Der BMW i3 ist der erste vollelektrische 3er und bricht mit dem bisherigen Design. Viel wichtiger: Die Elektro-Limousine bietet eine WLTP-Reichweite von über 900 Kilometern - Reichweitenangst ade.

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Wow-Wertung
9/10
Zuletzt aktualisiert am: 30/10/2026
Andreas Heise
Senior Online-Redakteur Test

Was gut ist

  • Reichweite und Ladeleistung
  • Anzeigetechnologie
  • Bidirektionales Laden

Was nicht so gut ist

  • Preis und kostspielige Extras
  • Mäßiges Kofferraumvolumen
  • Viel Touch-Bedienung
Die wichtigsten Daten
Fahrzeugtyp
Fließheck, Limousine
Kraftstoffart
Elektro
Anzahl der Sitze
5
Kofferraumvolumen, Rücksitzbank aufrecht
420 Liter (3 Koffer)
Außenabmessungen (Länge/Breite/Höhe)
4.760 mm x 1.865 mm x 1.480 mm
CO₂-Ausstoß (WLTP, kombiniert)
Gibt an, wie viel Kohlendioxid (CO2) das Fahrzeug pro gefahrenem Kilometer im WLTP-Zyklus (kombiniert) ausstößt. Je niedriger der Wert, desto umweltfreundlicher ist das Auto.
0 g/km (A)
Stromverbrauch (WLTP, kombiniert)
Gibt an, wie viel Energie ein Elektroauto im genormten WLTP-Zyklus (kombiniert) pro 100 Kilometer verbraucht. Je niedriger der Wert, desto sparsamer ist das Auto.
13,4 - 14,3 kWh / 100km
Reichweite (WLTP, kombiniert)
Gibt an, wie viele Kilometer ein Elektroauto oder Hybrid rein elektrisch mit einer voll aufgeladenen Batterie im genormten WLTP-Zyklus zurücklegen kann.
702 - 908 km
max. Ladeleistung (AC/DC)
Die maximale Leistung, mit der die Batterie geladen werden kann. Langsame Wallboxen arbeiten in der Regel mit Wechselstrom (AC), während Schellladesäulen Gleichstrom (DC) verwenden. (kW = Kilowatt)
300.0 - 400.0 kW
Batteriekapazität
86.9 - 113.4 kWh
Ladedauer
21.0 Min.

BMW i3: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Fazit zum BMW i3

Der neue BMW i3 kombiniert die bekannte BMW-3er-DNA mit der Technologie der Neuen-Klasse-Plattform. Die Elektro-Limousine bietet nicht nur beeindruckende Werte zu Ladeleistung und Reichweite, sondern interpretiert auch das 3er-Design völlig neu. Mit dem serienmäßigen Panoramic Vision stellt der i3 zudem eine spannende Weiterentwicklung des Innenraums dar und folgt damit dem bereits vorgestellten iX3.

Mit am beeindruckendsten ist die Reichweite, die auch im Test bei über 700 Kilometern lag

Preislich positioniert BMW die neue Baureihe (NA0) selbstbewusst - zwei Modelle stehen zur Auswahl. Den Einstieg bildet der i3 40 xDrive zu einem Preis von 59.900 Euro. Für den stärkeren i3 50 xDrive verlangt BMW in der Basis mindestens 65.900 Euro. Für die gebotene Technologie, insbesondere die WLTP-Reichweite von über 900 Kilometern und die Ladeleistung von bis zu 400 kW im Top-Modell, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis trotzdem sehr attraktiv.

Zum Vergleich: Die elektrische Mercedes C-Klasse ist ab 59.803 Euro zu haben, die Top-Version C400 4Matic elektrisch startet bei 64.325 Euro.

Der BMW i3 ist als 4,76 Meter lange Elektro-Limousine konzipiert - das Gepäckraumvolumen fällt mit 420 Litern nur durchschnittlich aus. Praktisch aber: Unter der Fronthaube wartet ein 31 Liter großer Frunk.

Mit bis zu 469 PS und 912 Kilometer WLTP-Reichweite

Den BMW i3 gibt es aktuell in zwei Leistungsstufen: als i3 40 xDrive mit 275 kW/374 PS oder als i3 50 xDrive mit 345 kW/469 PS. Das Einstiegsmodell kommt mit seinem 82,8-kWh-Akku (netto) nach WLTP bis zu 710 Kilometer weit. Die Top-Variante schafft dank größerer Batterie (108,7 kWh) sogar bis zu 912 Kilometer.

Wie viel kostet der BMW iX3?

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BMW i3: Reichweite und Ladedauer

Die Reichweite des BMW i3 lässt aufhorchen: Bis zu 912 Kilometer (WLTP kombiniert) sollen im i3 50 xDrive dank 108,7-kWh-Batterie (netto) möglich sein. Auf unserer Testfahrt zeigte der Bordcomputer bei 98 Prozent Ladestand eine reale Reichweite von 718 Kilometern an. Die viel diskutierte Reichweitenangst sollte damit der Vergangenheit angehören.

Zum Vergleich: Das Tesla Model 3 schafft offiziell im besten Fall 702 Kilometer. Näher dran ist die vollelektrische Mercedes-Benz C-Klasse, die mit maximal 753 WLTP-Kilometern aber auch nicht an den i3 herankommt. Kleine Einschränkung: Das i3-Einstiegsmodell 40 xDrive verfügt aufgrund des kleineren Akkus (82,8 kWh) nur über eine WLTP-Reichweite von 710 Kilometern.

Test-Verbrauch zwischen 13,7 und 21,4 kWh/100 km

BMW gibt für den i3 50 xDrive einen kombinierten WLTP-Verbrauch von 13,4 bis 18,0 kWh an. Auf unseren Testfahrten war das Ganze sehr abhängig vom Streckenprofil. Auf der Autobahnetappe mit höchstens 130 km/h genehmigte sich der allradgetriebene 50 xDrive 21,4 kWh auf 100 Kilometer. Hier hätten wir uns etwas mehr Sparsamkeit erwartet. Auf gemischten Landstraßenabschnitten sank der Durst auf 19,9 kWh, bei einer weiteren Fahrt mit höherem Rekuperationsanteil sogar auf 13,7 kWh.

Maximale Ladeleistung von bis zu 400 kW

Wie der iX3 steht auch der i3 auf der Neuen-Klasse-Plattform von BMW und nutzt daher 800-Volt-Technik. Ein Vorteil davon ist die hohe DC-Ladeleistung von bis zu 400 kW im i3 50 xDrive. Die elektrische C-Klasse schafft "nur" 330 kW. Das BMW-Basismodell, der i3 40 xDrive, ist beim DC-Laden jedoch auf 300 kW begrenzt.

Bidirektionales Laden: ob V2L, V2H oder V2G

Der BMW i3 bietet vielfältige Möglichkeiten beim bidirektionalem Laden: Mit Vehicle-to-Load (V2L) kann die in der Batterie gespeicherte Energie direkt für externe Verbraucher wie einen Elektrogrill oder ein E-Bike genutzt werden. Vehicle-to-Home (V2H) ermöglicht es, Strom aus der Fahrzeugbatterie ins private Hausnetz einzuspeisen. Zudem ist Vehicle-to-Grid (V2G) verfügbar: Damit lässt sich Energie dem öffentliche Stromnetz zuführen. Über die My BMW App können Kunden den Energieflüsse und den Ladezustand steuern und kontrollieren.

Leistung und Fahrkomfort

Den BMW i3 gibt es aktuell in zwei Leistungsstufen: als i3 40 xDrive mit 275 kW/374 PS oder als i3 50 xDrive mit 345 kW/469 PS. Schon das Einstiegsmodell ist nicht untermotorisiert: Von 0 auf 100 km/h geht's in flotten 5,4 Sekunden, auf der Autobahn sind immerhin bis zu Tempo 200 möglich.

Der noch stärkere i3 50 xDrive spurtet aus dem Stand in 4,7 Sekunden auf Landstraßentempo. Das Drehmoment steigt von 520 auf 645 Nm. Die Vmax bleibt mit 200 km/h aber unverändert.

Agil und reaktionsschnell trotz knapp 2,3 Tonnen Leergewicht

Auf der Testfahrt mit dem i3 50 xDrive überzeugte das Standard-Stahlfahrwerk mit einer gelungenen Balance: Es federt Unebenheiten sauber ab, bleibt aber sportlich genug abgestimmt. Der Allradantrieb liefert eine beachtliche Traktion - selbst beim engagierten Herausbeschleunigen aus engen Kurven klebt der Wagen förmlich am Asphalt. Auch dank der tief im Wagenboden untergebrachten Batterie, die den Schwerpunkt senkt. Befehle über das Fahrpedal setzt der i3 dabei blitzschnell um. Das alles beeindruckt angesichts des Leergewichts von 2.280 Kilogramm umso mehr.

Im Fahrmodus „B“ verzögert der i3 beim Lupfen des Fahrpedals kräftig. Vor den meisten Kurven wird die normale Bremse dadurch überflüssig. Das fahrdynamische Talent wirkt streckenweise fast zu perfekt. Wer will, kann das Ganze von einem künstlichen Raumschiff-Klang untermalen lassen - Geschmackssache. Am ehesten lässt sie sich noch etwas an der Lenkung aussetzen: Bei schnellen Richtungswechseln könnte der Lenkbefehl noch unmittelbarer umgesetzt werden. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau.

Für eine noch größere Spreizung beim Fahrverhalten bietet BMW für den i3 optional ein adaptives M-Fahrwerk. Dieses bietet die Möglichkeit, die E-Limousine noch stärker an die eigenen Vorlieben anzupassen.

Kofferraum, Platz und Praxistauglichkeit

Das Gepäckraumvolumen des BMW i3 fällt mit 420 Litern nur durchschnittlich aus. Praktisch hingegen: Unter der Fronthaube bietet ein 31 Liter großer Frunk Platz für das Ladekabel. Zum Vergleich: Die Mercedes C-Klasse elektrisch ist offiziell mit 470 Litern Kofferraumvolumen angegeben, der Frunk sogar mit 101 Litern.

Der i3 ist als Limousine mit Stufenheck konzipiert, was die Variabilität des Kofferraums im Vergleich zu einem Schrägheck einschränkt - dachhohes Laden ist nicht möglich. Auch fällt die Kofferraumöffnung bauartbedingt schmaler aus.

Mit seiner Länge von immerhin 4,76 Metern und seinem Radstand von 2,90 Metern bietet der i3 ein angenehmes Raumgefühl für eine Mittelklasse-Limousine. Auch an den bequemen, gut gepolsterten Sitzen gibt es wenig auszusetzen.

Im Fond reisen Passagiere bis zu einer Körpergröße von 1,80 Metern mit solider Bein- und Kopffreiheit. Darüber wird es jedoch nach vorne wie auch nach oben langsam eng. Weil ein Mitteltunnel komplett entfällt, bleibt der Fußraum für den mittleren Sitzplatz uneingeschränkt nutzbar.

Die Fondpassagiere profitieren von einer ausklappbaren Mittelarmlehne. Die Rückbank bietet zudem zwei Isofix-Halterungen, die den Transport von Kindersitzen erleichtern, was den i3 auch für kleinere Familien praxistauglich macht. Für noch mehr Komfort auf den hinteren Plätzen sorgt die 3-Zonen-Klimaautomatik, die jedoch Bestandteil des Innovationspakts (+1.900 Euro) ist. Auch das nach hinten gezogene Panoramadach, das für viel Licht im Fond sorgt, kostet extra (+1.420 Euro).

Wer mit dem BMW i3 einen Anhänger ziehen will, der darf in beiden Motorisierungen maximal 1.800 Kilo an den Haken nehmen.

Innenraum, Infotainment und Ausstattung

Der Innenraum des BMW i3 folgt dem Design der Neuen Klasse und präsentiert sich reduziert und fahrerorientiert. In der Mitte thront ein 17,9 Zoll großes Zentral-Display, das sich per Touch bedienen lässt und optisch auffällig gestaltet ist. Das System bietet eine übersichtliche Menüstruktur, sodass die wichtigsten Funktionen schnell und einfach zugänglich sind - auch wenn die Untermenüs eine gewisse Einarbeitung verlangen. Optional ist auch ein 3D Head-Up Display erhältlich.

Das BMW Panoramic Vision ist das Highlight im i3-Cockpit. Es handelt sich dabei um ein Display, das sich über die gesamte Breite der Windschutzscheibe erstreckt und fahrrelevante Daten direkt in den Sichtbereich projiziert. Der Blick bleibt also nach vorne gerichtet. Die angezeigten Inhalte des Panoramic Vision lassen sich individuell anpassen.

Das optionale M-Lenkrad überzeugt durch griffige Daumenauflagen, während das Standardlenkrad mit seinen Mittelspeichen gewöhnungsbedürftiger wirkt. Die Materialauswahl im Innenraum kombiniert hochwertige aufgeschäumte Flächen und Kunstleder im Sichtbereich mit einfachem Hartplastik in den unteren Bereichen.

Zur Serienausstattung des BMW i3 zählen u. a. LED-Scheinwerfer, 19-Zoll-Aerodynamikräder, der Komfortzugang sowie das Panoramic Vision unterhalb der Windschutzscheibe und das Zentral-Display. Schade: Das Panoramadach, dass es im Verbrenner-3er ab Werk gibt, kostet im i3 zusätzlich 1.420 Euro.

Mit Sonderausstattung lässt sich der Preis schnell nach oben treiben: Das M Lenkrad schlägt mit überschaubaren 100 Euro Aufpreis zu Buche, während zusätzliche Pakete wie das Innovationspaket inkl. 3D-Head-up-Display (+1.900 Euro) das Budget deutlich stärker belasten.

Was wir schon beim iX3 schade fanden: Die Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer ist zwar Serie und gegen Zuzahlung ist auch eine für die Fondsitze erhältlich, doch eine Sitzklimatisierung für heiße Tage sucht man in der Preisliste vergebens.

Sicherheit und Assistenzsysteme

In Sachen Assistenten hinterlässt der BMW i3 einen ausgereiften Eindruck. Der optionale Autobahnassistent kostet zwar 1.750 Euro extra, ist aber eine Empfehlung wert. Er erlaubt auf freigegebenen Abschnitten das freihändige Fahren bis 130 km/h. Die Lenkeingriffe erfolgen unaufgeregt und präzise, selbst bei widrigen Bedingungen wie starkem Regen. Auch automatisierte Spurwechsel führte das System im Test zuverlässig durch.

Ein echter Vorteil im Alltag ist die dezente Abstimmung der Warnmeldungen. Wo Systeme anderer Hersteller durch ständiges Piepsen nerven, meldet sich der BMW vor allem dann, wenn es wirklich einen Grund gibt. Zudem lässt sich die Intensität über die Fahrzeugeinstellungen weiter anpassen.

Bekannte Probleme und Rückrufe

Für den BMW i3 gilt die typische 2+1 Gewährleistung von BMW - die Fahrzeuggarantie besteht also für 3 Jahre. Das ist besser als Mercedes oder Audi, die beide nur 2 Jahre bieten. Aber auch deutlich schlechter als beispielsweise BYDs Premiummarke Denza, die ganze 6 Jahre absichert.

Die Hochvoltbatterie des i3 wird branchentypisch durch eine erweiterte Garantie von 8 Jahren oder bis zu 160.000 Kilometer geschützt. BMW garantiert, dass die Netto-Kapazität der Batterie während der Laufzeit nicht unter 70 Prozent des Ursprungswerts fällt.

BMW i3 FAQs

Die offizielle elektrische Reichweite (WLTP kombiniert) des BMW i3 reicht von 702 bis zu 908 Kilometern.
Abhängig von der Ausstattung und Motorisierung bewegt sich die Batteriekapazität des BMW i3 zwischen 86,9 und 113,4 kWh.
Ein BMW i3 verfügt über ein Kofferraumvolumen von 420 Litern bei aufrechter Rücksitzbank.
Je nach gewähltem Antrieb bewegt sich die maximale Leistung des BMW i3 zwischen 374 und 469 PS.
Ein BMW i3 ist ausschließlich mit der Kraftstoffart Elektro erhältlich.
Ein BMW i3 hat 5 Sitze.

Der BMW i3 50 xDrive konnte als First Edition ab 18. Juni 2026 bestellt werden. Im Herbst 2026 folgten weitere Modelle.

Der BMW i3 40 xDrive startet bei 59.900 Euro, der stärkere i3 50 xDrive bei 65.900 Euro.

Zunächst fand der Produktionsstart im August 2026 in München statt. Später wird der BMW i3 auch in Mexiko und China vom Band laufen.

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