Kia Sorento Plug-in Hybrid im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Kia Sorento Plug-in Hybrid werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

Eine Zahl sagt manchmal mehr als tausend Worte – Vom SUV Sorento verkaufte Kia seit 2002 weltweit drei Millionen Exemplare. Die Fortsetzung des Erfolgs folgt mit einer wichtigen Neuerung: Die vierte Generation des großen Kia SUV steht nun auch als Plug-in-Hybrid im Angebot.

  • Ein seltenes Angebot: ein 7-sitziger Plug-in-Hybrid
  • Ein einmaliges Angebot: 7 Jahre Garantie
  • Ein gutes Raumangebot: üppig und komfortabel

Ist das der beste Sorento? Mit dem besten Motor? Der Kia Sorento der vierten Generation mit Plug-in-Hybrid ist nicht viel größer als die dritte Generation, aber es wirkt so von draußen und in Fahrt.

Der neue Kia Sorento ist ein SUV der 4,80-Meter-Klasse, in dem man gerne eine lange Reise unternimmt und dann entspannt dem Fahrzeug entsteigt. Aber nicht nur vom Federungskomfort. Im Cockpit und in der Sicherheit machte Kias großes SUV große Fortschritte. Im Motorraum des Sorento, in dem schon ein Hybrid- oder Dieselmotor arbeiten, kam ein Plug-in-Hybrid hinzu.

HEV oder PHEV?

Der Plug-in-Hybrid (Englisch: „PHEV“), ist als einziger Antrieb im Sorento ausschließlich mit Allradantrieb bestellbar. Den Hybrid und Diesel gibt es auch mit Frontantrieb. Im Motorraum des PHEVs arbeitet der gleiche 1,6-Liter-Turbo wie im Hybrid („HEV“) mit 180 PS Leistung. Der den Benziner unterstützende E-Motor des PHEVs produziert aber nicht 60 PS Leistung und 264 Nm Drehmoment wie im HEV, sondern 91 PS und 304 Nm. Im Zusammenspiel macht das 265 PS und 350 Nm.

Massig Gewicht

Den 265 PS Leistung stehen bis zu 2.174 Kilogramm Gewicht gegenüber. Dieses Verhältnis von Leistung zu Gewicht sorgt für adäquates Vorankommen. Hohe Leistungsanforderung quittiert der Vierzylinder des Plug-in-Hybrid – typisch für viele Hybridmodelle mit und ohne Stecker – aber mit lauterem Geräuschpegel.

Sportlichkeit liegt dem Sorento fern. Bauartbedingt. Was hat die hier auch verloren? Der Sorento wiegt sich mit seiner Masse durch die Kurven und watet über die Autobahn. Zumeist reagiert es höchst komfortabel. Nur über üblem Belag verliert es ab und an etwas an Contenance.

Verdammt viele Modi 

Im Sportmodus fährt sich der Sorento Serie 4 agiler als der Sorento Serie 3. Am bequemsten ist es, man entscheidet sich für den Smartmodus, bei dem das Hirn des Sorento das mit den verdammt vielen Fahrprogrammen höchstselbst und flexibel entscheidet. Mit den drei Offroad-Programmen (Snow, Mud, Sand) und dem serienmäßigen Allradantrieb meistert der Plug-in-Hybrid auch anspruchsvollere Geländepassagen, die für ungeübte Offroadfahrende schon grenzwertig sind.

Und das ganz sicher mit der Bergabfahrhilfe und der hilfreichen Frontkamera. Die tief an der Front montierte Kamera sorgt nach einer steilen Auffahrt auf eine Kuppe für ein Bild auf die kommende Abfahrt – sehr hilfreich bei schräg verlaufenden Abfahrten.

Eine Reichweite für Pendelnde

Rein elektrisches Fahren ist auf Schalterdruck ebenso möglich. Bis zu einer Geschwindigkeit von 140 km/h. Der Lithium-Ion-Polymer-Akku mit 13,8 kWh Kapazität ist größer und schwerer als der des Hybrid (Kapazität: 1,49 kWh) und ermöglicht eine Reichweite von 57 Kilometern im WLTP-Zyklus, aus denen in der Praxis eher 40, 50 rein elektrisch zurückgelegte Kilometer werden. Damit lässt sich zumeist etwas anfangen, wenn zuhause und am Arbeitsplatz geladen werden kann.

Schnellladen: Fehlanzeige

Der Akku ist mit einer Ladeleistung von 3,3 kWh in 205 Minuten wieder fit. Im Hybridmodus und mit Rekuperation (Energierückgewinnung beim Bremsen) lädt der Plug-in-Hybrid auch in Fahrt. Eine Battery-Save-Funktion, welche die Batterie-Energie zurückhält, wenn später rein elektrisch gefahren werden soll, fehlt im Sorento Plug-in-Hybrid allerdings.

Schnelles Laden an der Ladesäule mit 22, 50 oder 100 kWh ist im Sorento Plug-in-Hybrid ebenso wenig möglich. Zwischendurchladen erfordert also ziemlich Geduld oder der Benziner arbeitet hauptsächlich. Damit steigt im Plug-in-Hybrid aber der Verbrauch und in einem großen SUV wie dem Sorento mit hohem Tempo sogar recht deutlich.

Mit sieben bis neun Litern Super kann man im Sorento Plug-in-Hybrid aber auskommen. Für 2,1 Tonnen Gewicht auf Achse ist das ein akzeptabler Wert, der vom Sorento mit Dieselmotor noch unterboten werden kann. Besonders auf langer Tour über die Autobahn.

Plug-in-Hybrid ohne Nebenwirkungen

Das Konzept des geräumigen SUVs geht im Sorento mit dem Plug-in-Hybridmotor aber genauso gut wie im Sorento mit dem Diesel- oder Hybridmotor auf. Vorne sitzt man, das einwandfrei ablesbare Digitalcockpit vor Augen, kommod. Der Fond des 4,81 Meter langen Sorento Plug-in-Hybrid gehört von den Platzverhältnissen zu den feudalsten seiner Klasse.

Die Rückbank lässt sich verschieben. Klug. Dadurch lässt sich die Beinfreiheit auf der Sitzbank der zweiten Reihe regulieren oder die Länge der Ladefläche. Positiv und selten: Auch der Sorento Plug-in-Hybrid ist als 7-Sitzer bestellbar. Allerdings bleibt bei einer 7er-Besatzung nicht mehr viel Platz fürs Gepäck – magere 175 Liter Gepäckraumvolumen.

Mit 693 bis 898 Liter (5-Sitzer) und 604 bis 809 Liter (7-Sitzer) fällt der Gepäckraum im Sorento Plug-in-Hybrid sehr geräumig aus. Und liegen alle Sitzlehnen flach, passen bis zu 2.077 Liter auf die Laderampe des Koreaners.

Der Plug-in-Hybrid-Antrieb hat damit im Sorento kaum Nebenwirkungen. Der Kofferraum schrumpft nur etwas, was bei diesem Volumen kaum stört. Die Zuladung ist geringer, aber mit 515 bis 623 Kilogramm immer noch üppig. Anhänger dürfen mit 1,5 Tonnen Gewicht nicht ganz so schwer wie am Sorento mit Dieselmotor sein – verkraftbar, wenn man nie einen zieht.

Nicht optimal ist im Plug-in-Hybrid, dass das Ladekabel schön ordentlich nur unter dem Ladeboden zu verstauen ist. Das bedeutet bei gefülltem Gepäckraum erst einmal Auspacken vor dem Stromladen. Und der Tank ist mit 47 Liter Volumen auch zu klein. Wenn der PHEV schnell über die Autobahn getrieben wird und mehr als zehn Liter Super verbraucht, steht man im Sorento Plug-in-Hybrid viel schneller als mit dem Diesel und seinem 67 Liter großen Tank wieder an der Tanksäule.

Sehr gute Sicherheit & Bremse

Die Sicherheit ist im Sorento auf dem neuesten Stand. Der schon in der Einstiegsvariante Vision serienmäßige Autobahnassistent passt die Geschwindigkeit in Arbeitsunion mit dem Stop&Go-Tempomat und der Verkehrsschilderkennung bei Tempolimits automatisch an. Der ebenso serienmäßige Ausstiegsassistent verhindert, dass aussteigende Kinder sich selbst oder Radfahrende in Gefahr bringen.

Weitere Sicherheitsposten im Sorento Plug-in-Hybrid sind der serienmäßige Frontkollisionswarner mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, die ebenfalls serienmäßige, nach einem Crash sichernde Multikollisionsbremse, das im Platinum dazugehörige 360-Grad-Rundumsichtsystem und der für enge Garagen taugende, im Topmodell Platinum ebenso zur Serienausstattung gehörende Parkassistent für fahrerloses Einparken per Fernbedienung.

Sicherheitstechnisch etwas besonderes sind der serienmäßige Mittenairbag zwischen den Vordersitzen, der verhindern soll, dass Fahrende und Mitfahrende bei einer Kollision mit den Köpfen aneinanderprallen, und der ab dem Ausstattungslevel Platinum mitgelieferte Toter-Winkel-Assistent, der ein Kamerabild vom toten Winkel „live“ im Digitalinstrument einspielt.

So viel Sicherheit glänzte auch im Test. Im ADAC-Bremstest kam der Sorento Plug-in-Hybrid nach einer Vollbremsung aus 100 km/h nach hervorragenden 33,5 Metern zum Stehen. Das Crashverhalten der Karosserie und die Sicherung durch die Fahrassistenten wurden im Euro NCAP-Crashtest mit der maximalen Wertung von fünf Sternen bewertet.

Infotainment up to date

Das Cockpit zeigt schon im Basismodell auf dem 12,3 Zoll großen Display digital an. Der Zentralbildschirm, über den das meiste Infotainment gesteuert wird, misst 8 Zoll. 

Im zweiten Ausstattungslevel des Plug-in-Hybrids, im Spirit, in dem sich die Heckklappe elektrisch und sensorgesteuert öffnet, sind das Bose Surround-Soundsystem und die induktive Ladestation für das Smartphone inklusive.

Im dritten Level, der Topausstattung Platinum, in dem man auf schwarzem Nappaleder sitzt, machen das Head-up-Display und die oben schon erwähnten Fahrassistenten wie der Einparkassistent und der Toter-Winkel-Assistent den Unterschied.

Der für manche Kaufende wichtigste Aufpreis ist im Sorento Plug-in-Hybrid fair kalkuliert. Als 7-Sitzer kostet er nur 990 Euro mehr als der 5-Sitzer, der in der Preisliste samt sieben Jahren Garantie bei 54.000 Euro startet. Das ist nicht wenig, aber auch nicht viel zu viel bei einer so üppigen Komfort- und Sicherheitsausstattung.

Plug-in-Hybrid oder Diesel?

Vom Preis macht es keinen Riesenunterschied, ob man sich für einen Kia Sorento mit Plug-in-Hybrid-, Hybrid- oder Dieselantrieb entscheidet. Die Entscheidung richtet sich am besten nach der Nutzung.

Der altbekannte 2,2-Liter-Diesel ist der ideale Motor für Sorento-Fahrende, die häufig lange Touren fahren. Dem Hybrid wirbt der Plug-in-Hybrid ganz klar die Kundschaft ab, denn der etwas kräftigere und sparsamere PHEV kann im Gegensatz zum Hybrid am Stecker oder der Wallbox geladen werden und kostet nach Abzug der Umweltprämie kaum mehr.

8/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

Vergleichen Sie den Sorento Plug-in Hybrid mit Alternativen

Auf carwow haben Sie eine große Auswahl an Fahrzeugen, die Sie einfach miteinander vergleichen können. So finden Sie stressfrei und einfach genau das Auto, das am besten zu Ihnen passt und können sich Angebote unserer Partnerautohäuser aus Ihrer Region und ganz Deutschland zukommen lassen.

Modell vergleichen

Vergleichen Sie die besten Angebote – ganz ohne Verhandeln

Kia Finanzierung

  • Lieferung Ihres Neuwagens nach Hause möglich
  • Erhalten Sie Ihr individuelles Finanzierungsangebot
  • Sie entscheiden, ob Sie eine Anzahlung möchten
carwow Preis ab
102 € / Monat
Finanzierungen anzeigen

Kia Tageszulassung

  • Finden Sie Ihr passendes Fahrzeug aus einer großen Auswahl an Tageszulassungen
  • Sparen Sie mehr mit Tageszulassungen
  • Nehmen Sie Ihr neues Auto sofort mit nach Hause
carwow Preis ab
11.890 €
Tageszulassungen anzeigen

Kia Jahreswagen

  • Jahreswagen von top bewerteten Vertragshändlern
  • Eine große Auswahl sofort verfügbarer Fahrzeuge
  • Keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte
carwow Preis ab
11.890 €
Jahreswagen anzeigen