Toyota bZ4X Touring Testbericht
Der Toyota bZ4X Touring ist ein geräumiger E-Kombi mit Allrad-Genen von Subaru - schwächelt jedoch bei der maximalen Ladeleistung.
- Barkauf
- 47.202 €
- Gebrauchtwagen
- 53.990 €
Was gut ist
Was nicht so gut ist
Toyota bZ4X Touring: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?
- Unser Fazit zum Toyota bZ4X Touring
- Wie viel kostet der Toyota bZ4X Touring?
- Toyota bZ4X Touring: Reichweite und Ladedauer
- Leistung und Fahrkomfort
- Kofferraum, Platz und Praxistauglichkeit
- Innenraum, Infotainment und Ausstattung
- Sicherheit und Assistenzsysteme
- Bekannte Probleme und Rückrufe
- Toyota bZ4X Touring FAQs
Unser Fazit zum Toyota bZ4X Touring
Bisher hat Toyota das Thema Elektroautos noch stiefmütterlich behandelt. Jetzt soll es der bZ4X Touring richten. Der Crossover verbindet die Vorzüge eines geräumigen Kombis mit robuster Geländetauglichkeit. Einzige Schwachstelle bleibt die mäßige maximale DC-Ladeleistung von 150 kW.
Mit Einstiegspreisen knapp über 40.000 Euro ist der Toyota im Vergleich zu Wettbewerbern wie dem VW ID.7 Tourer sehr attraktiv kalkuliert. Ein Kaufargument ist das unschlagbare Garantiepaket von bis zu 15 Jahren auf das Fahrzeug und zehn Jahren auf die Batterie.
Durch das Facelift 2026 hat Toyota frühere Schwächen des SUVs behoben. Es bringt unter anderem eine automatische Akku-Vorkonditionierung für das Laden im Winter, eine Prozentanzeige im Display sowie sparsamere E-Antriebe.
Als Kombi glänzt der Toyota bZ4X Touring mit einem riesigen Kofferraum, der offiziell 669 l misst und auf bis zu 1.718 l erweitert werden kann. Damit übertrumpft er im maximalen Ladevolumen sogar den VW ID.7 Tourer. Ladekabel müssen mangels Frunk unter dem Ladeboden verstaut werden.
Bei den Motoren leistet der Frontantrieb ausreichende 224 PS mit einer Reichweite von bis zu 591 km. Der 380 PS starke Allradler beschleunigt den Familienkombi in rasanten 4,5 Sekunden auf Tempo 100.
Insgesamt überzeugt das sehr leise, komfortable Fahrwerk. Gewöhnungsbedürftig sind das fehlende Handschuhfach, dessen Bauraum für die Beifahrer-Infrarotheizung genutzt wird, sowie der ungewöhnlich positionierte Tacho, der es nicht jedem Fahrenden ermöglicht, eine Lenkradposition zu finden, in der das gesamte Display zu sehen ist. Trotzdem ist der bZ4X ein starkes Statement von Toyota zur Elektromobilität.
Wie viel kostet der Toyota bZ4X Touring?
Das Toyota bZ4X Touring Modell hat einen Listenpreis von 51.990 € bis 59.500 €. Mit Carwow können Sie jedoch im Durchschnitt 6.659 € sparen. Die Preise beginnen bei 47.202 € für Barzahlung. Der Preis für ein Toyota bZ4X Touring Lagerfahrzeug beginnt bei 53.990 € auf Carwow.
Vergleiche verschiedene Ausstattungslinien des Toyota bZ4X Touring
| Ausstattungslinien & Preise des Toyota bZ4X Touring | |
|---|---|
| 75 kWh Teamplayer 5dr - Preis ab 51.990 € |
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| 75 kWh Lounge Allradantrieb 5dr - Preis ab 59.500 € |
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| 75 kWh Teamplayer Allradantrieb Touring 5dr - Preis ab 55.000 € |
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Der Toyota bZ4X Touring gehört in der Klasse der SUVs und Geländewagen zu den günstigsten Fahrzeugen. Das liegt zum einen an der niedrigen Einstufung der Kfz-Versicherung, die zwischen 80 und 125 Euro im Monat liegt, zum anderen an den laufenden Unterhaltskosten von 2.000 bis 3.000 € pro Jahr bei einem angenommenen jährlichen Fahrprofil von 15.000 km. Größter Faktor ist der Wertverlust des Neuwagens: E-Fahrzeuge verlieren tendenziell in den ersten Jahren etwas stärker an Wert als Verbrenner. Im ersten Jahr sind das 25 bis 30 %.
Toyota bZ4X Touring: Reichweite und Ladedauer
Der Toyota bZ4X Touring kommt ausschließlich mit der größeren Batterie mit einer Kapazität von 74,7 kWh brutto (71 kWh netto). Die kleinere 58-kWh-Batterie bleibt dem Schrägheck-Modell vorbehalten, auch der Akku des SUV fällt mit 69 kWh etwas kleiner aus. Offiziell schafft der elektrische Kombi bis zu 591 km ohne Ladevorgang mit Frontantrieb. Beim Allradantrieb mit 18-Zoll-Felgen sind es noch 528 km, mit 20-Zöllern sinkt die Reichweite auf 479 km.
Wie viel verbraucht der Kombi wirklich?
Im Test zeigten sich diese Werte als realistisch. Im gemischten Alltagsbetrieb erreichten wir mit dem Allradmodell 450 km, bei zügiger Autobahnfahrt mit 130 km/h schrumpfte die Reichweite auf unter 300 km. Das Frontantrieb-Modell ist sparsamer und schafft bei moderater Fahrweise 500 bis 550 km.
Toyota gibt den Verbrauch für den bZ4X Touring mit 14,0 kWh/100 km (Frontantrieb) sowie 15,3 bis 18,6 kWh (Allrad) an. Unsere Werte lagen nah dran: Landstraße 15–17 kWh, Sparfahrt in Stadt und Überland nur 11 kWh, Allrad knapp unter 20 kWh, Autobahn 23 bis 24 kWh.
Leistung und Fahrkomfort
Mit der wachsenden Verbreitung von Elektroautos verabschiedet sich die Branche von manchem gewohnten Standard: Die Fahrstufen des Toyota bZ4X Touring werden über einen Drehschalter in der Mittelkonsole eingestellt, ein klassischer Gangwahlhebel entfällt. Ohne physische Schaltvorgänge beschleunigt der Toyota im Test linear, unaufgeregt und ohne Zugkraftunterbrechung.
Motoren: Frontantrieb oder Allrad
Der elektrische Kombi kommt mit Front- oder Allradantrieb. Der FWD leistet 224 PS und sprintet in 7,2 Sekunden auf 100 km/h, mit einer Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h. Der AWD mit zwei Motoren an Vorder- und Hinterachse leistet 380 PS – aktuell der stärkste vollelektrische Toyota – und schafft Tempo 100 in 4,5 Sekunden bei 180 km/h Spitze. Anders als die Kompaktversion gibt es den Touring nur mit der größeren 74,7-kWh-Batterie, das Gewicht liegt je nach Ausstattung zwischen 1.900 und 2.100 kg, wobei die voll ausgestattete Allrad-Variante am schwersten ist.
Beschleunigung wie ein Sportwagen
Im Test überzeugte der Kombi als vielseitig, komfortabel und dynamisch – vor allem der Allradantrieb mit kraftvollem Antritt, der an der Ampel manchen Sportwagen alt aussehen lässt. Der Frontantrieb ist das Vernunftauto: für den Familienalltag ausreichend, bei Nässe neigen die Vorderräder zum Durchdrehen.
Wie ist das Fahrverhalten?
Das gegenüber dem SUV überarbeitete Fahrwerk gefiel uns sehr gut: Unebenheiten wurden hervorragend gefiltert, der Kombi blieb trotz sportlicher Abstimmung komfortabel. In schnellen Wechselkurven spürte man das Leergewicht von über zwei Tonnen, der Aufbau blieb aber sicher und neigte sich kaum zur Seite. Die Lenkung war angenehm direkt und präzise, dank des kleinen Lenkrads wirkte der 4,83 m lange Kombi in engen Serpentinen handlicher als er ist.
Schlechte Tacho-Position
Kritikpunkt ist der weit vorne liegende 7-Zoll-Tacho: Da er über dem Lenkradkranz abgelesen wird, müssen größere Fahrende das Lenkrad tief und den Sitz hoch einstellen – eine unnatürliche Position, bei der der Lenkradkranz je nach Körpergröße Teile des Displays verdeckt, ähnlich wie bei neuen Peugeot-Modellen.
Vierstufige Rekuperation
Rekuperation und Bremsverhalten sind über Schaltwippen in vier Stufen regelbar, die Unterschiede bleiben aber gering – ein One-Pedal-Fahrzeug ist der bZ4X Touring nicht. Der mit Subaru entwickelte Allradler bietet echte Geländetauglichkeit mit 21 cm Bodenfreiheit und einem Spezialprogramm für Schneematsch und Schotter. Bis 120 km/h ist der Toyota innen flüsterleise, erst ab 130 km/h werden aufgrund der Fahrzeughöhe von 167 cm Windgeräusche an der A-Säule hörbar.
Kofferraum, Platz und Praxistauglichkeit
Wer sich einen Kombi zulegt, interessiert sich vor allem für eins: Wie groß ist der Kofferraum? Im Toyota bZ4X Touring sind es mit aufrechter Rücksitzbank offiziell 669 Liter, mit umgelegter zweiter Reihe (60:40 teilbar) erweitert sich das Volumen auf 1.718 Liter. Für die Mittelklasse ist das ein starker Wert – vor allem im Vergleich zur Konkurrenz: Der bZ4X Kombi bietet mehr Platz als Hyundai Ioniq 5, Skoda Enyaq und sogar der deutlich größere VW ID.7 Tourer. Gegenüber dem Stufenheck-bZ4X legt die Touring-Variante sogar um fast 50 % zu.
Praktischer Kofferraum, aber kratzanfällig
Positiv fiel im Test die ebene Ladefläche auf, die rückenfreundliches Beladen ermöglicht. Da der Wagen keinen Frunk besitzt, werden Ladekabel und Bordwerkzeug im praktischen Fach unter dem Kofferraumboden verstaut. Die Rücksitze lassen sich bequem per Hebel direkt vom Kofferraum aus federgespannt umlegen. Zudem gibt es stabile Taschenhaken aus Metall, Verzurrösen und gesicherte Seitenfächer. Die Heckklappe öffnet serienmäßig elektrisch. Kritikpunkt sind die seitlichen Radkastenverkleidungen aus einfachem Hartplastik, das im Alltag leicht verkratzt. Zudem fehlen im Dachhimmel Arretierungspunkte für Gepäck oder ein Hundetrennnetz, was raumhohe Beladung aus Sicherheitsgründen erschwert.
Platz wie in einer Mercedes E-Klasse
Trotz der um 14 cm verlängerten Karosserie bleibt der Radstand mit 2,85 m identisch zum normalen bZ4X. Dennoch ist die Kniefreiheit hinten überragend – kaum ein Unterschied zu Oberklasse-Kombis wie Mercedes E-Klasse, BMW 5er Touring oder Audi A6 Avant. Da die Dachlinie im Touring gerade verläuft statt abzufallen, gibt es im Fond spürbar mehr Kopffreiheit als im Schrägheck-Modell. Selbst Personen bis 1,90 m sitzen entspannt.
Nachteile im Fond durch die Batterien im Fahrzeugboden
Da das Batteriepaket im Fahrzeugboden verbaut ist, sitzen Fondpassagiere relativ hoch und müssen die Beine leicht anwinkeln, wodurch die Oberschenkel keine durchgängige Auflage finden. Im Cockpit stört, dass man über den Lenkradkranz schauen muss, um den Tacho zu erkennen – viele Fahrende stellen das Lenkrad daher unnatürlich tief ein.
Allrounder mit langer Garantie
Insgesamt zeigt sich der bZ4X Touring als Allrounder für aktive Familien: viel Beinfreiheit, großer Kofferraum, geländetaugliche Dachreling (bis 317 kg) dank Subaru-Kooperation, 1.500 kg Anhängelast sowie bis zu 15 Jahre Garantie bei regelmäßiger Inspektion.
Innenraum, Infotainment und Ausstattung
So sehr uns der Toyota bZ4X Touring mit seiner Raumausnutzung überzeugte, so zwiespältig fiel der Eindruck vom Infotainment aus, das zwar deutliche Fortschritte zum Vorgänger zeigt, aber auch Schwächen besitzt.
Integrierte Ladeplanung, aber mit Schwächen
Im Cockpit thront ein 14-Zoll-Touchscreen, der mit ordentlicher Geschwindigkeit arbeitet. Die Navigation verfügt über eine integrierte Ladeplanung inklusive Ladestopps, allerdings ist die Kartendarstellung recht einfach bis rudimentär. Ein großer Schwachpunkt ist die fehlende Filtermöglichkeit nach Ladeanbieter: Das System bevorzugt oft teure Stationen, ohne dass Netze wie Ionity oder Aral priorisiert werden können. Zudem lässt sich der gewünschte Akkustand am Zwischenstopp oder Ziel nicht individuell voreinstellen.
Keine Unterhaltungsapps für Ladepausen
Apple CarPlay und Android Auto sind kabellos nutzbar, ein einfacher Webbrowser ist integriert. Für Ladepausen fehlen jedoch moderne Apps wie YouTube, Netflix oder Disney+. Besser funktioniert der Sprachassistent, der über „Hey Toyota“ aktiviert wird und auch komplexere Befehle zuverlässig versteht.
Batteriegesundheit jederzeit abrufbar
Vor dem Fahrenden sitzt ein Kombiinstrument mit 7-Zoll-Display, das nah an der Windschutzscheibe positioniert ist und ein klassisches Head-up-Display ersetzen soll – die Darstellung wirkte uns jedoch zu unübersichtlich und kleinteilig. Ein echtes Highlight ist die Möglichkeit, den Gesundheitszustand der Batterie direkt im Menü auszulesen, was Transparenz beim späteren Gebrauchtwagenverkauf schafft. Bei der Bedienung kombiniert Toyota physische Kippschalter und Drehregler für die Klimaanlage sowie einen echten Lautstärke-Drehknopf mit der Steuerung über das Infotainment.
Wie ist der Innenraum verarbeitet?
Der Innenraum ist funktional und solide, wirkt in der Materialauswahl der Basisvariante aber einfallslos: Das Armaturenbrett ist mit strukturiertem Stoff bezogen, das Lederlenkrad exzellent verarbeitet, doch an Mittelkonsole, A-Säulen, Türverkleidungen und Türgriffen dominiert hartes Plastik – angesichts des Preises teils zu günstig wirkend. Die Sitze sind sehr weich und komfortabel, bieten in schnellen Kurven aber wenig Seitenhalt.
Welche Ausstattungslinien gibt es?
Der bZ4X Touring fährt absolut klapperfrei, mit hervorragender Geräuschdämmung bis etwa 120 km/h; erst ab 130 km/h dringen Windgeräusche an der A-Säule durch. Ein klassisches Handschuhfach fehlt, da der Raum für Klimatisierung und Beifahrer-Strahlungsheizung benötigt wird. Toyota bietet zwei Ausstattungslinien: „Teamplayer“ ab 44.350 Euro (Front- oder Allradantrieb) und die Top-Variante „Lounge“ ab 51.335 Euro, nur mit Allrad, inklusive Panorama-Glasdach, Volllederausstattung und JBL-Soundsystem.
Sicherheit und Assistenzsysteme
Der Toyota bZ4X Touring wurde von Euro NCAP noch nicht separat getestet, allerdings schnitt das SUV-Modell bereits 2025 mit der Höchstwertung von 5 Sternen ab. Besonders gut bewertet wurden Insassenschutz für Erwachsene (88 %) und Kinder (85 %), der Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer (80 %) sowie die Sicherheitsassistenten (79 %).
Serienmäßig ist der Kombi mit dem umfangreichen Paket Toyota Safety Sense ausgestattet: Notbremsassistent vorne und hinten, Spurhalte- und Spurführungsassistent, adaptiver Abstandstempomat, Verkehrszeichenerkennung, Toter-Winkel-Warner, Müdigkeitserkennung, 360°-Kamera, Querverkehrswarner und Einparken per Smartphone.
Wie gut arbeiten die Assistenzsysteme?
Im Alltag wirkten die Assistenzsysteme angenehm sanft und ohne störendes Dauerpiepen. Der Spurführungsassistent arbeitete kompetent, ohne unruhig zu pendeln; die Verkehrszeichenerkennung zeigte vereinzelt noch leichte Schwächen. Ungewöhnlich: Der eCall leitet bei einem Unfall nicht an eine Warteschleife, sondern direkt an eine zentrale Toyota-Stelle, die Standort und Anzahl angeschnallter Passagiere ermittelt und den Rettungsdienst alarmiert.
Bekannte Probleme und Rückrufe
Da es aktuell nur wenige Toyota bZ4X Touring auf deutschen Straßen gibt, existieren noch keine Rückrufe, TÜV-Reporte oder ADAC-Pannenstatistiken. Toyota gilt jedoch traditionell als sehr zuverlässige Marke und bietet ein umfangreiches Garantiepaket. Für die SUV-Variante machten 2022 allerdings sich lösende Räder sowie Probleme der Ladeelektronik bei Frost auf sich aufmerksam, was zu Produktionsstopps führte.
Die reguläre Fahrzeuggarantie läuft drei Jahre oder 100.000 km, lässt sich über das Service-Garantie-Paket „Toyota Relax“ aber auf bis zu 15 Jahre oder 250.000 km erweitern – bei jährlicher Inspektion in einer Vertragswerkstatt verlängert sie sich automatisch. Auf die Lithium-Ionen-Batterie gewährt Toyota 10 Jahre bzw. 250.000 km Garantie, wobei die Kapazität nicht unter 70 % fallen soll.
Toyota bZ4X Touring FAQs
- Barkauf
- 47.202 €
- Gebrauchtwagen
- 53.990 €