Suzuki Across Testbericht

Der Suzuki Cross auf Toyota-Basis ist ein Plug-in-Hybrid mit hoher elektrischer Reichweite. Auf der Autobahn kann es allerdings laut werden.

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Wow-Wertung
7/10
Zuletzt aktualisiert am: 26/05/2026
Felix Reek
Freier Redakteur, Journalist, Texter

Was gut ist

  • Große elektrische Reichweite
  • Umfangreiche Serienausstattung
  • Immer mit Allradantrieb

Was nicht so gut ist

  • Hohe Versicherungskosten
  • Lauter Verbrennungsmotor bei starker Beschleunigung
  • Kleineres Kofferraumvolumen im Vergleich zum Toyota RAV4

Suzuki Across: Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?

Unser Fazit zum Suzuki Across

Der Suzuki Across zeigt sich in unserem Test als robustes und geräumiges Familienauto, das besonders für Pendler und Outdoor-Fans geeignet ist. Das SUV ist ein komfortabler Gleiter, der Unebenheiten auf der Fahrbahn souverän ausbügelt, auch wenn das hohe Gewicht von über zwei Tonnen während unseren Fahrten stets spürbar blieb.

Der Nachteil des Across ist der Unterhalt: Mit ca. 400 Euro monatlich ist er aufgrund seiner hohen Versicherungsklasse kostspielig. Dem gegenüber steht die Comfort+ Philosophie des Herstellers. Der Across wird in Europa in Vollausstattung geliefert, was teure Komfortfeatures überflüssig macht.

Mit dem Modelljahr 2026 erhält der Suzuki Across zudem wichtige Updates. Besonders hervorzuheben sind die größere 22,7 kWh Batterie, die für mehr elektrische Reichweite sorgt (100 km), sowie das modernisierte Infotainment mit größerem Touchscreen.

Auch der Kofferraum kann sich sehen lassen: Das Ladevolumen liegt zwischen 446 und 1.604 Liter. Der nahezu flache Ladeboden nach Umklappen der Sitze überzeugte uns im Test und machte das Fahrzeug sehr praxistauglich.

In seinem Segment bietet Suzuki einen der stärksten Hybridmotoren. Das System besteht aus einem 2,5 Liter Benziner und zwei E-Motoren, die zusammen eine Systemleistung von 306 PS liefern. Immer an Bord ist der Allradantrieb. Die Hinterachse treibt ein E-Motor an. 

Das Alleinstellungsmerkmal des Suzuki Across ist die extreme Wintertauglichkeit. Serienmäßig sind eine Wärmepumpe, drahtlose Frontscheibenheizung und Sitzheizung auf allen vier Außenplätzen des Fahrzeugs.

Wie viel kostet der Suzuki Across?

Die Versicherungskosten des Suzuki Across sind vergleichsweise hoch, da er in den Kaskoklassen recht weit oben eingestuft wird – Teilkasko Typklasse 29, Vollkasko Typklasse 27. Das liegt an der komplexen Hybridtechnik und den teuren Ersatzteilen. Wird die Lademöglichkeit konsequent genutzt, sind Verbrauchswerte von zwei Litern auf 100 km realisierbar. Der gesamte Unterhalt liegt im Schnitt bei etwa 400 Euro monatlich. Nach vier Jahren und 60.000 km liegt der Restwert bei etwa 50 bis 55 % des Listenpreises.

Leistung und Fahrkomfort

Während es den Suzuki Across in anderen Ländern auch als Mildhybrid gibt, startet das Facelift in Europa ausschließlich als Plug-in-Hybrid mit serienmäßigem Allrad. Technisch gesehen basiert das SUV auf dem Toyota RAV4. Die Systemleistung des Across liegt bei 306 PS, mit denen er in etwa sechs Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Die offizielle Höchstgeschwindigkeit ist auf 180 km/h begrenzt. Das Allradsystem nutzt einen zusätzlichen Elektromotor an der Hinterachse mit 54 PS, was eine variable Kraftverteilung ermöglicht. Das ist optimal für schwierigen Untergrund wie Schnee oder Matsch, für den es einen speziellen Trail-Modus gibt.

Das Fahrverhalten: Geschmeidiger Gleiter 

Obwohl geländegängig, zeigte sich der Suzuki Across in unserem Test klar auf Komfort ausgelegt, der Unebenheiten souverän ausbügelt. Das Hybridsystem kombiniert einen 2,5-Liter-Benziner mit zwei Elektromotoren und arbeitet sehr geschmeidig. Das Fahrzeug entscheidet selbstständig über das effizienteste Zusammenspiel der Antriebe. Zum Einsatz kommt ein stufenloses Automatikgetriebe, das wir über Schaltwippen am Lenkrad auch manuell beeinflussen konnten. Der Nachteil der Kombination aus E-Motor und konventionellem Antrieb ist das hohe Gewicht von 2.075 kg.

Laut auf der Autobahn

Während der Suzuki Across bei gemäßigter Fahrt sehr leise ist, fiel uns auf, dass der Verbrennungsmotor unter hoher Last beim starken Beschleunigen unangenehm laut wird. Das liegt zum einen am stufenlosen Getriebe, zum anderen an der mangelnden Geräuschdämmung bei Autobahntempo. Das geht besser.

Wie hoch ist der Verbrauch?

Mit dem Facelift 2026 kommt der Suzuki Across mit einem größeren 22,7-kWh-Akku. Der erzielt offiziell eine elektrische Reichweite von etwa 100 km. Im Alltag lag sie bei ordentlichen 75 bis 80 km. Ist der Akku leer, liegt der Realverbrauch des Across bei etwa sieben Litern auf 100 km. Wer den Elektromotor häufig nutzt, kann durchaus mit zwei bis vier Litern unterwegs sein.

Kofferraum, Platz und Praxistauglichkeit

Was wir bei unseren Tests immer als Vorteil empfinden, ist eine elektrische Heckklappe, die sich bequem per Fußbewegung öffnen lässt. So auch beim Suzuki Across – praktisch durchdacht für alle, die mit voll beladenen Einkaufskisten vor dem Auto stehen. Mit einem Fassungsvermögen von 446 Litern besitzt der Across ein ordentliches Ladevolumen, das sich durch Umklappen der Rücksitze auf bis zu 1.604 Liter erweitern lässt. 

Positiv fiel uns auf, dass nach dem Umlegen im Verhältnis 60:40 ein nahezu komplett flacher Ladeboden entsteht, was den Transport langer Gegenstände erheblich erleichtert. Zusätzlich gibt es im Kofferraum Haken zur Sicherung von Taschen sowie eine 230-Volt-Steckdose. Unter dem Ladeboden fanden wir ein Fach, das genau für die Aufnahme des Ladekabels passt.

Wie gut ist der Suzuki Across im Vergleich?

Im Vergleich zum technisch fast identischen Toyota RAV4 besitzt der Across ein geringfügig kleineres Kofferraumvolumen: 446 zu 490 Liter. Gegenüber Konkurrenten wie dem Hyundai Tucson PHEV bietet der Suzuki jedoch mehr Laderaum und ein großzügigeres Raumgefühl. Noch variabler sind Modelle wie der Skoda Kodiaq und der VW Tiguan, die optional bis zu sieben Sitzplätze anbieten.

Großzügig Platz im Innenraum

Im Inneren bot uns der Suzuki Across großzügige Platzverhältnisse für bis zu fünf Personen. Im Fond profitierten wir von viel Kopf- und Beinfreiheit sowie einer verstellbaren Rückenlehne. Überall im Fahrzeug sind clevere Ablagen verteilt, und in den Türfächern passte locker unsere Wasserflasche. Dank der serienmäßigen Wärmepumpe kann der Suzuki ohne Verbrennermotor vorgeheizt werden, während ein beheizbares Lenkrad und eine drahtlose Frontscheibenheizung für hohen Komfort bei Kälte sorgen.

Für wen ist der Suzuki Across das richtige Auto?

Für uns ist der Suzuki Across ein praktisches Familienauto – robust, geräumig und mit viel Platz für Einkäufe und Urlaubsgepäck. Interessant ist es auch für Pendelnde, die täglich nicht mehr als 50 bis 70 km zurücklegen. Outdoor-Sportfans überzeugt der Across mit serienmäßigem Allradantrieb und Trail-Modus auf Schnee, Schotter oder nassen Wiesen.

Innenraum, Infotainment und Ausstattung

Mit dem Facelift des Suzuki Across gab es signifikante Neuerungen, die über die rein optische Auffrischung hinausgehen. Am deutlichsten konnten wir das beim Infotainment erkennen. Jetzt gibt es im Across größere Displays. Der zentrale Touchscreen wächst von bisher 10,5 Zoll auf 12,9 Zoll. Das Kombiinstrument ist nun 12,3 Zoll groß, voll digital und individuell konfigurierbar. Ebenfalls aus modernen Autos nicht mehr wegzudenken: Apple CarPlay und Android Auto können nun kabellos verbunden werden. Ein Head-up-Display projiziert wichtige Fahrdaten direkt auf die Windschutzscheibe.

Laden an allen Sitzpositionen

Auch das Ambiente des Innenraums hat Suzuki aktualisiert. Wir empfanden die Materialkombination aus Stoff- und Lederimitat als besonders alltagstauglich und robust. Die Mittelkonsole wurde leicht angepasst, um das Sichtfeld nach vorne zu verbessern. Und es gibt fünf USB-C-Anschlüsse im Innenraum – nun kann wirklich jeder sein Smartphone oder Tablet laden.

Vollausstattung ab Werk

In Europa bietet Suzuki den Across ausschließlich in der Vollausstattung Comfort+ an. Das ist eine All-inclusive-Philosophie, von der sich unserer Ansicht nach die deutschen Hersteller gerne etwas abschauen können. Es gibt keine Aufpreisliste für Komfort-Features, nahezu alles ist serienmäßig an Bord. Dazu gehören die zwei Bildschirme und das Head-up-Display, ein zehnfach elektrisch verstellbarer Fahrersitz samt Memory-Funktion, beheizbares Lenkrad, Klimaautomatik und in der Neigung verstellbare Rückenlehnen im Fond.

Was hebt den Suzuki Across von anderen Konkurrenten ab?

Ein Alleinstellungsmerkmal des Suzuki Across ist die extreme Wintertauglichkeit. Das Fahrzeug ist serienmäßig mit einer drahtlosen Frontscheibenheizung – also ohne störende Drähte – ausgestattet. Zudem sind alle vier Außensitze beheizbar, was in diesem Segment oft einen hohen Aufpreis kostet. Serienmäßig an Bord ist zudem die Wärmepumpe, die das Heizen des Innenraums ermöglicht, ohne die Reichweite stark zu belasten – anders als bei anderen Plug-in-Hybriden.

Wie hoch ist der Verbrauch des Suzuki Across?

Wie bei allen Plug-in-Hybriden hängt der Verbrauch des Suzuki Across stark vom gewählten Fahrmodus und dem Ladestand der Batterie ab. Positiv können wir berichten, dass das Zusammenspiel beider Motoren in unserem Test problemlos klappte. Wann welcher Motor läuft, bekommen die Insassen bei moderaten Geschwindigkeiten kaum mit. Im Kleingedruckten findet sich ein gewichtet kombinierter Energieverbrauch von 17,1 kWh pro 100 km plus einem Liter Benzin auf der gleichen Strecke. 

Wie viel verbraucht der Suzuki Across real?

In unserem Test konnten wir einen Durchschnittsverbrauch von zwei Litern durchaus erreichen, allerdings nur mit vollgeladener Batterie im Stadtverkehr. So schafft der Across Reichweiten bis zu 100 km, ohne den Benzinmotor groß zu nutzen. Ist die Batterie leer, konnten wir einen Verbrauch von etwa neun Litern bei konstanter Fahrt mit Tempomat auf 130 km/h messen.

Welche Konkurrenten gibt es?

Direkter Konkurrent des Across ist der technisch nahezu identische Toyota RAV4 PHEV mit ähnlichen Verbrauchswerten. Der Hyundai Tucson PHEV ist kompakter und oft günstiger, bietet jedoch weniger elektrische Reichweite und Systemleistung als der Suzuki.

Sicherheit und Assistenzsysteme

Auch die Sicherheitssysteme des Suzuki Across wurden mit dem Facelift deutlich erweitert. Da er auf die technische Grundlage des Toyota RAV4 zurückgreift, profitiert er von dessen bewährter Sicherheitsarchitektur. Der RAV4 erhielt beim Euro NCAP-Test fünf Sterne, allerdings bereits 2019.

Immer alle Sicherheitssysteme an Bord

Mit dem Facelift wurden die Assistenzsysteme durch ein verbessertes Radar- und Kamerasystem ergänzt. Das Pre-Collision-System erkennt Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger und kann aktiv bremsen oder lenken. Neu sind ein Notfalllenkassistent, ein adaptiver Tempomat sowie Spurhalte-, Spurwechsel- und Totwinkelassistent, Querverkehrswarnung, Müdigkeitserkennung und eine 360-Grad-Kamera. All das ist serienmäßig an Bord – bei Konkurrenten wie dem Hyundai Tucson oder VW Tayron kostet vieles davon Aufpreis. Zudem behält Suzuki echte Tasten und Drehregler bei, was die Ablenkung während der Fahrt minimiert.

Bekannte Probleme und Rückrufe

Suzuki gibt für den Across eine Basisgarantie von drei Jahren oder 100.000 km, inklusive Mobilitätsservice bei Unfall oder Panne. Anschließend kann das Fahrzeug zwei oder drei weitere Jahre bis zu 150.000 km durch eine Anschlussgarantie abgesichert werden. Der Across ist zudem zwölf Jahre gegen Durchrostung geschützt.

Da der Suzuki Across zu etwa 98 % baugleich mit dem Toyota RAV4 ist, dürfte er als äußerst zuverlässig eingestuft werden. Die verwendete Hybridtechnologie gilt als eine der langlebigsten am Markt. Als Schwächen werden in Testberichten das träge Infotainment mit gelegentlichen Systemabstürzen, hohe Geräuschentwicklung unter Last und ein veraltetes Lademanagement genannt.

Suzuki Across FAQs

Der Suzuki Across ist kein Toyota, basiert jedoch auf der Plattform des Toyota RAV4 und ist technisch zu etwa 98 % baugleich mit ihm.

2026 erschien das Facelift des Suzuki Across mit größerem Akku, neuen Displays und erweiterten Assistenzsystemen.

Der Suzuki Across ist nahezu baugleich mit dem Toyota RAV4 PHEV. Er teilt sich mit dem Modell die Plattform, die Antriebstechnik und die Sicherheitsarchitektur.

Der Suzuki Across ist das Topmodell des Herstellers, mit 306 PS Systemleistung, serienmäßigem Allradantrieb und einer elektrischen Reichweite von bis zu 100 km.

Das lässt sich pauschal nicht sagen. Der Suzuki Across basiert auf dem Toyota RAV4. Dieser wiederum gilt als sehr zuverlässig.

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