Hyundai STARIA Elektro Testbericht
Der Hyundai Staria Elektro ist ein futuristischer Van mit ultraschnellen Ladezeiten für die Großfamilie. Seine enormen Maße machen ihn im engen Stadtalltag jedoch sehr unhandlich.
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Was gut ist
Was nicht so gut ist
Hyundai STARIA Elektro: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?
- Unser Fazit zum Hyundai Staria Elektro
- Wie viel kostet der Hyundai Staria Elektro?
- Hyundai Staria Elektro: Reichweite und Ladedauer
- Leistung und Fahrkomfort
- Kofferraum, Platz und Praxistauglichkeit
- Innenraum, Infotainment und Ausstattung
- Sicherheit und Assistenzsysteme
- Bekannte Probleme und Rückrufe
- Hyundai Staria Elektro FAQs
Unser Fazit zum Hyundai Staria Elektro
Der Hyundai Staria Elektro ist für uns ein wegweisender E-Van, ideal für große Familien und Shuttle-Dienste. Dank herausragender Ladetechnologie setzt er neue Maßstäbe im Segment. Aufgrund seiner enormen Maße von mehr als fünf Metern Länge und fast zwei Metern Breite bringt der Van im Alltag allerdings Nachteile mit sich. In Parkhäusern, an Autobahnbaustellen oder in engen Straßen stößt er schnell an seine Grenzen.
Obwohl die Endpreise für den deutschen Markt noch nicht feststehen, lässt sich schon jetzt sagen: Angesichts der 800-Volt-Architektur, der luxuriösen Ausstattung und der Anhängelast von 2.000 kg bietet der Staria ein überragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für ein Fahrzeug dieser Klasse.
Zumal der Staria mit dem aktuellen Modelljahr ein umfassendes Update erhalten hat. Die futuristische Front wurde aerodynamisch verfeinert, die LED-Lichtleiste neu gestaltet. Das Cockpit verabschiedet sich vom aufgesetzten Zentralbildschirm der frühen Diesel-Modelle – stattdessen zieht sich nun ein nahtloses, gebogenes Display-Panel durchs Sichtfeld.
Das Laderaumangebot ist dank des konsequenten Kastendesigns extrem großzügig. Je nach Sitzkonfiguration (sieben- oder neunsitzig) liegt der Kofferraum zwischen 831 und 1.303 l, maximal sollen bis zu 4.200 l (noch nicht offiziell) möglich sein. Wie bei vielen Vans ist der Innenraum variabel: Zweite und dritte Sitzreihe laufen auf Schienen, die Sitzflächen lassen sich zudem hochklappen, um die Bänke platzsparend nach vorne zu schieben. Ein vollständiger Ausbau ist jedoch nicht vorgesehen.
Angetrieben wird der Staria von einem Elektromotor mit 218 PS, gespeist aus einer 84-kWh-Batterie, was eine offizielle Reichweite von rund 400 km ermöglicht. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 8,9 s, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 184 km/h begrenzt. Seine Stärken zeigt der Van für uns auf Reisen: Dank der 800-Volt-Plattform lädt er mit bis zu 240 kW, ein Ladevorgang von 10 auf 80 % dauert nur 18 bis 20 Minuten – schneller als bei fast allen Konkurrenten. Auch der Komfort überzeugt: Der Staria läuft vibrationsfrei und leise, in der Luxury-Ausstattung sind die Sitze in Reihe umwandelbar zu Liegen. Schattenseiten im Alltag bleiben die enorme Breite und die Sparmaßnahmen in der Basisversion.
Wie viel kostet der Hyundai Staria Elektro?
Das Hyundai STARIA Elektro Modell hat einen Listenpreis von 57.450 € bis 66.950 €. Mit Carwow können Sie jedoch im Durchschnitt 10.029 € sparen. Die Preise beginnen bei 49.448 € für Barzahlung.
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Basierend auf Vollkasko-Typklassen mit 15.000 km pro Jahr vergleichbarer E-Vans wie dem Mercedes EQV verursacht der Hyundai Staria Elektro monatlich ca. 350 € laufende Kosten. Diese setzen sich aus etwa 110 € Versicherung und 240 € Unterhalt zusammen. Darin sind Wartung, Verschleiß sowie der Ladestrom von 25 kWh pro 100 km enthalten. Hinzu kommen ungefähr 650 € Wertverlust, da Elektroautos in den ersten drei Jahren circa 50 % des Neupreises verlieren.
Hyundai Staria Elektro: Reichweite und Ladedauer
Vans sind beliebte Familienautos. Deshalb muss eine elektrische Version natürlich vor allem eine gute Reichweite bieten. Hier liegen bei vielen Modellen noch Schwachpunkte. Die Voraussetzungen beim Staria sind theoretisch hervorragend: Der Van besitzt eine 800-Volt-Ladestruktur, in 20 Minuten kann er seinen 84 kWh Akku (netto) von 10 auf 80 Prozent laden.
Das Problem nur: Der Real-Verbrauch ist mit 24 bis 28,5 kWh auf 100 km hoch. Offizielle Werte des Herstellers gibt es bisher nicht. Das wirkt sich natürlich auf die Reichweite aus. Ungefähr 400 km sind es offiziell nach dem WLTP-Testzyklus. Wir kamen meistens nicht so weit. Bei kalten Temperaturen und einem konstanten Tempo von 130 km/h auf der Autobahn schmolz die reale Reichweite auf knapp 260 km zusammen. Erklären lässt sich das durch die Kastenform des Fahrzeugs, das einen hohen Luftwiderstand erzeugt, der sich physikalisch nicht ausgleichen lässt. Bei höheren Geschwindigkeiten steigt der Verbrauch der rollenden Schrankwand exorbitant an.
Leistung und Fahrkomfort
Der Hyundai Staria wurde ursprünglich 2021 mit klassischen Verbrennungsmotoren eingeführt und vier Jahre später durch eine Vollhybrid-Variante ergänzt. Jetzt folgt eine vollelektrische Variante, die im Gegensatz zum Hybrid und seiner Acht-Stufen-Automatik auf ein Ein-Gang-Reduktionsgetriebe setzt. Die Positionierung des Gangwahlschalters bleibt ungewöhnlich. Er sitzt unten an der Armaturentafel abseits der Lenksäule. Das erforderte für uns einige Eingewöhnung, da der Hebel für den Vorwärtsgang nach vorne und für den Rückwärtsgang nach hinten bewegt werden musste. Gerade Fahrende mit langen Beinen müssen beim Einsteigen aufpassen, um mit dem Knie nicht an den Wählhebel zu stoßen.
Hohes Gewicht, hoher Verbrauch
Das Gewicht des Fahrzeugs liegt je nach Ausstattung zwischen 2.380 und 2.500 kg. Das ist ein hoher Wert, besonders Familien müssen darauf achten, wie viel Zuladung noch möglich ist. Zum Einsatz kommt ein Elektromotor an der Vorderachse mit 218 PS, der bei zu viel Gas die Reifen zum Durchdrehen bringt. Den offiziellen Verbrauch gibt Hyundai mit 24,0 bis 28,5 kWh pro 100 km an. Er liegt je nach Fahrweise und Geschwindigkeit aber auch deutlich höher. Durch die kastenartige Form des Staria steigt er bei hoher Geschwindigkeit exponentiell an.
Extrem leise im Innenraum
Im Betrieb zeigte sich beim elektrischen Staria für uns ein zwiespältiges Bild. Zum einen ist da die extreme Laufruhe und das entspannte Gleiten, das mit dem Staria Electric möglich ist. Der elektrische Antrieb eliminiert jegliche Motorvibrationen im Innenraum vollständig. In Kombination mit der serienmäßigen Akustikverglasung schwebt der Hyundai selbst auf der Autobahn nur so dahin. Die moderne Mehrlenker-Hinterachse federt Fahrbahnunebenheiten hervorragend ab und verhindert das typische Poltern herkömmlicher Transporter. Sowohl im leeren als auch im vollbeladenen Zustand bleibt das Fahrverhalten stabil und komfortabel.
Trotz mehr als 5 Meter Länge leicht zu rangieren
Trotz einer Fahrzeuglänge von über 5,25 m lässt sich der Staria dank seiner leichtgängigen und präzisen Lenkung überraschend mühelos steuern. Ebenso erleichtert die Sitzposition das Rangieren und bietet eine hervorragende Übersicht. Durch die extrem niedrige Fensterlinie und die riesigen Glasflächen entsteht ein luftiges Raumgefühl.
Zu groß für die enge Stadt
Die Nachteile zeigen sich im Stadtverkehr, in engen Altstadtgassen und in alten Parkhäusern, in denen der Van schnell an seine Grenzen stößt. Ohne Außenspiegel ist er bereits 1,99 m breit, mit ausgeklappten Spiegeln wächst die Breite auf 2,25 m an. Das macht das Befahren der linken Spur bei engen Autobahnbaustellen extrem stressig. Hier ist die Breite oft auf 2,10 m begrenzt. Auch die Fahrzeughöhe von knapp 2 m erfordert in niedrigen Tiefgaragen Vorsicht. Ohne das 360°-Kamerasystem wäre ein Parkmanöver im Alltag eine echte Zumutung. Das gibt es aber erst in der teureren Ausstattungslinie, eine Änderung zu den Modellen vor dem Facelift.
Kofferraum, Platz und Praxistauglichkeit
Wie bei vielen Vans steht beim Hyundai Staria Elektro Flexibilität an erster Stelle. Er kann sowohl als Sieben- als auch als Neunsitzer konfiguriert werden. Die zweite und dritte Reihe sind auf Schienen montiert und lassen sich flexibel verschieben, um entweder maximale Beinfreiheit oder mehr Laderaum zu schaffen. Neben dem flachen Umlegen der Rückenlehnen konnten wir im Testfahrzeug die Sitzfläche der Bank hochklappen, um die Konstruktion platzsparend nach vorne zu schieben. Dadurch wird ein Laderaum freigegeben, der fast an einen Transporter erinnert. Je nach Bestuhlung liegt das Kofferraumvolumen zwischen 831 und 1.303 l; das maximale Volumen gibt Hyundai bisher nicht offiziell an, es dürfte bei 4.000 bis 4.200 Liter liegen. Da der Staria Electro voll auf Komfort und Luxus ausgelegt ist, ist ein vollständiger Ausbau der Sitze nicht vorgesehen.
Wie schlägt sich der Kofferraum im Vergleich zur Konkurrenz?
Andere Vans sind hier praktischer: Der Kia Carnival kann seine Sitze im Boden versenken. Dem Staria Electro fehlt dieser Stauraum, da sich an der Fahrzeugunterseite ein aufgehängtes Ersatzrad befindet. Der Kia PV5 Passenger ist zwar fast 60 cm kürzer, bietet in der 5-Sitzer-Konfiguration hinter der zweiten Reihe aber bereits 1.330 l Stauraum, maximal sind 3.615 l mit umgelegten Sitzen möglich. Im Vergleich zu VW ID.Buzz und Mercedes EQV nutzt der Staria seine Kastenform und Länge optimal aus und bietet bei voller Bestuhlung ein großzügigeres Ladevolumen als der ID.Buzz. Der EQV hat zwar ebenfalls viel Platz, wirkt technologisch aber veraltet.
Innenraum: die rollende Lounge
Überhaupt das Platzangebot: Das empfanden wir als gigantisch – das Fahrzeug gleicht einer rollenden Lounge. Der Boden ist im gesamten Fahrgastraum eben, ohne störenden Mitteltunnel, was mühelosen Durchstieg ermöglicht. In allen drei Sitzreihen herrscht phänomenale Kniefreiheit, selbst Erwachsene bis 1,75 m reisen in Reihe drei bequem. In der Siebensitzer-Variante bietet die zweite Reihe elektrische Business-Class-Sessel mit Heizung, Belüftung und ausfahrbarer Unterschenkelauflage, die sich per Knopfdruck in eine schwerelose Liegeposition bringen lassen. Unter der Motorhaube sitzt ein kleiner Frunk, ideal für das Ladekabel.
Für wen eignet sich der Hyundai Staria Elektro?
Wir sehen den Staria Elektro vor allem als Fahrzeug für Großfamilien und Freizeitsportler mit viel Gepäck. Mit 2.000 kg Anhängelast eignet er sich auch als Zugfahrzeug für Wohnwagen – wobei die reale Reichweite deutlich unter den angegebenen 400 km liegt, sodass im Campingurlaub oft Ladestopps nötig sind.
Innenraum, Infotainment und Ausstattung
Schluss mit dem veralteten und oft kritisierten Tablet-Design der früheren Diesel-Versionen des Hyundai Staria. Im Elektro-Van sitzt jetzt ein modernes, nahtloses, gebogenes Paneel, das zwei 12,3-Zoll-Bildschirme miteinander verbindet. Ein separates Head-up-Display erübrigt sich, da die Instrumentenanzeige hoch über dem Lenkrad perfekt in unserem Blickfeld positioniert war. Das Infotainment läuft auf Hyundais neuester Software und unterstützt Over-the-Air-Updates sowie kabelloses Apple CarPlay und Android Auto. Während der Ladezeiten an der Ladesäule konnten wir direkt auf dem zentralen Bildschirm Apps wie YouTube nutzen, um die Wartezeit zu überbrücken.
Bedienung: Touch und echte Schalter
Besonders positiv: Hyundai verzichtet zugunsten der Verkehrssicherheit auf reine Touch-Bedienung . Direkt unterhalb der Bildschirme fanden wir echte haptische Tasten und physische Drehregler für Lautstärke, Senderwahl und Klimatisierung. Das verhindert ablenkendes Suchen in Untermenüs während der Fahrt.
Mit den Kinder per Kamera und Mikrofon kommunizieren
Ein besonders smartes Feature sind Passenger View und Talk. Über eine im Dachhimmel integrierte Kamera kann der Fahrende die Passagiere, insbesondere Kinder in den hinteren Reihen, auf dem zentralen Display beobachten. Eine weitere Funktion verstärkt die Stimme über die hinteren Lautsprecher, sodass eine normale Unterhaltung im riesigen Innenraum ohne Schreien möglich ist. Der völlig flache Fahrzeugboden ohne störenden Mitteltunnel und die extrem hohe Dachlinie schaffen im Innenraum des Staria eine luftige, lounge-artige Atmosphäre.
Wie ist die Innenraumqualität?
Das neu gestaltete Drei-Speichen-Lederlenkrad verzichtet auf das Hyundai-Logo. Stattdessen leuchten dem Fahrenden vier Punkte entgegen – der Morsecode für den Buchstaben H, den man bereits aus der IONIQ-Reihe kennt. Der Gesamteindruck des Cockpits ist hochwertig und modern. Dennoch konnten wir an einigen Stellen des Staria sein Nutzfahrzeug-Erbe erkennen: Die Verkleidung im Fußraum und an den B-Säulen besteht teilweise aus kratzempfindlichem Hartplastik in Klavierlack-Optik, die sich beim Klopftest hohl anhörte.
Welche Ausstattungslinien gibt es?
Die Ausstattung teilt sich im Wesentlichen in zwei Varianten. Der Wagon ist der Neunsitzer für Shuttle-Dienste und Großfamilien: einfachere Stoffsitze, mechanisch verstellbar, manuelle Schiebetüren und Heckklappe, die an Steigungen spürbaren Kraftaufwand erfordern, sowie nur eine herkömmliche Rückfahrkamera statt der 360°-Kamera.
Der Siebensitzer Luxury ist die Premium-Variante: zwei Einzelsitze in Reihe zwei mit Liegeposition, elektrische Schiebetüren beidseitig, 360°-Kamera, zweiteiliges Glasdach und mehrfarbiges Ambient Light bis in die dritte Reihe. Zwischen den Einzelsitzen entsteht eine Gasse zum bequemen Durchgehen nach hinten. Eine echte Schuko-Steckdose liefert Haushaltsstrom – praktisch beim Campen für Laptops oder E-Bikes.
Sicherheit und Assistenzsysteme
Obwohl der Hyundai Staria seit 2021 als Verbrenner auf dem Markt ist, wurde er bisher noch nicht vom Euro NCAP auf seine Sicherheit getestet. Allerdings gab es in diesem Jahr eine Bewertung der australischen ANCAP, bei der der Van die Bestwertung von fünf Sternen erhielt.
Seitdem hat sich einiges getan: Der elektrische Staria verfügt über ein Sicherheitsniveau, das über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgeht. Der Van ist mit einem umfangreichen Paket an aktiven Sicherheits- und Fahrassistenzsystemen ausgestattet. Dazu gehören ein autonomer Notbremsassistent, Abstandsregeltempomat, aktive Spurhaltung, Totwinkel-Kollisionsvermeidungsassistent, hinterer Querverkehrswarner, Verkehrszeichenerkennung und eine Reihe von Airbags.
Im Vergleich zur Konkurrenz hebt sich der Staria durch sein PKW-Sicherheitsniveau statt Transporter-Standard ab und setzt auf modernste Assistenzsysteme. Kritisch finden wir allerdings, dass bei den Basismodellen der Rotstift angesetzt wurde und früher serienmäßige Systeme wie die 360°-Rundumsicht Kamera gestrichen wurden.
Bekannte Probleme und Rückrufe
Hyundai gewährt für den Staria Electro eine umfassende Fahrzeuggarantie von fünf Jahren ohne Kilometerbegrenzung. Für die Hochvolt-Batterie gelten acht Jahre bzw. 160.000 km, je nachdem, was zuerst erreicht wird. Hyundai sichert eine verbleibende Mindestkapazität des Akkus von 70 % zu. Da der Hyundai Staria Electro ein neues Modell mit ist, gibt es noch keine statistischen Auswertungen oder Langzeitberichte von TÜV und ADAC zu Zuverlässigkeit oder typischen Mängeln.
Hyundai Staria Elektro FAQs
- Barkauf
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