Dein Weg zum neuen Auto
Dacia mischt den Markt der kompakten SUVs und Kombis erneut auf. Mit dem neuen Striker bringt die rumänische Marke ein Modell, das Kombi-Nutzwert mit SUV-Optik verbindet und das zu einem Einstiegspreis von unter 25.000 Euro. Der VW Tiguan sollte sich warm anziehen.
Zwar hat Dacia mit dem Bigster letztes Jahr bereits den ersten Streich im Segment der Kompakt-SUVs gewagt, aber mit dem Striker wird er den etablierten Fahrzeugen wie dem VW Tiguan nun richtig gefährlich. Wir haben beide Modelle anhand der aktuellen Testdaten gegenübergestellt und zeigen dir, für welchen Käufertyp sich welches Auto eignet.

Der Dacia Striker: Neuling mit klarem Konzept
Der Striker ist Dacias Antwort auf die Frage, wie viel Auto man für wenig Geld bekommen kann, ohne auf Nutzwert zu verzichten. Mit 4,62 Metern Länge, 1,53 Metern Höhe und bis zu 20 Zentimetern Bodenfreiheit positioniert sich der Crossover bewusst zwischen klassischem Kompaktkombi und wuchtigem SUV. Damit will Dacia vor allem die Kunden gewinnen, die sich mit dem reinen SUV beim Dacia Bigster nicht anfreunden können.

Mit bis zu 600 Litern Kofferraumvolumen, einem dreiteiligen modularen Ladeboden und den praktischen Clip-On-Accessoires ist der Dacia Striker nicht nur ein schicker Lifestyle-Crossover, sondern gleichzeitig auch ein durchdachtes Familienauto.
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Bei den Antrieben bleibt Dacia seiner pragmatischen Linie treu. Für den deutschen Markt relevant sind vor allem der Hybrid 155 mit 109 PS starkem 1,8-Liter-Benziner und zwei Elektromotoren, der laut Hersteller im Stadtverkehr bis zu 80 Prozent der Zeit rein elektrisch fahren kann, sowie der Hybrid 150 4×4 mit zuschaltbarem elektrischem Hinterachsantrieb und Fahrmodi wie Snow, Mud/Sand und Off-Road.

So attraktiv der Striker aber auch klingt, kann man sich bisher nur unter Vorbehalt auf den neuen Dacia freuen. Der Striker ist noch nicht homologiert und kommt erst Ende 2026 auf den deutschen Markt. Finale Preise, Verbrauchswerte, und ein Euro-NCAP-Ergebnis liegen deshalb noch nicht vor. Dacia nennt für den Hybrid 155 CO₂-Emissionen von unter 100 g/km, was rechnerisch einem Verbrauch von unter 4,3 Litern entspricht – ein guter, aber vorläufiger Wert.

Beim Innenraum überrascht der Striker positiv: Serienmäßig gibt es einen 10,1-Zoll-Touchscreen und ein digitales 7-Zoll-Fahrinfodisplay. In den Topversionen Extreme und Journey kommen Panorama-Glasdach, elektrische Heckklappe, beheizbares Lenkrad und die praktischen YouClip-Befestigungspunkte für Zubehör hinzu. Dacia setzt zudem weiterhin auf physische Schalter statt reiner Touch-Bedienung, das ist die im Alltag oft angenehmere Lösung.
Dacia Striker Testbericht lesen
Der VW Tiguan: Der etablierte Bestseller mit breiter Motorenpalette
Der Tiguan hat sich seit 2007 zu einer der erfolgreichsten Baureihen von Volkswagen entwickelt, mit millionenfachen Verkäufen über die Generationen. Die aktuelle, dritte Generation knüpft an den Erfolg an und zeigt sich weiterhin als solider Allrounder mit wenig Schwächen, allerdings auch keinen großen Überraschungen.

Mit 4,54 Metern Länge, 652 Litern Kofferraumvolumen (490 Liter beim Plug-in-Hybrid) und bis zu 1.650 Litern bei umgeklappter Rückbank bietet der Tiguan viel Platz – auch im Fond, wo die verschiebbare Rückbank zusätzliche Flexibilität schafft. Acht Motoren stehen zur Wahl, von 130 bis 272 PS, darunter Mildhybride, Turbodiesel und ein besonders spannender Plug-in-Hybrid mit bis zu 120 Kilometern elektrischer Reichweite, ein Wert, der es mit der Premium-Konkurrenz aufnehmen kann. Alle Motorisierungen kommen ausschließlich mit Automatikgetriebe, eine Handschaltung gibt es nicht mehr.

Der Innenraum wurde im Vergleich zum Vorgänger spürbar verbessert: analoge Tasten am Lenkrad sind zurück, das Infotainment reagiert schneller, und ein bis zu 15 Zoll großer Bildschirm sowie ein neuer „Fahrerlebnisschalter“ im Mitteltunnel prägen das Cockpit. Im Euro-NCAP-Crashtest 2024 erzielte der Tiguan die volle Punktzahl von fünf Sternen, mit besonders starken Werten beim Kinderschutz (88 Prozent).

Preislich beginnt der Tiguan bei einem Listenpreis von 39.385 Euro. Damit ist der Tiguan deutlich teurer als der angekündigte Striker, der bei Preisen unterhalb der 25.000 Euro starten soll und dabei ein konkurrenzfähiges Platzangebot liefert.
Preisvergleich: Zwei völlig unterschiedliche Budgetklassen
Hier liegt der größte Unterschied zwischen beiden Modellen. Während der Dacia Striker mit einem Einstiegspreis von unter 25.000 Euro kalkuliert ist, bekommst du den VW Tiguan trotz Hersteller-Rabatte nicht für unter 30.000 € in der Einstiegsversion. Selbst wenn der Striker in besser ausgestatteten Versionen wie Extreme oder Journey teurer wird, dürfte er preislich deutlich unter dem Tiguan-Niveau bleiben. Wer in erster Linie ein günstiges Familienauto mit viel Platz sucht, findet im Striker preislich das deutlich attraktivere Angebot. Allerdings musst du dich noch gedulden, wenn du den Striker kaufen möchtest, erst im Oktober sollen die Bestellungen möglich sein.
Fahrleistung und Antrieb: Pragmatismus gegen Motorenvielfalt

Der Tiguan punktet mit einer besonders breiten Auswahl bei den Motoren: Von sparsamen Mildhybriden über kräftigen Turbodieseln bis zu leistungsstarken Plug-in-Hybriden mit hoher elektrischer Reichweite hat der Wolfsburger bis auf eine Vollstromer-Variante alles im Katalog. Wer häufig pendelt oder überwiegend in der Stadt unterwegs ist, profitiert vom PHEV-Modell erheblich. Der Striker setzt dagegen bewusst auf eine überschaubare, pragmatische Motorenauswahl mit Fokus auf niedrige Betriebskosten. Besonders der Hybrid 150 4×4 mit seinen Offroad-Fahrmodi dürfte für Käufer:innen interessant sein.
Platz und Praxistauglichkeit: Der Striker überrascht
Mit bis zu 600 Litern Kofferraumvolumen begegnet der Striker dem Tiguan mit seinen 652 Litern fast auf Augenhöhe und das bei einem deutlich günstigeren Preis. Beide Modelle bieten praktische Details wie geteilt umklappbare Rücksitze, doch der modulare Ladeboden des Striker ist ein cleveres Extra, das man in dieser Preisklasse selten findet. Der Tiguan punktet dafür mit mehr erprobter Alltagstauglichkeit, etwa der verschiebbaren Rückbank und dem großzügigen Fond.

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Für wen eignet sich welches Auto?
Der Dacia Striker ist die richtige Wahl für preisbewusste Familien, Outdoor-Fans und alle, die viel Auto fürs Geld wollen, ohne auf moderne Ausstattung wie Touchscreen, Assistenzsysteme oder ein großzügiges Kofferraumvolumen zu verzichten. Wer mit der Extreme-Ausstattung liebäugelt, bekommt ein Auto, das sich explizit an Camping- und Freizeitfans richtet. Wichtig ist allerdings: Da der Striker erst Ende 2026 startet und noch nicht homologiert ist, sollten Interessierte etwas Geduld mitbringen und die finalen deutschen Preise sowie Verbrauchswerte abwarten.

Wer also demnächst ein neues Auto braucht, sollte eher zu einem Tiguan greifen, schließlich ist dieser bereits als Neuwagen bestellbar und es gibt auch zahlreiche Lager- und Gebrauchtwagen auf dem Markt.
VW Tiguan Gebrauchtwagen entdecken
Der VW Tiguan eignet sich für Käufer:innen, die ein etabliertes, ausgereiftes SUV mit breiter Motorenauswahl, Top-Sicherheitsbewertung und sofortiger Verfügbarkeit suchen. Wichtig ist aber vor allem, dass sie auch gewillt sind deutlich mehr zu bezahlen. Besonders für Vielfahrende, Pendler:innen mit Interesse am Plug-in-Hybrid oder alle, die lieber auf eine etabliertere Marke zurückgreifen wollen, ist der VW Tiguan die sicherere Wahl. Wer an Leasing interessiert ist, bekommt aktuell auch gute Angebote zum VW Tiguan, da Volkswagen hier gute Konditionen anbietet.

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Für Sammler gibt es momentan den VW Tiguan auch noch in einer 20-jährigen Jubiläumsedition mit besonderen Designelementen und zusätzlicher Ausstattung.
Drei Alternativen, die du ebenfalls im Blick behalten solltest
Neben Dacia Striker und VW Tiguan lohnt sich auch ein Blick auf den Skoda Kodiaq, der ähnliche Technik wie der Tiguan bietet, aber mehr Platz für größere Familien liefert. Der Hyundai Tucson punktet in diesem Segment traditionell mit einem attraktiveren Einstiegspreis als der Tiguan bei ähnlich breiter Antriebsauswahl. Wer die Nähe zum Striker sucht, aber ein etwas größeres SUV bevorzugt, sollte den Dacia Bigster in Betracht ziehen, der preislich ebenfalls sehr wettbewerbsfähig positioniert ist.
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