Pflegedienstfahrzeuge: E-Autos oder Kleinwagen?

Ein Kleinwagen ist für die meisten Pflegedienste die erste Wahl, denn er kostet weder in der Anschaffung noch im Unterhalt besonders viel. Da Mitarbeiter der ambulanten Pflege zwar viel unterwegs sind, am Stück aber eher wenige Kilometer zurücklegen, wäre auch ein E-Auto möglich. Wir sagen Ihnen, welche Fahrzeuge sich für den Pflegedienst eignen und welche Hersteller Angebote haben.

Der Preis eines Autos richtet sich meist danach, wie viele Fahrzeuge ein Pflegedienst abnimmt und welche Angebote die Hersteller machen. Das ein Kleinwagen die erste Wahl ist, wird schnell klar. Auch einige kleine Elektroautos kommen mittlerweile in Frage.

Beim Pflegedienst wird Schicht gearbeitet und das heißt, dass sich meist zwei bis drei Mitarbeiter ein Auto teilen. Die Patienten, die betreut werden, liegen nie weit auseinander, die Wege sind kurz und man kommt in den meisten Fällen nicht mal auf 80 Kilometer am Tag. Das Potential für Elektroautos ist groß, denn knapp 90.000 Pflegedienst-Fahrzeuge waren allein Ende 2016 im Einsatz und 90 Prozent der Touren wären für die Reichweite von E-Autos problemlos machbar. Eigentlich sollte also nichts mehr dagegen sprechen, dass Pflegedienste auf E-Mobilität umschwenken – oder doch?

E-Autos im Pflegedienst: Pro und Contra

Vorteile Nachteile
✔ ganze Flotten reduzieren Emissionen ✖ höhere Anschaffungskosten
✔ Förderung und Angebote von Staat und Herstellern ✖ Strompreis noch zu teuer
✔ schrittweiser Umstieg auf E-Autos möglich ✖ lange Ladezeiten
✔ tägliche Fahrkilometer passen perfekt ✖ größerer Organisationsaufwand nötig

Entschiede sich der Großteil der Pflegedienste für eine Flotte aus Elektroautos, würde das auf Dauer einen recht großen und positiven Einfluss auf die Umwelt haben. Des Weiteren werden Elektroautos in näherer Zukunft noch vom Staat gefördert und auch die Hersteller selbst sind daran interessiert, die eigenen E-Autos an den Mann oder die Frau zu bringen. Deshalb werden für Pflegedienste teilweise vom Hersteller selbst oder zumindest von einigen Händlern spezielle Konditionen angeboten.

Um die Kosten in Grenzen zu halten, ist es problemlos möglich, die Fahrzeuge schrittweise auf E-Autos umzustellen. Richtet man den Blick in die Zukunft, steht man vielleicht irgendwann nicht vor dem Problem, die komplette Flotte auf einmal austauschen zu müssen. Der wohl einleuchtendste Punkt, der für ein E-Auto als Pflegedienstfahrzeug spricht ist, dass das Reichweiteproblem nicht besteht, denn die täglichen Fahrten liegen meist genau innerhalb der Reichweite kleiner Elektroautos.

Natürlich steht den Vorteilen gegenüber, dass die Anschaffung von Elektroautos immer noch teurer ist, als die eines vergleichbaren Fahrzeugs mit klassischem Antrieb. Wird das Auto aber mindestens vier Jahre genutzt, gleicht sich dieser Nachteil aus. Auch die hohen Ladezeiten scheinen anfangs nach Problemen zu klingen, doch ein E-Auto wie der Renault Zoe ist innerhalb von zwei Stunden wieder voll geladen, was durchaus machbar ist.

Insgesamt ist also das größte Problem ein höherer Organisationsaufwand. Fahrzeuge müssen während den größeren Pausen von Mitarbeitern aufgeladen werden, es muss sichergestellt sein, dass dies auch passiert und wer dafür zuständig ist – doch das dürfte ebenfalls zu bewerkstelligen sein.

Beispielrechnung: E-Auto vs. Benziner Kleinwagen

All das würde also gar nicht gegen ein E-Auto sprechen, wie sieht es mit dem Strompreis aus? Momentan beträgt er knapp unter 30 Cent/kWh. Bei einem Renault Zoe mit einer Batteriekapazität von 41 kW/h wären das 12,05 Euro für eine Vollladung. Geht man von knapp 300 Kilometer Reichweite aus, wären das um die vier Euro für 100 Kilometer. Vergleicht man das mit einem Kleinwagen wie dem Peugeot 108, der im Realverbrauch ca. sechs Liter Benzin verbraucht, wäre der Preis pro 100 Kilometer bei einem aktuellen, durchschnittlichen Benzinpreis (Stand: April 2019) von 1,45 Euro/Liter bei 8,70 Euro.

Man muss also doppelt so viel ausgeben, um 100 Kilometer weit zu kommen – ein klarer Sieg für das Elektroauto! Oder nicht? Naja, damit man Strom tanken kann, muss jeder Pflegedienst auch erstmal Wallboxen anschaffen, denn nur damit kann man zum günstigen Kilowattpreis laden. Muss man öffentliche Säulen nutzen, wird daraus schnell das doppelte, was ein E-Auto nicht mehr rentabel macht.

Pflegedienst-Angebote der Hersteller

Im Grunde eignet sich als Pflegedienstfahrzeug jeder Kleinwagen. Es gibt allerdings einige Hersteller und Händler, die gezielt Modelle mit klassischen Antrieben bewerben, die für den ambulanten Pflegedienst besonders gut geeignet sind. Sie alle verbinden die gleichen Vorteile: klein, wendig und günstig.

Pflegedienstfahrzeuge Kleinwagen

Pflegedienst-Modell carwow-Ersparnis  
VW up! 1.945 Euro Angebote vergleichen
VW Polo 2.796 Euro Angebote vergleichen
Peugeot 108 2.977 Euro Angebote vergleichen
Peugeot 208 4.184 Euro Angebote vergleichen
Skoda Fabia 3.902 Euro Angebote vergleichen
Skoda Citigo 2.151 Euro Angebote vergleichen
Renault Twingo 3.502 Euro Angebote vergleichen
KIA Picanto 2.394 Euro Angebote vergleichen
Fiat 500 5.142 Euro Angebote vergleichen
Ford KA+ 1.568 Euro Angebote vergleichen
Ford Fiesta 4.381 Euro Angebote vergleichen

Doch mittlerweile gibt es auch einige Elektrofahrzeuge, die es mit den Anforderungen des Pflegedienstes aufnehmen können und auch mit ihrer eher mäßigen Reichweite nicht negativ auffallen:

Pflegedienstfahrzeuge E-Autos

Pflegedienst-Modell mittlere carwow-Ersparnis  
Renault Zoe 6.605 Euro Angebote vergleichen
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smart EQ fortwo 2.634 Euro Angebote vergleichen
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Citroen C-Zero 2.816 Euro Angebote vergleichen

Wenn Sie sich für eines der Modelle interessieren, dann konfigurieren Sie Ihr Wunschfahrzeug und sprechen Sie Ihren ausgewählten Händler auf spezielle Konditionen oder Leasing-Angebote für Pflegedienstfahrzeuge an.