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Hyundai Kona N im Test

Ihr nächstes Auto soll ein Hyundai Kona N werden? Erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Modell in unserem ausführlichen Testbericht!

4,7/5 aus 13.357 Bewertungen

Der Hyundai Kona N ist der zweite Versuch des koreanischen Herstellers, sich im Nischenmarkt der Alltags-Sportwagen zu etablieren. Das Ergebnis überzeugt im Test und verwandelt den braven Serien-Kona in ein scharfgemachtes SUV.

  • Hervorragende Fahreigenschaften
  • Umfangreiche Ausstattung ab Werk
  • Mäßiges Platzangebot hinten
  • Nur mit Frontantrieb erhältlich

Die Welt der Sportmodelle wird von einfachen Buchstaben dominiert. Bei Audi tragen sie das Anhängsel S, bei Volkswagen R, bei BMW M. Wer N sagte, wurde bisher immer nur belächelt. Hyundai brachten die wenigsten mit Sportwagen in Verbindung. Der koreanische Hersteller baut zwar hochwertige Fahrzeuge, bisher aber eher für die Vernunftbegabten unter den Autokund:innen.

Die erste Abweichung von diesem Markenkonzept war der Hyundai i30 N. Ein Fahrzeug, dass die Briten als Hot Hatch bezeichnen, also ein Kompaktwagen mit ordentlich Schub unter der Haube. Der ließ in einigen Tests die Konkurrenz auf Rennstrecken alt aussehen. 

Mit dem Hyundai Kona N und dem i20 N folgen nun fast zeitgleich die Modelle zwei und drei aus der koreanischen Sport-Reihe. Die Technik: im Wesentlichen identisch zum i30 N. Der Hersteller baute einfach den 280 PS starken Vierzylinder in sein SUV. Ein höhergelegtes Hot Hatch quasi.

Das Design: dezent statt aufdringlich

Optisch orientiert sich Hyundai am i30 N. Die oftmals übertriebene Tuning-Optik solcher Alltagssportler findet sich nicht beim Kona N. Mächtige Spoiler oder übertrieben breite Radkästen? Sucht man hier vergeblich. Hyundai versucht es beim Kona N subtil. Etwas breitere Schweller, rote Zierdetails und 19 Zoll große Felgen deuten das an, was in dem SUV steckt. Am Heck zeigt sich noch am deutlichsten, dass es sich um ein Sportmodell handelt. Hier sitzt ein zweigeteilter Dachspoiler mit dreieckiger Bremsleuchte, die auch beim Hyundai i30 N zum Einsatz kommt. Obligatorisch: die beiden Endrohre der Sportabgasanlage. Der Grill vorne ist der gleiche wie im normalen Kona, allerdings mit einem neuen, grobmaschigen Gitter und dem N-Kürzel. Dazu kommt ein vergrößerter Splitter für Anpressdruck.

Die Verarbeitung des Innenraums ist top. Alles ist in Schwarz gehalten, einige der Bedienelemente zitieren das Rot des Exterieurs. Weitere Elemente erscheinen in Performance Blue, wie es im PR-Deutsch der Werbebroschüre heißt. Das sieht wesentlich mehr nach Sportmodell aus als das Außendesign. Dazu passt das Leder-Sportlenkrad, das es so nur im Hyundai Kona N gibt. Die Tasten steuern das Infotainment und wichtige Fahrzeugfunktionen. Zwei blaue Wippschalter, die mit den Daumen zu erreichen sind, wählen die Fahrmodi aus, die Schaltpaddel den manuellen Gangwechsel.

Nur noch im Kona N mit Schalthebel

Größter Unterschied zum Standard-Modell dürfte der Ganghebel im Mitteltunnel sein. Im Hyundai Kona N ragt noch immer ein wuchtiger Griff empor, mit dem sich die Gänge manuell einlegen lassen. Das funktioniert ganz klassisch: hochschalten – nach hinten ziehen. Einen niedrigeren Gang einlegen – nach vorn kippen. Allerdings nur als Eingriff in die achtstufige Automatik. Ein dezidiertes manuelles Getriebe gibt es im Gegensatz zum Hyundai i30 N nicht. In den anderen Modellen der Kona-Reihe ist der Schalthebel verschwunden und den vier Tasten der Automatik gewichen, die Hyundai mittlerweile in all seinen Modellen einsetzt.

Dazu passen die Sportsitze, die sich eng an den Körper schmiegen. Die Sitzheizung vorn ist serienmäßig, Aufpreis kosten die Belüftungsfunktion vorn und der warme Hintern auf den äußeren Sitzen der Rückbank hinten. Den Rest der Innenausstattung entspricht der des neuen Hyundai Kona Standard-Modells.

Es dominieren Kunststoffe, sie wirken aber hochwertiger als beim Vorgänger. Neu ist das 10,25 Zoll große Tacho-Display hinter dem Lenkrad, das eine Übersicht über die wichtigsten Fahrzeugdaten liefert. Ein auf die Mittelkonsole aufgesetzter Bildschirm in derselben Größe steuert die Entertainment-Funktionen und weitere Einstellungen. Per Android Auto und Apple CarPlay lässt sich das Smartphone einbinden.

Das Head-up-Display wird wenig anschaulich auf eine Plastikscheibe projiziert, als besonderes Feature zeigt es im Hyundai Kona N im Sport- oder N-Modus automatisch die Motordrehzahl, die Geschwindigkeit und eine Schaltempfehlung an. Antiquiert wirkt auch die mechanische Handbremse im Mitteltunnel.

Platz: vorne hui, hinten akzeptabel

Das Platzangebot vorne ist exzellent. Hier muss niemand den Kopf einziehen. Das reicht bis zu einer Körpergröße von 2,10 Meter. Für die Beine ist es schon enger. Die Sitzeinstellung ist maximal bis zu einer Länge von 1,95 Meter bequem. Die Plätze auf der Rückbank sind konstruktionsbedingt enger. Der Hyundai Kona N liegt mit einer Länge von 4,22 Meter und einer Breite von 1,80 Meter schließlich irgendwo zwischen Kleinwagen- und Kompaktsegment. Zwei Personen nebeneinander können bis zu einer Körpergröße von 1,90 Meter bequem sitzen, zu dritt sind keine längeren Strecken zu empfehlen. Das Kofferraumvolumen ist mit 361 bis 1.143 Liter ausreichend, allerdings etwas kleiner als in den anderen Verbrenner-Modellen des Kona (374 bis 1.156 Liter).

Es wird sich aber kaum jemand für den Hyundai Kona N entscheiden, weil es ihm um den Laderaum seines Autos geht. Also Motor starten und los geht's! Der Klang überzeugt. Der Kona N röhrt charakterstark über die Sportabgasanlage los. Ganz natürlich ist dieser kernige Sound aber nicht. Die Endabstimmung erfolgt im Computer. Ein Soundgenerator rundet den Klang ab und schickt ihn über die Lautsprecher in den Innenraum. Für Puristen mag das ein Frevel sein, mittlerweile verfeinern aber viele Hersteller den Sound ihrer sportlichen Autos durch elektronische Zusätze.

Boost auf Knopfdruck

Zentrale Steuereinheit für den Fahrspaß sind die beiden blauen Tasten unter den Lenkradspeichen. Sie wählen die Fahrmodi aus. Eco und Normal bemühen sich, den Hyundai Kona N in Zaum zu halten. Doch dafür wurde das SUV nicht konzipiert. Das zeigt die rote Taste am Lenkrad. Nach Betätigung gibt der Hyundai Kona N 20 Sekunden lang alles, was der Motor mit seinen 280 PS zu bieten hat. Wer jetzt auch Formel-1-Feeling auf der Autobahn oder Landstraße hofft, wird enttäuscht. Einmal aktiviert, braucht der Hyundai Kona N mindestens 40 Sekunden, um sich zu regenerieren und erneut den Boost auszulösen.

Zeit für den Fahrmodus Sport. Jetzt stellt der Hyundai Kona N sich wirklich scharf. Die Lenkung wird straffer und direkter, das Fahrwerk härter. Die ganze Kontrolle über das Fahrzeug wächst. Das Einlenken ist intuitiver, das Rausbeschleunigen flinker. Das gelingt fast so gut wie im Hyundai i30 N. Der einzige Unterschied: Die Straßenlage ist aufgrund des SUV-Charakters anders. Der Kona liegt vier Zentimeter höher als der i30 N, der Kontakt zur Fahrbahn ist nicht ganz so gut. Trotzdem lässt sich sagen: Das ist Hyundai Kona N ist ganz und gar gelungen.

Kein Allradantrieb erhältlich

Die Doppelkupplungs-Automatik schaltet geschwind hoch und runter, nicht ganz so perfekt wie in einem Porsche 911 beispielsweise, der kostet aber auch leicht das Dreifache des Hyundai Kona N. Da ist auch eine Sprintzeit in 6,4 Sekunden von 0 auf 100 zu verschmerzen. Wem das zu langsam ist, der nutzt die Launch-Control. Die optimiert Motor und Getriebe für den Start aus dem Stand und macht den Hyundai Kona N im Sprint um fast eine Sekunde schneller. Zudem soll das Getriebe erkennen, ob sich das SUV gerade auf einer Rennstrecke oder einer normalen Straße befindet. Entsprechend passt es die Schaltcharakteristik an. Im Alltag dürften das wohl die wenigsten nutzen.

Einziger Wermutstropfen: Einen Allradantrieb gibt es für den Hyundai Kona N nicht. Das sportliche SUV wird immer an der Vorderachse angetrieben. Das bringt die üblichen Nachteile mit sich. Je nachdem in welchem Modus der Kona N gerade unterwegs ist, zerrt der Motor mal mehr oder weniger brachial am Lenkrad. Ausgeglichen wird das durch ein spezielles Differenzial. Dessen Elektronik verteilt das Drehmoment auf die einzelnen Räder, je nach Anforderung.

Üppige Ausstattung im Hyundai Kona N

Die Ausstattung ist, typisch für ein Auto aus Asien, umfangreich. Für 38.200 Euro gibt es den Hyundai Kona N mit den üblichen Sport-Accessoires. Dazu gehören die Performance Bremsanlage mit roten Bremssättel, die Sportabgasanlage mit zwei Endrohren und variabler Klappensteuerung, 19-Zoll-Felgen und die elektronisch geregelte Differenzialsperre. Im Innenraum bietet der Hyundai Kona N ab Werk Digitalradioempfang, die zwei 10,25 Zoll großen Displays, ein beheizbares Lenkrad und die diversen Performance-Features der N-Serie.

Zur Sicherheitsausstattung gehören eine Reihe von Assistenzsystemen. Darunter eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, ein Spurhalteassistent, ein Aufprallwarnsystem, ein Aufmerksamkeitsassistent und ein Frontkollisionswarner. Im Fall des Hyundai Kona N ist das fast eine Vollausstattung. Optional gibt es nur noch ein Assistenz-Paket für 520 Euro, das unter anderem auf Verkehrsteilnehmende im toten Winkel hinweist oder vor Querverkehr warnt und im Notfall eingreift.

Fazit: schnell, bequem, erschwinglich

Gut gemacht, kann man da nur sagen. Der Hyundai Kona N mischt das Mini-Segment der "Hot Hatches" ordentlich auf. Schnell, bequem, erschwinglich. Für knapp unter 40.000 Euro bietet der koreanischen Hersteller ein scharf gemachtes kompaktes SUV, das sowohl Alltagsansprüchen als auch heimlichen Gelüsten nach der Rennstrecke gerecht wird. Der größte Konkurrent dürfte weiterhin im eigenen Haus stehen. Der Hyundai i30 N besitzt den gleichen Motor und die gleiche Technik, liegt aber satter auf der Straße. Angesichts des anhaltenden SUV-Trends durfte Hyundai aber keine Probleme haben den Kona N unter die PS Fans zu bringen.

7/10 Wow-Wertung

Unsere Fachleute vergeben diese Bewertung nach ausführlicher Prüfung des Fahrzeugs.

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