Der Zeekr 7X ist ein luxuriöses Premium-SUV mit beeindruckender Ladeleistung. Sehr weiches Fahrwerk und starke Leistung erzeugen bei hohen Geschwindigkeiten ein unsicheres Gefühl, im Alltag überzeugt er mit Komfort und Raum.

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Wow-Wertung
6/10
Zuletzt aktualisiert am: 21/05/2026
Timon Werner-Pachmayr
Senior Online-Redakteur Test

Was gut ist

  • Extrem kurze Ladezeiten
  • Hervorragendes Platzangebot
  • Umfangreiche Serienausstattung

Was nicht so gut ist

  • Hoher Realverbrauch
  • Komplizierte Bedienung
  • Zu weiche Luftfederung

Zeekr 7X: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Unser Fazit zum Zeekr 7X

Der Zeekr 7X ist ein fast unbekanntes Premium-E-SUV, das luxuriösen Komfort, Hightech und ein beeindruckendes Raumangebot vereint. Trotz seines eleganten, fast skandinavischen Designs wirkt das SUV bei hohen Geschwindigkeiten durch das sehr weiche Fahrwerk und die direkte Lenkung unsicher, was besonders auf der Autobahn auffällt. Im Alltag hingegen überzeugt er durch komfortable, sofaähnliche Sitze mit Massage- und Belüftungsfunktionen, hochwertige Materialien und eine Lounge-Atmosphäre im Innenraum.

Beim Beschleunigen hebt sich die Front wie bei einem Boot, er folgt Windböen und Spurrillen, die Lenkung ist zwar direkt, aber kann das indirekte Fahrwerk nicht kaschieren.

Mit einem Einstiegspreis von etwa 55.000 Euro bietet der 7X mehr Leistung, Ausstattung und Ladeleistung als viele deutsche Premium-SUVs. Das 800-Volt-Ladesystem ermöglicht Ladevorgänge von 10 auf 80 % in nur 16 Minuten, und die serienmäßige Ausstattung ist für den Preis sehr großzügig. Lediglich der Realverbrauch zwischen 20 und 25 kWh/100 km erhöht die Unterhaltskosten.

Das Modell profitiert von technologischen Upgrades, die Ladeleistung, Infotainment und Fahrerassistenzsysteme verbessern, wodurch der Zeekr 7X aktueller wirkt als viele Elektro-SUVs aus Europa.

Mit 616 bis 1.978 Litern Ladevolumen, einem Frunk von bis zu 62 Litern und einer absenkbaren Ladekante per Luftfederung gehört der Zeekr 7X zu den geräumigsten SUVs seiner Klasse. Drei Erwachsene sitzen im Fond sehr bequem, und zahlreiche Ablagen sorgen für Ordnung.

Die Antriebspalette reicht vom Hecktriebler mit 421 PS bis zum Allradmodell mit 646 PS und 710 Nm, das in 3,8 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Das hohe Gewicht sorgt für einen höheren Verbrauch und erschwert das präzise Fahren bei hohen Geschwindigkeiten.

Der Zeekr 7X überzeugt mit 36,2-Zoll-AR-Head-up-Display, Kamera zur Kinderüberwachung im Fond, einem Notknopf zum mechanischen Sprengen der Seitenscheibe und weiteren cleveren Details. Die Kombination aus Power, Technik, Platz und Komfort macht ihn zu einem fast einzigartigen Geheimtipp im Elektro-SUV-Segment.

Wie viel kostet der Zeekr 7X?

Der Zeekr 7X konkurriert im Premium-Segment mit dem Tesla Model Y. Bei einem Neupreis bis 60.000 Euro beträgt der Wertverlust jährlich etwa 6.000 Euro. Die Versicherung kostet bei SF 10 jährlich 900 bis 1.200 Euro. Der Realverbrauch des SUV liegt bei 20 bis 22 kWh pro 100 km, was monatliche Stromkosten von 105 Euro verursacht. Wartung und Fixkosten belaufen sich auf zirka 30 Euro monatlich.

Zeekr 7X: Reichweite und Ladedauer

Der Zeekr 7X verfügt nach dem Facelift über Batterien von 75 kWh im Basismodell bis zu 100 kWh in den Long Range- und Privilege-Varianten, die eine beeindruckende Reichweite versprechen. Laut Hersteller liegen die Werte zwischen 480 km beim Basismodell und bis zu 615 km beim Long Range mit Heckantrieb. Unter realen Bedingungen schrumpft die Reichweite jedoch, besonders bei flottem Autobahntempo oder sportlicher Fahrweise: Unser Topmodell kam auf etwa 420 bis 430 km, abhängig von Temperatur, Geschwindigkeit und Fahrstil, wobei bei günstigen Bedingungen auch über 500 km möglich waren.

Der Verbrauch schwankt stark: In der Stadt liegt er zwischen 19 und 20 kWh/100 km, bei winterlichen Bedingungen bei etwa 23 kWh, auf der Autobahn bei 130 km/h rund 24 kWh, und sportliches Fahren treibt ihn auf über 30 kWh.

Dank der 800-Volt-Architektur und der extrem starken Ladeleistung von bis zu 480 kW lädt der Zeekr 7X von 10 auf 80 Prozent in nur 16 Minuten, selbst die kleinere 75-kWh-Batterie profitiert von dieser Performance. Für Langstreckenfahrer ist das ein klarer Vorteil gegenüber vielen europäischen Premium-SUVs, da Wartezeiten an der Ladesäule minimal bleiben.

Leistung und Fahrkomfort

Für unsere Testfahrt stand uns der Zeekr 7X als Privilege AWD-Modell zu Verfügung: Mit Allrad, 646 PS und 710 Nm Drehmoment, die Top-Version Privilege erreicht Tempo 100 in weniger als vier Sekunden. Die heckgetriebene Version liefert 421 PS.

Die Automatik ist ein Einstufen-Reduktionsgetriebe, das über einen Wählhebel an der Lenksäule gesteuert wird, gleichzeitig aktiviert dieser den adaptiven Tempomaten. Hybridantriebe gibt es nicht – die volle Leistung kommt rein elektrisch, dafür beeindruckt die Beschleunigung selbst bei schwerem Fahrzeuggewicht.

Das Gewicht macht den Unterschied: Hecktriebler wiegen 2.395–2.415 kg, Allradversionen bis 2.583 kg. In Verbindung mit der großzügigen Batterie und Ausstattung spiegelt sich dies im Verbrauch wider: Während der Hersteller WLTP-Werte von 17,8–20 kWh angibt, lag unser realer Verbrauch konstant höher, bei Autobahnfahrt mit 120 km/h etwa 24 kWh/100 km und bei sportlicher Fahrweise über 30 kWh.

Das Fahrverhalten ist zwiespältig: Das Luftfahrwerk im Privilege-Modell ist komfortabel, vermittelt ein sanftes Schwebegefühl, kann bei hohen Geschwindigkeiten aber unsicher wirken. Beim Beschleunigen hebt die Front leicht ab, Windböen oder Spurrillen führen zu einem nervösen Gefühl, das nicht vollständig über die Lenkung übertragen wird. Man muss beim Fahren aktiv korrigieren, und selbst bei moderater Autobahngeschwindigkeit entsteht ein gewisses Stresslevel, das weniger erfahrene Fahrer irritieren könnte.

Im Alltag jedoch überzeugt der Zeekr 7X: Innenraum extrem leise, Sitze weich und komfortabel, Massage- und Belüftungsfunktionen verfügbar, Handling ausreichend agil für Stadt und Landstraße, trotz des hohen Gewichts fühlt sich das SUV in normalen Geschwindigkeitsbereichen stabil an. Im Vergleich zum Tesla Model Y wirkt der Zeekr weniger minimalistisch, hochwertiger verarbeitet und komfortabler, wobei die Schwächen bei hohen Geschwindigkeiten und das sehr weiche Fahrwerk deutlich werden.

Kofferraum, Platz und Praxistauglichkeit

Eine Besonderheit am Kofferraum des Zeekr 7X fiel uns sofort auf: Die magnetisch fixierbare Bodenplatte kann als vertikaler Raumteiler genutzt werden, eine durchdachte Lösung, die alltägliche Nutzung erleichtert. Bei Modellen mit Luftfederung lässt sich die Ladekante per Knopfdruck absenken, was das Beladen besonders praktisch macht. Mit einem Ladevolumen von 616 Litern liegt der Zeekr 7X im oberen Bereich seiner Klasse, und durch das Umlegen der Rücksitze im Verhältnis 60:40 erweitert sich der Kofferraum auf bis zu 1.978 Liter, was selbst für große Einkäufe oder Möbeltransporte mehr als ausreicht. Der Frunk ist effizient genutzt: Allradversionen bieten 44 Liter, Hecktriebler sogar 62 Liter.

Besonders beeindruckend ist die Raumausnutzung im Innenraum. Mit einem Radstand von 2,9 Metern bietet der Zeekr 7X Beinfreiheit im Fond auf Luxuslimousinen-Niveau; drei Erwachsene sitzen hier bequem nebeneinander. Insgesamt gibt es 32 durchdachte Ablagen, darunter Schubladen unter den Rücksitzen und tiefe Fächer in der Mittelkonsole. Die Sitze sind extrem weich und sofaähnlich gestaltet, optionale Massage- und Belüftungsfunktionen erhöhen den Komfort noch weiter.

Im Vergleich zu europäischen Konkurrenten wie dem Audi Q6 e-tron oder BMW iX3 bietet der Zeekr 7X ähnliche Maße wie das Tesla Model Y, aber mehr Beinfreiheit im Fond, höhere Ladeleistung und eine umfangreichere Serienausstattung. Das SUV zeigt, dass chinesische Hersteller in puncto Raumangebot und Ausstattung inzwischen ernsthafte Alternativen zur deutschen Premium-Elite liefern können.

Für wen ist der Zeekr 7X geeignet?

Der 7X ist ideal für technikaffine Familien, die Wert auf enormen Stauraum, durchdachte Ablagen und Features wie die Kamera zur Kinderüberwachung im Fond legen. Langstreckenfahrer profitieren von der 800-Volt-Architektur und schnellen Ladezeiten, während alle, die Luxus über Materialgüte und Ausstattung definieren, ein großzügiges Premiumpaket ohne den hohen Markenaufschlag europäischer Hersteller erhalten. Das SUV ist praktisch, geräumig und zeigt, dass Komfort und Hightech auch in einem chinesischen E-SUV Hand in Hand gehen.

Innenraum, Infotainment und Ausstattung

Der Zeekr 7X fiel uns sofort durch sein digitales Cockpit auf, das von einem Qualcomm Snapdragon Chip angetrieben wird und eine flüssige, reaktionsschnelle Bedienung ohne Verzögerung ermöglicht. Allerdings ist die Bedienung durch zahlreiche Untermenüs und verschachtelte Optionen alles andere als intuitiv, sodass man eine Weile braucht, um alle Funktionen wie Sitzheizung, Spiegel- und Lenkradeinstellungen oder Klimafunktionen zu finden. Der 16-Zoll-3,5K-Touchscreen dient als Herzstück für fast alle Fahrzeugfunktionen, ergänzt von einem 13-Zoll-Instrumentencluster, das Geschwindigkeit und andere wichtige Daten übersichtlich darstellt. Positiv fällt auf, dass trotz des großen Touchscreens haptische Tasten für Schnellzugriffe wie Fahrmodi, Lautstärke oder das Handschuhfach vorhanden sind.

Buchstäblich größter Hingucker ist das 36,2-Zoll-AR-Head-up-Display, das Navigationshinweise direkt ins Sichtfeld projiziert. Die Integration von Apple CarPlay und Android Auto erfolgt kabellos, und zwei belüftete Induktionsflächen bieten praktische Lademöglichkeiten für Smartphones. Musikfans kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Optional gibt es 21 Lautsprecher, darunter Boxen in den Kopfstützen, die ein Klangerlebnis liefern, das an europäische Premium-Marken erinnert.

Der Innenraum folgt einer Lounge-Philosophie mit Materialien wie Nappa-Leder und Alcantara. Fast kein Hartplastik ist sichtbar, die Verarbeitung ist erstklassig, Kontrastnähte präzise, Bedienelemente solide, und die Ambientebeleuchtung sorgt für eine luxuriöse Atmosphäre. Die Sitze sind extrem bequem, sofaähnlich und in höheren Ausstattungen mit Massage- und Belüftungsfunktionen sowie elektrischen Neigungsverstellungen ausgestattet.

Der Zeekr 7X ist bereits in der Basisversion üppig ausgestattet: Panorama-Glasdach mit elektrischem Sonnenrollo, elektrisch öffnende Türen und verschiedene Komfortfeatures wie Relaxposition für den hinteren rechten Sitz. In höheren Trims kommen das riesige AR-Head-up-Display, Massagesitze, Spezialmodi wie Haustier-Klimatisierung oder Stressabbaukabine und der Notknopf zum mechanischen Sprengen der Fahrerseitenscheibe hinzu. Insgesamt ergibt sich ein Innenraum, der Hightech und Komfort clever kombiniert, bei dem die Bedienung allerdings etwas Geduld erfordert.

Sicherheit und Assistenzsysteme

Der Zeekr 7X gehört zu den sichersten Fahrzeugen seiner Klasse und erhielt bei Euro NCAP sowie ANCAP die Höchstwertung von 5 Sternen. Besonders positiv bewertet nach dem Crashtest wurde der Insassenschutz für Erwachsene (91 %) und die Kindersicherheit (90 %). Das SUV nutzt ein modernes Sensorenpaket aus LiDAR, elf Kameras und Radar. Serienmäßig sind Notbrems-, Spurhalte- und Totwinkelassistent sowie ein adaptiver Tempomat an Bord.

Negativ fiel uns auf, wie nervös und fehleranfällig die Ablenkungswarnung ist, die häufig stört.

Einzigartig ist der Notknopf zum Sprengen der Seitenscheibe und die Kamera in der B-Säule zur Überwachung der Kinder im Fond. Leider ist auch ein Warnton beim Beschleunigen auf die Höchstgeschwindigkeit genauso einzigartig und ebenfalls störend.

Bekannte Probleme und Rückrufe

Da neue Marken es in Deutschland schwer haben, bietet Zeekr ein umfangreiches Garantiepaket an. In Europa gewährt der Hersteller eine Basisgarantie von fünf Jahren, die bei Einhaltung der Wartungsintervalle auf zehn Jahre oder 200.000 km verlängert werden kann. Die Hochvoltbatterie ist für acht Jahre oder 160.000 km abgesichert. Zudem besteht ein zwölfjähriger Schutz gegen Durchrostung. Statistiken oder Rückrufe fehlen noch, doch bekannte Probleme betreffen die Heizung und die automatischen Türen. Gelegentlich wurde uns von nervösen Warnsystemen berichtet.

Zeekr 7X FAQs

Der Einstiegspreis des Zeekr 7X beginnt bei etwa 54.990 Euro für das Basismodell, während die Long-Range-Variante bei rund 57.990 Euro liegt.

Der Zeekr 7X schafft kommt mit einer Ladung 480 bis 615 Kilometer weit.

Der Zeekr 7X kann seit Ende 2025 bestellt werden. Die ersten Auslieferungen erfolgen im Frühjahr 2026.

Der Zeekr 7X wurde in Schweden designt, die Produktion findet jedoch in Geely-Werken in China statt.

Konkurrenten des Zeekr 7X sind das Tesla Model Y, der Kia EV6, der Skoda Enyaq, aber auch Premium-Modelle wie der BMW iX3.

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