Dein Weg zum neuen Auto
Der neue Tesla Roadster steht vor der Premiere. Unsere Renderings zeigen, wie der E-Supersportwagen mit SpaceX-Düsen aussehen könnte.
Neun Jahre nach der ersten Präsentation soll es tatsächlich ernst werden: Am 15. Oktober 2026 will Tesla die neue Generation des Roadster zeigen. Eigentlich war die Premiere schon für den 1. Oktober geplant, wegen angekündigter extremer Wetterbedingungen wurde das Outdoor-Event aber um zwei Wochen verschoben. Gerade der Hinweis auf eine Veranstaltung unter freiem Himmel ist interessant – schließlich verspricht Elon Musk seit Jahren einen Roadster mit Technik von SpaceX.
Neuer Tesla Roadster: So könnte Teslas verrücktester Sportwagen wirklich aussehen
Wie der fertige Roadster aussieht, hält Tesla noch weitgehend geheim. Sicher scheint allerdings: Das Auto dürfte sich deutlich vom bereits 2017 gezeigten Konzept unterscheiden. Genau hier setzen unsere Renderings an. Wir haben den ursprünglichen Roadster nicht einfach modernisiert, sondern die inzwischen bekannten Hinweise auf das neue Auto in ein mögliches Serienmodell übersetzt.
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So stellen wir uns den neuen Tesla Roadster vor
Die Grundidee bleibt erhalten: Der Roadster muss extrem flach, breit und aerodynamisch sein. Deshalb haben wir die typische Sportwagen-Silhouette des bisherigen Konzepts beibehalten, die Karosserie aber deutlich schärfer gezeichnet. Die Front fällt sehr niedrig aus, die Scheinwerfer sind schmal und die großen glatten Flächen sollen weiterhin typisch Tesla wirken.
Dass Tesla tatsächlich beim Design nachlegt, ist inzwischen ziemlich wahrscheinlich. Eine Markenanmeldung aus diesem Jahr zeigt eine neue Roadster-Silhouette, außerdem sagte Elon Musk bereits, dass das neue Auto „very different“ von der bisher gezeigten Version sein werde. Ein jüngerer Tesla-Teaser deutet zudem auf eine neue, sehr schmale Lichtsignatur an der Front hin.

Wir haben deshalb bewusst einen Mittelweg gewählt: Der Roadster bekommt bei uns etwas mehr von der technischeren, kantigeren Designsprache neuer Tesla-Modelle, wird aber nicht zum flachgedrückten Cybertruck. Die Rundungen des alten Roadsters bleiben erkennbar, werden jedoch mit schärferen Kanten, größeren Aeroelementen und einer wesentlich aggressiveren Haltung kombiniert.
Das Heck zeigt, warum dieser Roadster anders werden könnte
Besonders interessant wird es am Heck. In unseren Renderings gibt es eine sehr schmale Leuchtengrafik, einen großen Diffusor und einen in die Karosserie integrierten aktiven Heckflügel.

Letzterer ist keineswegs völlig frei erfunden. Ein 2026 veröffentlichtes Tesla-Patent beschreibt einen zweiteiligen, versenkbaren Heckflügel. Im normalen Straßenbetrieb könnte er nahezu bündig in der Karosserie verschwinden und erst bei Bedarf ausgefahren werden. In den Patentunterlagen ist sogar von bis zu 700 Kilogramm Abtrieb die Rede. Dass dieses System wirklich beim Roadster in Serie geht, ist noch nicht bestätigt – das gezeigte Fahrzeug passt zeitlich und konzeptionell aber auffällig gut zum neuen Tesla-Sportwagen.
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Genau deshalb ist der Flügel in unserem Entwurf zwar sichtbar, aber kein klassischer feststehender Rennwagen-Spoiler.
SpaceX-Düsen: Deshalb hat unser Roadster zwei ungewöhnliche Öffnungen
Noch auffälliger sind die beiden Düsen im hinteren Diffusor. Sie sind bei unserem Entwurf bewusst erkennbar, sollen aber nicht aussehen wie zwei riesige Raketentriebwerke.
Hintergrund ist das von Musk seit Jahren angekündigte SpaceX-Paket. Tesla soll dabei Kaltgasdüsen einsetzen, die unter anderem Beschleunigung, Bremsleistung und Kurvenverhalten verbessern könnten. Musk geht inzwischen sogar so weit, eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als einer Sekunde in Aussicht zu stellen. Ob Tesla ein solches System tatsächlich straßentauglich und zulassungsfähig umsetzen kann, bleibt allerdings offen.
Die jüngsten Tesla-Teaser passen zumindest auffällig gut dazu. Unter dem Motto „Go for launch“ wurde der Roadster wie vor einem Raketenstart inszeniert. Dass die Präsentation laut Tesla zwingend im Freien stattfinden muss, heizt die Spekulationen zusätzlich an.

Unsere Lösung ist deshalb bewusst zurückhaltender: zwei in den Diffusor eingelassene technische Düsen, die das SpaceX-Paket erkennen lassen, ohne den Roadster in ein Science-Fiction-Fahrzeug zu verwandeln.
Unter einer Sekunde auf 100? Bei den Leistungsdaten ist Vorsicht angesagt
Wer aktuell auf die deutsche Tesla-Seite schaut, findet weiterhin beeindruckende Werte: 0 auf 100 km/h in 2,1 Sekunden, mehr als 400 km/h Höchstgeschwindigkeit und rund 1.000 Kilometer Reichweite. Dazu kommen vier Sitzplätze und ein herausnehmbares Glasdach, das im Kofferraum verstaut werden können soll.
Das Problem: Diese Angaben stammen im Wesentlichen noch aus der Zeit des ursprünglichen Roadster-Konzepts. Es ist nicht klar, welche davon Tesla auf das komplett überarbeitete Auto überträgt.
Gleichzeitig sind Musks Versprechen mit der Zeit sogar noch extremer geworden. Mit dem optionalen SpaceX-System soll der Roadster nach seinen Aussagen die 100-km/h-Marke in weniger als einer Sekunde erreichen. Das wäre noch einmal eine völlig andere Liga als die bereits sehr schnellen Elektro-Supersportwagen von heute. Solange Tesla das fertige Fahrzeug nicht präsentiert und unabhängig gemessene Werte vorliegen, sollte man solche Zahlen allerdings als Ziel beziehungsweise Ankündigung betrachten.
1.000 Kilometer Reichweite wären fast genauso verrückt
Fast unter geht dabei, dass Tesla weiterhin mit einer Reichweite von 1.000 Kilometern wirbt. Für einen extrem leistungsfähigen Supersportwagen wäre auch das außergewöhnlich.

Ob Tesla diese Zahl beim neuen Roadster weiterhin halten kann oder überhaupt will, dürfte sich erst bei der Präsentation zeigen. Eine konkrete Akkugröße oder Ladeleistung für das nun überarbeitete Fahrzeug hat Tesla bislang nicht bestätigt.
Interessant bleibt außerdem das ursprüngliche Konzept eines 2+2-Sitzers mit vier Plätzen und herausnehmbarem Glasdach. Sollte Tesla daran festhalten, wäre der Roadster trotz seiner extremen Leistungswerte kein völlig kompromissloser Zweisitzer.
Wann kommt der Tesla Roadster wirklich?
Am 15. Oktober 2026 sollten wir zunächst erfahren, wie viel von all diesen Versprechen tatsächlich im neuen Roadster steckt. Die Vorstellung bedeutet aber noch lange nicht, dass kurz danach die ersten Autos auf der Straße stehen.
Musk hatte zuletzt einen Produktionsbeginn etwa 12 bis 18 Monate nach der Präsentation in Aussicht gestellt. Selbst wenn Tesla diesen Zeitplan einhält, wäre damit eher Ende 2027 oder 2028 zu rechnen. Beim Roadster ist allerdings besondere Vorsicht angebracht: Ursprünglich wurde das Auto bereits 2017 vorgestellt und sollte einmal 2020 in Produktion gehen.
Auch beim Preis fehlt derzeit eine belastbare neue Angabe. Frühere Planungen sahen einmal einen Einstieg um 200.000 US-Dollar vor, doch nach fast einem Jahrzehnt Entwicklungszeit und angesichts möglicher SpaceX-Technik dürfte diese alte Zahl kaum noch als sichere Orientierung taugen.
Unser Tesla Roadster ist bewusst nicht ganz so verrückt wie Musks Versprechen
Genau deshalb haben wir beim Rendering versucht, einen Roadster zu gestalten, der tatsächlich gebaut werden könnte. Extrem flach, sehr breit und deutlich aggressiver als das Konzept von 2017 – aber weiterhin als Tesla erkennbar.
Die SpaceX-Düsen, der versteckte aktive Heckflügel, die großen Aero-Flächen und die schärfere Lichtgrafik greifen die aktuellen Hinweise auf. Auf riesige Raketen, absurd große Flügel oder einen komplett kantigen Cyber-Look haben wir dagegen verzichtet.
Ob wir damit richtig liegen, wissen wir schon bald: Am 15. Oktober dürfte Tesla zeigen, ob aus dem Roadster nach fast neun Jahren doch noch eines der spektakulärsten Elektroautos überhaupt wird – oder ob Elon Musk noch eine deutlich größere Überraschung vorbereitet hat.