Carwow-Umfrage: Hohe Spritpreise machen das Elektroauto zur langfristigen Wahl

Irene Wallner
Lead Consumer Editor
18. August 2026

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87 % der Autofahrer lassen Kraftstoffkosten in ihre nächste Kaufentscheidung einfließen – Elektroauto wird zur wirtschaftlichen Langfristlösung.

Die Kraftstoffpreise in Deutschland bewegen sich erneut auf einem hohen Niveau. Anders als beim starken Preisanstieg im Frühjahr bleibt die öffentliche Debatte diesmal jedoch weitgehend aus. Eine aktuelle Carwow-Umfrage von Ende Juli unter 1.000 Carwow Nutzerinnen und Nutzern legt nahe, dass die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher hohe Kraftstoffpreise inzwischen nicht mehr als kurzfristige Belastung betrachten, sondern ihre Mobilitätsentscheidungen langfristig danach ausrichten.

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87 % der Befragten geben an, dass Kraftstoffpreise ihre nächste Fahrzeugentscheidung beeinflussen werden. 61,1 % sagen sogar, dass sie ihre Entscheidung definitiv beeinflussen werden. 61,9 % sehen den Umstieg auf ein Elektroauto als beste langfristige Antwort auf dauerhaft hohe Kraftstoffkosten.

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Die Ergebnisse deuten auf einen Strategiewechsel hin: Für viele Verbraucher ist das Elektroauto längst nicht mehr nur eine nachhaltige Alternative, sondern zunehmend die wirtschaftlich sinnvollere Entscheidung, um sich unabhängiger von steigenden und schwankenden Kraftstoffpreisen zu machen.

Vom ersten Impuls zur langfristigen Kaufentscheidung

Bereits Mitte März hatte eine Carwow-Umfrage ergeben, dass steigende Kraftstoffpreise und die damals eingeführte EV-Förderung das Interesse an Elektro- und Hybridfahrzeugen deutlich erhöhten. Damals gaben 48 % der Befragten an, aufgrund steigender Kraftstoffpreise eher ein elektrifiziertes Fahrzeug in Betracht zu ziehen.

Die aktuelle Befragung zeigt nun, dass sich diese Entwicklung weiter verfestigt hat. Knapp 60 % der Befragten ziehen inzwischen den Kauf eines effizienteren oder elektrifizierten Fahrzeugs in Betracht. 44 % berücksichtigen hohe oder volatile Kraftstoffpreise inzwischen dauerhaft bei ihren Mobilitätsentscheidungen, während sich 42 % weiterhin Sorgen über die Entwicklung der Kraftstoffpreise machen.

Die Ergebnisse zeigen damit: Die Sorge über hohe Kraftstoffpreise ist keineswegs verschwunden. Statt auf kurzfristige Entlastungen oder sinkende Preise zu hoffen, beziehen viele Verbraucherinnen und Verbraucher inzwischen dauerhaft höhere Mobilitätskosten in ihre langfristige Fahrzeugentscheidung ein.

Carwow-Daten bestätigen den Wandel

Auch die Fahrzeugkonfigurationen auf Carwow spiegeln diese Entwicklung wider. Zu Jahresbeginn lag der Anteil der Elektroauto-Konfigurationen noch bei 41 bis 43 %. Nach den Kraftstoffpreisanstiegen im Frühjahr überschritt der EV-Anteil erstmals dauerhaft die Marke

von 60 %. Seitdem ist die Nachfrage auf einem konstant hohen Niveau geblieben. Aktuell entfallen 70 bis 74 % aller Fahrzeugkonfigurationen auf Elektroautos.

Im Gegenzug ist die Nachfrage nach klassischen Antrieben weiter zurückgegangen. Der Anteil von Benzinern liegt derzeit bei 11 bis 15 %, Diesel erreichen nur noch 2 bis 4 %.

Philipp Sayler von Amende, CEO von Carwow Deutschland, kommentiert:

„Im Frühjahr haben wir gesehen, dass steigende Kraftstoffpreise zusammen mit der EV-Förderung das Interesse an Elektroautos deutlich verstärkt haben. Unsere aktuellen Daten zeigen nun, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher dauerhaft mit höheren Mobilitätskosten rechnen und ihre Kaufentscheidung entsprechend ausrichten. Das Elektroauto wird dadurch immer stärker zu einer wirtschaftlichen Entscheidung. Für viele Menschen geht es heute weniger darum, auf den nächsten Preissprung an der Zapfsäule zu reagieren, sondern ihre Mobilitätskosten langfristig besser kalkulieren zu können.“