anderem der Frontkollisionswarner FCA 1.5 mit Erkennung von Fahrzeugen, Fußgänger und Radfahrer sowie ein Spurhalteassistent an Bord.
Eine wichtige Neuerung im Alltag ist die Lenkradhanderkennung über kapazitive Sensoren. Das System erkennt also genauer, ob die Hände tatsächlich am Lenkrad liegen, wenn Assistenzsysteme aktiv sind. Gerade auf Autobahnen kann das angenehmer sein als ältere Systeme, die ständig eine kleine Lenkbewegung verlangen, um die Aufmerksamkeit zu bestätigen.
Ausstattung und Preis: In Deutschland wird der Rabatt entscheidend
In Spanien war der Niro bislang besonders erfolgreich: Seit dem Marktstart 2016 wurden dort mehr als 76.650 Einheiten verkauft, außerdem zählt er weiterhin zu den meistverkauften Kia-Modellen im Land. Für Deutschland ist vor allem interessant, wie Kia den neuen Niro preislich positioniert.
Der Listenpreis liegt hierzulande bei 33.990 Euro. Das klingt zunächst nicht nach einem Schnäppchen, vor allem weil es inzwischen viele kompakte SUVs, Hybridmodelle und Elektroautos in ähnlichen Preisregionen gibt. Spannend wird der Niro aber durch Rabatte: Mit Carwow Angeboten fällt der Preis unter 30.000 Euro. Damit rückt er in einen Bereich, in dem er als sparsames, gut ausgestattetes und familientaugliches Hybrid-SUV deutlich attraktiver wirkt.