Mercedes-Benz C-Klasse elektrisch Testbericht

Die Mercedes C-Klasse überzeugt mit Sportlichkeit, einem modernen, hochwertigen Innenraum und niedrigen Verbrauchswerten. Größter Haken? - Der Preis.

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Wow-Wertung
8/10
Zuletzt aktualisiert am: 28/08/2026
Andreas Heise
Senior Online-Redakteur Test

Was gut ist

  • Agiles Fahrverhalten
  • Niedriger Verbrauch
  • Riesiger Frunk

Was nicht so gut ist

  • Teuer in der Anschaffung
  • Platzverhältnisse im Fond
  • Hohes Gewicht

Mercedes-Benz C-Klasse elektrisch: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Bewertung der Mercedes C-Klasse elektrisch

Die Mercedes C-Klasse elektrisch präsentiert sich als 4,88 Meter lange Fließheck-Limousine. Das Modell richtet sich an anspruchsvolle Vielfahrer, die hohe Reichweite und moderne Technik schätzen. Überzeugen können der niedrige Praxisverbrauch, das schnelle Laden sowie der traktionsstarke Allradantrieb. Die lange Aufpreisliste treibt den Gesamtpreis jedoch stark in die Höhe. Nicht ganz überzeugen kann das Platzangebot im Fond.

Das neue Modell wirkt deutlich kantiger und gefälliger als die früheren, komplett rundgelutschten EQ-Entwürfe

Der Einstieg gelingt erst bei knapp unter 65.000 Euro für den C 400 4Matic. Allein die Sonderausstattungen AMG Line Plus, Hyperscreen und Luftfederung verteuern das Modell um über 12.000 Euro. Der direkte Mitbewerber BMW i3 startet bei 65.900 Euro. Während der Münchner beim Laden etwas schneller ist, bietet der Stuttgarter den deutlich größeren Frunk.

Der Kofferraum der Mercedes C-Klasse elektrisch bietet alltagstaugliche 470 Liter Volumen. Ein echter Gewinn ist der 101 Liter große Frunk unter der Fronthaube. Im Fond genießen Insassen bis 1,85 Meter Körpergröße ausreichend Kopffreiheit, wenngleich die Oberschenkel durch den Rückbankwinkel nicht perfekt aufliegen.

Bisher bietet Mercedes die vollelektrische C-Klasse nur in der leistungsstarken Variante C 400 4Matic an. Sie leistet 360 kW (489 PS) und sprintet in 4 Sekunden auf 100 km/h. Bei 210 km/h wird der Vortrieb elektronisch abgeregelt. Schwächere Varianten wie ein C 300 oder C 250 sollten noch folgen.

Auf unserer Testrunde überzeugte der niedrige Verbrauch von 13,3 bis 15,3 kWh/100 km. Die große 94-kWh-Batterie lädt am Schnelllader in 22 Minuten von 10 auf 80 Prozent.

Wie viel kostet die Mercedes C-Klasse elektrisch?

Die Mercedes C-Klasse elektrisch, die bisher einzig als C 400 4Matic verfügbar ist, startet bei knapp unter 65.000 EURO:

Mercedes C-Klasse elektrisch: Reichweite und Ladedauer

Die neue elektrische Mercedes C-Klasse führt eine große Batterie mit 94 kWh Nettokapazität im Fahrzeugboden mit. Laut offizieller WLTP-Norm ermöglicht dieser Energiespeicher eine maximale Reichweite von bis zu 753 Kilometern ohne Zwischenstopp.

In unserem Praxistest zeigte der Bordcomputer bei einem hohen Akkustand von 98 Prozent stolze 642 Kilometer Restreichweite an. Diese beachtliche Distanz lässt selbst auf langen Ausfahrten jegliche Reichweitenangst verfliegen.

Nur 13,3 bis 15,3 kWh/100 Verbrauch auf der Testrunde

Der offizielle WLTP-Standardverbrauch ist mit niedrigen 14,3 kWh pro 100 Kilometer angegeben. Auf unserer ersten Testrunde, die rauf und runter über Landstraßen führte, pendelte sich der Strombedarf bei sehr guten 15,3 kWh ein. Auf einer flachen Etappe sank der gemessene Wert sogar auf 13,3 kWh.

Für eine große Limousine dieser Leistungsklasse sind diese Werte ein großes Ausrufezeichen. Natürlich wird der Verbrauch bei 210 km/h auf der Autobahn höher ausfallen. Doch andersrum: Wenn das bisherige Top-Modell schon so verbrauchsarm fährt, dann sollten schwächere Versionen noch effizienter sein.

DC-Laden mit maximal 330 kW

An passenden DC-Schnellladesäulen erzielt die Limousine eine hohe Ladeleistung von bis zu 330 kW. Die große Batterie schafft damit den Sprung von 10 auf 80 Prozent in nur 22 Minuten.

An einer Wallbox dauert es schon deutlich länger: Von 0 auf 100 Prozent vergehen 10 Stunden 30 Minuten. Das liegt zum einen an der hohen Batteriekapazität, zum anderen an der AC-Ladeleistung von 11 kW. Wer jedoch bereit ist, rund 650 Euro extra zu investieren, der bekommt einen 22-kW-Lader und verkürzt die Ladezeit um knapp die Hälfte.

Leistung und Fahrkomfort

Die Mercedes C-Klasse elektrisch ist bisher nur als 360 kW/489 PS starker C 400 4Matic erhältlich - schwächere Versionen sollten ebenso folgen wie AMG-Derivate. Die Längsbeschleunigung ist angesichts der Leistung entsprechend stark: Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in glatten 4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 210 km/h elektronisch begrenzt, was für deutsche Autofahrer auf der linken Autobahnspur eine Einschränkung darstellt.

Auf den Testfahrten zeigte sich der Mercedes sehr sportlich - der Fahrkomfort hängt vom gewählten Fahrwerk ab. Das serienmäßige adaptive Stahlfahrwerk liegt in Kurven zwar recht satt, gibt Gullydeckel und harte Querfugen aber spürbar an die Insassen weiter. Wer zum optionalen Luftfahrwerk greift, genießt hingegen mehr Reisekomfort. Die Lenkung arbeitet leichtgängig, spricht aber direkt an - sie lässt sich zudem in verschiedenen Modi anpassen.

Der Allradantrieb bringt die Kraft ohne merkliche Traktionsverluste auf den Asphalt - der tiefe Schwerpunkt durch das Akkupaket im Boden kommt dem Fahverhalten zugute. Allerdings wiegt der C 400 4Matic elektrisch satte 2.460 Kilogramm und ist damit die schwerste C-Klasse der Unternehmensgeschichte.

Beeindruckend vielseitig zeigt sich die Rekuperation, die sich stufenlos vom Segeln bis zum echten One-Pedal-Driving anpassen lässt. Clever: Im intelligenten Modus passt das System die Bremsenergierückgewinnung an die aktuelle Verkehrssituation, den Straßenverlauf, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Navigationsdaten an.

Im Test überraschte die Limousine trotz der enormen Kraftreserven mit niedrigen Verbrauchswerten von maximal 15,3 kWh/100 km. Der offizielle WLTP-Wert: 14,3 kWh/100 km.

Platz und Praxistauglichkeit

Der Kofferraum fasst alltagstaugliche 470 Liter Gepäck bei einer soliden Zuladung von 505 Kilogramm. Zusätzlich verbaut Mercedes unter der Fronthaube einen 101 Liter großen Frunk. Dieser lässt sich spielerisch über den Markenstern öffnen und eignet sich ideal für Ladekabel und kleine Taschen.

Mit seinem riesigen Frunk sticht der Stuttgarter die Konkurrenz spürbar aus. Während der direkte Rivalen-Stromer BMW i3 im Vorderwagen nur bescheidene 31 Liter Stauraum bereitstellt, bietet die C-Klasse hier deutlich mehr praktischen Nutzwert.

Auf der Rücksitzbank genießen Insassen bis 1,85 Meter Körpergröße dank des serienmäßigen Panoramadachs und des fehlenden Mitteltunnels eine ordentliche Kopffreiheit sowie ein luftiges Raumgefühl. Allerdings liegen die Oberschenkel durch die angewinkelte Sitzbank nicht perfekt auf und die Fußgarage fällt für größere Schuhe recht knapp aus.

Vorne stellt die schwebend gestaltete Mittelkonsole auf zwei Ebenen reichlich Ablagen, USB-C-Anschlüsse und zwei Smartphone-Plätze bereit. Mit einer gebremsten Anhängelast von bis zu 1.800 kg eignet sich der Stromer auch problemlos zum Ziehen von Anhängern.

Für wen ist die Mercedes C-Klasse elektrisch geeignet?

Die vollelektrische Mercedes C-Klasse richtet sich primär an anspruchsvolle Vielfahrer und Business-Kunden, die eine effiziente Premium-Reiselimousine mit hoher Reichweite, schnellen Ladezeiten und asugeprägter Langstreckentauglichkeit suchen.

Innenraum, Infotainment und Ausstattung

Das extrem moderne Cockpit der Mercedes C-Klasse elektrisch dominiert ein XXL-Display über die gesamte Innenraumbreite. Der optionale Hyperscreen wirkt wie eine durchgängige Glasfläche. Wer darauf verzichtet, erhält den Superscreen mit drei optisch getrennten Bildschirmen. Das Infotainment verlangt durch viele Funktionen und Einstellmöglichkeiten etwas Einarbeitung.

Die Steuerung läuft fast komplett über den Touchscreen, da physische Tasten eine Seltenheit sind. Auch die Klimaanlage wird digital über den Bildschirm bedient. Hervorragend arbeitet die Mercedes-Sprachbedienung, die zu den besten Systemen am Markt gehört. Das geschmeidige Lenkrad setzt erfreulicherweise vorwiegend auf echte Tasten.

Das Innenraumdesign wirkt durch die schwebende Mittelkonsole und die Display-Landschaft sehr modern. Im oberen Bereich überzeugen edle Oberflächen und fein geformte Türelemente. Ganz unten an den Türen verbauen aber auch die Stuttgarter einfaches Hartplastik. Ein echtes Highlight ist das druckvolle Burmester-Soundsystem, das jedoch 1.309 Euro extra kostet.

Alles in allem: Das Premium- und Komfort-Gefühl, das du bekommst, hängt stark von der Größe deines Geldbeutels ab. Mercedes bittet für Extras kräftig zur Kasse. Die Ausstattung AMG Line Plus kostet 7.557 Euro zusätzlich, der Hyperscreen schlägt mit 1.488 Euro zu Buche.

Sicherheit und Schutz

Ein spezifisches Euro NCAP Crashtest-Ergebnis liegt für die neue elektrische C-Klasse bislang noch nicht vor. Das Verbrennermodell erreichte aber 2022 die Bestwertung von 5 Sternen.

Ab Werk ist das Modell bereits mit den gängigen Sicherheits- und Notbremssystemen ausgestattet. Gegen einen Aufpreis von 1.785 Euro ist z. B. das Paket MB.Drive Assist inklusive des aktiven Lenkassistenten erhältlich.

In unserem Test machte der optionale Lenkassistent einen richtig guten Job. Das System hält den Wagen souverän in der Spur und entlastet den Fahrer spürbar. Daher empfehlen wir diese Option allen Vielfahrern, die häufig lange Strecken auf der Autobahn zurücklegen.

Bekannte Probleme und Rückrufe

Mercedes gewährt auf Neufahrzeuge nur eine zweijährige Garantie. Hinsichtlich der Hochvoltbatterie gilt die Absicherung für branchenübliche 8 Jahre oder 160.000 Kilometer Laufleistung – das ist beim Konkurrenten BMW i3 nicht anders.

Mercedes C-Klasse elektrisch FAQs

Die elektrische Mercedes-Benz C-Klasse wird im ungarischen Werk Kecskemét gebaut.

Die Mercedes C-Klasse elektrisch startet in der Motorisierung C 400 4Matic bei 64.325 Euro.

Die Mercedes C-Klasse elektrisch kann seit Mai 2026 bestellt werden.

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