Verhandeln beim Autokauf: 6 Tipps um Geld zu sparen

Einen Neuwagen kauft man sich nicht jeden Tag, deshalb haben die meisten Käufer Respekt vor dem Gang ins Autohaus. Der Preis Ihres Wunschfahrzeugs ist nicht in Stein gemeißelt – auch wenn die Händler Ihnen das natürlich so verkaufen möchten. Verhandeln ist beim Neuwagenkauf ein Muss, um richtig Geld zu sparen. Wir haben sechs Tipps für Sie, mit denen Sie günstig zu Ihrem Traumwagen kommen.

Über ein neues Auto freut sich jeder, doch bis es soweit ist, gilt es einige Hürden zu überwinden. Man informiert sich über die laufenden Kosten, wägt ab, welches Familienauto es sein soll und fährt dann zum Händler. Die meisten Hemmungen haben ungeübte Menschen dann aber beim Feilschen. Schließlich ist man ja nicht auf einem Bazar sondern im Autohaus oder? Falsch gedacht! Denn auch beim Autokauf kann man sich einiges an Geld sparen, wenn man es richtig anstellt.

1. Vorbereitung ist (fast) alles

Der erste und wichtigste Punkt ist die Vorbereitung. Sie würden ja auch nicht ohne zu lernen in eine Prüfung gehen oder? Dann sollten Sie das auch beim Autokauf beachten, denn im Grunde ist es nichts anderes: Je besser die Vorbereitung, desto wahrscheinlicher ist ein gutes Ergebnis.

Informieren Sie sich deshalb schon vorab, welcher Preis für Ihr Wunschauto realistisch ist. Am besten vergleichen Sie Preise online, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welcher Preis angemessen ist. Passen Sie aber auf, dass Sie nur Modelle miteinander vergleichen, die auch wirklich miteinander vergleichbar sind. Das bezieht sich vor allem auf die Motorisierung und die Ausstattung, denn hier können die Preise teilweise stark variieren.

Zu einer guten Vorbereitung gehört es auch, dass Sie sich beispielsweise Testberichte durchlesen, um auch über die Schwächen Ihres Wunschautos Bescheid zu wissen. Denn diese Schwächen können Sie bei der Preisverhandlung ausspielen, allerdings ohne das Auto schlecht zu reden – da reagieren die meisten Händler sehr empfindlich.

Als letztes sollten Sie sich einen maximalen Preis überlegen, den Sie zu zahlen bereit sind.

2. Richtigen Zeitpunkt wählen

Wenn Sie es nicht eilig haben mit dem Neuwagenkauf, dann sollten Sie bestimmte Zeitpunkte abwarten, denn da steigt die Chance auf extra Nachlässe an. Gerade wenn ein Facelift oder ein neues Modell Ihres Wunschautos auf den Markt gekommen ist, geben Händler teils hohe Rabatte auf die alten Modelle, die sie noch auf Lager haben.

Vor allem nach den großen Automobilmessen im Frühjahr und Herbst, auf welchen die neuen Modell vorgestellt werden, sind oft großzügige Rabatte auf die Vorgängermodelle drin.

Auch gegen Jahresende sind hohe Nachlässe zu beobachten, denn Verkäufer möchten Modelle des alten Modelljahres nicht mit in das neue Jahr nehmen. Außerdem haben im Dezember die meisten Menschen den Kopf voll mit dem anstehenden Weihnachtsfest und auf den Neuwagenkauf keine Lust. Das bekommen auch die Autohäuser zu spüren, weshalb mit Rabatten gelockt wird.

Als dritten Punkt empfehlen wir, auf Prämien zu achten. Momentan können Sie aufgrund von Umtauschprämie und Umweltprämie zusätzlich sparen. Diese Aktionen sind allerdings nicht planbar und daher wohl eher ein zufälliges Spar-Extra, dass Sie mitnehmen sollten, wenn Sie im Aktionszeitraum ein Auto kaufen möchten.

3. Pokern Sie

Nachdem das Wissen und auch die Übung beim Neuwagenkauf sehr ungerecht verteilt sind, ist es als Kunde völlig in Ordnung auch ein wenig zu pokern – seien Sie sich sicher, dass der Verkäufer das gleiche tun wird. Werden Sie nach Ihrer Schmerzgrenze gefragt, dann nennen Sie nie den tatsächlichen Maximalpreis, den Sie zu zahlen bereit sind. Denn Verhandlungsspielraum müssen Sie immer einräumen.

Es kann auch passieren, dass der Verkäufer Ihnen schon am Anfang des Gesprächs einen recht hohen Rabatt in Aussicht stellt, doch hier sollten Sie sich nicht in der Schuld fühlen, es anzunehmen. Tatsache ist, dass auch der Verkäufer davon ausgehen muss, dass er noch ein paar Euro nachlassen muss, weshalb er sicher nicht mit seinem letzten Preis in die Verhandlung einsteigen wird.

Lassen Sie sich nicht anmerken, wie begeistert Sie von Ihrem Wunschauto sind, denn sobald der Verkäufer merkt, dass Sie das Auto unbedingt haben möchten, sinken die Chancen auf einen niedrigeren Preis. Sich nicht in die Karten schauen zu lassen ist hier der Trick. Versuchen Sie deshalb nicht zu viele Emotionen zu zeigen und sprechen Sie auch an, dass Sie gute Angebote von anderen Autohäusern haben, die Sie gegebenenfalls weiter verfolgen werden.

Sie sollten eines nicht vergessen: Der Händler ist ein geübter Pokerspieler, der genauso wie Sie versucht zu gewinnen – haben Sie deshalb nicht zu viele Hemmungen.

4. Zusatzleistungen statt Nachlass

Wenn Sie merken, dass der Händler ab einer bestimmten Summe zu keinerlei Kompromiss mehr bereit ist, geben Sie noch nicht sofort auf. Es gibt auch andere Möglichkeiten als den Preisnachlass, um am Ende Geld zu sparen – gemeint sind Zusatzleistungen. Oftmals ist es für Verkäufer einfacher, Zusatzleistungen zu vergeben als den Preis weiter zu senken.

Das muss kein Nachteil sein, denn eine Garantieerweiterung, Sommer- oder Winterreifen oder eine Gratis-Inspektion kosten Sie früher oder später ebenfalls Geld, dass Sie sich somit sparen können. Sind Sie sich einig geworden, bestehen Sie darauf, die zugesprochenen Zusatzleistungen auch schriftlich festzuhalten.

5. Selbstbewusst und souverän sein

Gerade, wenn man das erste Mal einen Neuwagen kauft, lässt man sich zu sehr anmerken, dass man unsicher ist – und Unsicherheit wird ausgenutzt. Doch dem können Sie leicht entgegenwirken, indem Sie sich, wie im ersten Punkt beschrieben, gut vorbereiten. Selbstbewusstes und souveränes Auftreten ist wichtig, denn so zeigen Sie dem Verkäufer, dass Sie Vorwissen mitbringen und nicht alles mit sich machen lassen.

Außerdem sollten Sie nie alleine zu einer Preisverhandlung gehen, denn zu zweit fühlt man sich erstens sicherer und zweitens kommt es ganz auf den Verkäufer an, ob er eher männlichen oder weiblichen Kunden ein besseres Angebot macht. Sind beide Geschlechter dabei, haben Sie quasi schon gewonnen.

Während der Verhandlungen ist es wichtig, dass Sie nicht zu begeistert sind, denn es ist immer besser, wenn Sie erstmal den Anschein erwecken, mit der Verhandlung gerade nicht so zufrieden zu sein. Nur, weil sich der Verkäufer Zeit für Sie genommen hat und Sie in seinem Autohaus sind, heißt das nicht, dass Sie auch dort ein Auto kaufen müssen. Andere Händler haben auch hübsche Autos.

Unterschätzen Sie auf keinen Fall Ihre Verhandlungsposition, der Händler will schließlich etwas von Ihnen, nämlich Ihr Geld – und das werden Sie sicher auch woanders los.

6. Gekonnt ablehnen

Manchmal nützen aber auch alle guten Verhandlungstipps nichts und es bleibt am Ende nur, das Angebot abzulehnen. Doch selbst hier gibt es noch eine minimale Chance, dass der Verkäufer Sie nochmal kontaktiert und Ihnen entgegenkommt. Deshalb sollten Sie auch hier ein wenig feinfühlig vorgehen.

Lehnen Sie nie ohne Begründung ab, denn das vermittelt den Eindruck, als hätten Sie einfach nur die Zeit des Verkäufers verschwendet und von Anfang an kein Kaufinteresse gehabt. Wählen Sie Ihre Begründung aber so, dass Sie Ihren Gegenüber nicht versehentlich beleidigen. Der Satz “Das Auto ist nicht mehr wert” wird den Verkäufer sicher nicht dazu ermutigen, noch ein paar Euro runter zu gehen – im Gegenteil, hier verletzen Sie wahrscheinlich den Stolz des Autoverkäufers.

Besser ist es, eine persönliche Begründung zu wählen: “Ich kann leider nicht mehr bezahlen” wird vom Gegenüber nicht so persönlich genommen und erweicht eventuell sogar nochmal das Herz des Händlers. Am Ende könnten Sie nochmal darauf hinweisen, dass ein anderer Händler Ihnen ein sehr gutes Angebot gemacht hat und Sie dort ebenfalls einen Termin haben.

Sollte darauf auch nicht weiter eingegangen werden, dann brechen Sie das Verhandlungsgespräch ab und hinterlassen einfach Ihre Kontaktdaten. Vielleicht bekommen Sie ja nach einer Weile doch einen Anruf mit einem besseren Angebot – zu verlieren haben Sie schließlich nichts.

Am Ende steht nach jedem Verhandeln ein Kompromiss, mit dem beide Seiten zufrieden sein müssen. Ein wenig täuschen und bluffen ist erlaubt, schließlich trifft beim Neuwagenkauf Amateur auf Verhandlungsprofi.

Das bedeutet aber auch, dass man Nerven, Zeit und Lust haben muss, das beste Angebot auszuhandeln. Mit unseren sechs Verhandlungstipps fällt es Ihnen sicher leichter, doch wenn Sie trotzdem keine Lust auf Preisverhandlungen haben, ist carwow genau das richtige für Sie.

Denn hier übernehmen wir das Verhandeln: Einfach Wunschauto wählen, innerhalb von 24 Stunden bis zu 5 Angebote erhalten, das für Sie beste Angebot auswählen und den Händler kontaktieren. Unsere Top-Vertragshändler machen Ihnen von Anfang an das beste Angebot. Probieren Sie es am besten gleich aus!